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Bezahlter Leerstand: Das Flüchtlingsheim bei Sulzbach steht seit 2016 leer

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Das Land hat das ehemalige Bergarbeiterheim zwischen Dudweiler und Sulzbach seit 2016 gemietet, um dort Flüchtlinge unterzubringen, falls das Lager in Lebach zu voll wird. Foto: BeckerBredel

Flüchtlingsherberge ohne Flüchtlinge
Eigentlich sollten bis zu 420 Menschen in Sulzbach unterkommen. Für eine Flüchtlingsherberge mietete das saarländische Innenministerium auf dem einstigen Grubengelände der RAG AG ein Gebäude. Das war im Frühjahr 2016.

Seitdem bezahlt das Land monatlich 5800 Euro Miete an das Unternehmen. Ohne dass der Bau jemals genutzt wurde. Mehr noch: Zeitweise war sogar eine Sicherheitsfirma an Ort und Stelle, um unerwünschte Besucher vom Gelände fernzuhalten. Das kostete den Steuerzahler zusätzlich Geld.

Wie viel für deren monatelangen Einsatz aber ausgegeben werden musste, darüber konnte Ministeriumssprecherin Katrin Thomas keine Angaben machen. Ihr lagen dazu bis Freitagnachmittag keine Zahlen der zuständigen Stelle vor, wie sie sagte.

Hintergründe zum Bau
Auch künftig ist mehr als ungewiss, ob der Komplex auf dem Gelände Hirschbach jemals für jene Zwecke zum Einsatz kommt, für den er mal vorgesehen war. Hintergrund: Die bis heute leerstehende Flüchtlingsunterkunft Hirschbach sollte auf der Höhe des Flüchtlingszuzugs die Landesaufnahmestelle in Lebach entlasten.

Diese drohte an ihre Kapazitätsgrenzen zu stoßen. Zeitweise waren dort bis zu 4000 Personen untergebracht. Seitdem gingen die Asylbewerberzahlen drastisch zurück. Zurzeit sind in Lebach 935 Menschen einquartiert, teilte die Sprecherin in einer schriftlichen Stellungname mit.

Dennoch halte das Innenministerium am Standort in Sulzbach fest. Zumindest bis der Mietvertrag im Januar 2019 ohnehin ausläuft. Thomas. „Wir halten die Unterkunft weiterhin als Überlauf für Lebach vor.“ Als eiserne Reserve sozusagen. Eine alternative Nutzung sei nicht vorgesehen.

Mit Verwendung von SZ-Material (Matthias Zimmermann).

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