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A1 Saarbrücken Richtung Trier zwischen Holz und Kreuz Saarbrücken Gefahr besteht nicht mehr (04:28)

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So viel soll die neue Fechinger Talbrücke jetzt kosten

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In „zehn Jahren plus x“, so das Verkehrsministerium, soll die neue Fechinger Talbrücke fertig sein.

Der Neubau der Fechinger Talbrücke an der A 6 wird nach Schätzungen des saarländischen Verkehrsministeriums 126 Millionen Euro kosten. Vor einem Jahr hätten die Kosten noch erheblich niedriger sein sollen: Da waren sie nämlich noch auf rund 80 Millionen Euro geschätzt worden. Laut Wolfgang Kerkhoff, Sprecher des Ministeriums, sei damals die preisgünstigste Variante berechnet worden.

Grund für die neue Preisexplosion: Wegen der „exponierten Lage“ der Brücke habe das Bundesverkehrsministerium, das für die Baukosten aufkommt, einem „hochwertigeren“ Bau zugestimmt. Die Planungskosten – laut Kerkhoff voraussichtlich ein „hoher einstelliger Millionenbetrag“ – wird das Land tragen.

Die Bauwirtschaft reagiert positiv
Die saarländische Bauwirtschaft zeigt sich erfreut über die Nachricht. Es sei immer im Sinne der Bauunternehmen, wenn hochwertig und nachhaltig gebaut werde, sagte Claus Weyers, Hauptgeschäftsführer des Arbeitgeberverbands der Bauwirtschaft des Saarlandes.

So geht's weiter
Genau wie die alte Brücke soll das neue Bauwerk nur einen Teilanschluss bekommen, da ein Vollanschluss laut Kerkhoff viel gekostet hätte und letzten Endes für den Verkehrsfluss nur wenig gebracht hätte.

Derzeit ist bereits eine Umweltverträglichkeitsprüfung im Gang, außerdem wird ein Realisierungswettbewerb vorbereitet. Die Fechinger Talbrücke steht seit 2010 eigentlich unter Denkmalschutz, unter anderem wegen ihrer filigranen Pfeiler. Der Landesdenkmalrat trägt den Abriss aber mit. Die endgültige Entwurfsplanung soll laut Oberster Straßenbaubehörde, also Verkehrsministerium, bis Ende 2019 fertig sein.

Die Vorgeschichte
Die Brücke war im Frühjahr 2016 von einem Tag auf den anderen komplett gesperrt worden. Grund: Es bestand die Gefahr, dass die Pfeiler der Belastung durch den schweren Lkw-Verkehr nicht mehr standhalten würden. Nach sieben Wochen konnten immerhin die Stützen so weit verstärkt werden, dass wieder Fahrzeuge unter 3,5 Tonnen darüber fahren konnten.

Für Lkw blieb sie aber gesperrt. Unter dieser Situation litten vor allem die Anwohner an der Umleitungsstrecke. Nach sieben Monaten konnte die Brücke auch für den Lkw-Verkehr wieder freigegeben werden. Ein Neubau – parallel neben der alten Brücke – muss trotzdem her. Denn der Überbau der Brücke, die in den 60er Jahren erbaut wurde, ist so alt, dass sich eine Sanierung nicht mehr lohnt.

Weitere Schäden entdeckt
Bei einer routinemäßigen Überprüfung der Talbrücke wurden kürzlich kleine Schäden am Überbau festgestellt. Das sei nichts Beunruhigendes, sagt Kerkhoff. Instandhaltungsarbeiten seien in den kommenden Jahren ohnehin geplant. Dass die Brücke dann noch einmal voll gesperrt wird und den Verkehr im Saarland lahm legt, damit ist laut Kerkhoff aber nicht zu rechnen.

Mit Verwendung von SZ-Material (Nora Ernst)

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Das ändert sich beim Homburger Nikolausmarkt 2017

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In Homburg findet auch diesmal wieder der Nikolausmarkt auf dem Historischen Marktplatz statt. Foto: Stadt Homburg

Wer in den vergangenen Tagen den historischen Marktplatz besucht hat, hat es vielleicht bereits bemerkt: Der Weihnachtsbaum steht in diesem Jahr nicht an gewohnter Stelle mitten auf dem Marktplatz, sondern ist am oberen Eck von der Saarbrücker Straße und der Eisenbahnstraße errichtet worden. Doch nicht nur der Standort des Baumes ist neu.

Der 44. Homburger Nikolausmarkt, der vom 1. bis zum 10. Dezember stattfinden wird, hat einige Höhepunkte zu bieten, wie die Stadtverwaltung mitteilt. So setzt der Veranstalter, die Homburger Kulturgesellschaft, auf Tradition und Innovation und behält dennoch die Gemütlichkeit und die außergewöhnliche Atmosphäre bei. Eine besondere Attraktion wird zum Beispiel allabendlich die faszinierende Lasershow sein.

Das neue Kinderprogramm
Eröffnet wird der Nikolausmarkt am Freitag, 1. Dezember, um 18 Uhr
von Oberbürgermeister Rüdiger Schneidewind im Beisein des Nikolauses und dessen Gefolge. Apropos Nikolaus: Der kommt in diesem Jahr sogar an jedem Tag vorbei, immer gegen 17 Uhr, und hat einen Sack voller Geschenke.

Für die jüngsten Besucher des Marktes wird in diesem Jahr ein besonders reichhaltiges und vielfältiges Programm auf der Bühne am alten Rathaus angeboten. Außer dem täglichen Nikolausbesuch gibt sich Kerzenelfe „Barbarella“ die Ehre und bietet „Kerzenziehen“ an. Ein Drachen-Mitmachtheater sowie ein Geschichten- und Märchenerzähler und das nostalgische Kinderkarussell runden das Kinderprogramm ab.

Programm für die Erwachsenen
Aber auch die "großen" Besucher erwartet ein Live-Programm auf der neuen Hauptbühne, die an der südöstlichen Grenze des Marktplatzes zur Straße hin aufgebaut wird. Täglich ab 16 Uhr bereichert eine vielfältige, Genre-übergreifende Musikmischung von besinnlichen traditionellen Klängen bis hin zu Rock/Pop und Jazz in einem adventlichen Soundgewand das Marktgeschehen.

Die zahlreichen Verkaufsstände und geschmückten Holzhütten, die sich um den zentral ausgerichteten Glühweinstand scharen und den Nikolausmarkt in ein kleines, in sich geschlossenes Märchendorf verwandeln, bieten ein  abgestimmtes Sortiment an vorweihnachtlicher Kulinarik und hochwertigem Kunsthandwerk. Natürlich darf auch die große malerische Weihnachtskrippe nicht fehlen.

Beim großen Finale am Sonntag, 10. Dezember, erwartet die Gäste noch einmal ein besonderer Höhepunkt: Tausende Wunderkerzen erleuchten und die Glocken von Sankt Michael sagen „Auf Wiedersehen bis zum nächsten Jahr“.

Verkaufsoffener Sonntag in Homburg
Am Sonntag, 3. Dezember, haben zusätzlich die Geschäfte der Innenstadt von 13 bis 18 Uhr ihre Türen geöffnet, auch das städtische Parkhaus bleibt bis 19 Uhr zugänglich. Das komplette Programm vom ersten bis zum zweiten Adventswochenende ist in einem handlichen Flyer zusammengefasst, der auch auf der Homepage der Stadt Homburg zu finden ist.

Mit Verwendung von SZ-Material.

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Berufswunsch Medienbranche: Wie den Einstieg schaffen?

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Foto: PR

Einen Überblick über diese Branche zu bekommen, ist aufwendiger als es auf den ersten Blick erscheint. Es gibt so viele unterschiedliche Angebote: Zeitungen, Magazine, Radio, Fernsehen, Außenwerbung und inzwischen vor allem eine unfassbar große Menge an digitalen Angeboten. Allen voran Google und Facebook. Aber auch all die großen Onlineportale, Apps und vielfältigen Social Media Angebote machen eine Entscheidung, wo man nun am besten einsteigen sollte, nicht einfacher.

Wer sich dafür interessiert, wie all diese Medien wirklich funktionieren und wie man sie für seine Zwecke einsetzen kann, ist gut in den Bereichen Medienmarketing und Media-Sales aufgehoben. Dabei ist vor allem Kommunikationsfähigkeit aber auch Kreativität gefragt sind. Das sind wichtige Schlüsselqualifikationen. Wer keine Scheu hat auf Menschen zuzugehen und auch Interesse für technische Hintergründe mitbringt ist hier genau richtig.

Spezialisierte Ausbildungsprogramme großer Medienunternehmen bieten dabei enorme Vorteile, da diese eine große Bandbreite verschiedenster Medien abdecken. Wir haben mit Trainees des „Expert in Media Sales“ Programms der Media Group Academy gesprochen. Dieses Programm wurde von der Mediengruppe Saarbrücker Zeitung ins Leben gerufen und bildet die Teilnehmer an den Standorten Saarbrücken und Trier genau mit dieser breiten Ausrichtung zu Medienprofis aus. Der Vorteil: Man arbeitete von Anfang in einem Medienunternehmen und wird mit laufenden Ausbildungsblöcken ausgebildet.

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Lea Erbach. Foto: PR

Fragen an Lea Erbach (28 Jahre), Trainee im Programm „Expert in Media Sales“ seit 2018

Warum hast du dich für das Traineeprogramm bei der Media Group Academy entschieden?
Lea: Das Programm ist vor allem vielseitig. Nicht nur wegen der Einblicke in die verschiedenen Abteilungen und Unternehmensbereiche, sondern auch wegen der qualitativen Fortbildungen. Ich habe bereits im ersten Jahr im Traineeprogramm sehr viele positive Erfahrungen sammeln können. Ich kann alle Facetten des späteren Berufs als Mediaberaterin kennenlernen und ausprobieren. Angefangen von der Entwicklung einer neuen Idee, über die Konzeption bis hin zur Vorstellung im Kundentermin. Der Kreativität sind keine Grenzen gesetzt und wir werden gezielt gefördert. Und mir war es wichtig einen Arbeitgeber zu finden, der mir die entsprechenden beruflichen Perspektiven aufzeigen kann.

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Sophie Wild. Foto: PR

Fragen an Sophie Wild (28 Jahre), Trainee im Bereich Business Solutions

Wie bist du zu dem Trainee-Programm gekommen?
Sophie: Zu dem Zeitpunkt, als ich auf die Trainee-Stelle aufmerksam geworden bin, befand ich mich in einer beruflichen Sackgasse. Das Traineeprogramm bringt mir eine fundierte Ausbildung in einem zukunftsorientierten Bereich und somit auch bessere berufliche Perspektiven. Ich kann mich auf unterschiedlichen Gebieten weiterbilden, sei es durch die Seminare oder im Austausch mit Kollegen. Ich habe mich dafür entschieden innerhalb von zwei Jahren auch als Suchmaschinenoptimiererin ausgebildet zu werden. Besonderen Spaß macht mir die abteilungsübergreifende oder auch kundenorientierte Arbeit, durch welche ich immer wieder neue Einblicke in fachfremde Ressorts bekomme. Besonders spannend finde ich Workshops, in welchen Teams des SZ-Medienhauses zusammen mit Kunden in angeregten Diskussionen Personas für die Erstellung von Werbekampagnen konstruieren. Diese abteilungsübergreifende und kundenorientierte Arbeit ist für mich als Suchmaschinenoptimiererin super interessant.

Welche Voraussetzungen muss man für die Bewerbung erfüllen?

Die meisten Bewerber verfügen über eine abgeschlossene Berufsausbildung oder ein abgeschlossenes Studium. Es sollten bereits erste Berührungspunkt mit dem Thema Verkauf und Digitalthemen vorhanden sein. Wer sich beispielsweise schon in seinem Verein um die Onlinethemen gekümmert hat oder wer nebenbei auch schon im Verkauf gejobbt hat, bringt erste Erfahrungen mit und kann besser einschätzen, ob ihm diese Felder auch tatsächlich liegen. Aber auch wer am Ende sein Studium abgebrochen hat, weil es vielleicht doch nicht das richtige war, kann hier eine spannende Perspektive finden, wenn er dafür anderweitige Berufserfahrungen mitbringt.

Die meisten Bewerber wollen sich noch einmal weiter qualifizieren und sind überwiegende im Alter von Anfang 20 bis 30 Jahre alt. Wichtig ist auch zu wissen, dass man bereits ab Beginn der Ausbildung Geld verdient. Auch die spannenden Berufsperspektiven und Möglichkeiten nach der Ausbildung innerhalb der Mediengruppe locken viele.

Weitere Erfahrungsberichte von Teilnehmern unter https://www.mediagroupacademy.de/erfahrungsberichte

Wann startet das nächste Programm?

Das nächste Trainee-Programm „Expert in Media Sales“ startet im September 2019 und läuft über zwei Jahre. Wer interessiert ist, sollte also schnell seine Bewerbungsunterlagen einreichen.

Weitere Infos findet man unter
Web: www.mediagroupacademy.de
E-Mail: info@mediagroupacademy.com
Info-Telefon: 06 81 / 5 02 – 14 01

Die Media Group Akademie ist eine Initiative der Mediengruppe Saarbrücker Zeitung

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Könnte so der Intelligenztest der Saar-AfD aussehen?

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Wir zeigen euch, wie der AfD-IQ-Test aussehen könnte. Symbolfoto: Andreas Arnold/dpa-Bildfunk

Dabei handelt es sich um einen Antrag des Saar-AfD-Mitglieds Hans Joachim Klein aus Heusweiler. Der 80-Jährige möchte damit erreichen, dass vor der Aufnahme neuer Mitglieder in die saarländische AfD ein Intelligenztest durchgeführt wird.

Parteichef Josef Dörr kommentierte Kleins Antrag jedenfalls nur mit den Worten: „Ich weiß noch nicht, ob ich das ernst nehmen soll.“

Ein IQ-Test für AfD-Neumitglieder?
Auch innerhalb der SOL-Redaktion herrscht eher so der Tenor vor, eine solche Forderung nicht für bare Münze zu nehmen. Und so ist es auch überaus zweifelhaft, dass der Antrag Kleins durchgeht. Unser Statistik-Analyseteam, bestehend aus Mathe-Leistungskurs-Wählern und Studien-Abbrechern, errechnete eine Wahrscheinlichkeit von 1,8 Prozent. Das wiederum entspricht einer Unwahrscheinlichkeit von 98,2 Prozent.

Das heißt aber noch lange nicht, dass ein solcher IQ-Test undenkbar wäre. Mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit haben wir uns also in die Tiefen unserer synaptischen Traumvisionen begeben, um ihn euch zu präsentieren - den AfD-IQ-Test.

Testet euch selbst: Würdet ihr es in die AfD schaffen?

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Saarbrücker Tänzer Artem Gussev (21) bei „Das Supertalent“ im Finale

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Artem Gussev in action! Foto: Artem Gussev

Bei seinem Auftritt am Samstag (18. Dezember 2017) hat der 21-Jährige die Jury mit seinem außergewöhnlichen Tanzstil „Flexing so begeistert, dass Bruce Darnell für ihn den „Goldenen Buzzer“ drückte.

Damit ist der in Kasachstan geborene Saarländer automatisch in der Endrunde. Nachdem es Artem Gussev bereits 2013 bis ins Halbfinale der TV-Show „Got to Dance geschafft und schon 2014 beim „Supertalent“ mitgemacht hatte, ist er nun seinem Traum von einer hauptberuflichen Karriere als Tänzer ein Stückchen näher gekommen.

Mit Verwendung von SZ-Material (Marko Völke).

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Opfer über 19 Stunden lang gefoltert: Saarbrücker angeklagt

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Symbolfoto: David-Wolfgang Ebener/dpa-Bildfunk.

Das wird dem Beschuldigten vorgeworfen
Der Angeklagte soll Ende Juni sein Opfer K. 19 Stunden in seiner Wohnung in Saarbrücken gefangen gehalten haben, um ihn auszurauben, zu foltern und schwer zu misshandeln. Sein Ziel: Die Freundin und der Bruder des Geschädigten sollten ihn mit Geld oder Drogen „loskaufen".

Laut Staatsanwaltschaft sah der Tatplan des Angeklagten auch vor, sein Opfer zu erniedrigen. So sollte ihm ein „V" für „Verräter" in die Haut geritzt werden, damit er irgendwann im Gefängnis als Verräter rektal vergewaltigt wird.

Der Angeklagte soll sein Opfer unter anderem mit einem Schlagstock maltretiert haben. Mit einem Messer, einem Gürtel und einer Peitsche soll er ihn außerdem gefoltert haben.

Auch soll der Beschuldigte versucht haben, dem Opfer Amphetaminanhaftungen in den After zu schieben. Außerdem soll er den Gefolterten gewzugen haben, den Satz „Hallo, ich bin Conchita Wurst" in eine Kamera zu sagen.

Dem Opfer gelang es nach 19 Stunden in der Wohnung schließlich, aus einem kurz geöffneten Fenster zu springen. Der Mann schaffte es noch, sich zu einer nahe gelegenen Tankstelle zu schleppen, wo er schließlich zusammenbrach.

Drogen als Motiv vermutet
Die Staansanwaltschaft vermutet Drogengeschäfte als Motiv hinter der Tat. So sollen Angeklagter und Opfer Betäubungsmittel aus den Niederlanden importiert haben, um sie hier weiterzuverkaufen. Dabei sei es dann zu Unstimmigkeiten gekommen.

Der Geschädigte selbst befindet sich zur Zeit wegen Verstößen gegen das Betäubungsmittelgesetz in Untersuchungshaft.

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dpa

Fahnen-Eklat bei Fußballspiel von China U20

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Einige Zuschauer zeigten die tibetische Flagge. Foto: Hasan Bratic/dpa-Bildfunk.

Der erste Auftritt der chinesischen U20-Nationalmannschaft im Rahmen der umstrittenen Freundschaftsspiele gegen Mannschaften aus der Fußball-Regionalliga Südwest ist von einem Eklat überschattet worden.

Mitte der ersten Halbzeit in der Begegnung beim TSV Schott Mainz zeigte eine Gruppe von Zuschauern am Samstagnachmittag eine tibetische Fahne, daraufhin weigerten sich die Chinesen weiterzuspielen und verließen den Platz.

Nach einer etwa 25-minütigen Unterbrechung rollten die Zuschauer die Fahne des von China annektierten Gebietes freiwillig wieder ein. Das Spiel wurde anschließend fortgesetzt, Mainz siegte vor 400 Besuchern mit 3:0 (2:0).

Lest hier alles über die Fangruppierung China U20 Ultras Südwest

Darum spielt Chinas U20 in der Regionalliga
Der völkerrechtliche Status Tibets ist umstritten. Auch das Projekt des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) ist seit der Bekanntgabe umstritten. 16 von 19 Regionalligisten, darunter auch die saarländischen Clubs 1. FC Saarbrücken, SV Elversberg und Röchling Völklingen, haben grünes Licht für die Kooperation mit Chinas U20 gegeben.

Ab der Rückrunde tragen diese Klubs freiwillig je ein Testspiel gegen die Gäste aus Fernost aus, die sich so auf die Olympischen Spiele 2020 in Tokio vorbereiten wollen. Jeweils 15.000 Euro erhalten die Vereine dafür.

„Die Proteste können wir nicht verbieten, es gibt das Recht auf freie Meinungsäußerung“, sagte DFB-Vizepräsident Ronny Zimmermann: „Wir werden nun noch einmal das Gespräch mit der chinesischen Delegation zu diesem Thema suchen und ihr empfehlen, gelassener mit solchen Aktionen umzugehen. Umgekehrt verurteilen wir es, den Fußball für bewusste Provokationen gegen unsere Gäste zu missbrauchen.“

Chinas Trainer Sun Jihai gab sich verwundert. „Ich hätte erwartet, dass über Fußball geredet wird. Aber jetzt geht es um etwas anderes“, sagte er: „Für mich war es ein Freundschaftsspiel. Ich hoffe, dass es hier um Fußball und nichts anderes geht. Fußball ist ein Sport.“

Mit Verwendung von SZ-Material.

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Nalbach verklagt Bundesrepublik Deutschland

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Die Gemeinde Nalbach hat Klage beim Landgericht Saarbrücken gegen die Bundesrepublik Deutschland eingereicht. Konkret richtet sich die Klage gegen die Bundesanstalt für Immobilienaufgaben (BImA).

In dem Rechtsstreit geht es um die Beseitigung von Gefahren für Leib und Leben auf und unter dem Gelände des Nalbacher Kindergartens sowie um Schadensersatz. „Das Gebäude ist durch massive Unterhöhlungen der Bodenplatte und tragender Fundamente in seiner Standsicherheit gefährdet“, erläuterte Bürgermeister Peter Lehnert auf Anfrage.

Stollen aus Wehrmachtzeit Ursache
Ursache dafür ist laut Gemeinde ein verzweigtes Luftschutzstollensystem, das bis zu 15 Meter unter dem Kindergarten und dem dazu gehörigen Spielplatz verläuft. Die Stollen wurden 1938/39 im Auftrag der Wehrmacht als militärische Luftschutzanlage gebaut. „Bis vor einem Jahr wussten wir nicht, dass dieses Stollensystem auch unter dem Kindergartengelände verläuft“, bestätigt Lehnert.

2016 begann die Gemeinde mit der Sanierung des Kindergartens, die insgesamt auf 2,5 Millionen Euro veranschlagt ist. „Ein von uns im vorigen Jahr veranlasstes Baugrundgutachten wies erstmals auf Unwägbarkeiten im Untergrund hin“, erläuterte Lehnert.

Kindergarten musste geschlossen werden
Weitere Untersuchungen hätten ergeben, dass etwa 60 Prozent der Bodenplatte und Fundamente des Kindergartens unterhöhlt seien. „Aus Sicherheitsgründen mussten wir einen Baustopp aussprechen und den Zugang zum Gelände wie auch den angrenzenden Fußweg sperren", sagte Lehnert. Die Nalbacher Kleinkinder sind in den Kindertagesstätten Piesbach und Körprich untergebracht.

„Die BImA hat unsere Ansprüche gemäß des allgemeinen Kriegsfolgengesetzes (AKG) auf Beseitigung der Gefahrenlage und eine Entschädigung für angefallene Kosten abgelehnt“, bedauert Lehnert. Dies bestätigte Thorsten Grützner, Pressesprecher der BImA auf Nachfrage.

„Eine fristgemäße Anmeldung von Ansprüchen hätte durch die Gemeinde spätestens bis zum Ablauf des Jahres 1959 erfolgen müssen“, sagte Grützner. Zudem habe der Bundesgerichtshof 2006 entschieden, dass nach Ablauf der genannten Frist keine Ansprüche mehr beim Bund geltend gemacht werden können. Dies auch dann nicht, wenn die Gefahrensituation erst nach 1959 entdeckt worden sei.

„Wie soll denn etwas angemeldet werden, von dem wir keine Kenntnis hatten?“, fragt Bürgermeister Lehnert. Um die Sanierung des Kindergartens finanziell stemmen zu können, zwinge ihn die BImA bei dieser Haltung leider zu einer Klage, argumentiert er.

Mit Verwendung von SZ-Material (Dieter Lorig).

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Unbekannter mit Messer erpresst in Saarwellinger Bank Geld

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Räuberische Erpressung in Saarwellingen: Ein 29-Jähriger hatte am Samstag (18. November 2017) um 21.08 Uhr in der Sparkassen-Filiale in der Vorstadtstraße Bargeld abgehoben. Unmittelbar danach betrat der Täter den Raum, in dem sich noch ein weiterer Kunde aufhielt.

Er forderte von dem 29-Jährigen mit vorgehaltenem Messer das Geld. Dieser warf zwei Scheine auf den Boden. Der Täter hob sie auf und flüchtete zu Fuß mit der zweistelligen Beute, teilt die Polizei mit.

Der Täter ist circa 1,80 Meter groß, 20 bis 30 Jahre alt, schlank, mit Drei-Tage-Bart und auffällig dickem Augenbrauen. Er sprach Deutsch mit osteuropäischem Akzent. Er trug eine graue Wollmütze, einen dunklen Schal, eine dunkle Hose und eine karierte Jacke mit rotem Farbanteil und hellem Pelzkragen.

Möglicherweise hat der Täter zuvor die Bank von außen beobachtet.

Hinweise an die Polizei Lebach, Tel. (0 68 81) 50 50.

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Til Schweiger will jetzt doch nach Saarbrücken kommen

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Til Schweiger hat einen Sieg vor dem Saarbrücker Landgericht erreicht. Archivfoto: Michael Kappeler/dpa-Bildfunk.

Nach der Gerichtsverhandlung im Streit um einen Facebook-Post hat Schauspieler Til Schweiger einen Besuch im Saarland angekündigt.

Am Freitag war der 53-Jährige nicht vor dem Landgericht Saarbrücken erschienen, obwohl das Gericht das persönliche Erscheinen von Schweiger angeordnet hatte. Später schrieb er auf Facebook: „Sorry, dass ich es nich’ geschafft habe heute vorbeizuschneien!!! Ich werde es nachholen! Großes Ehrenwort!“ Darauf folgen drei lachende Smileys.

Schweiger hatte seine Anwältin Stephanie Vendt aus Hamburg zur Verhandlung geschickt. Das sei in Ordnung, ein Ordnungsgeld gegen Schweiger werde nicht verhängt, sagte Richter Martin Jung. Das Gericht setzte als Entscheidungstermin den 23. November fest, falls sich die beiden Seiten nicht vorher gütlich einigen.

Der Facebook-Eintrag zeigt eine private Nachricht einer Saarländerin, die Schweiger samt Antwort veröffentlicht hat. Die Frau sieht ihr Persönlichkeitsrecht verletzt und klagt auf Unterlassung.

In der Nachricht fragt die Frau den Schauspieler, ob er nun Deutschland verlassen werde, wie es vor der Wahl im Fall eines Einzugs der AfD in den Bundestag angekündigt habe. Zudem schob sie den Satz hinterher: „Ihr Demokratieverständnis und Ihr Wortschatz widern mich an.“ Der Schauspieler antwortete ihr darauf mit den Worten: „hey schnuffi...! date!? nur wir beide!?“

Mit Verwendung von SZ-Material.

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