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So war's bei Glööcklers Weihnachtsgeschichte in der Saarbrücker Ludwigskirche

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Harald Glööckler beim „Plauderstündchen“ mit Pfarrer Karsten Böhm. Foto: BeckerBredel

Elegant, im goldenen Anzug und mit Sonnenbrille stellt sich Harald Glööckler hinter den Altar der Saarbrücker Ludwigskirche. Im Vorfeld sorgte der Auftritt des bekannten deutschen Modezaren für viel Wirbel. Sein Vorhaben, bei der Veranstaltung „Glööckliche Weihnachten“ zu „predigen“, erhitzte die Gemüter. Doch der schrille Designer reagierte mit Gelassenheit auf diese Kritik.

Der Abend
Rhetorische Begabung, Präsenz und viel Herzenswärme bewies er vor allem im „Plauderstündchen“ mit Pfarrer Karsten Böhm, der durch den Abend führte. „Mich fasziniert die Weihnachtsgeschichte. Ich denke meistens in Bildern: Eine Familie auf der Flucht, ein Kind in einer Krippe – und dann kommen die Hirten, und alles erstrahlt in hellem Licht.“

Dies sei eine wunderbare Botschaft der Nächstenliebe, zumal es auch an Weihnachten viele Menschen gebe, die gerade weniger schöne Dinge erleben, unter ihnen kranke und einsame Menschen. Er selbst freut sich auf das Fest, das er mit seiner Familie und Freunden feiern wird. „Es ist eine Zeit des Zaubers“, sagte der Modezar. Und was hält ein Harald Glööckler vom Beten? „Das kann jeder machen, wie er möchte“, erklärte er.

Prominenz
Für ein Promi-Aufgebot in der Saarbrücker Ludwigskirche sorgten zudem Kathy Kelly, Mitglied der berühmten Kelly Family, die auch immer wieder solo unterwegs ist, sowie der bekannte Sänger Jay Alexander und die Pianistin Juna Tcherevatskaja.

Die – relativ wenigen – Besucher der Veranstaltung, die als „alternativer Gottesdienst für kirchendistanzierte und suchende Leute“ angekündigt worden war, waren jedenfalls begeistert.

Auch wenn der Abend im Saarland eine Premiere im kleinen Kreis war, entstand in sehr kurzer Zeit ein Gemeinschaftsgefühl im großen Ludwigskirchenraum. Da kann man sich schon die Frage stellen: Ist dies nicht im Sinne des christlichen Weihnachtsfests?

Wie auch immer – „Glööckliche Weihnachten“ war ein unterhaltsamer Abend des Miteinanders. Und eine Veranstaltung, die eine Fortsetzung verdient.

Mit Verwendung von SZ-Material.

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„Saar-Wars“-Ausstellung im Historischen Museum Saarbrücken

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Guidon Messika, hier mit R2-D2. Foto: BeckerBredel

Rund 25 Figuren werden bei der Sonderpräsentation „Saar-Wars“ im Historischen Museum Saar ab Samstag (2. Dezember 2017) gezeigt. Einige sind Leihgaben aus der ganzen Republik, viele wurden aber im Saarland hergestellt. Von Guidon Messika, der originalgetreue Kostüme aus „Star Wars“ in monatelanger Handarbeit anfertigt.

Seit 1999 ist er autorisiert, die Kostüme, Rüstungen und Roboter nachzubauen und zu vertreiben. Mit seinen Kreationen ist der Saarländer in der Szene weltweit berühmt. So kam auch Museumsdirektor Simon Matzerath auf die Idee, seine Arbeiten zu zeigen, als er die Ausstellung über prominente Saarländer konzipierte.

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Auch Darth Vader (rechts im Bild) sowie Stormtrooper (im Hintergrund) erwarten die Besucher. Foto: BeckerBredel

Passend zum neuen Kinofilm
Der Zeitpunkt ist ideal: In zwei Wochen startet „Die letzten Jedi“, der neue Teil der „Star Wars“-Saga in den Kinos. Auch der Burggraben und die Kasematten sind als Kulisse perfekt, erinnern an die Landschaften aus den Filmen. Bis zur Eröffnung sind es nur noch wenige Tage, und das Museumsteam hat alle Hände voll zu tun.

Ein echter Höhepunkt für „Star Wars“-Fans: Zwei Originale aus den Filmen werden ausgestellt – Teile einer Stormtrooper-Ausrüstung aus der Episode 4 („Krieg der Sterne“) und ein Stuhl aus Episode 1.

Die Sonderpräsentation „Saar-Wars“ ist im Historischen Museum Saar in Saarbrücken bis zum 13. April zu sehen. Eintritt: 6, ermäßigt 3 Euro. Wegen Brandschutz können nur 30 Menschen auf einmal in die Ausstellung, es kann also zu Wartezeiten kommen.

Mit Verwendung von SZ-Material (Hélène Maillasson).

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Erich Huwer - Gründer der Globus Baumärkte geht in Rente

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Foto: Globus Fachmärkte GmbH & Co. KG

1982 – Alles beginnt als Erich Huwer, gelernter Eisenwarenhändler, in die Globus Handelshof Gruppe in St. Wendel eintritt und die Vision hat, den Bereich Heimwerken zu einer eigenen Baumarktsparte auszubauen. So entsteht der erste Globus Baumarkt am Standort Gensingen mit 3.200 qm in Angliederung an das Globus SB-Warenhaus. Als Einkäufer und Baumarktkoordinator startet Erich Huwer mit der aktiven Aufbauarbeit der Globus Baumarktschiene.

1986 – Der erste „alleinstehende“ und größte Baumarkt Deutschlands eröffnet am Standort Zweibrücken mit über 10.000 qm Verkaufsfläche.

1987 – Die Globus Baumarkt Holding GmbH & Co. KG wird gegründet.

1988 – Nach erfolgreichem Start folgt ein schnelles stetiges Wachstum. Zusammen mit seinem Team eröffnet Erich Huwer den ersten eigenständigen Globus Baumarkt in Regensburg. Der Aufbau der Baumarktschiene nimmt seinen Lauf.

1989 – Erich Huwer wird Geschäftsführer.

1990 – Mit der Markteröffnung in Ilmenau beginnt, kurz nach dem Mauerfall, die Expansion nach Ost-Deutschland. 51 Märkte folgen bis 2007.

2004 – Die Globus Fachmärkte GmbH & Co. KG wird gegründet.

2007 – Das Unternehmen übernimmt 33 hela Profi Zentren – ein großer Coup, der es Erich Huwer ermöglicht, den Platz von Globus Baumarkt im nationalen Ranking kräftig nach vorne zu bringen.

2014 – Mit dem Kauf von 11 ehemaligen Max Bahr und Praktiker Baumärkten, gelingt es Erich Huwer, das Vertriebsgebiet der Globus Fachmärkte auf die ganze Republik auszuweiten.

2019 – Erich Huwers einstige Vision wird zur Wirklichkeit. Heute betreibt das Unternehmen Globus Fachmärkte, dessen Verwaltungssitz sich in Völklingen befindet, in Deutschland und Luxemburg insgesamt 91 Baumärkte und 6 Elektrofachmärkte. Mit über 9.100 Mitarbeitern, einem Umsatz von 1,8 Milliarden Euro und der höchsten Kundenzufriedenheit gehört das Unternehmen zu den führenden Baumärkten der Branche.

Erich Huwer - Gründer der Globus Baumärkte geht in Rente

Überraschungsfeier der Mitarbeiter für Geschäftsführer Erich Huwer

Mit voller Begeisterung und einzigartiger Leidenschaft hat Erich Huwer das Unternehmen aufgebaut – das hat die Entwicklung und den Erfolg von Globus Baumarkt geprägt. „Ohne ihn gäbe es Globus Baumarkt nicht.“, bestätigt Thomas Bruch, der geschäftsführende Gesellschafter der Globus-Gruppe. Nach 37 spannenden und erfolgreichen Jahren geht Erich Huwer Ende 2019 offiziell in Rente. Sein Sohn Timo Huwer wird das Werk seines Vaters als Sprecher der Geschäftsführung fortführen.

Für die Verabschiedung von Erich Huwer haben die Mitarbeiter der Globus Fachmärkte eine Überraschungsfeier organisiert. Die Party fand am 12.12.2019 statt. Die Überraschung begann schon bei der Anfahrt mit einem Mitarbeiterdank auf der Werbefläche der Saarbrücker Saarterrassen an der A 620.

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Foto: Globus Fachmärkte GmbH & Co. KG

Rund 400 Gäste warteten derweil auf ihn im Alexander Kunz Theatre in Saarbrücken, wo er mit Standing Ovations empfangen wurde. Eingeladen waren viele Familienmitglieder, Freunde und Mitarbeiter sowie Lieferanten, Dienstleister und Wettbewerber. Künstlerauftritte und Dankesreden haben den Abend begleitet. Es war eine gelungene und vor allem sehr emotionale Verabschiedungsfeier.

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Foto: Globus Fachmärkte GmbH & Co. KG

Alle Mitarbeiter wünschen Herrn Erich Huwer für die Zukunft alles Gute und viel Gesundheit!

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Personalkollaps bei Bus und Bahn im Saarland

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Symbolfoto: BeckerBredel

Ein Jahr lang für einen Euro pro Tag mit nur einem Ticket Bus, Bahn und Saarbahn fahren – das könnte bei gleichzeitig mehr Pünktlichkeit, Bequemlichkeit und Takt-Zuverlässigkeit den öffentlichen Nahverkehr im Land sicherlich attraktiver machen.

„In Darmstadt“, so berichtete der Leiter der Stabsstelle Innovation und Umwelt bei der Arbeitskammer, Jürgen Meyer, bei einer Tagung zum Öffentlichen Personen-Nahverkehr (ÖPNV), „ist der Slogan ,1 Jahr, 1 Euro pro Tag, 1 Ticket’ bereits mit Erfolg in die Tat umgesetzt.

Und im Saarland? „Es geht nicht, dass mancherorts sonntags gar kein Bus fährt“, betonte Meyer. Für mehr Kundennähe mangele es zudem an Service- und Begleitpersonal in den Verkehrsmitteln, kurzen und sicheren Umsteige-Wegen sowie genügend und gut erreichbaren Toiletten an den Haltestellen. Dies sei vor allen das Anliegen vieler Frauen. Und diese „nutzen den ÖPNV häufiger als Männer“.

Die aktuellen Hürden
Nach dem Anfang 2017 von der Landesregierung in Kraft gesetzten Gesetz über den ÖPNV haben nun die Landkreise und die Städte mit eigenen Verkehrsunternehmen im Land die Aufgabe, neue Nahverkehrs­pläne aufzustellen. Dabei geht es um bessere Planung, Organisation und Ausgestaltung, aber auch um Umweltaspekte sowie soziale Standards für den Nahverkehr.

Geld und Personal dürften dabei die größten Hürden zur Verbesserung darstellen, zeigte die Tagung mit knapp 50 Kommunalpolitikern und Verkehrsexperten in der Saarbrücker Arbeitskammer. „Die Politik ist gefordert für guten Nahverkehr im Saarland“, sagte Meyer. '

Die Aussage mancher Kommunen, sie hätten kein Geld und deshalb keinen guten Nahverkehr, ließ der Arbeitskammer-Sprecher nicht gelten: „Wir sind doch nicht im Armenhaus Europas hier.“

Die Leiterin der Abteilung Verkehr im Saar-Wirtschaftsministerium, Astrid Klug (SPD), sagte, das Leitmotiv ihres Hauses laute: „Guter Nahverkehr – gute Arbeit.“ Das größte Problem in den nächsten Jahren sei nicht der Wandel in der Mobilität, sondern die Frage: „Wo kommen die Beschäftigten der Zukunft her ?“

Mit Verwendung von SZ-Material.

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Streit über Schulweg-Begleitung behinderter Schüler im Saarland vorläufig gelöst

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Wer zahlt für die Begleitperson, die behinderte Kinder auf dem Schulweg unterstützt? Ein Urteil soll Klarheit bringen. Foto: Ralf Hirschberger/dpa-Bildfunk

Der Streit zwischen Sozialministerium und Landkreistag, wer die Kosten für die Begleitperson zahlen muss, die behinderte Schüler auf dem Weg zur Schule unterstützt, ist gelöst – zumindest vorläufig. Damit die betroffenen Kinder zur Schule gehen können, wird bis zum Urteil des Sozialgerichts das beim Ministerium angesiedelte Landesamt für Soziales die Kosten vorstrecken.

Der Auslöser des Streits
Die SZ hatte Ende September über eine behinderte Schülerin aus Völklingen-Ludweiler, die zwölfjährige Ayla, berichtet, die wegen des Behördengezänks nicht zur Schule gehen konnte. Der Regionalverband ist als Schulträger für den Transport zuständig und war auch bereit, die Kosten für die tägliche Taxi-Fahrt von Ludweiler zur Förderschule nach Heusweiler zu zahlen.

Doch er argumentiert, dass die Kosten für die notwendige Begleitperson eine Maßnahme der Eingliederungshilfe sei, für die das Landesamt für Soziales zuständig ist. Das Ministerium vertritt hingegen die Auffassung, für den Schulweg seien allein die Landkreise zuständig.

Konflikt gelöst
„Ayla besucht inzwischen wieder die Schule“
, bestätigt Traudel Hell vom Verein Miteinander Leben lernen (MLL), der die Familie betreut. Eltern anderer betroffener Kinder hatten die Kosten für die Begleitperson aus eigener Tasche gezahlt oder selbst die Fahrdienste übernommen. Dies sei Aylas Familie jedoch nicht möglich gewesen.

Mit Verwendung von SZ-Material (Ute Kirch).

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Handbremse nicht angezogen: LKW kracht bei Sulzbach in vier Autos

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Aufnahme von der Unfallstelle. Foto: Polizeiinspektion Sulzbach

Wie die Polizeiinspektion Sulzbach berichtet, kam es am Mittwochmorgen (29. November 2017) in der Industriestraße zu einem Verkehrsunfall. Schuld war ein führerloser LKW.

Das war passiert
Ein 35-jähriger Berufskraftfahrer parkte sein Fahrzeug, stieg aus und entfernte sich dann kurz von seinem LKW. Da er offensichtlich die Handbremse nicht angezogen hatte, rollte das Gespann die stark abschüssige Straße hinunter.

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Weitere Aufnahme von der Unfallstelle. Foto: Polizeiinspektion Sulzbach

Hierbei wurden vier parkende Autos beschädigt, zudem wurden ebenso mehrere Straßenschilder umgefahren. Danach kam der LKW in einem Grünstreifen zum Stehen.

Bei den vier Autos entstand jeweils Totalschäden; die Schadenshöhe wird auf etwa 70.000 Euro geschätzt.

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IHK Saar erklärt jetzt Flüchtlingen mit Videos Lehrberufe

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Symbolfoto: dpa-Bildfunk/Martin Schutt

Die Industrie- und Handelskammer (IHK) Saarland hat Erklärvideos für junge Geflüchtete produziert, mit denen sie in deutscher und arabischer Sprache für die duale Ausbildung in Deutschland wirbt. Das teilte die Kammer gestern (28. November 2017) mit.

Die fünf Videos beschäftigen sich mit den am meisten nachgefragten Berufsfeldern in den Branchen Bau, Gastronomie, Handel, Logistik und Metall.

Die Initiative wurde zu Wochenbeginn auch während einer zweitägigen Tagung der Flüchtlingskoordinatoren der IHK-Organisation vorgestellt. Rund 50 Experten kamen in Saarbrücken zu einem Erfahrungsaustausch zusammen.

Das IHK-Aktionsprogramm zur Integration von Flüchtlingen in den Arbeitsmarkt ist breit angelegt. Mit dem Programm unterstützen die Kammern Unternehmen und Flüchtlinge bei der Integration in Ausbildung und Beschäftigung. Rund 170 Mitarbeiter sind bei dieser Initiative tätig.

Mit Verwendung von SZ-Material.

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Amtsgericht Ottweiler verurteilt Saar-AfD-Politikerin wegen Volksverhetzung

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Eine Politikerin der AfD ist wegen Volksverhetzung verurteilt worden. Foto: Stefan Sauer/dpa-Bildfunk.

Der Kommentar
Jeanette Ihme, Mitglied des Landesvorstandes der AfD, hatte in einem ausländerfeindlichen Kommentar auf Facebook gefordert, Flüchtlingsboote „samt Inhalt“ im Mittelmeer zu versenken. Im darauffolgenden Satz bekräftigte sie: „Ja, ich meine das ernst.“ Darüber hinaus hatte sie Flüchtlinge als Primaten bezeichnet.

Die Verhandlung
Nach Auffassung der Staatsanwaltschaft hat sie mit diesem Post die Menschenwürde anderer verletzt. Bei der heutigen mündlichen Verhandlung (29. November 2017) wurde diese Auffassung bestätigt.

Und so verurteilte das Amtsgericht Ottweiler Ihme nun wegen Volksverhetzung zu 90 Tagesätzen à 25 Euro, also insgesamt 2250 Euro.

Strafbefehl im Oktober abgelehnt
Das Amtsgericht Ottweiler hatte zunächst am Mittwoch (11. Oktober 2017) einen von der Staatsanwaltschaft Saarbrücken beantragten Strafbefehl über 90 Tagessätze zu je 30 Euro erlassen. Gegen diesen legte Ihme allerdings Widerspruch ein. Erst so kam es zur heutigen mündlichen Verhandlung.

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Deutsche Bahn räumt im Saarland Probleme bei der Pünktlichkeit ein

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Symbolfoto: dpa-Bildfunk/Sebastian Kahnert

Das Ziel nicht erreicht
Viele Baustellen und Herbststürme: Die Deutsche Bahn hat ihr Pünktlichkeitsziel für dieses Jahr aufgegeben – zum Ärger von Politikern im Saarland. Nicht zuletzt hier,  wo es wenige Direktverbindungen in große Metropolen gibt, sind Bahnreisende auf funktionierende Anschlüsse angewiesen.

 „Wir sind bei der Pünktlichkeit noch nicht da, wo wir hinwollen“, sagte Bahnchef Richard Lutz nun der „Süddeutschen Zeitung“. „Im Fernverkehr werden wir 80 Prozent 2017 nicht mehr erreichen können.“ Als Grund nannte er die vielen Bauarbeiten am Schienennetz, die aber unvermeidlich seien.

Die Bahn hatte bis zuletzt eine Quote von 81 Prozent pünktlicher Fernzüge für das Gesamtjahr angestrebt. Dabei wertet sie ihre Züge bis zu einer Verspätung von 5:59 Minuten als pünktlich. Im ersten Halbjahr erreichte sie die Zielmarke 81 Prozent noch. Im Oktober sank die Quote auf 74,3 Prozent.

Politiker ärgern sich
Der saarländische Bundestagsabgeordnete und Verkehrspolitiker der Grünen Markus Tressel sprach von einem „Offenbarungseid“ der Bahn. Wenn diese ihr Pünktlichkeitsziel aufgebe, bedeute dies, dass sie jahrelang ihre „Hausaufgaben nicht gemacht“ habe, sagte er der Saarbrücker Zeitung.

Die Bahn müsse in Schienen und die Infrastruktur investieren und alle betrieblichen Hindernisse, die die Pünktlichkeit reduzieren, in Angriff nehmen. Denn diese sei ein ausschlaggebender Faktor dafür, ob Kunden mit der Bahn fahren, sagte Tressel.

Der verkehrspolitische Sprecher der CDU-Landtagsfraktion, Peter Strobel, erkannte an, dass die Bahn nun „die Wirklichkeit“ einräume, forderte aber für die Zukunft eine „ambitionierte, aber auch realistische Zielgröße“. „Die Unpünktlichkeit zu akzeptieren“, sei „keine Option“.

Langfristig hält Bahnchef Lutze nach eigenen Worten am Ziel von 85 Prozent pünktlichen Zügen fest. Er wies den Vorwurf zurück, man habe die Strecken zu wenig gepflegt. Allerdings müsse man sich auf Wetterereignisse besser vorbereiten.

Mit Verwendung von SZ-Material.

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Aufhebung der Immunität? Saar-AfD-Parlamentarier Hecker mit 1,3 Promille am Steuer

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Der AfD-Abgeordnete Lutz Hecker. Foto: Oliver Dietze/dpa-Bildfunk

Offenbar ist beabsichtigt, einen Strafbefehl gegen den parlamentarischen Geschäftsführer der AfD-Fraktion zu beantragen. Lutz Hecker, der im März in das Parlament gewählt wurde, ist auch stellvertretender Landesparteichef. Er steht wohl im Verdacht einer Trunkenheitsfahrt im Straßenverkehr.

Bei einer Verkehrskontrolle Mitte September, so heißt es, wurde er angeblich von der Polizei an einem Sonntag im Saarpfalzkreis mit 1,3 Promillie am Steuer seines Autos gestoppt. Andere Verkehrsteilnehmer sollen die Polizei zuvor auf seine auffällige Fahrweise hingewiesen haben.

Der Führerschein des Politikers wurde sichergestellt. In der Regel droht bei solchen Vergehen eine Geldstrafe, die vom Nettoeinkommen abhängig ist, und eine weitere Sperre der Fahrerlaubnis von etwa acht Monaten.

Hecker wollte sich auf Anfrage der SZ „dazu derzeit nicht äußern“.

Mit Verwendung von SZ-Material (Michael Jungmann).

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Bürgermeister Andreas Hollstein (CDU) bei einem Messeranschlag verletzt

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Der Bürgermeister bei einer Pressekonferenz, nach dem Attentat. Foto: Oliver Berg/dpa-Bildfunk

Das war passiert
Ahmed Demir steht in seinem Döner-Imbiss in Altena im Sauerland und schüttelt den Kopf. „Der Mann war verrückt“, sagt er. Gemeint ist Werner S., 56 Jahre alt, deutscher Staatsbürger, der am Abend zuvor in Demirs Imbiss Altenas Bürgermeister Andreas Hollstein mit einem Messer angriff.

Zwischen 19.50 und 20 Uhr sei der Bürgermeister in den Laden gekommen. „Er kommt oft her, auch mit seiner Familie“, sagt Ahmed. „Wir haben uns unterhalten über den Besuch des Bundespräsidenten, der abgesagt wurde.“ Nach ein paar Minuten sei der zweite Mann in den Imbiss gekommen. „Ich kannte ihn vom Sehen, mehr nicht.“ Der Mann bestellte einen Döner.

Als Ahmed Demir sich umdrehte, hörte er, wie der Mann fragte: „Sind Sie der Bürgermeister?“ Andreas Hollstein habe die Frage bejaht. „Zack, ging das los“, erinnert sich Ahmed. „Er hat den Bürgermeister gepackt, hatte irgendwie ein Messer in der Hand und wollte ihm den Hals durchschneiden.“

Der Bürgermeister habe Glück gehabt, den Messerarm des Angreifers mit dem eigenen Unterarm wegdrücken zu können, sagt Ahmed. So habe er nur eine kleine Wunde am Hals davon getragen. „Ich bin vor die Theke gesprungen, habe geschrien: Ganz ruhig bleiben!“ Er umklammerte den Messerarm des Angreifers, der Vater griff nach dem Messer und schnitt sich dabei die Hand zwischen Daumen und Zeigefinger auf.

„Der Typ war sehr kräftig“, sagt Ahmed. Die Staatsanwaltschaft hat das bei ihrer Pressekonferenz bestätigt: Werner S. sei als ehemaliger Maurer körperliche Arbeit gewohnt und entsprechend gebaut gewesen. Zu dritt schafften es der verletzte Bürgermeister, Ahmed Demir und sein Vater, den Mann in Schach zu halten. Die Mutter lief derweil um die Ecke zur Polizeiwache. „Erschießt mich!“, soll Werner S. gerufen haben, als die Beamten eintrafen. Wie ernst er es meinte, soll ein psychiatrisches Gutachten zeigen.

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Die Bürger in Altena bekunden am 28.11.2017 ihre Solidarität. Foto: Markus Klümper/dpa-Bildfunk

Nach dem Angriff
Nur 15 Stunden nach der wohl fremdenfeindlich motivierten Attacke auf ihn geht Hollstein schon an die Öffentlichkeit. Angeschlagen, noch merklich unter Schock, bleich, aber doch gefasst. „Ich kann sagen, dass ich mich gestern gefühlt habe wie bei meinem dritten Geburtstag.“ Vor einigen Jahren sei er vom Krebs geheilt worden. „Und gestern Abend habe ich ein drittes Leben geschenkt bekommen.“

Er hege „keinerlei Hass“ gegenüber dem Angreifer. Hass sei immer ein Irrweg, mahnt der CDU-Politiker und Vater von vier Kindern. „Ich glaube, dass das Gift, was Menschen säen, vor allem durch die sozialen Medien, Eingang in simple Gemüter findet. Als solchen würde ich auch den Täter beschreiben.“ Eine 15 Zentimeter lange Schnittwunde am Hals hat Hollstein davongetragen.

„Schon schlimm, wenn so etwas in Altena passiert. Es sind eben viele Menschen unzufrieden“, sagt Salvatore von der Eisdiele gegenüber. Das hört man öfter in Altena. Wie fast in der ganzen Bundesrepublik scheint auch durch diese Stadt ein Riss zu verlaufen. Auf der einen Seite die Unzufriedenen, die dem Bürgermeister die Schuld an ihrer Lage geben – und den Flüchtlingen, von denen Altena mehr aufgenommen hat, als es gemusst hätte.

Du kümmerst dich um die Flüchtlinge, aber ich habe nichts mehr zu saufen“, so oder so ähnlich soll Werner S. es dem Bürgermeister entgegen geschrien haben, als er ihn mit einem Messer attackierte. Hintergrund soll sein, dass ihm wegen Privatinsolvenz in seinem Haus in Altena das Wasser abgedreht wurde. Der arbeitslose Maurer hatte buchstäblich nichts mehr zu trinken. Dafür machte er den Bürgermeister verantwortlich.

Mit Verwendung von SZ-Material.

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Auch 2017 Weihnachtsfeier für arme und einsame Menschen im E-Werk Saarbrücken

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Rund 600 Menschen feiern auf diesem Archivfoto von 2012 Weihnachten im Burbacher E-Werk. Foto: BeckerBredel

Seit 48 Jahren laden die Kirchen einsame und sozial benachteiligte Menschen nach Saarbrücken ein, um gemeinsam Weihnachten zu feiern. Früher war die Feier unter anderem im evangelischen Gemeindezentrum St. Johann oder im Burbacher Martin-Luther-Haus. Damals kamen meist etwa 300 Menschen.

Aber weil die Armut wuchs, sind es inzwischen rund 800 Kinder, Frauen und Männer, die der  Einladung folgen. Daher ist die Feier seit 2008 im Burbacher E-Werk. Die Stadt stellt das Gebäude kostenlos zur Verfügung.

„Es kommen viele Menschen, die einsam sind oder zu Hause nicht mehr richtig Weihnachten feiern können“, erklärt Diakon Horst-Peter Rauguth, der die Gesamtleitung innehat: „Zum Beispiel: Eine Familie, der Vater ist arbeitslos geworden, man hat keine finanzielle Möglichkeit, und der Vater sagt, komm, wir gehen zur Heilig-Abend-Aktion. Da gibt’s was für Kinder, wir kriegen was zu essen, es wird ein schönes Fest gefeiert, und am Ende gibt’s noch ein Geschenk. Dann ist Weihnachten doch nochmal irgendwie hergestellt.“

Das erwartet die Gäste
Im E-Werk erwartet die Gäste auch diesmal nicht nur eine warme Mahlzeit.  „Es ist wunderschön, wenn die Gäste reinkommen und sehen die dekorierte Halle“, erzählt Esther-Ruth Dörr, eine der Ehrenamtlichen: „Man sieht ihren glänzenden Augen an,wie sehr sie sich freuen. Vor allem die Kinder. Sie sind fröhlich an dem Tag. Es gibt Leute, die sind auf der Schattenseite des Lebens und kriegen dann etwas geboten, das kriegen sie sonst nie.“

Zusammen mit anderen freiwilligen Helfern, richtet Esther-Ruth Dörr das E-Werk schon am Tag zuvor festlich her. Weihnachtsbäume werden aufgestellt und dekoriert, Tische gestellt und gedeckt: „Damit alles in festlichem Glanz erstrahlt.“

Hinter den Kulissen arbeiten Leo Blaß, der extra aus Riegelsberg kommt, und die dienstälteste Ehrenamtliche, Christel Persch aus Fischbach, die sich schon seit 25 Jahren an der Heilig-Abend-Aktion beteiligt. Blaß ist für die Technik zuständig und für das Geschirr. Persch kümmert sich um die Küche und die Materialverwaltung. „Ich hab die halbe Garage voll mit Kisten stehen“, sagt sie.

Den Abend über hat sie in der Küche alle Hände voll zu tun: „Man lebt in jedem Jahr von der Improvisation. Irgendwo klappt was nicht, und dann muss man sich durchsetzen, um irgendeine Linie in das Ganze reinzubringen. Aber das hat noch immer geklappt.“

Das Bindeglied zwischen Küche und Halle ist Karl-Heinz Hauck. Er kümmert sich darum, dass jeder Gast etwas zu essen bekommt und ist am Ende des Abends für die Verteilung der Geschenktaschen zuständig: „Da sind genug Lebensmittel und Hygieneartikel drin, damit die Gäste über die Weihnachtstage haushalten können.“

Hauck achtet auch darauf, dass sich die Menschen am Abend selbst wohlfühlen: „Ich gucke, dass die Mitarbeiter mithelfen und auch würdevoll und respektvoll mit unseren Gästen umgehen. Das sind unsere Gäste, als hätten wir die zu Hause bei uns eingeladen. Es geht darum, den Menschen einen schönen Abend zu bereiten.“

Mit Verwendung von SZ-Material.

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Mehrere Kilo Gras, Schusswaffen und mehr: Homburger Schmuggler (52) gefasst

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Symbolfoto: Peter Kneffel/dpa-Bildfunk

Der Mann war den Fahndern des Dezernats für Rauschgiftkriminalität nicht unbekannt, sie observierten ihn über mehrere Monate. Der Grund: Ihm wird Schmuggel und Handel mit Rauschgift in nicht geringen Mengen vorgeworfen.

So wurde er geschnappt
Der 52-Jährige fuhr mit seinem Wohnwagen zu einer angeblichen Urlaubsreise nach Spanien. Dort versteckte er mehrere Kilo Marihuana in dem Wohnmobil. Sein Trick: Als angebliches Unfallfahrzeug ließ er den Wohnwagen durch einen Pannendienst nach Deutschland bringen. Er selbst reiste ohne das Gespann zurück.

Als er am Dienstag (28. November 2017) seinen Wohnwagen mit dem Marihuana abholen wollte, warteten die Fahnder bereits auf ihn. Bei der anschließenden Durchsuchung seiner Wohnung fand die Polizei weitere Betäubungsmittel sowie mehr als 30 scharfe Schusswaffen und über 1.000 Schuss Munition.

Am Mittwoch wurde er dem Haftrichter vorgeführt und anschließend in die JVA Saarbrücken gebracht.

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