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Fachkräftemangel: Für viele Hochqualifizierte ist das Saarland nicht attraktiv

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Spezialisierte Fachkräfte suchen sich auch nach dem Studium eher in anderen Bundesländern als im Saarland eine Arbeit. Symbolfoto: Pixabay

Die Lage
Um die Zukunft des Saarlandes auf Dauer zu sichern, werden Arbeitskräfte mit einer guten Ausbildung und Fachkenntnissen benötigt. An diesem Punkt sind sich Thomas Otto, Hauptgeschäftsführer der Arbeitskammer, und Wirtschaftsministerin Anke Rehlinger (SPD) einig. Doch genau an dieser Art von hochqualifizierten Arbeitskräften mangelt es laut Studien der Arbeitskammer im Saarland. In keinem anderen Bundesland sind von dieser Gruppe so wenige beschäftigt wie hier.

Bei einer Podiumsdiskussion sprachen am Montagabend (20. November 2017) Experten aus Politik, Wissenschaft und Wirtschaft über die spannende Frage, wie das vom Fachkräftemangel und dem demographischen Wandel besonders gebeutelte Saarland für Hochqualifizierte attraktiver werden könne.

Als hochqualifiziert gilt, wer eine Meisterausbildung oder ein Studium abgeschlossen hat und bei seiner Arbeit Spezialkenntnisse einbringen muss. Doch gerade solche Menschen verlassen das Saarland, weil sie anderswo bessere Beschäftigungsmöglichkeiten sehen. Rund 2000 Menschen zieht es jährlich weg; die meisten davon sind zwischen 15 und 34 Jahren alt.

Die Chancen
Eine Riesenchance zur Standortsteigerung, da war sich Klingen mit Ministerin Rehlinger einig, biete das neue Helmholtz-Institut für IT-Sicherheit mit 500 und mehr Arbeitsplätzen. DGB-Landeschef Eugen Roth (SPD) meinte: „Helmholtz ist gut, aber das alleine reicht nicht.“ Für ihn stelle sich auch die Gerechtigkeitsfrage, ob jemand durch Leistung an akademischer Hochschulausbildung teilnehmen könne oder nicht.

„Dafür müssen aber langfristig die Bedingungen stimmen“ betonte Thomas Otto. Diese Bedingungen hängen nach Ansicht der Arbeitskammer stark mit der wahrgenommenen Arbeitsqualität zusammen. Für die Arbeit im Saarland sprechen für die meisten Hochqualifizierten private Gründe und regionale Verbundenheit, nicht aber die Arbeitsqualität. Besonders beim Einkommen und bei den Aufstiegsmöglichkeiten sehen sie Nachholbedarf.

Mit Verwendung von SZ-Material (Udo Lorenz und Barbara Scherer).

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