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Gibt es bald einen Schnellbus vom Dudweiler Bahnhof zur Saar-Uni?

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Ein Bus der Linie 102 passiert den Saarbrücker Wildpark auf dem Weg zur Universität. Foto: BeckerBredel

Ein Schnellbus vom Dudweiler Bahnhof zur Saar-Uni könnte bald die zeitweise übervollen Linien vom Saarbrücker Hauptbahnhof zum Campus entlasten. Das lässt die Pressesprecherin der Saarbrücker Stadtwerke, Ulrike Reimann, durchscheinen.

Ärger über die bisherigen Verbindungen
So auch bei Robert Nenno. Vielleicht ist er ein wenig verwöhnt, weil er lange Zeit im mit Bussen und Bahnen gut erschlossenen Köln gelebt hat, gibt Nenno zu. Aber trotzdem kocht in ihm immer wieder der Ärger hoch über die Verbindungen in Saarbrücken und über den Frust, den er unter den Busfahrern erlebt.

Nenno ist wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Universität des Saarlandes und pendelt jeden Arbeitstag von seiner Wohnung auf dem Eschberg mit der 107 an den Campus.

Vor allem zu Stoßzeiten fahren die Busse übervoll, und dann seien es oft auch normalgroße Busse statt der Gelenkbusse, wie Nenno erzählt. Manche hielten gar nicht mehr an, weil ohnehin niemand mehr reinpasse. „Je nachdem steht man da dann eine halbe Stunde rum“, ärgert sich Nenno.

Erst vergangene Woche habe er es an der Haltestelle Uni Campus als einer der letzten in den Bus geschafft. Die Tür ging nicht mehr zu, und der Busfahrer sei wutentbrannt herangestürmt, habe geschrien und sogar einen Studenten herausgezogen.

Beschwerden
Aber das seien doch trotzdem keine akzeptablen Zustände. Deswegen hat er sich auch schon mehrmals beim Kundentelefon des SaarVV beschwert. Doch Rückmeldungen habe er nie bekommen. Nenno: „Ich schaffe mir ein Auto an. Mir reicht’s.“

Nun ja, sagt Ulrike Reimann, die Pressesprecherin der zuständigen Stadtwerke Saarbrücken, im SaarVV sind zwar alle Verkehrsbetriebe im Saarland organisiert. Aber das eigentliche Ziel der Beschwerden sollte in diesem Fall die Saarbahn sein; kundendialog@saarbahn.de lautet die richtige E-Mail-Adresse.

Der SaarVV werde die Beschwerden aber schon weitergeleitet haben, da ist sich Reimann sicher. Sicher ist aber auch, dass es zwischen Eschberg und Uni-Campus noch nie einen Direktbus gegeben hat. Die Sprecherin hat das extra prüfen lassen. Und Gelenkbusse fahren natürlich nicht immer. Das gilt für die Fahrten der Linien 107 vom Eschberg bis in die Stadt beziehungsweise bis Ilsestraße sowie die Fahrten der Linien 102 und 111 zur Uni.

Neuigkeiten
Am 10. Dezember ist Fahrplanänderung – „mit mehr Neuerungen als üblich“, wie Reimann durchscheinen lässt.Für die Strecke Eschberg und Uni wird sie aber keine Änderungen mit sich bringen. Dennoch verspricht der Stichtag Entlastung.

Offizielle Vorstellung des neuen Planes ist erst in einigen Tagen. Ulrike Reimann lässt aber schon vorausblicken, das zwischen Dudweiler Bahnhof und der Saar-Uni besagter Schnellbus eingerichtet werden soll.

Mit Verwendung von SZ-Material (Alexander Manderscheid).

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„Abendländer Germanitas“ sammeln im Saarland Schlafsäcke für Obdachlose

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Gründer der Abendländer Germanitas: Volker Wachs mit Sohn Philipp, Alexandra Haarth, Achim Tröde. Foto: BeckerBredel

Kalt ist’s jetzt draußen. Für Volker Wachs kein Problem, die Harley hält seinen Hintern schon warm. Aber für andere wird es ungemütlich. Und deshalb haben die „Abendländer Germanitas“ sich eine Aktion ausgedacht: Schlafsäcke sammeln.

Dieses „Abendländer“ samt Namenszusatz Germanitas, lauter Kreuzen und einem Totenschädel im Emblem soll auf „alte Traditionen“ verweisen, die sich um Zusammenhalt, Nächstenliebe, Gemeinschaft und einander helfen drehen.

Dass sie sich selbst nicht als Motorradclub (MC) sehen, sondern eher als „moderner Ritterorden“, liegt vielleicht daran, dass sie mit der ganzen MC-Schiene samt Badboy-Image und echten kriminellen Problemen nichts zu tun haben wollen.

Rechts abbiegen ist nur auf der Straße erlaubt. Aber dabei darf es dann aber auch richtig laut werden. Easy-Rider-mäßig, Wachs lässt sich das gerne in den Mund legen: „Genau“, er fährt Harley, die anderen Chopper. „Wenn man uns sieht, kann man im ersten Moment vielleicht erschrecken. Aber wir sind nicht die bösen Buben, wir sehen nur so aus“, schiebt er hinterher.

Die Initiative
Seit drei Wochen sind er und seine Freunde daran, Schlafsäcke zu organisieren. Wachs selbst hatte die Idee, Obdachlosen etwas Gutes zu tun, und ist auf die Saarbrücker Wärmestube zugegangen. Dort kamen ihnen gemeinsam die Schlafsäcke in den Sinn. Decken gehen natürlich auch. Und gebraucht dürfen die Sachen sein. Es müssen nicht mehr die besten sein, vielleicht Dinge, die eh nur noch Platz wegnehmen.

Wer etwas abgeben kann, ruft die Abendländer einfach an. Um mehr braucht man sich nicht mehr zu kümmern. Volker Wachs steigt auf seine Harley und holt die Spende ab. Und bevor er sie in die Wärmestube bringt, wäscht er die Sachen natürlich auch noch. Die Abendländer haben für diesen Zweck ein „Nottelefon“ eingerichtet.

Wer einen Schlafsack oder eine Decke abgeben kann, melde sich unter (01 57) 88 11 38 92 oder per Mail an abendlaender@mail.de.

Mit Verwendung von SZ-Material (Alexander Manderscheid).

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Die Expertise im Pflegebereich schärfen - Akademische Weiterbildung im Pflege- und Gesundheitswesen

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Bild: htw Saar

„Der Studiengang Management und Expertise im Pflege- und Gesundheitswesen richtet sich explizit an Mitarbeiter in Pflege- und Gesundheitsfachberufen, die bereits eine abgeschlossene Ausbildung mitbringen. Er bietet die Möglichkeit, sich akademisch weiterzubilden“, sagt Studienleiterin Riemer-Hommel. Somit können sich Absolventen der Fakultät für Sozialwissenschaften für neue Tätigkeiten in der pflegerischen oder gesundheitlichen Versorgung qualifizieren. „Man kann sich damit dann sehr unterschiedlichen Perspektiven eröffnen“, erklärt Prof. Petra Riemer-Hommel. 

So erwerben die Studierenden beispielsweise Kompetenzen im Management und können ihre Expertise im Pflege- und Gesundheitsbereich schärfen. Eine Vertiefungsrichtung muss dabei nicht gewählt werden. Management und Betriebswirtschaft gewinnen durch immer komplexer werdende Bedürfnisse im Pflege- und Gesundheitssektor zunehmend an Bedeutung. Das gelte etwa im Risiko- und im Qualitätsmanagement oder auch im Pflegecontrolling. Die akademisch fundierte Ausbildung ist in der Praxis für die systematische Analyse und für die qualitätsorientierte Weiterentwicklung dringend erforderlich. „Deswegen ist es sinnvoll, sich in dieser Richtung weiterzuentwickeln“, so die Studienleiterin. 

Berufsbegleitendes Arbeiten möglich

Da die Studierenden in der Regel mitten im Berufsleben stehen, ist der Studiengang in Blockseminare unterteilt. „Dadurch ist berufsbegleitendes Arbeiten möglich“, erläutert sie. Viele Unternehmen hätten die Vorteile des Studiums erkannt, würden diese als Bereicherung des Arbeitslebens sehen und die internen Dienstpläne darauf anpassen. Der Studiengang Management und Expertise im Pflege- und Gesundheitswesen umfasst sechs Semester und gliedert sich in Grund- und Hauptstudium. Die ersten drei Semester umfassen die Grundlagen, im Hauptstudium folgen die vertiefenden Module und Wahlpflichtangebote aus den Bereichen Management und Expertise. Ein Studienprojekt ist in die Semester vier und fünf integriert. Ihre Kompetenzen können die Studierenden in einem zwölfwöchigen Praktikum vertiefen. Sie wenden dort das Erlernte direkt in der Praxis an. Dieses Praktikum kann auch genutzt werden, um einen neuen Arbeitsbereich zu erschließen. Das Studium wird mit der Bachelor-Arbeit abgeschlossen. Für den Studiengang sind zumindest grundlegende Kenntnisse der englischen Sprache von Vorteil. Hierbei unterstützt die htw saar ihre Studierenden mit zahlreichen Sprachkursen.  

Auslandsaufenthalt im Praktikum möglich 

Angeboten wird auch die Möglichkeit, während des Praktikums einen Auslandsaufenthalt zu absolvieren. Durch Kooperationen mit anderen Hochschulen sowie durch das Erasmus-Programm können Studierende Praktika in europäischen Nachbarländern absolvieren oder gar in das Gesundheitswesen von Myanmar oder Neuseeland „reinschnuppern“. „Für Studierende, die etwas ganz anderes sehen wollen“, wie Prof. Petra Riemer-Hommel ergänzt. Sie selbst ist Auslandsbeauftragte der htw saar und hat unter anderem länger in den Vereinigten Staaten gearbeitet.

Tätigkeitsfelder und Jobaussichten

Nach dem Studium gibt es sehr viele mögliche Tätigkeitsfelder. Eine, die ihr Glück im Case Management gefunden hat, ist Carina Hottenbacher. Die 30-Jährige beendete ihr Studium an der htw saar im März und beantwortet die Frage, ob sie dies nochmal so machen würde, mit: „Definitiv ja!“ Natürlich gebe es auch stressige Momente, gerade in Klausurphasen. Das Leben als Studentin sei komplett neu für sie gewesen, etwa das Beantragen von BAföG, das ihr positiv beschieden wurde. Dennoch stellt sie mit Bezug auf den erfolgreichen Abschluss klar: „Das ist absolut machbar.“ Von Haus aus Physiotherapeutin, arbeitete sie knapp vier Jahre in ihrem Beruf und erkannte die immer schwieriger werdenden Bedingungen im Gesundheitswesen. „Da kam ich auf die Idee, mich nach einem Studium umzuschauen“, erklärt die 30-Jährige. Bei der htw saar wurde sie fündig, und obwohl die Anmeldefrist bereits verstrichen war, wurde ihre Bewerbung zeitnah akzeptiert. Trotz ihrer langjährigen Erfahrung in der praktischen Arbeit gibt sie unumwunden zu: „Ich habe vieles von einer neuen Seite kennengelernt.“

Ihr Praxissemester absolvierte sie im Bereich betriebliches Gesundheitsmanagement in einem Unternehmen. In einer anderen Firma arbeitete sie dann weitere sieben Monate, um noch mehr Erfahrung zu sammeln und sich so einen optimalen Berufseinstieg zu ermöglichen. Dort schrieb Carina Hottenbacher auch ihre Bachelorarbeit. Nun arbeitet sie an der Uniklinik in Homburg im Case Management. Sie erklärt: „Meine Hauptaufgabe als Case Managerin ist aktuell, Schnittstellen zu finden, um einen besseren Ablauf innerhalb des Krankenhauses, beispielsweise bei Verlegungen, zu generieren. Ich versuche, ressourcenorientiert meine Kollegen zu unterstützen und neue Prozesse einzuführen. Die Betreuung der Schnittstellen um Ärzte, Pflege und zentrale Koordination, aber auch Medizincontrolling und IT stellt einen wesentlichen Anteil meiner Arbeit dar.“ 

Neben sehr vielen neuen Dingen, die sie lernen konnte, wuchs sie auch als Persönlichkeit: „Ich habe mich als Mensch weiterentwickelt, bin viel selbstbewusster geworden.“ An der htw saar profitierte sie vom Wissen der Professorinnen und Professoren, die oftmals aus der Praxis kommen. Durch das Studium eröffnen sich zudem in puncto Fort- und Weiterbildung sowie bei Qualifizierung und Zertifizierungen neue Möglichkeiten. Davon abgesehen können Absolventinnen und Absolventen des Bachelor-Studiengangs auch mit einem deutlich höheren Verdienst rechnen. 

Der Weg zum Studium 

Bewerbungen für das Wintersemester sind noch bis zum 22. August 2020 möglich.

Für Interessierte ohne Hochschulzugangsberechtigung besteht in begrenzter Zahl und in einem besonderen Verfahren die Möglichkeit einer Zugangsprüfung oder eines Probestudiums. Bitte beachten Sie, dass hierzu ein Antrag bis zum 1. April des Jahres bei der htw saar gestellt werden muss. Voraussetzungen sind: 

- Eine erfolgreich abgelegte Abschlussprüfung mit qualifiziertem Ergebnis (Abschlussnote mindestens 2,5) in einem einschlägigen anerkannten Ausbildungsberuf mit einer regulären Ausbildungszeit von mindestens zwei Jahren

- Hauptberufliche Tätigkeit für mindestens zwei Jahre in dem erlernten oder einem verwandten Beruf

Weitere Informationen finden Sie hier.

 

Kontakt: 

htw saar- Haus des Wissens 

Gebäude 11 

Malstatter Straße 17 | 66117 Saarbrücken 

Sozialwissenschaften Sekretariat Pflege und Gesundheit

Raum 11.05.05

Telefon (06 81) 58 67 - 765 

pg-sek@htwsaar.de 

www.htwsaar.de/htw/sowi

Öffnungszeiten: montags bis freitags von 9 bis 12 Uhr

 

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Sind vegetarische und vegane Ersatzprodukte doch nicht gesünder?

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Symbolbild.

Soja-Eis, Quorn-Burger oder Getreide-Bratlinge: Vegetarische und vegane Ersatzprodukte sind mittlerweile in allen Supermärkten und auch Discountern zu finden. Immer mehr Menschen greifen auf diese Eratzprodukte für Fleisch und Wurst sowie Molkereierzeugnisse zurück. Doch wie sind deren Kennzeichnung und Gesundheitswert zu beurteilen? Das hat ein bundesweiter Marktcheck der Verbraucherzentralen für euch untersucht.

So schneiden die Ersatzprodukte ab
Die Verbraucherzentralen haben insgesamt 50 Fleisch- und 51 Wurstersatzprodukte sowie 26 Alternativen für Milchprodukte unter die Lupe genommen. Das Ergebnis der Untersuchung: Die Großzahl der Produkte seien oft nur mangelhaft gekennzeichnet. Auch der von vielen Verbraucherinnen und Verbrauchern erwartete höhere Gesundheitswert im Vergleich zum tierischen Original werde längst nicht von allen Produkten erfüllt.

Kennzeichnung mangelhaft, Siegel bieten kaum Orientierung
Laut dem Check der Verbraucherzentralen wurden nur etwa die Hälfte der getesteten Lebensmittel im Produktnamen
als „vegetarisch“ beziehungsweise „vegan“ ausgelobt. Stattdessen tauchten verschiedene, nicht weiter definierte Begriffe wie „veggie“ , „100 % pflanzlich“ sowie eine große Anzahl an unterschiedlichen Labeln auf. Die Vielzahl von Labeln mit unterschiedlichen Kriterien sei für die Verbraucher intransparent. Eine klare Orientierung sei für den Verbraucher so nicht möglich. Auch der Umstand, dass die Bezeichnung eines Lebensmittels als „vegan“ oder „vegetarisch“ bisher gesetzlich nicht definiert ist, sorge beim Verbraucher letztlich für Unklarheiten.

Weitere von den Verbraucherzentralen festgestellte Mängel: Ein Hinweis auf die Ersatzstoffe für Protein – etwa Soja, Weizen, Gemüse oder Eier – wird nur bei rund einem Drittel der Produkte vorne auf der Verpackung angebracht. Darüber hinaus fehle bei etwa 93 Prozent der getesteten Produkte die Angabe, ob Spuren tierischer Lebensmittel enthalten sind.

Gesundheitswert der Ersatzprodukte teilweise fragwürdig
Laut einer Umfrage der Verbraucherzentrale Niedersachsen erwarten ca. 40 Prozent der Verbraucher, dass Ersatzprodukte eine gesündere Alternative gegenüber den tierischen Originalen darstellen. Dieser Erwartung mussten die Tester nun einen kleinen Dämpfer verpassen. Zwar seien Ersatzprodukte für Wurst und Fleisch durchschnittlich kalorienärmer und enthalten laut Angaben der Verbraucherzentralen weniger gesättigte Fette als die Originalprodukte, jedoch enthielten 80 Prozent der untersuchten Produkte zu viel Salz und seien daher nicht empfehlenswert. Vor allem die Produkte enttäuschten, die explizit mit nährwert- oder gesundheitsbezogenen Angaben werben, da diese zu 90 Prozent eine ernährungsphysiologisch ungünstige Zusammensetzung aufwiesen.

Hinzu komme, dass einige Ersatzprodukte bis zu acht Zusatzstoffe (darunter auch Zusatzstoffe, von derem häufigen Verzehr abzuraten ist) enthielten – teilweise sogar mehr als das zum Vergleich herangezogene Originalprodukt. Demnach seien vegetarische und vegane Ersatzprodukte nicht zwangsläufig eine gesündere Alternative zu tierischen Produkten. Die Verbraucher müssen daher genau hinschauen und jedes Produkt anhand der Zutatenliste bewerten.

Den vollständigen Untersuchungsbericht der Verbraucherzentralen findet ihr unter: Marktcheck Ersatzprodukte.

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Fachkräftemangel: Für viele Hochqualifizierte ist das Saarland nicht attraktiv

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Spezialisierte Fachkräfte suchen sich auch nach dem Studium eher in anderen Bundesländern als im Saarland eine Arbeit. Symbolfoto: Pixabay

Die Lage
Um die Zukunft des Saarlandes auf Dauer zu sichern, werden Arbeitskräfte mit einer guten Ausbildung und Fachkenntnissen benötigt. An diesem Punkt sind sich Thomas Otto, Hauptgeschäftsführer der Arbeitskammer, und Wirtschaftsministerin Anke Rehlinger (SPD) einig. Doch genau an dieser Art von hochqualifizierten Arbeitskräften mangelt es laut Studien der Arbeitskammer im Saarland. In keinem anderen Bundesland sind von dieser Gruppe so wenige beschäftigt wie hier.

Bei einer Podiumsdiskussion sprachen am Montagabend (20. November 2017) Experten aus Politik, Wissenschaft und Wirtschaft über die spannende Frage, wie das vom Fachkräftemangel und dem demographischen Wandel besonders gebeutelte Saarland für Hochqualifizierte attraktiver werden könne.

Als hochqualifiziert gilt, wer eine Meisterausbildung oder ein Studium abgeschlossen hat und bei seiner Arbeit Spezialkenntnisse einbringen muss. Doch gerade solche Menschen verlassen das Saarland, weil sie anderswo bessere Beschäftigungsmöglichkeiten sehen. Rund 2000 Menschen zieht es jährlich weg; die meisten davon sind zwischen 15 und 34 Jahren alt.

Die Chancen
Eine Riesenchance zur Standortsteigerung, da war sich Klingen mit Ministerin Rehlinger einig, biete das neue Helmholtz-Institut für IT-Sicherheit mit 500 und mehr Arbeitsplätzen. DGB-Landeschef Eugen Roth (SPD) meinte: „Helmholtz ist gut, aber das alleine reicht nicht.“ Für ihn stelle sich auch die Gerechtigkeitsfrage, ob jemand durch Leistung an akademischer Hochschulausbildung teilnehmen könne oder nicht.

„Dafür müssen aber langfristig die Bedingungen stimmen“ betonte Thomas Otto. Diese Bedingungen hängen nach Ansicht der Arbeitskammer stark mit der wahrgenommenen Arbeitsqualität zusammen. Für die Arbeit im Saarland sprechen für die meisten Hochqualifizierten private Gründe und regionale Verbundenheit, nicht aber die Arbeitsqualität. Besonders beim Einkommen und bei den Aufstiegsmöglichkeiten sehen sie Nachholbedarf.

Mit Verwendung von SZ-Material (Udo Lorenz und Barbara Scherer).

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Mahnmal vor dem Haus von Bernd Höcke

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So sieht das Mahnmal auf dem Nachbargrundstück von Bernd Höcke aus. Fotorechte: Patryk Witt / Zentrum für Politische Schönheit

Am 17. Januar 2017 machte der AfD-Politiker Bernd ("Ich heiße nicht Bernd!") Höcke mit einer Rede vor versammelter Dresdner Wutbürgerschaft auf sich aufmerksam. Vor allem der folgende Satz sorgte dabei wieder für den ein oder anderen Facepalm: "Wir Deutschen - und ich rede jetzt nicht von euch Patrioten, die sich hier heute versammelt haben - wir Deutschen, also unser Volk, sind das einzige Volk der Welt, das sich ein Denkmal der Schande in das Herz seiner Hauptstadt gepflanzt hat."

Bernd Höcke hat nun sein eigenes Mahnmal
Das Zentrum für Politische Schönheit hat nun dafür gesorgt, dass Bernd ("Ich heiße nicht Bernd!") Höcke jeden Morgen auf sein eigenes, exklusives Mahnmal blicken kann. Die Aktionskünstler des ZPS haben nämlich einen kleinen Nachbau des Berliner Mahnmals auf dem Nachbargrundstück Höckes in dessen Heimtort Bornhagen errichtet. Dies solle den AfD-Politiker dazu inspirieren, einen reflektierteren Umgang mit der deutschen Geschichte zu finden.

Aktion minuziös geplant
Laut eigenen Angaben mietete sich das Zentrum für politische Schönheit bereits vor rund zehn Monaten im Nachbargrundstück Höckes ein. Dabei haben die Künstler des ZPS beobachtet, wie und wann Bernd Höcke sich aus seinem Haus bewegt, um das Mahnmal an einem für den Politiker gut sichtbaren Bereich zu platzieren. Im Hintergrund seien derweil die Betonstelen des Mahnmals geplant, gegossen und sukzessive nach Bornhagen gebracht worden.

Spendenaktion für das Höcke-Mahnmal
Das exklusive Mahnmal soll laut Plänen des ZPS für mindestens 5 Jahre stehen bleiben. Kostenpunkt wären in diesem Fall rund 54.000 Euro. Unter deine-stele.de hat das ZPS eine Spendenaktion eingerichtet, über welches bereits nach wenigen Stunden satte 48.714 Euro zusammengekommen sind. Über die FAQs der Seite könnt ihr euch auch über die genauen Beweggründe der Aktion informieren.

Bislang hat Höcke noch nicht auf die Aktion reagiert. Ob er juristisch dagegen vorgehen wird, bleibt also abzuwarten. Wie er fernab gerichtlicher Schritte auf die Aktion reagiert, könnt ihr euch live anschauen. Das ZPS hat hierfür vorsorglich eine Live-Cam eingerichtet.

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Fahren die Saarländer immer seltener Bus?

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Symbolfoto: Gero Breloer / dpa-Bildfunk

Von 2012 bis 2016 ist demnach die Zahl der Menschen, die mit Bus oder Straßenbahn fuhren, um fast neun Millionen abgesackt, fast ein Drittel weniger Saarländer haben demnach den öffentlichen Personen-Nahverkehr genutzt.

Wie kann das sein?
Haben die Saarländer in den vier Jahren auf Fahrräder umgesattelt oder sind bedeutend mehr Autos verkauft worden? Beim Statistischen Landesamt gibt man sich wortkarg. Der Behördenchef Michael Sossong will sich lieber nicht zu der Statistik äußern, die sein Amt im September veröffentlicht hat. Die Pressesprecherin Koba Krause verweist an das Bundesamt für Statistik in Wiesbaden, woher die Zahlen stammen sollen.

In Wiesbaden sitzt der Leiter des Referates 303 „Verkehrszweigübergreifende Aufgaben, Personenverkehr, Verkehrsunfälle“, Oberregierungsrat Uwe Reim. Der bestätigt der SZ, dass ein Busverkehrsunternehmen aus dem Saarland seinen Sitz nach Rheinland-Pfalz verlegt habe.

Das führe dazu, dass dieses Unternehmen vom Statistischen Landesamt in Rheinland-Pfalz in Bad Ems befragt werde. Die Saarländer, die im Saarland mit diesem Unternehmen Bus gefahren seien, würden damit in die Statistik von Rheinland-Pfalz verbucht.

Die Zählweise sei im Verkehrsstatistik-Gesetz von 2004 so verankert worden, um die Unternehmen zu entlasten. Die Zahlen seien valide. Es sei wie es sei, aber eine gute und vernünftige Lösung. Er verstehe, dass die saarländische Öffentlichkeit einen weiteren Datenbedarf habe. Doch die politische Debatte sei eine andere.

Zur Zählweise
Im Statistischen Landesamt des Saarlandes gibt es jedoch nach SZ-Informationen Statistiker, die mit dieser Zählweise ganz und gar nicht einverstanden sind. Denn wie soll der saarländische Gesetzgeber eine vernünftige Verkehrspolitik machen, wenn er nicht einmal weiß, wie viele Menschen hierzulande tagtäglich mit Bussen fahren?

Zumal auch der rheinland-pfälzische Gesetzgeber durch die Statistik seines Landesamtes in die Irre geführt wird, wenn dort fast neun Millionen Busnutzer aus dem Saarland zu Rheinland-Pfälzern gemacht werden.

Auch wenn die Statistiker den Namen des Unternehmens nicht nennen wollen, das die saarländischen Buskunden in die rheinland-pfälzische Statistik mitnahm, kann es sich nur um die Tochterfirma der Deutschen Bahn handeln, die Omnibusverkehr Rhein-Nahe GmbH mit Sitz in Mainz.

Nachdem die Deutsche Bahn ihre Saarbrücker Tochtergesellschaft Saar-Pfalz-Bus GmbH Ende 2015 mit der Omnibusverkehr Rhein-Nahe (ORN) verschmolz, wechselten auch neun Millionen Menschen aus dem Saarland - statistisch - die Seiten.

Mit Verwendung von SZ-Material (Dietmar Klostermann).

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Wie sich die Gebühren für Müll und Wasser in Saarbrücken verändern

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Die Müllabfuhr wird ab 2018 günstiger. Foto: BeckerBredel

Abfall
Zuerst die gute Nachricht: Die Gewichtsgebühr beim Abfall sinkt pro Kilogramm leicht um einen Cent auf 30 Cent. In Saarbrücken wird der Müll nach dem Gewicht berechnet. Was sich konkret für die Bürger ab 2018 ändert, erklärt der Chef des Zentralen Kommunalen Entsorgungsbetriebs (ZKE), Bernd Selzner, an einem Beispiel.

Wer eine 120-Liter-Tonne besitzt, die alle 14 Tage geleert wird und 600 Kilo Müll pro Jahr produziert, zahlt sechs Euro weniger pro Jahr. Die sogenannte Basisgebühr sinkt in diesem Fall um vier Cent. Möglich wird das, weil das Müllverbrennen günstiger wird.

Der ZKE habe den Vertrag mit einer Verbrennungsanlage in Neunkirchen gekündigt und fahre den Müll nur noch nach Velsen, erläuterte Bereichsleiter Klaus Faßbender. „Die Anlage in Neunkirchen war alt und teuer“, sagt Ralf Latz.

Abwasser
Unter anderem wegen höherer Personalkosten steigt die Abwassergebühr 2018 in Saarbrücken. Bis Ende 2020 bleiben die Gebühren des Entsorgungsbetriebs ZKE aber konstant.

Für eine vierköpfige Familie mit einem Eigenheim und versiegelten Flächen von 150 Quadratmetern werden rund zwölf Euro mehr für das Niederschlags- und Schmutzwasser ab 2018 fällig. Das ist bei gleichem Wasserverbrauch ein Euro mehr monatlich. Die Niederschlagwassergebühr steigt generell um 3,76 Prozent, die Gebühr fürs Schmutzwasser um rund zwei Prozent.

Straßen- und Gehwegreinigung
Für die Straßen- und Gehwegreinigung müssen die Bürger tiefer in die Tasche greifen. Selzner verweist auch hier auf steigende Personalkosten und Investitionen in den Fuhrpark. In dem oben genannten Beispiel wird die Straßenreinigung um 3,20 Euro pro Jahr teurer, die Gehwegreinigung um 36 Cent.

Unter dem Strich steigen also die Gebühren des ZKE in dem Beispiel-Haushalt um 9,62 Euro im Jahr, das sind 80 Cent pro Monat. Bei einem Haus mit 20 Mietparteien sind es 1,09 Euro pro Monat.

Mit Verwendung von SZ-Material (Markus Saeftel).

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Glocke mit Nazi-Aufschrift jetzt auch in Homburg gefunden

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Hier sieht man die Glocke, die zunächst in Herxheim Aufsehen erregte. Foto: picture alliance/Uwe Anspach/dpa

Bei der Suche nach Glocken aus der NS-Zeit mit problematischen Inschriften sind im Gebiet der Evangelischen Kirche der Pfalz fünf Exemplare registriert worden. Das sagte Oberkirchenrat Michael Gärtner am Dienstag (21. November 2017) in Speyer.

Weil Menschen unterschiedlich auf solche Klangkörper reagierten, sei es aus Sicht des Landeskirchenrates das Klügste, die Glocken abzunehmen. Um sie dann an einem Ort auszustellen, der möglichst nichts mit der Gemeinde zu tun habe.

Die Landeskirche hatte eine Sachverständige mit der Suche beauftragt, nachdem eine Glocke mit NS-Inschrift im pfälzischen Herxheim am Berg über die Landesgrenzen hinaus für Diskussionen gesorgt hatte. Der 1934 installierte Klangkörper trägt ein Hakenkreuz und die Inschrift „Alles fuer‘s Vaterland Adolf Hitler“.

Das sind die Inschriften im Detail
In Homburg-Beeden lautet eine Inschrift: „Besteht in der Freiheit (Gal. 5, V 1). Freiheit. Gegossen im Jahr der Saarbefreiung 1935.“

In der Wendelinuskapelle im südpfälzischen Essingen hängt eine Glocke mit der Aufschrift: „Als Adolf Hitler Schwert und Freiheit gab dem deutschen Land. Goss uns der Meister Pfeifer, Kaiserslautern.“

In Mehlingen bei Kaiserslautern heißt es auf einer Glocke unter anderem: „Ins Dritte Reich hineingeboren / hat man mich für das Wort erkoren. Wir bitten nicht: Herr mach uns frei. / Erst Arbeit unsere Losung sei.“

Und schließlich steht auf einer Glocke in Pirmasens-Winzeln: „Gegossen im Jahr der nationalen Erhebung 1933.“

Mit Verwendung von SZ- und dpa-Material.

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Porsche 911 rammt in Walpershofen drei Autos und durchbricht Garagentor

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Nachdem der Porsche 911 zunächst drei parkende Autos und mehrere Gartenmauern beschädigt hatte, durchbach er ein Garagentor. Foto: BeckerBredel

Wie die Polizei berichtet, verlor der Fahrer eines Porsche 911 in Folge eines gesundheitlichen Problems („aufgrund eines internistischen Notfalls“) die Kontrolle über den Wagen. So kollidierte sein Fahrzeug auf einer Strecke von etwa 50 Metern mit drei geparkten Fahrzeugen sowie mehreren Vorgartenmauern.

Dann durchbrach das Auto auch noch ein Garagentor und kam so zum Stehen. Um den Verletzten aus seinem Wagen befreien zu können, mussten Feuerwehrleute erst das Fahrzeugdach abtrennen.

Der Mann wurde im Anschluss mit dem Rettungshubschrauber Christoph 16 in die Saarbrücker Winterbergklinik gebracht.

Mit Verwendung von SZ-Material.

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Frau stirbt bei verheerendem Wohnhausbrand in Völklingen-Wehrden

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Die Rückstände des Feuers. Foto: BeckerBredel

Die 77-jährige Bewohnerin konnte im Rahmen der Löscharbeiten nur noch tot geborgen werden. Das geht aus einer Pressemitteilung des Landespolizeipräsidiums hervor.

Zum Zeitpunkt des Brandes befanden sich keine weiteren Personen im Haus. Durch den Brand wurde das Gebäude allerdings stark beschädigt.

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Rauchwolken alarmierten zunächst die Bewohner. Foto: BeckerBredel

Die Brandursache ist derzeit noch unklar. Die Ermittlungen diesbezüglich wurden durch das Fachdezernat für Brandermittlungen aufgenommen und dauern an.

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Weitere Aufnahme von der Löscharbeiten. Foto: BeckerBredel

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Fußgängerin bei Verkehrsunfall auf L 143 zwischen Dillingen und Nalbach getötet

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Symbolfoto: Lukas Schulze/dpa-Bildfunk

Wie die Polizeiinspektion Dillingen berichtet, kam es in Höhe der dortigen Tankstelle zum Unfall. Eine 66-jährige Fußgängerin aus Nalbach wollte die L 143 überqueren, als sie vom Auto eines 54-Jährigen erfasst und schwer verletzt wurde.

Die Fußgängerin verstarb kurze Zeit später im Krankenhaus. Zur Klärung der Unfallverursachung wurde ein Gutachten in Auftrag gegeben.

Mit Verwendung von SZ-Material.

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Keine Einigung im Saarbrücker Prozess um Til Schweiger

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Til Schweiger möchte ein Urteil abwarten. Foto: Patrick Seeger/dpa-Bildfunk

Der Versuch einer gütlichen Einigung ist gescheitert“, sagte Anwalt Arnold Heim, der die Klägerin vertritt, der Deutschen Presse-Agentur gestern in Saarbrücken. Til Schweigers Anwältin habe ihm mitgeteilt, dass der Filmstar ein Urteil haben wolle. Es sei kein Angebot gemacht worden. Eine Zivilkammer des Landgerichts wird nun morgen entscheiden.

Der Facebook-Eintrag zeigt eine private Nachricht der 58 Jahre alten Saarländerin, die Schweiger samt Antwort veröffentlicht hat. Die Frau sieht ihr Persönlichkeitsrecht verletzt und will, dass der Post gelöscht wird.

In der Nachricht fragt die Frau, ob Schweiger nun Deutschland verlassen werde, wie er es laut Gerüchten vor der Wahl im Fall eines Einzugs der AfD in den Bundestag angekündigt habe. Zu der mündlichen Verhandlung am vorigen Freitag war Schweiger nicht erschienen.

Mit Verwendung von SZ-Material.

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Das sind die Neuerungen auf dem Saarbrücker Christkindl-Markt 2017

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In diesem Jahr sollen zusätzlich Betonklötze den Markt vor Anschlägen mit Fahrzeugen schützen. Foto: BeckerBredel

Mit am Tisch saß Polizeidirektor Udo Schneider von der Inspektion St. Johann. Seit Mitte des Jahres arbeite er zusammen mit dem Verkehrsverein und der Landeshauptstadt an dem Sicherheitskonzept: „Wir wollen Sicherheit vermitteln, keine Angst machen“, erklärte er.

Die Maßnahmen
Seit dem letzten Jahr habe es keine großen Veränderungen in der Sicherheitslage gegeben, doch Deutschland sei immer noch im Fadenkreuz des Terrorismus. Er erinnerte an den Anschlag auf den Weihnachtsmarkt in Berlin und das Attentat von Nizza. Daher werden in diesem Jahr Fahrzeugsperren und Hindernisse den Saarbrücker Christkindl-Markt absichern.

60 Betonklötze werden aufgestellt“, sagte Marcus Breit vom Saarbrücker Ordnungsamt. Gerade an Stellen, die eine hohe Einfahrtsgeschwindigkeit auf den Markt bieten würden, aber auch kleinere Zufahrtsstraßen rund um den St. Johanner Markt würden abgesperrt. Und die Lieferanten der Geschäfte müssen in diesem Jahr besonders pünktlich sein, denn ab 12 Uhr werde die Fußgängerzone abgeriegelt.

Bei der personellen Stärke der Fußstreifen soll das Niveau von 2016 gehalten werden, ergänzte Schneider. Im letzten Jahr sei „so Intensiv wie nie“ patrouilliert worden. Mit dabei seien auch diesmal Kollegen aus Frankreich, die zusammen mit den deutschen Beamten auf Streife gehen.

Zudem biete die Polizei am 3. sowie 9. Dezember einen Infostand, der über Gefahren wie Taschendiebstahl aufklären soll. Doch: „Der Christkindl-Markt 2016 war sehr ruhig, wir freuen uns wenn die Maßnahmen in diesem Jahr umsonst waren“, sagte Schneider.

Weitere Änderungen
Neben dem Sicherheitskonzept gibt es jedoch nach andere Neuerungen. Alexander Hauck, Geschäftsführer des Verkehrsvereins Saarbrücken, rechnet vom 27. November bis zum 30. Dezember mit geschätzt 900 000 Besuchern.

Neu ist unter anderem, dass die Almhütte am St. Johanner Markt nun etwas höher ist als sonst. Kurz vor der Eröffnung des Marktes am Montag, 27. November, 18 Uhr, soll sie noch gesegnet werden.

Daneben wartet wieder „Der fliegende Weihnachtsmann“ auf Schaulustige, am St. Johanner Markt wird ein Bühnenprogramm mit Live-Musik, Zaubershow und Kinderprogramm geboten und etwa 80 Verkaufsstände werden die Gäste täglich von 12 bis 21 Uhr empfangen.

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Der fliegende Weihnachtsmann gehört zu den Attraktionen des Christkindl-Marktes und ist bei Kindern beliebt. Foto: BeckerBredel

Bereits zum zweiten Mal wurde zudem eine Saarbrücker Glühwein-Prinzessin gewählt. Diesmal hat die 20-jährige Nicole Ewert die Wahl gewonnen, die nach eigener Aussage mit dem Markt viele schöne Kindheitserinnerungen verbindet.

Mit Verwendung von SZ-Material (Dennis Langenstein).

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Betrunkener Mann greift Schüler (13) am Völklinger Bahnhof an

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Symbolfoto: Pixabay (CC0-Lizenz)

Der bislang unbekannte Mann packte den 13-Jährigen am Kragen und drückte ihn gegen einen Zaun. Hierbei wurde der Schüler leicht verletzt.

Als der anwesende Lehrer auf den Vorfall aufmerksam wurde, flüchtete der Unbekannte.

Der Angreifer wird von Zeugen wie folgt beschrieben:

- Männlich
- Etwa 180 cm groß
- Zirka 45 Jahre alt
- Schulterlange dunkle Haare
- Schlank
- Dunkel gekleidet
- Trug einen olivgrünen Rucksack

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