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Saarbrücken im „Städteranking 2017" nur unterdurchschnittlich

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Dynamisch, zukunftsfähig, hohes Niveau? Das „Städteranking 2017“ stellt Saarbrücken in all diesen Punkten unterdurchschnittliche Noten aus.

So ist die Studie aufgebaut
Jedes Jahr untersucht das Forschungsinstitut IW Consult im Auftrag von Immobilienscout 24 und der Wirtschaftswoche 70 kreisfreie Städte mit mehr als 100.000 Einwohnern auf ihre Entwicklung.

Dabei erhebt das Institut 93 unterschiedliche Merkmale aus dem Bereichen Arbeitsmarkt, Wirtschaft, Wohnungsmarkt und Lebensqualität. Aus denen ergibt sich dann der aktuelle Zustand, aber auch die Zukunftsfähigkeit der Stadt ablesen lässt.

Während das Niveauranking quasi eine aktuelle Analyse darstellt, beschreibt das Dynamikranking die Entwicklung der jeweiligen Stadt. Mit dem Zukunftsindex untersucht die Studie über Faktoren wie Innovativität, Kreativität und Digitalisierung, ob sich die Städte bereits für die Veränderungen in Gesellschaft und Wirtschaft gerüstet haben.

Hohe Arbeitslosigkeit, aber wenig Straftaten
Beim Ist-Zustand macht die Landeshauptstadt unter den 70 Städten mit Platz 56 eine sehr schlechte Figur. Laut Studie sieht es hier düster aus: Wer Mietwohnungen vermarkten will, muss überdurchschnittlich viel Zeit einplanen, die Beschäftigungsquote Älterer ist besonders schlecht, und auch die Jugendarbeitslosigkeit ist höher als in vielen vergleichbaren Städten.

Punkten kann Saarbrücken dagegen mit wenig Straftaten und einer hohen Aufklärungsquote. Vergleichsweise viele Schulabgänger haben einen Abschluss, und auch die Produktivität ist hoch. Trotzdem ist die Landeshauptstadt weit entfernt von den Spitzenreitern München, Ingolstadt und Stuttgart.

Es besteht Potenzial nach oben
Besser als bei der Ist-Bewertung schlägt sich die Landeshauptstadt bei der Entwicklung. Vor allem die Entwicklungen von Wirtschaft und Arbeitsmarkt gehen aber hier negativ in das Ergebnis ein.

Insofern hat Saarbrücken noch erheblich Potenzial. Denn als Wissenschaftsstandort kann die saarländische Landeshauptstadt punkten. Bei der Zahl der Forschungsinstitute belegt Saarbrücken sogar den zwölften Platz. Nachholbedarf sieht die Studie dagegen bei der Zahl der Ingenieure – hier landet Saarbrücken nur auf Platz 55. Insgesamt besteht mit Platz 47 im Zukunftsindex – ein Plus von zwei Plätzen – noch Hoffnung auf eine künftig deutlich bessere Position im Städtewettstreit.

Mit Verwendung von SZ-Material (Joachim Wollschläger).

© WhatsBroadcast
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