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Hugo Lacour, Ex-Rotlichtkönig von Saarbrücken, ist tot

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Aufnahme von 2009: Der als "Rotlichtkönig" bekannt gewordene Hugo Lacour wird am Mittwochmorgen (20.05.2009) nach 17 Jahren Haft aus dem Gefängnis Lerchesflur in Saarbrücken entlassen. Foto: BeckerBredel

Dies bestätigte gestern (4. Dezember 2017) auf Anfrage der SZ eine Angehörige des französischen Staatsbürgers. Demnach starb Lacour am Donnerstag, 30. November 2017, auf der Palliativstation eines Saarbrücker Krankenhauses.

Seine schwere Krebserkrankung war schon im August 2015 Thema bei seiner letzten Verurteilung vor dem Landgericht. Damals war er wegen Beihilfe zum Drogenhandel zu zwei Jahren Gefängnis auf Bewährung verurteilt worden. Ein weiteres Verfahren wegen eines versuchten Raubüberfalls gegen den Mann, der vor Jahrzehnten als der König der Saarbrücker Unterwelt galt, war zuvor eingestellt worden.

So wurde Hugo Lacour bekannt
Schon in den frühen 70er Jahren galt Lacour, der es auf zahlreiche Vorstrafen vom Diebstahl bis zum Raub brachte, „als Schrecken des Saarbrücker Vergnügungsviertels“. Doch seine gefürchtete Gewalttätigkeit war lediglich die eine Seite seiner schillernden Persönlichkeit.

Eine andere war sein Hang zu Prostituierten wie zu „Millionärsgattinnen“ wie es in einem Zeitungsbericht hieß. Diese Mischung ließ ihn zu einem der Großen in der Rotlicht-Szene werden, der sein Geld als Betreiber von Bars und als Spieler zu verdienen suchte. Einer von ihm verehrten Frau soll er die Wohnung mit Bergen aus Rosen dekoriert haben.

Bundesweit Schlagzeilen machte Lacour dann Anfang der 1990er Jahre, als er angebliche Rotlicht-Kontakte des damaligen SPD-Ministerpräsidenten Oskar Lafontaine andeutete, aber die behaupteten Beweise schuldig blieb.

Weitere Coups
Jahre zuvor war Hugo Lacour die Flucht aus dem Saarbrücker Gefängnis Lerchesflur gelungen.
Er entwendete als Messdiener dem Anstaltspfarrer den Schlüssel, spazierte, auf welchem Weg auch immer, in die Freiheit und setzte sich nach Frankreich ab. Die deutschen Akten zum Fall seines ermordeten Geschäftspartners W. gingen an die französische Justiz.

Die prüfte und kam zu dem Ergebnis, dass Begründung und Beweise für ein Mordverfahren gegen Lacour nicht ausreichten. Also wurde 1990 das Verfahren in Frankreich eingestellt. Womit Lacour, der jenseits der Grenze eine Haftstrafe wegen Raubes abgesessen hatte, in seiner Heimat Frankreich zu einem freien Mann wurde, der dort keine Anklage wegen Mordes an W. zu fürchten hatte.

Die deutschen Ermittler machten aber weiter. Und im November 1993 – wenige Monate nach der Rotlicht-Affäre – machte Lacour einen verhängnisvollen Fehler. Er fuhr in den Urlaub nach Österreich. Dort wurde der Franzose festgenommen. Und Österreich lieferte ihn später, unter anderem wegen der „Mordsache W.“, ins Saarland aus.

Hier kam der Ex-Rotlicht-König in Haft. Im Januar 1995 begann der Indizien-Prozess gegen ihn vor dem Saarbrücker Schwurgericht. Zwei Jahre und 102 Verhandlungstage später verurteilten ihn die Richter wegen Mordes an Heinz W. zu lebenslanger Haft. Die Leiche des Mannes wurde aber bis heute nicht gefunden.

Lacour beteuerte in diesem Fall stets seine Unschuld. 2009 kam er wieder auf freien Fuß. Das Oberlandesgericht lehnte 2011 – fast 14 Jahre nach der rechtskräftigen Verurteilung des früheren Saarbrücker Rotlichtkönigs – ein Wiederaufnahmeverfahren ab.

Mit Verwendung von SZ-Material (Michael Jungmann und Wolfgang Ihl).

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Gesetzesänderung: Geschäfte bleiben im Saarland an Heiligabend zu

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Symbolfoto: BeckerBredel

Der 24. Dezember fällt auf einen Sonntag, wegen einer Regelung aus den 50er Jahren hätten die Geschäfte deshalb öffnen können.

Einstimmig verabschiedete der saarländische Landtag gestern (4. Dezember 2017) jedoch eine Gesetzes­änderung, die das verhindert.

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Die Geschäfte im Saarland bleiben am 24. Dezember zu. Foto: BeckerBredel

Davon ausgenommen sind Betriebe, für die bereits Sonderregelungen an Sonntagen gelten, etwa Bäckereien. Die dürfen auch an Heiligabend öffnen.

Mit Verwendung von SZ-Material.

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Zehn gute Gründe, den Meister zu machen

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Foto: Jennifer Weyland

1. Besser werden

Gewinnen Sie Kompetenz und persönliche Qualifikation! Wer seinen Meister macht, erweitert seine Fähigkeiten und erwirbt einen wichtigen Vorsprung an Wissen und Können. So sind Handwerksmeisterinnen und –meister für die wachsenden Anforderungen des regionalen und globalen Marktes bestens gerüstet.

2. Selbstständig machen

Führen Sie Ihren Betrieb in eine sichere Zukunft! Meisterinnen und Meister haben beste Voraussetzungen für eine Firmengründung oder die Übernahme eines bestehenden Betriebs. Sie können individuell entwickelte Produkte und Dienstleistungen anbieten und haben gelernt, einen Betrieb erfolgreich zu führen.

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Foto: Jennifer Weyland

3. Kunden gewinnen

Profitieren Sie vom positiven Image des Meisterbriefes! Er ist und bleibt ein wichtiges Markenzeichen für Qualität, auf das die Kunden vertrauen. Und weil diese wissen, dass sie bei Ihnen als Meisterin oder Meister qualitativ hochwertige Arbeit und professionellen Service erhalten, kommen sie immer wieder gerne auf Sie zu.

4. Existenz sichern

Etablieren Sie sich erfolgreich am Markt! Ob in der Selbstständigkeit oder als Führungskraft fest angestellt – als Meisterin oder Meister Ihres Handwerks lernen Sie, Ihre Zukunft dauerhaft zu sichern. So senken Sie nachhaltig Ihr Insolvenzrisiko und schützen sich vor Arbeitslosigkeit.

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Foto: Jennifer Weyland

5. Karriere machen

Nutzen Sie interessante Aufstiegsmöglichkeiten! Auch als Angestellter können Sie als Meisterin oder Meister eine Führungsposition übernehmen. Mit Ihrem Know-how sind Sie für Ihre Mitarbeiter eine Autorität. Sie tragen Verantwortung und treffen richtungsweisende Entscheidungen.

6. Einkommen verbessern

Steigern Sie den Wert Ihrer Arbeit! Wer besser verdienen möchte, braucht den Meisterbrief. Er steht für qualitativ hochwertige Arbeit, die auch finanziell von Ihren Kunden oder Ihrem Arbeitgeber anerkannt wird. So zahlt sich die Investition in Ihre Ausbildung schnell wieder aus.

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Foto: Jennifer Weyland

7. Nachwuchs ausbilden

Fördern Sie die Entwicklung des Unternehmens! Wer seine Fähigkeiten weitergibt, braucht sich wegen des Fachkräftemangels keine Sorgen zu machen. Denn aus qualifizierten und leistungsfähigen Auszubildenden werden motivierte Mitarbeiter, auf die Sie sich auch beim Ausbau Ihres Unternehmens verlassen können.

8. Anerkennung genießen

Seien Sie stolz auf Ihre Leistung. Flexibilität, Ausdauer, Motivation – für das alles steht der Meisterbrief. Wer diese herausragende Qualifikation geschafft hat, hat allen Grund, zufrieden mit sich zu sein. Der Meisterbrief ist auch gesellschaftlich hoch angesehen – und das nicht nur in Deutschland, sondern in ganz Europa.

10 gute Gründe, den Meister zu machen

9. Studium beginnen

Mit dem Meistertitel direkt durchstarten! Durch Ihre erworbene Qualifikation steht Ihnen als Meisterin oder Meister bundesweit der Weg an Universitäten, Hochschulen oder Fachhochschulen offen – und das ganz ohne jede zusätzliche Prüfung.

10. Und Ihr persönlicher Grund

… zählt am meisten. Neben all diesen guten Gründen gibt es sicher noch einen ganz besonderen, den nur Sie kennen: Ihr eigener guter Grund. Und der ist oft die stärkste Motivation auf dem Weg zum Meisterbrief.

Kontakt:

Markus Becker
Tel.: 0681 5809-130
m.becker@hwk-saarland.de
www.smts-saarland.de

www.hwk-saarland.de/wegzummeister

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Neuer Musikclub „Studio 30“ in Saarbrücken: Acht Bands an jedem Wochenende sind das Ziel

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Symbolfoto: Pexels (CC0-Lizenz)

Die Eröffnung
Das Angebot an Livemusik und Auftrittsgelegenheiten in der Landeshauptstadt reicht nicht aus – dieser Meinung waren die Betreiber der am Wochenende neu eröffneten Saarbrücker Bühne „Studio 30“ in der Mainzer Straße. Oscar Braun und David Lawrence wollen mit dem Veranstaltungsort, der über zwei Bühnen verfügt, eine Lücke in der hiesigen Kulturlandschaft schließen.

Vergangenen Freitagabend öffneten sich die Türen zum ersten Mal; den Auftakt gaben der saarländische Liedermacher Manuel Sattler und die ebenfalls hier ansässigen Bands The Noiz, Blingpoint und Come Together.

Erste Rückmeldungen
David Lawrence war mit dem Eröffnungswochenende hochzufrieden. Am ersten Tag seien 160 Besucher da gewesen, und auch die folgenden Tage, an denen unter anderem die belgische Dark Wave-Gruppe Parade Ground und die schwedisch-saarländische Sängerin Annika Jonsson auftraten, seien gut besucht gewesen, sagt er.

„Man hat wirklich gemerkt, dass die Leute auf so etwas gewartet haben“, glaubt Lawrence. Besonders freute ihn die Rückmeldung einer Mittvierzigern, die meinte, es gebe nun endlich wieder einen Ort zum Ausgehen für ihre Generation. Wobei der Großteil des Eröffnungspublikums allerdings deutlich jünger war.

Der gebürtige Schotte Lawrence betreibt mit Truetone Records ein Tonstudio, ist erster Vorsitzender des Musikbüros Saar und Mitglied im saarländischen PopRat. Steckt hinter dem „Studio 30“-Projekt also der PopRat? Nein, winkt Lawrence ab.

Man teile nur dasselbe Ziel, etwas für die Popkultur im Saarland zu tun. Lawrence und Braun hoffen zwar auf finanzielle Unterstützung durch die öffentlichen Hand; derzeit ist da aber (noch) nichts zu erwarten. „Das ist aber nicht auszuschließen für kommende Events. Da sind ein paar Sachen dabei, bei denen man denken müsste, dass PopRat und Kultusministerium das unterstützen müssten“, meint Lawrence.

Öffnungszeiten und Programm
Jedes Wochenende ist das Studio 30 freitags und samstags geöffnet, an jedem Tag sollen vier Bands auftreten. Ganz abgesehen davon, dass das Studio 30 auch Bühne für Poetry Slams oder Lesungen sein und unter der Woche als Café dienen soll.

„Viele haben gesagt, wo kriegt ihr die ganzen Musiker her? Aber Deutschland hat 80 Millionen Einwohner, da müssten doch einige Musiker dabei sein. Schottland hat nur fünf Millionen, und wir Schotten kriegen jeden Abend ganz Edinburgh voll“, rechnet Lawrence.

Unterstützung kommt von Thilo Ziegler, ebenfalls Mitglied des Pop­Rates und im Saarland Veranstalter von Festivals wie Rocco del Schlacko und Kopf des Festivals „Colors of Pop“.

Mit Verwendung von SZ-Material (Sebastian Dingler).

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Darum findet die Tour de France im Saarland künftig nicht mehr statt

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Symbolfoto: dpa-Bildfunk/Yorick Jansens

Aus für die Tour de France
Zum einen erteilte er einem Etappenziel des Radrennens Tour de France in Saarbrücken eine Absage. „Selbst wenn wir die Tour bekämen, habe ich keine Chance zuzusagen“, sagte Bouillon. Das Saarland müsse dafür eine Million Euro zahlen, davon 400 000 Euro die Stadt Saarbrücken. „Das kann die Stadt nicht. Für einen Tag so viel Geld auszugeben, ist nicht transportierbar“, erklärte der Radsport-Fan.

Die zweite Bouillon-Bombe sorgte für ein süßsaures Lächeln bei Finanzminister Stephan Toscani (CDU). „Wir brauchen mindestens 50 Millionen Euro für die Zusammenarbeit der Kommunen. Ohne Moos nix los“, erklärte der Innenminister.

Zuvor hatte Bouillon betont, dass Zwangsfusionen von Kommunen nicht mehr möglich seien, da „Juristen die Politik beherrschen“. In Thüringen und Brandenburg seien die Regierungen damit gescheitert. „Ich setze meine ganze Hoffnung auf die interkommunale Zusammenarbeit“, so Bouillon. Ab Januar werde er jede Kommune einladen und die Koop-Vorzüge erklären.

Zustimmung
Zudem erläuterte Bouillon, das 2018 und 2019 mit je etwa 155 Beamten mehr Polizisten in Pension gingen, als junge Kräfte nachrückten. Er werde „alles auf den Prüfstand stellen“, um die Lücken zu füllen. Die Groko-Parteien stimmten dem Haushaltsplan des Bouillon-Ministeriums zu.

Mit Verwendung von SZ-Material (Dietmar Klostermann).

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Ärger über die gelben Säcke in St. Ingbert geht weiter

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Wer in St. Ingbert gelbe Säcke zur Abfuhr bereit stellen will, steht oft vor einem Problem, wenn er nicht die genaue Ausgabestellen für diese speziellen Tüten kennt. Symbolfoto: Pixabay

Erneut sind sie an vielen Ausgabestellen zeitweise vergriffen. In den Filialen des Drogeriemarktes dm werden sie zukünftig jedoch gar nicht mehr angeboten, wie eine Mitarbeiterin auf Nachfrage berichtet. Zu viele Probleme habe es seit Sommer gegeben, die Kunden seien ständig unzufrieden gewesen und haben den Markt für die fehlenden Säcke verantwortlich gemacht.

DM zieht sich zurück
Daher habe man beschlossen nicht länger Ausgabestelle der kostenlosen Säcke zu sein. Vielen Kunden sei nicht bewusst, dass nicht DM sondern die Firma Paulus für die Verteilung der gelben Säcke an die Ausgabestellen zuständig ist. Diese habe in den letzten Monate zu wenig bis gar keine Säcke mehr liefern können, weshalb die Lager des Drogeriemarktes und anderer Ausgabestellen oft leer blieben.

Paulus Recycling aus Friedrichthal
Das privatwirtschaftlicheDuale System Deutschland, dass für die Rückführung von Verpackungsmaterial verantwortlich ist, überträgt die eigentliche Entsorgung der Säcke sowie deren Verteilung an kommunale oder private Entsorgungsfirmen. In unserer Region übernimmt dies die Firma Paulus Recycling aus Friedrichthal. Bereits im August erklärte Dieter Wacker von Paulus Recycling, dass die gelben Säcke sehr oft zweckentfremdet werden.

Essensreste, Kleidungsstücke und Windeln seien nur einige der Abfälle, die die Mitarbeiter bei der Abfuhr in den Säcken finden, dort aber nicht hinein gehören. Dadurch entstanden der Entsorgungsfirma über Jahre hohe Kosten, die sie kaum tragen konnten.

Weniger Säcke
Um die Bürger zu sensibilisieren
, ordnungsgemäß zu trennen, entschloss sich Paulus Recycling das Kontingent der Säcke in diesem Jahr um rund 40 Prozent im Vergleich zum Vorjahr zu reduzieren. Problematisch wurde es dann aber, als die spanische Firma, die die Säcke produziert, Lieferprobleme meldete, erklärt Wacker. Vielerorts fehlt somit produktionsbedingt und aufgrund der neuen Kalkulation der Nachschub.

Elmar Sommer vom Abfall-Bewirtschaftungsbetrieb-St. Ingbert (ABBS) erklärt: „Die Firma Paulus ist Vertragspartner des Dualen Systems Deutschland. Die Stadt kann daran nichts ändern. Wir haben uns bereits bei der Firma Paulus beschwert. Diese sagt, ihr Kontingent sei ausgeschöpft. Eine weitere Beschwerde richteten wir an das DSD. Dort heißt es, Paulus wird für die für die Lieferung und Verteilung der Säcke bezahlt, sie müssen also liefern. Die Stadt sitzt somit ‚zwischen den Stühlen’“.

Momentan sind die gelben Säcke im Rathaus St. Ingbert, beim Baubetriebshof, bei den Ortsverwaltungsstellen der Ortsteile und bei einigen wenigen privaten Betrieben (noch) erhältlich.

Wer keine gelben Säcke mehr zur Verfügung hat, kann dennoch seinen Verpackungsmüll in durchsichtigen Mülltüten entsorgen und am Straßenrand zur Abholung platzieren. Wichtig: Der Inhalt muss erkennbar sein.

Mit Verwendung von SZ-Material (Selina Carolin und Teresa Bauer).

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Nach Großbrand in Saarbrücken: Polizei stellt bei drei Gaffern Handys sicher

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Glasscherben liegen am 04.12.2017 vor dem Eingang des Hauses in der Innenstadt von Saarbrücken, in dem am 03.11.2017 vier Menschen bei einem Brand ums Leben gekommen waren. Foto: Oliver Dietze/dpa-Bildfunk

Gegen drei Männer, die mutmaßlich mit ihrem Handy von verletzten (beziehungsweise verstorbenen Personen) Bilder oder Videos aufnahmen, leiteten eingesetzte Beamten Strafverfahren ein. Das meldet die Pressestelle der Landespolizei Saar.

Die Handys der 22, 27 und 67 Jahre alten Männer stellten die Einsatzkräfte sicher, die Aufnahmen werden ausgewertet.

Die Polizei appelliert in diesem Zusammenhang an die Bevölkerung, sich in vergleichbaren Situation in die Lage der hilflosen Personen zu versetzen und sich selbst zu hinterfragen: Möchte man in solchen Ausnahmesituationen selbst gefilmt werden?

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Bundespolizei stoppt in Saarbrücken 15- und 16-Jährigen in geklautem Audi

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Symbolfoto: +++(c) dpa - Bildfunk+++

Sie waren mit einem Wagen unterwegs, der weder ihnen noch ihren Familien gehört. Wie Behördensprecher Dieter Schwan in Bexbach berichtet, entdeckten seine Kollegen das Duo an der Grenz-Tankstelle. Während der 16-Jährige im Auto auf dem Beifahrersitz wartete, stellten die Beamten den Jüngeren (15) im Verkaufsraum der Tankstelle.

Wie waren die Jungs dort überhaupt hingekommen?
Den Ermittlern erzählten sie, ihr Onkel habe sie bis nach Saarbrücken gefahren und sich dann an der Grenze zu Fuß nach Frankreich aufgemacht. Die Fahnder bezweifeln diese Version der beiden und halten sie für eine Schutzbehauptung.

Vielmehr gehen die Bundespolizisten davon aus, dass die Jugendlichen selbst den blauen Audi A 4 an die Grenze gefahren haben. Der Wagen hatte auf jeden Fall zu jenem Zeitpunkt bereits einige hundert Kilometer hinter sich. Denn das Fahrzeug war zuvor in Bochum gestohlen worden.

Weiteres Diebesgut
Und nicht nur das Auto. Wie Schwan weiterhin mitteilte, fanden Bundespolizisten im Innern des Wagen noch eine Menge weiteres Diebesgut. Die Ermittler stießen auf mehrere Handys, einen Tablets sowie kleine Lautsprecher.

Letztere waren kurz zuvor an der Tankstelle geklaut worden, wie ein Videomitschnitt der Überwachungskamera verriet. Die Etiketten prangten noch auf dem Diebesgut. Die Beamten mussten die Identität der mutmaßlichen Diebe ermitteln, denn Ausweise hatten sie nicht dabei.

Es stellte sich heraus, dass die aus Rumänien stammenden Jungen in Nancy leben. Sie wurden anschließend zu ihren ebenfalls dort wohnenden Eltern gebracht. Nun ermittelt die Polizeiinspektion St. Johann weiter.

Mit Verwendung von SZ-Material.

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Bürgermeister von Illingen bietet dem 1. FC Saarbrücken Fläche für Stadionneubau an

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Armin König. Foto: Robby Lorenz

„Wenn Saarbrücken seinen ersten Fußballclub nicht haben will, dann ist das halt so“, sagt Armin König, Bürgermeister der Gemeinde Illingen: „Andere Kommunen würden sich über ein solches, überregional bekanntes Aushängeschild freuen.“

Das Angebot
Und der CDU-Politiker legt ein überraschendes Angebot nach. „Wir haben vor einiger Zeit in Bürgerversammlungen den Weg für drei Gewerbegebiete frei gemacht“, berichtet König: „Eines davon liegt am sogenannten Humes-Kreuz direkt an der Autobahn und unweit vom Autobahnkreuz Saarbrücken. Wir als Gemeinde Illingen können dem 1. FC Saarbrücken natürlich kein Stadion bauen, aber wir könnten dort die infrastrukturellen Voraussetzungen für eine solche Sportstätte schaffen.“

Das Angebot von König kommt genau drei Tage nach der Ankündigung der Stadt Saarbrücken, dass der FCS während der Bauphase nicht ins Ludwigsparkstadion zurückkehren kann. Frühestens Anfang 2020 ist dies möglich, was den Verein in einen Schock versetzt hat.

Seither hagelt es gegenseitige Schuldzuweisungen. Das Verhältnis zur Politik ist mehr als belastet. Die spannende Frage: Wie reagiert Hartmut Ostermann, der Präsident des 1. FC Saarbrücken? Wendet er sich aus Enttäuschung von der Stadt ab und baut woanders ein eigenes Stadion, aus eigenen Mitteln?

Der Plan
In Illingen hat Bürgermeister König den Plan des insgesamt 10,5 Hektar großen Areals auf dem Schreibtisch. „Wir bräuchten jetzt ein sogenanntes Pflichtenheft, um den genauen Zuschnitt des Geländes ermitteln zu können.“ Sicher ist, dass nicht alle Grundstücke im Besitz der Gemeinde sind.

„Es gibt bei uns aber kein Problem, das nicht zu lösen ist“, sagt König. Das gelte auch für die Finanzierung und die mögliche Übernahme im Erbbaurecht. Sollte Königs Idee beim FCS auf Gegenliebe stoßen, müssten zunächst Illingens Orts- und Gemeinderat zustimmen und auch die Belange der Nachbar-Kommune Eppelborn einbezogen werden. Im Flächennutzungsplan müsste aus dem Gewerbegebiet ein Sondergebiet gemacht werden.

„Sollte das alles reibungslos ablaufen, könnte man in fünf Monaten mit der Erschließung beginnen“, sagt König.

Mit Verwendung von SZ-Material (Patric Cordier).

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Dachstuhl brennt in Saarbrücken-Malstatt: 40 Einsatzkräfte vor Ort

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Die Feuerwehr war mit und 40 Einsatzkräften vor Ort. Foto. BeckerBredel

Am Montagnachmittag (4. Dezember 2017) ist der Dachstuhl eines Hauses in Malstatt ausgebrannt. Wie die Feuerwehr mitteilte, waren elf Fahrzeuge und rund 40 Feuerwehrmänner im Neumagener Weg im Einsatz.

Die Straße musste voll gesperrt werden. Die Bewohner, ein Ehepaar, hatten das Haus bereits vor der Ankunft der Feuerwehr verlassen können.

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Die Bewohner konnten rechtzeitig das Haus verlassen. Foto: BeckerBredel

Die Frau wurde aufgrund eingeatmeter Rauchgase in ein Krankenhaus gebracht. Die Polizei ermittelt nun zur Brandursache.

Mit Verwendung von SZ-Material.

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Nach Brandkatastrophe in Saarbrücken: Feuerdrama entzündet Brandschutz-Debatte

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Bei dem Wohnhausbrand kamen vier Menschen ums Leben. Foto: BeckerBredel

Schuld daran soll eine Frau haben, die selbst bis zu dem Unglück in dem fünfstöckigen Komplex ein Ein-Zimmer-Appartment bewohnt hat.

Das soll passiert sein
Die 37-Jährige soll in ihrem Bett ein Kopfkissen mit Feuerzeugbenzin getränkt und anschließend angesteckt haben, berichtet Saarbrückens Staatsanwaltssprecher Christoph Rebmann.

Dann verließ sie gegen Mittag das Haus. Die Flammen breiteten sich vom ersten Stock in die darüberliegenden Etagen aus. Dichte Rauchschwaden schnitten den Fluchtweg übers Treppenhaus ab, Qualm drang durch geborstene Fenster nach außen.

Obwohl weit mehr als 100 Feuerwehrleute mit Drehleitern versuchten, alle Opfer zu retten, starben vier Mieter. Ein Toter war auch am Montagabend noch nicht identifiziert. 20 Verletzte forderte der Großbrand. Darunter ein Mann, der in Panik aus dem Fenster in den Innenhof sprang. Mit lebensgefährlichen Blessuren kam er ins Krankenhaus. Weitere 25 Betroffene, die mit dem Schrecken davonkamen, verbrachten die Nacht in einer Notunterkunft der Polizei.

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Die Feuerwehr im Einsatz. Foto: BeckerBredel

Die mutmaßliche Täterin habe sich noch am Sonntagabend gestellt. Sie sei, so schreibt Rebmann in einer Stellungnahme, zum Haus zurückgekehrt und habe gestanden. Zum Motiv gibt es bislang keine Angaben. Die mehrfach Vorbestrafte sitzt mittlerweile in Untersuchungshaft.

Expertenmeinungen
Unterdessen äußerten gegenüber der SZ Experten unterschiedliche Meinungen über mögliche Folgerungen aus der Katastrophe. Ein Sachverständiger, der aufgrund der noch unklaren Ursachenlage ungenannt bleiben wollte, bemängelt ganz generell für das Saarland, dass es zwar Bauantragsverfahren gibt, die entsprechende Vorgaben machen. Aber ob diese dann auch eingehalten werden, werde nie überprüft.

„Während Private alle zwei Jahre ihren Pkw zum Tüv bringen müssen, kann hier jeder tun und lassen, was er will“, kritisierte er. Anders beispielsweise bei Krankenhäusern und Schulen: Hier sind in zeitlichen Abständen behördliche Kontrollen vorgeschrieben.

Christof Backes, Brandschutzsachverständiger bei der Ingenieurkammer des Saarlandes (ING), widerspricht solchen Forderungen, insbesondere Vermieter einem Kontrolldiktat zu unterwerfen. „Die Bauordnung ist ein Gesetz, an das sich jeder zu halten hat“, begründet er. Sicherlich bleibe dadurch ein Restrisiko. Aber eine Überregulierung wolle schließlich auch niemand.

Saarländer eile der Ruf voraus, leidenschaftliche Heimwerker zu sein, die vieles beim Um- und Ausbau selbst in die Hand nehmen. „Das entbindet sie aber nicht, sich in solchen Fällen fachmännischen Rat von Architekten und Planern zu holen“, sagt Backes. Denn nachträgliche Arbeiten an Gebäuden lassen Brandschutzbestimmungen nicht erlöschen.

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Weitere Aufnahme vom Einsatz. Foto: BeckerBredel

Ermittlungen dauern an
Die genauen Ermittlungen über die Brandursachen im Haus mit den 47 Wohnungen dauert noch weiter an. Allerdings sieht Sachverständiger Backes nach ersten Informationen keinen Verstoß, was die Fluchtwege betrifft. „Drehleitern der Feuerwehr gelten ebenso als Fluchtweg.“

Dabei gab es jedoch einen Zwischenfall: Eine der drei eingesetzten Drehleitern war wegen eines technischen Problems ausgefallen, während Bewohner, denen der Fluchtweg über die Treppe abgeschnitten war, aus Fenstern um Hilfe schrien. Dabei hätte sie nach Auskunft des Stadtpressesprechers Robert Mertes eigentlich funktionieren müssen. „Sie war frisch aus der Reparatur gekommen und von der Herstellerfirma als einsatzbereit bescheinigt worden.“

Mit Verwendung von SZ-Material (Matthias Zimmermann).

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Warum gibt es kein Restaurant in der Gulliver-Welt in Bexbach?

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Im Bexbacher Blumengarten gibt es die Minitaturwelt zu bestaunen. Dort fehlt allerdings die Gastronomie. Foto: BeckerBredel.

Die Gulliver-Welt in Bexbach ist weiterhin der Renner. Volle Parkplätze am Wochenende - und der Eiffelturm und der Petersdom finden sich als Foto-Hintergrund inzwischen auf vielen Handy-Fotos.

Eine Frage stellen sich aber viele Besucher: „Warum gibt’s da eigentlich kein Café oder Restaurant? Das Gebäude neben dem Spielplatz wäre doch perfekt dafür.“ Auch weil es ja früher schon einmal eine Gastronomie beherbergte, nämlich das Blumengartenrestaurant.

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Das Restaurant im Bexbacher Blumengarten ist wegen Events wie Hochzeiten oder Geburtstagen fast komplett ausgebucht. Foto: Jennifer Klein.

Dazu befragt, erklärt Wolfgang Imbsweiler, Erster Beigeordneter der Stadt Bexbach und Vorsitzender des Vereins saarländisches Bergbaumuseum: Eigentümer des Gebäudes sei die Stadt, der Bergbaumuseumsverein sei Mieter.

„Derzeit wird das Gebäude vorwiegend für Veranstaltungen wie Hochzeiten oder Geburtstage vermietet. Die Nachfrage danach ist sehr groß, für das kommende Jahr sind wir schon fast ausgebucht.“


Prinzipiell sei man von Seiten der Stadt der Idee einer Gastronomie dort nicht abgeneigt; bis sich etwas tut, wird es aber wohl noch etwas dauern. „Der Bergbaumuseumsverein hat einen Mietvertrag bis 30. Juni 2019. Außerdem sind zahlreiche Buchungsverträge mit Leuten, die den Saal für ihre Veranstaltung nutzen wollen, bereits abgeschlossen."

Wird das Gebäude womöglich abgerissen?
„Gerade Leute, die ihre Hochzeit planen, buchen nicht selten ein Jahr oder länger im Vorhinein – vor allem, wenn es um Termine wie den 18.8.2018 geht. Diese Verträge müssen und wollen wir natürlich erfüllen, wir wollen ja auch die Menschen nicht vor den Kopf stoßen.“

Wie es dann also ab Sommer 2019 weitergehen soll, ist noch nicht ganz klar. Auch weil es für das Gebäude einen noch gültigen Stadtratsbeschluss zum Abriss gibt. „Hätte der Museumsverein sich nicht vor vier Jahren für die Erhaltung stark gemacht, gäbe es das Gebäude schon gar nicht mehr“, betont Imbsweiler. „Wären alle, die jetzt über das Fehlen einer Gastronomie schimpfen, früher hingegangen, gäbe es sie noch“, fügt er im Scherz an.

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Viele bringen sich ihr Essen auch selbst mit und picknicken auf dem Gelände. Foto: Jennifer Klein.

In der nächsten Saison soll wieder ein Imbisswagen vor Ort sein, wo zum Beispiel Waffeln oder auch Rostwurst verkauft werden. „Allerdings konnten wir beobachten, dass sich viele Besucher ihre Verpflegung auch im Rucksack mitbringen und ein Picknick auf dem Gelände machen“, berichtet Imbsweiler.

Konzept muss erarbeitet werden
Läuft also der derzeitige Mietvertrag für das ehemalige Restaurant-Gebäude im Sommer 2019 aus, muss zunächst der Stadtrat den Abrissbeschluss aufheben. Dann kann die Stadt das Gebäude neu zum Kauf oder zur Pacht ausschreiben, bevor der Weg für eine neue Nutzung frei ist.

Wie die denn aussehen könnte, zum Beispiel als Café oder Restaurant, dazu müsse ein Konzept erarbeitet werden, so Imbsweiler abschließend, je nachdem, was sich auch ein potenzieller Investor - es gibt Interessenten - vorstelle. Denn die Stadt Bexbach allein verfügt nicht über genügend Haushaltsmittel, um eine aufwendige Sanierung des Gebäudes oder einen Neubau zu stemmen.

Mit Verwendung von SZ-Material (Jennifer Klein).

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