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Umwelt-Kampagne: Saarländer sollen die Plastikflut bekämpfen

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Laut EVS-Geschäftsführer Georg Jungmann werden im Saarland jedes Jahr 1450 Tonnen Müll wild in Wald und Forst sowie 250 Tonnen entlang von Autobahnen und Straßen abgelagert. Dazu wandern noch 1400 Tonnen Müll in öffentliche Papierkörbe.

Hintergrund der Aktion
Im Rahmen der Aktion Sauberes Saarland hat Umweltminister Reinhold Jost (SPD) eine neue Kampagne gegen die jährlich 34 Millionen Wegwerf-Kaffeebecher aus Pappe und Plastik gestartet.

Demnach gibt es künftig in vielen Cafés, Bäckereien, Tankstellen, Gaststätten und Restaurants im Land den sogenannten „Coffee to go“ auch in selbst mitgebrachten Mehrwegbechern statt in Einweg-Papp- oder Plastikbechern – und das noch zur Belohnung zehn Cent pro Getränk billiger.

Die „Becherheld“ genannte Aktion wird vom Bäckerinnungsverband des Saarlandes, dem Gaststättenverband Dehoga und dem Entsorgungsverband Saar (EVS) EVS unterstützt. Ziel ist es, die wilde Müllablagerung mit den Bechern entlang von Straßenrändern einzudämmen und den Plastikmüllberg im Land insgesamt merklich zu verringern.

Die Idee
„Wir setzen auf Freiwilligkeit und hoffen, dass die Idee möglichst hohe Resonanz bei den Bürgern findet“, sagte Minister Reinhold Jost zum Start der Aktion in Kleinbauers Backstuben in Saarbrücken-Dudweiler. Der Betrieb des Landesinnungsmeisters im Bäckerhandwerk, Hans-Jörg Kleinbauer, ist eine von insgesamt 150 Bäckereien im Land.

Viele von ihnen bieten den besonders bei Jugendlichen und Berufstätigen beliebten „Coffee to go“ nun für zehn Cent billiger auch im mitgebrachten Mehrwegbehältnis an. „Das ist eine Win-Win-Situation für den Kunden und auch für uns“, sagt Kleinbauer. „Wir sparen die zehn Cent für den Einwegbecher – die bekommt jetzt der Kunde.“

Viele machen bereits mit
Ähnlich denken laut Minister Jost schon zum Auftakt der Aktion mehr als 100 Betriebe und Geschäfte im Land, darunter auch McDonald’s, Aral-Tankstellen und Gastro-Betriebe am Saarbrücker Flughafen und an der Theaterstätte Alte Feuerwache. Auch sie – oftmals erkennbar an einem Schild-Aufkleber „Becherheld-Tankstelle“ – bieten künftig Heißgetränke zum Mitnehmen etwas billiger in mitgebrachten Mehrwegbehältnissen an.

Wer will, kann in Bäckereien auch ein Mehrweg-Becherbehältnis für 5,95 Euro kaufen. Alle bei „Becherheld“ teilnehmenden Betriebe werden auf der Homepage und in elektronischen Medien des Saar-Umweltministeriums beworben.

Mit Verwendung von SZ-Material (Udo Lorenz).

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dpa

Hessen schafft die Todesstrafe ab

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Seit sieben Jahrzehnten wurde in Hessen niemand mehr hingerichtet - trotzdem steht die Todesstrafe heute noch im Gesetz. Symbolfoto: Christoph Schmidt/dpa-Bildfunk.

Natürlich ist in den vergangenen sieben Jahrzehnten niemand mehr in Hessen zum Tode verurteilt worden. Dennoch steht die Todesstrafe bis heute in der Landesverfassung.

Faktisch hat das zwar keine Bedeutung mehr, da die Todesstrafe in Deutschland per Grundgesetz abgeschafft und damit die Landesverfassung überstimmt ist. Doch nun will Hessens Politik diese Kuriosität endlich beseitigen.

Seit anderthalb Jahren tagt eine Enquetekommision, um die seit 1946 gültige Landesverfassung zu reformieren. Hessen hatte damals als erstes Bundesland eine neue Verfassung bekommen – nicht zuletzt deshalb steht die Todesstrafe auch noch da­rin, das Grundgesetz gilt erst seit dem Jahr 1949.

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Auch mit Hallux Valgus den richtigen Wanderschuh finden

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Interessante Einblicke: Der 3D-Fußscanner erzeugt ein dreidimensionales Bild vom Fuß (Fotos: HDW).

Frauen sind von der Verformung meist häufiger betroffen als Männer. „Der Schiefstand der Großzehe macht es zudem oft beschwerlich, die richtigen Schuhe zu finden. Das gilt insbesondere für Wanderschuhe“, sagt Jörg Welker, Geschäftsführer bei Sporthaus Kohlen. Das Schuhwerk ist während einer Wanderung schließlich ganz entscheidend für das Wohl der Füße und Knie. Die richtigen Wanderschuhe bieten Halt, vermitteln Trittsicherheit und sind bequem.

Welker: „Für Menschen mit Hallux Valgus produzieren daher viele Hersteller inzwischen Schuhe, die mehr Platz im Bereich des Vorfußes bieten, allen voran die Firma Hanwag.“

Hans Wagner – daher der Name Hanwag – hat das Unternehmen mit Sitz im bayerischen Vierkirchen 1921 gegründet. Welker: „Hanwag hat einen speziellen Leisten entwickelt, den so genannten Bunion-Leisten.“ Schuhe der Bunion- Serie - diese reicht vom Halbschuh bis zum Bergstiefel – sind im Bereich des Vorfußes breiter. Welker: „Beim Hallux Valgus verschiebt sich das Grundgelenk der großen Zehe in Richtung des anderen Fußes. Dadurch wird der Vorfuß, der Ballen deutlich breiter und braucht mehr Platz, den die Hanwag-Schuhe der Bunion-Serie bieten.“

Doch die Schuhe sind nicht einfach nur breit. Eine vorgeformte Wölbung schafft an genau der richtigen Stelle Platz, damit sich der betroffene Ballen exakt in den Schuh schmiegen kann. Und nicht nur das: auch die so genannte Zehenbox des Schuhs bietet mehr Raum. Welker: „Menschen mit Hallux können sich die Zehen des betroffenen Fußes manchmal über- oder unterlappen. Sie schieben sich also über oder unter den schief stehenden großen Zeh.“ Was bedeutet, dass auch die Zehen im Schuh mehr Platz brauchen.

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Die Skizze lässt den Hallux Valgus deutlich erkennen (Foto: HDW).

Ob ein Schuh aus der Bunion-Serie von Hanwag der richtige sein kann oder ob ein Modell eines anderen Herstellers in Frage kommt, das ermittelt das Team bei Sporthaus Kohlen mit Unterstützung des 3D-Fußscanners. Welker: „Die Kamera des Scanners erzeugt in Verbindung mit einem ausgeklügelten Computerprogramm ein dreidimensionales Bild des Fußes.“ Und nicht nur das: Kollege Computer macht ganz automatisch Vorschläge, welcher Wanderschuh in Frage kommen könnte. Welker: „Die Ergänzung durch diese Technik macht es uns – in Verbindung mit unserer Fachkompetenz – im Dialog mit dem Kunden möglich, den für ihn richtigen Schuh zu finden.“ Gudrun Walker

 

KONTAKT

Sporthaus Kohlen
Sulzbachstraße 1
66111 Saarbrücken
Tel.: (06 81) 9 36 72-40
Öffnungszeiten: Mo bis Fr von 10 bis 19 Uhr, Sa von 10 bis 18 Uhr

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Oberbürgermeisterin Charlotte Britz: „Saarbrücken hat zu wenige Polizisten"

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Wie viele Polizisten zum Beispiel auf Weihnachtsmärkten unterwegs sind, entscheidet die saarländische Landesregierung. Foto: Angelika Warmuth/dpa-Bildfunk.

Ob Saarbrücken eine sichere Stadt ist und ob die Saarbrücker sich gut beschützt fühlen - das liege vor allem in den Händen von Landes- und Bundespolitikern. Die Stadtverwaltung könne dazu nur sehr wenig betragen.

Das erläuterte jetzt nochmal
Oberbürgermeisterin Charlotte Britz. Denn es sei die Landesregierung, die darüber entscheide, wie viele Polizisten auf Saarbrückens Straßen und Plätzen - also auch auf dem Christkindl- und dem Weihnachtsmarkt - unterwegs sind.

Für den Schutz der Zivilbevölkerung seien in erster Linie die Polizei sowie die Strafverfolgungsbehörden des Landes und des Bundes zuständig. Nur sie hätten die „erforderlichen Mitarbeiter, Kompetenzen und Instrumente“. Zwar sei Saarbrücken bereits sicherer geworden, dennoch blieben Land und Bund in der Pflicht.

Zu wenig Polizisten in Saarbrücken
Britz: „Wir danken Innenminister Klaus Bouillon und den Polizistinnen und Polizisten für ihren engagierten Einsatz. Trotzdem gibt es immer noch deutlich zu wenige Polizisten in Saarbrücken. Gerade in den Abendstunden könnten wir mit mehr Polizisten das Sicherheitsgefühl der Passanten weiter verstärken, etwa in der Bahnhofs- und der Kaiserstraße, aber auch in den einzelnen Stadtteilen.“

Die Stadtverwaltung tue ihrerseits, was in ihrer Macht stehe, um den Bürgern die größtmögliche Sicherheit zu bieten, etwa durch den Einsatz kommunaler Ordnungsdienste.

Mit Verwendung von SZ-Material.

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Mann wirft Ehefrau aus dem Auto und fährt weg

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Symbolfoto: Frank Rumpenhorst/dpa-Bildfunk.

Weil ihm ihre Fahrkünste nicht gefielen, hat ein Mann seine Ehefrau am Samstag (25. November 2017) auf der Autobahn 93 bei Regenstauf (Landkreis Regensburg in Bayern) ausgesetzt.

Mehrmals griff der 36-Jährige der Frau ins Lenkrad, bevor die 42-Jährige auf dem Seitenstreifen hielt. Der Mann zog sie gewaltsam aus dem Fahrzeug und fuhr ohne sie weg, wie die Polizei am Sonntag mitteilte.

Die Verkehrspolizei las die Frau auf der Autobahn auf. Den alkoholisierten Mann traf die Polizei auf einer Geburtstagsfeier eines Nachbarn an. Gegen ihn wird nun wegen Gefährlichen Eingriffs in den Straßenverkehr, vorsätzlicher Körperverletzung, Nötigung und Trunkenheit im Verkehr ermittelt.

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Pony in Kirkel von Regionalbahn erfasst und tödlich verletzt

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Symbolfoto: Jens Büttner/dpa-Bildfunk

Zuerst wurde ein Pony in Kirkel von der Regionalbahn erfasst und tödlich verletzt. Dabei wurde der Zug erheblich beschädigt. Der Lokführer erlitt einen Schock und musste ins Krankenhaus eingeliefert werden. Weitere Personen wurden nicht verletzt. Insgesamt kam es zu über zwei Stunden Verzögerung im Bahnverkehr.

Danach wurde die Bundespolizei über angefahrene Wildschweine im Bereich Sulzbach informiert. Am Einsatzort dann folgende Situation: Ein Tier war bereits tot, während das zweite Wildschwein noch lebte. Durch einen gezielten Schuss befreite einer der Beamten das Tier von seinem Leid.

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Bezahlter Leerstand: Das Flüchtlingsheim bei Sulzbach steht seit drei Jahren leer

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Das Land hat das ehemalige Bergarbeiterheim zwischen Dudweiler und Sulzbach seit 2016 gemietet, um dort Flüchtlinge unterzubringen, falls das Lager in Lebach zu voll wird. Foto: BeckerBredel

Flüchtlingsheim Hirschbach: Leerstand
Frühjahr 2016: Das saarländische Innenministerium mietet auf dem ehemaligen Grubengelände der RAG AG ein Gebäude. Dieses soll rund 400 Menschen als Flüchtlingsherberge dienen. Doch Menschen zogen bis dato nie in das Gebäude ein. An den Vermieter bezahlt das Land seitdem monatlich 5800 Euro Miete. Eigentlich sollte die Unterkunft die Landesaufnahmestelle in Lebach entlasten.

Auf Anfrage der „Saarbrücker Zeitung“ (SZ) erklärt Innenministeriums-Sprecher Markus Tröster, man habe das Wohnheim Hirschbach bis Anfang 2019 bei der RAG angemietet. Ob es dann auch aufgegeben werde, sei noch unklar. Knapp 1,6 Millionen Euro gab das Land bisher für den Standort Hirschbach aus, sagte Tröster der „SZ“.

Umsonst seien die Ausgaben laut dem Sprecher allerdings nicht gewesen. Denn dem Saarland sei es während der Flüchtlingskrise gelungen, die bestmöglichen Voraussetzungen für die Unterbringung zu gestalten.

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Zehn Angreifer schlagen 18-Jährigen in Saarlouis zusammen

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Symbolfoto: dpa-Bildfunk/Karl-Josef Hildenbrand

Wie die Polizei mitteilt, gingen die Täter mit Tritten, Faustschlägen sowie einem bislang unbekannten Metallgegenstand auf den 18-Jährigen los.

Grund für die Tat waren vorausgegangene Familienstreitigkeiten. Die Täter befanden sich beim Eintreffen der Polizei nicht mehr vor Ort.

Hinweise nimmt die Polizeiinspektion Saarlouis und der Telefonnummer 0 68 31 90 10 entgegen.

Mit Verwendung von SZ-Material.

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2500 Euro auf der Toilette gefunden und zur Polizei gebracht

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Erst Riesen-Pech, dann Riesen-Glück: So geschehen am Samstag in Zweibrücken. Schauplatz: die öffentliche Toilette am Hallplatz.

Dort hatte am Vormittag jemand seinen Geldbeutel verloren - mitsamt 2500 Euro Bargeld, Ausweis, Führerschein, Kreditkarte - „das halbe Leben sozusagen“, so die Polizei.

Doch ein ehrlicher Mensch fand die Geldbörse und brachte sie zur Polizei. Dort konnte der Verlierer, ein gebürtiger Zweibrücker, der in Erbach lebt, sein Eigentum wieder abholen. Der Finder, ein Zweibrücker, verzichtete auf Finderlohn.

Mit Verwendung von SZ-Material.

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Hunde beißen Frau bei Streit in Schwalbach in den Po

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Symbolfoto/dpa-Bildfunk.

Zu einer körperlichen Auseinandersetzung und Hundebissen ist es am Freitagabend (24. November 2017) nach einer Verkehrsbehinderung in Schwalbach-Griesborn gekommen. Daran waren laut Polizei insgesamt vier Personen beteiligt. Ein Mann bekam demnach mehrere Faustschläge ins Gesicht; sein Kontrahent wurde mit seinem eigenen Schal am Hals gewürgt.

In dem Gerangel wurde dann eine Frau durch zwei Hunde jeweils ins Gesäß und ihren Oberschenkel gebissen.

Die Streithähne konnten durch die Polizei voneinander getrennt werden. Es wurden Strafanzeigen eingeleitet.

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Holl/Kubek/Spiczak

Gebrüder Kalinski: Das ist das Geheimrezept hinter der „besten Currywurst Deutschlands"

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Brian zaubert den Besuchern die Currywurst auf den Tisch. Fotos: Maciej Spiczak/SOL.DE.

Oliver, wie seid ihr eigentlich auf den Namen „Kalinski" gekommen?
Oliver: Das war Tilo Nasts und Joseph Kleins Idee. Die beiden haben den Laden ins Leben gerufen. Ich bin quasi als dritter Bruder adoptiert worden.

Der Name geht auf die beiden zurück. Sie haben einfach mit Buchstaben und ihren Initialen jongliert. Nachdem sie einsehen mussten, dass sich aus ihren Initialen nichts passendes kreieren ließ, sind sie dann irgendwann auf diesen Familiennamen gestoßen.

Der Laden strahlt ohnehin eine sehr familiäre Atmosphäre aus.
Oliver: Das ist auch eine unserer Philosophien. Familiär, sehr freundlich, individuell - so wollen wir dem Gast begegnen. Durch die Produkte und unser Auftreten wollen wir das den Besuchern vermitteln.

Das Publikum ist sehr gemischt. Von Büro-Jobbern bis Familien mit Kindern ist alles dabei. War das von Anfang an euer Plan oder hattet ihr eine bestimmte Zielgruppe im Kopf?
Oliver: Wir wollen für jeden da sein. Die Liebe zu schnellem, guten Essen soll die Leute verbinden. Wir hatten auch schon Politiker hier.

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Eine üppige Getränkeauswahl gehört im Kalinski natürlich auch dazu.

Die Süddeutsche Zeitung hat eure Wurst Anfang des Jahres als „beste Currywurst Deutschlands" bezeichnet. Wie kam es zu der Ehre?
Oliver: Der Redakteur ist Saarländer und hatte angefragt. Wir wussten über die Überschrift gar nicht Bescheid. Wir sind dabei sehr gut weggekommen, obwohl das Telefon-Interview nur sehr kurz war. Anscheinend war der Redakteur sehr überzeugt von uns. Dadurch haben wir natürlich einen enormen Schub bekommen, auch viele Saarländer sind durch den Artikel erst so richtig auf uns aufmerksam geworden.

Für einen derart beliebten Laden macht ihr auch vergleichsweise wenig Promotion.
Oliver: Wir machen Marketing fast ausschließlich in sozialen Medien. Wir treten aber auch auf lokalen Events auf und bieten unsere Produkte dort an. So haben wir zum Beispiel schon auf dem Nauwieser Fest gearbeitet oder kooperieren mit dem Silo.

Die Gefahr besteht, dass wir viel zu hip rüberkommen. Das wollen wir nicht, da man dann ganz schnell ins Arrogante abrutschen kann. Sich den Namen von Stammkunden oder ihre Wünsche zu merken, solche Dinge machen uns stark.

Was denkt ihr selbst, warum ihr so beliebt seid?
Oliver: Kundenfreundlichkeit ist das allerwichtigste, daran müssen wir ständig arbeiten. Der Hauptaspekt ist aber, glaube ich, die Qualität des Essens und der Geschmack. Wir haben ein starkes Vertrauensverhältnis zu unseren Lieferanten, sodass unsere Mitarbeiter auch von den Produkten überzeugt sind.

Brian: Manchmal sieht man den Leuten auch einfach an, wie sehr ihnen das Essen geschmeckt hat. Die kommen dann zu dir und bedanken sich. Wir machen Leute glücklich.

Oliver, du lebst selbst seit 22 Jahren vegan. Wie ist das für dich, mit Fleisch zu arbeiten?
Oliver: Eine meiner ersten Amtshandlungen hier war es, die vegane Currywurst einzuführen. Wir haben damit ein hervorragendes Produkt hergestellt, das für sich alleine steht. Auch fleischessende Menschen mögen es.

Ich selbst ernähre mich mit voller Überzeugung vegan, kann mich aber auch mit unseren Fleisch-Produkten identifizieren.

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Neben „normalen" Currywürsten bieten die Gebrüder Kalinski auch Specials an.

Wie sind eure Pläne für die Zukunft?
Oliver: Wir sind happy, dass der Laden nach drei Jahren gut angelaufen ist. Seit Oktober sind wir im Ovid. Die drei Baustellen, die wir haben (Gebrüder Kalinski, Brot & Seele, Ovid, Anm. d. Red.), wollen wir stark machen.

Im Ovid sind Änderungen im Erscheinungsbild geplant. Es soll insgesamt gemütlicher werden. Auch Frühstück soll bei uns möglich sein. Die Produkte aus dem Brot & Seele sollen zum Kaffee gereicht werden können. Am Abend soll es Tapas geben.

Was sind die ungewöhnlichsten Bestellungen bei euch?
Oliver: Unsere Karte bietet ohnehin schon sehr viele Kombinationsmöglichkeiten, was auf den ein oder anderen ungewöhnlich wirken kann. Aber sowas wie Käsespätzle mit Currysoße überrascht dann schon. Wir erfüllen dem Kunden dann natürlich auch gerne ausgefallene Wünsche.

Gibt es bei euch sowas wie eine Secret-Order? Also ein Codewort bei Bestellungen?
Oliver: Das direkt nicht. Manche Kunden wissen aber, dass wir alle Bestellungen mit Hand aufschreiben und dabei Abkürzungen benutzen. So bestellt manch einer dann eine „CWRSK" - eine Currywurst rot mit Süßkartoffeln.

Brian: Das geht auch eher in die andere Richtung bei uns. Wir sind sehr ehrlich und bodenständig. Wir bieten dem Kunden auch immer den besten Preis an. Beispiel: Eine Flasche Wasser kostet 2,50 Euro, oft kaufen die Kunden zwei Flaschen. Da biete ich dem Kunden dann eine große Flasche für 4,50 Euro an. Genauso geht das natürlich auch bei Currywurst und Pommes. Die Leute merken dann: Die wollen nicht nur mein Geld, die sind ehrlich.

Was sind eigentlich eure Lieblingsgerichte im Kalinski? Oliver, bei dir erübrigt sich ja die Frage.
Brian: Ich mag die Schwenkbratenwurst sehr sehr gerne. Du hast den Geschmack von einem Schwenker, eingelegt in Zwiebeln. Die Wurst hat einen deftigen und sehr würzigen Geschmack. Mit einer scharfen Soße und angeschwenkten Zwiebeln wird das Ganze dann zu meinem absoluten Favorite.

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Et voilà: Die „Rostwurst nach Schwenkbraten-Art".

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