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L119 Sankt Ingbert, Kohlenstraße zwischen Josefstaler Straße und Theodorstraße Unfallaufnahme, Gefahr, Vollsperrung, bitte vorsichtig fahren (06.12.2019, 15:44)

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Bekommt das Bertha-Bruch-Heim einen Teil der Kosten bald aus den Saar-Kommunen?

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Reinhold Jost bei einem Besuch des Bertha-Bruch-Tierheims in Saarbrücken (2015). Archivfoto: BeckerBredel

29 000 Euro jährlich erhält der Tierschutzverein Saarbrücken ab 2018 zusätzlich von der Landeshauptstadt für das Bertha-Bruch-Heim. Das hat der Stadtrat in seiner ersten Dezembersitzung am Dienstag voriger Woche (6. Dezember 2017) beschlossen. Insgesamt überweist die Stadtkasse dann dem Heim 64 000 Euro pro Jahr zur Betreuung von Fundtieren.

Der Plan
Der Landestierschutzbeauftragte Hans-Friedrich Willimzik will für die Tierheim-Finanzierung in Saarbrücken noch mehr erreichen und sie auf eine viel breitere Grundlage stellen. Als Beispiel nennt der Tierarzt das Hedwig-Trampert-Heim in Dillingen, wo das bereits geschehen ist.

Damit das dortige Heim die Fundtiere aus den Landkreisen Saarlouis und Merzig-Wadern betreuen kann, haben die Kreise und Mitgliedskommunen 2015 mit dem Tierschutzverein Untere Saar einen Vertrag geschlossen, der die Finanzierung der Betriebskosten des Heims etwa zur Hälfte sichert.

Die Städte und Gemeinden beider Landkreise zahlen inzwischen 0,94 Euro pro Einwohner pro Jahr – mit einer jährlichen Steigerung um zwei Cent. Ein ähnliches Modell schwebt Willimzik für den Regionalverband Saarbrücken vor. „Ich möchte erreichen, dass die Städte und Gemeinden zu ihrer Verantwortung stehen“, sagt er.

Dem Tierschützer schwebt vor, dass auch das Bertha-Bruch-Heim künftig einen erheblichen Teil seiner Kosten aus den umliegenden Kommunen erhält. „Es geht um die Sicherheit“, sagt Willimzik. Für die Tiere, den Heimbetrieb und die Menschen, die dahinterstehen.

Die Aufgaben der Kommunen
Dazu gehöre eine klare Zuordnung, welche Kommune für ein Heim mitbezahlt. Es übernehme ja nun einmal zum größten Teil mit Ehrenamtlichen eine öffentliche Aufgabe. „Müssten das die Kommunen selbst erledigen, dann hätten die Kosten doch ganz andere Dimensionen.“

Umgekehrt würde der Tierschutzverein als Empfänger der Zuschüsse dem sogenannten Konsortialführer, also etwa dem Regionalverbandsdirektor, jedes Jahr eine Bilanz vorlegen und damit sicherstellen, dass das Geld der Vertragspartner auch sachgerecht verwendet war.

Mit Verwendung von SZ-Material (Frank Kohler). 

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91-Jährige bekommt in St. Wendeler Café Toilettengang verwehrt

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Symbolfoto: Pixabay (CC0-Lizenz)

In eine Situation, wie sie eine SZ-Leser-Reporterin – beziehungsweise deren Mutter – erleben musste, möchte sicher niemand geraten.

Das war passiert
Es war an einem Freitagabend Anfang Dezember, als die Nambornerin mit ihrer 91-jährigen Mutter (Name bekannt) die Domgalerie in St. Wendel besuchte. „Wir wollten uns dort wie in jedem Jahr vom Weihnachtsbaum zwei Wunschzettel von bedürftigen Kindern holen“, berichtet die SZ-Leserin.

Plötzlich habe ihre Mutter ein allzu menschliches Bedürfnis verspürt. Dazu muss gesagt werden, dass die alte Dame zwar recht rüstig ist, wenn es jedoch pressiert, muss sie zeitnah ein stilles Örtchen aufsuchen. Also fuhr die Nambornerin mit ihr die Rolltreppe hinauf.

Ihr Ziel war das Café Balduin im ersten Stock. Dort trinkt die Leser-Reporterin hin und wieder mal einen Kaffee und ist der Meinung, man werde ihr helfen. „Ich fragte eine Mitarbeiterin nach dem Schlüssel für die Toilette und teilte ihr mit, dass meine 91-jährige inkontinente Mutter dringend müsste.

Mitarbeitern verweigert Toilettengang
Doch anstatt der Frau in der augenscheinlichen Notsituation Hilfe zu gewähren, „verweigerte die Mitarbeiterin meiner Mutter den Zugang zur Toilette mit der Aussage, dass sie die Anweisung habe, den Zugang ausschließlich Gästen zu gewähren“.

Die Nambornerin redete mit Engelszungen auf die Service-Mitarbeiterin des Cafés ein. „Doch jeder Versuch meinerseits, ihr die Dringlichkeit des Toilettenbesuchs klar zu machen, war vergeblich.“ Schließlich verwies die Bedienung die Nambornerin und ihre Mutter ans Kleidergeschäft History, wo „eine sehr freundliche Mitarbeiterin“ ihnen zwar umgehend Zugang zu einer Toilette gewährte.

Doch als die 91-Jährige nach dem ganzen hin und her schließlich ihr dringendes Bedürfnis erledigen durfte, „musste ich feststellen, dass die ganze Sch. . . bereits in die Hose gegangen war.“ Die Nambornerin ist „erschüttert und entsetzt über das Verhalten der Café-Mitarbeiterin.

Ich bin mir sicher, dass kein Vorgesetzter eine derartige Auslegung einer Vorschrift verlangt hat. Zudem frage ich mich, ob es bei dem Verhalten nicht sogar um eine unterlassene Hilfeleistung geht“.

Das sagt die Vorgesetzte dazu
Als die SZ im Café Balduin nachhört, was denn da schief gelaufen ist, erklärt Jörg Volz, dessen Frau Nicole Fuchs-Volz Inhaberin des Cafés ist: „Ich sehe keinen Fehler bei uns oder unserer Mitarbeiterin.“ Das Thema Toilette sei ja immer schon ein Streitthema gewesen, erklärt Volz.

Darum habe die Hausverwaltung irgendwann die Anweisung herausgegeben, dass Kunden der Domgalerie im Fall der Fälle die Kundentoilette im oberen Stockwerk zu besuchen hätten. Es sei denn, sie seien Gäste des Cafés. Dann stehe ihnen dessen Toilette offen.

„Da gibt es eine feste Regelung.“ Aber wäre es in diesem Fall nicht angebracht gewesen, der Seniorin Hilfe in der Not zu gewähren? Zumal ihre Tochter nach eigener Aussage mehrfach angeboten hat, für die Toilettennutzung zu bezahlen. „Wir sagen den Leuten, wenn sie keine Gäste bei uns sind, können sie die Kundentoilette oben benutzen. Die ist behindertengerecht ausgebaut und es gibt einen Wickelraum.“

Geöffnet werden kann diese Toilette nur mit einem Zahlencode. Den hätte die Mitarbeiterin des Cafés wohl nicht gewusst und die beiden Frauen deshalb in das Kleidergeschäft geschickt. Am Ende des Gesprächs kommt ihm dann doch über die Lippen: „Es tut mir leid, dass das passiert ist.“

Die Mitarbeiterin, die an diesem Tag in der Kleiderboutique Dienst hatte, erinnert sich an den Fall. Und daran, dass die alte Dame ihr schrecklich leid tat. Sie habe, nachdem das Malheur passiert war, geholfen, neue Unterwäsche für die Seniorin zu besorgen. Dennoch sei deren Tochter, daran erinnere sie sich gut, „sehr sehr sauer gewesen. Und das zurecht.“

Eine Entschädigung
Das sieht auch Center-Managerin Heidi Schmidt so: „Das Personal des Cafés hat in diesem Fall absolut falsch gehandelt.“ Schmidt betont obendrein, dass es mitnichten so sei, dass dem Café vonseiten der Hausverwaltung die Vorschrift gemacht wurde, Menschen, die nicht Kunden des Cafés seien, den Zugang zu deren Sanitäranlagen zu verwehren.

„Es gibt keinen Erlass von der Hausverwaltung. Das Café ist ein eigenständiger Betrieb.“ Sie wisse, dass es früher öfter Mal Probleme damit gegeben habe, dass Nicht-Kunden des Cafés deren Toilette aufgesucht und zum Teil auch verschmutzt oder beschädigt hätten. Darum habe man dort die Regel beschlossen, dass nur noch Balduin-Kunden deren Sanitäranlagen nutzen dürften. Das sei nachvollziehbar – aber doch nicht in einer solchen Situation.

„Man kann auch mal eine Ausnahme machen. Das war eine Notsituation, und da muss man jemandem helfen. Vorschrift hin, Vorschrift her.“ Dann fragt Schmidt nach den Kontaktdaten der Leser-Reporterin. „Wir werden der Frau beziehungsweise ihrer Mutter einen Blumenstrauß schicken und uns im Namen der Domgalerie entschuldigen.“

Mit Verwendung von SZ-Material.

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„Ist Intervallfasten wirklich sinnvoll?”: Vortrag im Bodymed Center Ommersheim

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BU: Internist und Ernährungsmediziner Dr. med. Hardy Walle. Foto: PR

Dr. med. Hardy Walle ist Ernährungsmediziner und hat vor über 20 Jahren das Bodymed Programm entwickelt, welches heute als eines der erfolgreichsten ärztlich geleiteten Gewichtsreduktionsprogramme in Deutschland gilt. Am Montag, 11. November, hält Dr. Walle um 19 Uhr im Bodymed Center Ommersheim, Saarbrücker Str. 25b, einen Vortrag zu dem Thema: „Ist Intervallfasten wirklich sinnvoll?” Zu diesem kostenlosen Vortrag sind alle Interessierte herzlich eingeladen. Im Interview spricht Dr. Walle über die Inhalte seines Vortrages.

Interview mit Dr. med. Hardy Walle

Herr Dr. Walle, man liest ständig vom Intervallfasten als ideale Methode zum Abnehmen. Ist das alles bloß ein Hype oder ist es wissenschaftlich gesichert?
Dr. med. Hardy Walle: Daten zeigen, dass man allein durch Intervallfasten (16:8 Fasten) nicht automatisch abnimmt. Umgekehrt weiß man, dass insbesondere Übergewichtige häufig ohne Frühstück aus dem Haus gehen – um dann ab Mittag bis zum Zubettgehen mehr zu essen, als ihnen gut tut.

Also besser nicht Fasten?
Dr. med. Hardy Walle: Zunächst muss klargestellt werden, dass Fasten eben nicht bedeutet, dass man nichts isst. So werden beim Leberfasten nach Dr. Worm drei Hepafast-Shakes getrunken, ergänzt um zwei Gemüseportionen pro Tag. Bei der altbewährten Form des Mayr-Fastens werden Milchmahlzeiten kombiniert mit trockenen Semmeln.

Was bringt Fasten für den Stoffwechsel?
Dr. med. Hardy Walle: Fasten bedeutet also eben nicht wie oft angenommen wird „Nichts essen“, sondern langandauernde Fettverbrennung (bis zu 16 Stunden). Hierzu müssen Insulinspiegel niedrig gehalten werden, damit der Körper eigene Fettreserven aufschließen und die darin enthaltenen Giftstoffe ausscheiden kann. Das kann man zwar auch durch komplettes Weglassen einer Mahlzeit erreichen, man erkauft sich aber damit auch einige Nachteile.

Was sollte man beim Fasten beachten?
Dr. med. Hardy Walle: Zunächst ist wichtig, dass in den verbleibenden 8 Stunden eine vernünftige Ernährung mit lediglich zwei Mahlzeiten – ohne Zwischenmahlzeiten – im Sinne einer mediterranen, Kohlenhydrat reduzierten Kost durchgeführt wird. Eine Studie vom letzten Jahr mit 150 übergewichtigen Teilnehmern kommt zu dem Ergebnis, dass Intervallfasten im Vergleich zu einer normalen Reduktionsdiät mit um 20 % verringerter Kalorienaufnahme keine wesentlichen Vorteile hinsichtlich des Gewichtsverlustes hat.

Kann Fasten auch schädlich sein?
Dr. med. Hardy Walle: Eine Auswertung mehrerer Studien (Metaanlyse) aus dem Jahr 2018 hat sogar ergeben, dass ein Verzicht aufs Frühstück mit einem erhöhten Risiko für Typ-2 Diabetes einhergeht. Demnach wuchs das Diabetesrisiko mit der Anzahl der Tage, an denen nicht gefrühstückt wurde. Am höchsten war es, wenn ein vier oder fünf Tagen pro Woche kein Frühstück eingenommen worden war.

Warum empfehlen Sie Eiweiß zum Frühstück?
Dr. med. Hardy Walle: Studien belegen, dass ein eiweißreiches Frühstück vor einer Gewichtszunahme schützt. Ein eiweißreiches Frühstück reduziert im Vergleich zu einem üblichen Frühstück das Hungergefühl und damit die tägliche Kalorienaufnahme deutlich. Diese verminderte Gesamtkalorienzufuhr durch ein eiweißreiches Frühstück hat sich in mehreren Studien bestätigt und beträgt im Mittel 400kcal/pro Tag. Und das, ohne dass man hungern oder sich quälen muss!

Wie erklärt sich dieser positive Effekt?
Dr. med. Hardy Walle: Dieser positive Effekt eines Eiweißfrühstücks wird durch den sogenannten Eiweißhunger erklärt: Man geht davon aus, dass unser Körper einen „Messfühler für Eiweiß” hat und wir so lange essen, bis eine gewisse Mindestmenge an Eiweiß zugeführt worden ist. Startet man nun eiweißreich in den Tag, wird dieser Eiweißhunger sehr früh gestillt und man nimmt quasi ohne es zu merken weniger Kalorien zu sich.

Verzichtet man jedoch auf das Frühstück oder frühstückt nur wenig Eiweiß, so führt dieser ungestillte Eiweißhunger dazu, dass man bei den darauffolgenden Mahlzeiten einfach mehr und leider oft zu viel isst. Zudem besteht die Gefahr, dass durch das Weglassen einer kompletten Mahlzeit ein Eiweißmangel mit der Folge des Muskelabbaus entsteht. Dadurch verringert sich der Grundumsatz und die Gefahr der Gewichtszunahme nach diesem Fasten wird sogar größer.

Sie empfehlen „modifiziertes Intervallfasten“. Was meinen Sie damit?
Dr. med. Hardy Walle: Mit dem modifizierten Intervallfasten schlägt man nun zwei Fliegen mit einer Klappe. Trinkt man nun statt Frühstück einen speziellen Eiweiß-Shake, erhöht sich nicht der Insulinspiegel und man ermöglicht so eine Fettverbrennung von bis zu 16 Stunden am Tag. Ein solcher „Frühstücks-Drink“ muss einen hohen Eiweißgehalt bei wenig Kohlenhydraten haben, sodass der Eiweißhunger schon sehr früh gestillt wird. Man ist also lange satt und isst automatisch bei den darauffolgenden Mahlzeiten und damit insgesamt weniger Kalorien.

Wem empfehlen Sie das modifizierte Intervallfasten?
Dr. med. Hardy Walle: Dieses modifizierte Intervallfasten kann Ihnen helfen, nach einer Gewichtsreduktion auf Dauer schlank zu bleiben oder eine schleichende Gewichtszunahme nach Nikotinverzicht, im Alter, während der Wechseljahre, durch Medikamente etc. zu vermeiden. Bei vielen Menschen genügt es „unter der Woche” – also von Montag bis Freitag – das Frühstück mit diesem speziellen Eiweiß-Drink zu ersetzen. Am Wochenende kann man dann ein ausgiebiges Frühstück genießen. Für mich ist dieses modifizierte Intervallfasten die moderne und intelligente Form des Intervallfastens.

Kontakt:

Bodymed
Saarbrücker Str. 25B, 66399 Mandelbachtal
Tel. (06803) 981881
E-Mail: info@bodymed-ommersheim.de
Webseite: www.bodymed.com/center/ommersheim

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Immer mehr junge Saarländerinnen saufen sich ins Koma

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Beim Komasaufen fallen im Saarland immer mehr Mädchen und junge Frauen auf. Foto: Marcus Führer / picture-alliance/ dpa

Fast die Hälfte (45 Prozent) aller Patienten zwischen zehn und 20 Jahren, die im vergangenen Jahr im Saarland wegen akuter Alkoholvergiftung behandelt wurden, waren weiblich. Das teilte das Statistische Amt am Freitag (7. Dezember 2017) mit.

Insgesamt 389 junge Menschen im Alter zwischen zehn und 20 Jahren wurden 2016 mit einer akuten Alkoholvergiftung ins Krankenhaus eingeliefert – sechs Prozent mehr als im Vorjahr.

Während bei den jungen Männern ein leichter Rückgang von vier Prozent zu verzeichnen ist, gibt es bei den weiblichen Patienten einen deutlichen Anstieg um fast 21 Prozent.

Mit Verwendung von SZ-Material.

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dpa

Säugling aus dem Fenster geworfen: Kindsvater vor Gericht

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Blick auf ein Wohnhaus in Frankenthal (Rheinland-Pfalz) am 14.05.2016. Hier soll ein Mann sein zwei Monate altes Baby aus dem Fenster seiner Wohnung im zweiten Stock geworfen und getötet haben.

(dpa) Der Großvater des kleinen Opfers wirkt erschöpft. Vor dem Landgericht Frankenthal hat er am Dienstag wieder den mutmaßlichen Täter gesehen, jenen Mann, der die zwei Monate alte Senna aus dem zweiten Stock eines Hauses geworfen und damit getötet haben soll. Der Angeklagte ist der Vater des Kindes.

„Ehrlich, ich kann nicht mehr
Oft wird der Großvater gefragt, was er fühlt und wie es seiner Tochter, der Mutter des Babys, geht. Er hat sich geäußert, aber nun ist Schluss. „Ehrlich, ich kann nicht mehr“, sagt der 49-Jährige. Sein weißes Sweatshirt ziert vorne das Foto des Säuglings. Auf der Rückseite steht: „Unser Engel Senna ist immer mit uns.“

Zum zweiten Mal hat am Dienstag der Prozess um Sennas Tod begonnen – und für die Angehörigen reißen damit alte Wunden anscheinend wieder auf. Das erste Verfahren gegen den Vater war geplatzt, weil eine Richterin erkrankt ist.

Während bei der Neuauflage manches wie ein Déjà-vu erscheint, wirkt der Angeklagte komplett anders als beim Prozessbeginn im November 2016. War der jungenhaft wirkende Mann damals – ebenso wie die Mutter des Kindes – in Tränen aufgelöst, so scheint der 34-Jährige nun gefasst, als er in den Gerichtssaal geführt wird.

Schlimme Vorwürfe gegen 34-Jährigen
Die Vorwürfe haben nichts von ihrer Wucht verloren. Am Abend des 13. Mai 2016 sei der Mann mit dem Baby, dessen Mutter, zwei Töchtern aus einer früheren Beziehung und einem Bekannten zu Hause in Frankenthal in Rheinland-Pfalz gewesen, trägt Oberstaatsanwältin Doris Brehmeier-Metz vor.

Wie in seiner vorherigen Beziehung sei er „extrem eifersüchtig“ gewesen, was sich darin gezeigt habe, dass er der Frau vorgeworfen habe, sie verbringe zu viel Zeit mit dem Kind und dies nehme ihm die Frau weg. Grundlos habe er angenommen, die Lebensgefährtin betrüge ihn. Schließlich sei er in das Zimmer gegangen, in dem sie mit den Kindern schlief, habe ein Messer gegriffen und ihr mehrfach in Rücken und Schulter gestochen.

Ein vom Lärm alarmierter Bekannter habe der Frau helfen wollen, was ihm diverse Schnittwunden einbrachte. „Während der Auseinandersetzung hatte das Kind Senna zu schreien begonnen“, so die Oberstaatsanwältin. Mit den Worten „Jetzt mache ich den Rest“ habe der Angeklagte sein Kind aus der Wiege genommen, sei mit ihm auf den Balkon gegangen und habe es – „um sich an der Mutter zu rächen“ und es zu töten – „in einer ausladenden Bewegung auf die Straße“ geworfen. Das Baby starb an einem Schädel-Hirn-Trauma.

Danach habe der Mann, der nun allein mit seinen älteren Töchtern in der Wohnung gewesen sei, diese als Druckmittel gegen die Polizei einsetzen wollen und soll einer Tochter zweimal in den Bauch gestochen haben. Schließlich stürmte die Polizei die Wohnung.

Tat unter Kokaineinfluss?
Der 34-Jährige soll unter Kokaineinfluss gestanden haben. Der Vorsitzende Richter erteilt den rechtlichen Hinweis, es komme in Betracht, dass er im Zustand erheblich verminderter Steuerungsfähigkeit gehandelt habe.

Der Angeklagte erklärt erneut, dass er die Tochter mit eigenen Händen umgebracht und die andere eigenhändig verletzt habe, heißt es dann in einer Erklärung, die Anwalt Alexander Klein verliest. Er verzweifle an seiner Schuld gegenüber Frau und Töchtern. Die neue Verhandlung sei auch für ihn eine „enorme Belastung“.

Klein weist aber auch darauf hin, dass der Mann vor der Ermittlungsrichterin bestritten habe, das Kind absichtlich vom Balkon geworfen zu haben. Er zweifelt erneut die Glaubwürdigkeit der Mutter an, deren Aussagen von Rachegelüsten und glühendem Belastungseifer getragen seien. Dabei sei ihre Aussage letztlich der „tragende Pfeiler“ der Staatsanwaltschaft, das Mordmerkmal niedrige Beweggründe anzunehmen.

Der Anwalt der Frau, Frank Peter, sagt, der Vorwurf der Rachegelüste werde immer diskutiert, wenn sich Nebenkläger an einem Verfahren beteiligten. Dabei sei es einfach der Wunsch, dass der Täter verurteilt werde. Zum Thema Glaubwürdigkeit sagt er: „Ich sehe hier keine Lüge meiner Mandantin.“

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Gewalt, Drogen, Alkohol: An dieser Saarbrücker Schule geht die Angst um

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Die Gemeinschaftsschule Bruchwiese in Saarbrücken.

Mit einem Hilfegesuch hat sich das Kollegium der Saarbrücker Gemeinschaftsschule Bruchwiese an Saar-Bildungsminister Ulrich Commerçon (SPD) und Ministerpräsidentin Annegret Kramp-Karrenbauer (CDU) gewandt.

Grund: Die Lehrer berichten von schwersten Beleidigungen, Gewalt, Drogen- und Alkoholmissbrauch im Schulalltag. Das Schreiben stammt laut Ministerium aus dem Juni. - seitdem soll sich die Situation an der Schule nicht verbessert haben.

Das ist passiert
In dem Schreiben ist von täglichen verbalen Entgleisungen – auch gegenüber Lehrern – die Rede. Zudem wachse bei den Schülern die Bereitschaft zu Gewalt. Es habe beispielsweise mehrere Übergriffe mit einem Messer gegeben, einmal sei Pfefferspray benutzt worden. Einem Schüler wurde sogar der Arm gebrochen.

Die Polizei war mehrmals im Einsatz. Teilweise seien auch Eltern gewalttätig geworden. Aus Unzufriedenheit über einen  Konferenzbeschluss habe eine Mutter Kollegen bedroht und eine Scheibe eingeschlagen. In der Schule geht die Angst um, die Lehrer der Schule sorgen sich um ihre Sicherheit: „Viele Kolleginnen fürchten sich, bestimmte Schüler zu unterrichten.“

Jeder siebte Schüler hat Förderbedarf
Laut Aussage der Lehrer hat sich der Anteil der Kinder und Jugendlichen nichtdeutscher Herkunft an der Schule inzwischen auf 86 Prozent erhöht. Und: Jeder siebte hat Schüler sonderpädagogischen Förderbedarf. „Durch die radikale Umsetzung der Inklusion ohne die Schaffung der notwendigen Voraussetzungen in personeller, materieller, sächlicher und räumlicher Hinsicht sind wir Lehrer/innen zunehmend belastet“ so die Warung des Kollegiums.

Das Bildungsministerium versicherte gestern, dass man den Brief dort „von Anfang an ernst genommen“ habe. Mehrere Maßnahmen seien bereits ergriffen worden, weitere in Planung, um die Schule „in ihrer schwierigen Lage“ zu unterstützen.

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Wie Saar-Minister Jost die Tiere und Pflanzen des Saarlandes retten will

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Auch im Saarland heimisch: der Rotmilan. Foto: Pixabay (CC0-Lizenz)

Der Titel der neuen Broschüre von Saar-Umweltminister Reinhold Jost (SPD)? „Saarländische Biodiversitätsstrategie“.

Die Maßnahmen
„Diese Broschüre richtet sich aber nicht nur an Experten, sondern an alle Bürger“, erklärte Jost bei der Vorstellung des 83-seitigen Din-A-4-Heftes. Der Plan für die Rettung der Vielfalt der Arten im Saarland ist nach Josts Angaben nicht erst seit den Alarmmeldungen etwa über das „dramatische Insektensterben“ entstanden. Er kündigte für 2019 eine neue „Rote Liste“ mit den am meisten vom Aussterben bedrohten Tier- und Pflanzenarten im Saarland an.

Eher unglücklich zeigte sich Jost über die bisherigen „Ansiedlungserfolge“ fremder Arten im Saarland. „Den Riesenbärenklau werden wir wohl nie mehr wegbekommen“, so Jost resigniert. Die bis zu drei Meter hoch wuchernde Pflanze beinhaltet Giftstoffe. Ebenso verhalte es sich mit dem Fisch Schwarzmeergrundel, der sich in den heimischen Gewässern rapide ausbreite.

Dazu, dass der vor etwa 150 Jahren hierzulande ausgestorbene Wolf bisher einen Bogen ums Saarland macht, obwohl es mehrere Sichtungen des grauen Räubers in Lothringen und Rheinland-Pfalz gab, sagte Jost: „Ich bedauere es, aber es lässt mich nicht gram werden.“ Jost hat bereits einen „Wolfs-Management-Plan“ in der Schublade liegen, falls Isegrim doch noch die Landesgrenzen überquert.

Der Plan im Detail
In acht Handlungsfelder hat Jost seinen Bio-Vielfalts-Plan unterteilt. Dazu zählen Äcker und Wiesen, Auen und Gewässer, die Wälder, die Schutzgebiete und die Grünflächen in den Kommunen. In besonderem Maße will der Minister den Biolandbau fördern. Bereits heute werden 17 Prozent der Äcker ökologisch bewirtschaftet, Josts Ziel sind allerdings 25 Prozent bis 2022.

Um die Vorreiterrolle des Saarlands beim Naturschutz zu unterstreichen, bringt die CDU/SPD-Landesregierung im Bundesrat eine Gesetzesinitiative ein, die zum Ziel hat, den Einsatz des Unkrautvernichters Glyphosat zu begrenzen. Wie Jost erläuterte, soll die Glyphosat-Nutzung für Privathaushalte verboten werden, ebenso wie die Ausbringung in Kitas, auf Friedhöfen, in Parkanlagen und als Unkrautvernichter vor der Ernte auf den Äckern.

Mit Verwendung von SZ-Material (Dietmar Klostermann).

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Das große Saarbrücken-Quiz Teil 2: Wie gut kennst du die Landeshauptstadt?

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Eine der Hauptschlagadern Saarbrückens: Der Kreisel an der Wilhelm-Heinrich-Brücke. Foto: BeckerBredel

Vor einigen Wochen haben wir euch in einem Quiz 10 Fragen zur Landeshauptstadt des Saarlandes gestellt. Und die meisten von euch haben dieses Quiz mit Bravour bestanden! 

Doch so einfach kommt ihr uns natürlich nicht davon. Könnt ihr diese 7 Fragen ebenso richtig beantworten? 

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Bedürftige bekommen bei der Kleiderkammer St. Johann drei Kilo Kleidung für drei Euro

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Symbolfoto: dpa-Bildfunk/Sebastian Kahnert

„Von vielen kommt die Kleidung sogar frisch gewaschen und gebügelt“, sagt die seit 2002 dort beschäftigte Ulla Frank. 55 000 Kilo an Kleidung kamen in diesem Jahr schon zusammen. Zwar besitzt die Einrichtung auch eigene Sammelcontainer, doch der Hauptteil wird aus „Live-Spenden“ bezogen. 47 000 Kilo der Gesamtsumme sind Privatspenden, die auch Hausrats- und Drogerieartikel mit einschließen.

Drei Kilo Kleidung gegen einen Obolus von drei Euro. Die kann sich jeder Saarbrücker einmal pro Monat aussuchen, sofern ein Nachweis über die Bedürftigkeit erbracht wird. Obdachlosen steht dieser Service jederzeit kostenfrei zur Verfügung, ebenso eine Duschgelegenheit und medizinische Erstversorgung.

Auch Termine möglich
Nicht selten befinden sich unter den Personen, die 30 Stunden die Woche in der Kleiderkammer arbeiten, ehemalige Wohnungslose, die ihren Neuanfang gemeistert haben. Viele Ehrenamtliche engagieren sich.

„Kann ich auch vorbeikommen, wenn Sie geschlossen haben?“, lautet eine der Fragen, die gestellt werden. In manchen Fällen ändert sich ja schlagartig die eigene finanzielle Situation und man möchte nicht von seinem sozialen Umfeld dabei gesehen werden, wie man Hilfe in Anspruch nehmen muss. Dann ist es möglich, einen Termin zu vereinbaren, um vorbeizukommen.

Was gespendet werden kann
Grundsätzlich gilt: „Gespendet werden sollte nur, was man auch selbst noch tragen würde.“ Das sagt auch Heike Arens, Sozialdienstleiterin des DRK Ortsvereins Dudweiler. Seit sechs Jahren führt sie ehrenamtlich, die seit 1985 bestehende Kleiderkammer.

Es sollte vermieden werden, die Spenden vor der Tür abzustellen - da die Kleidersäcke am nächsten Tag meist aufgerissen sind und der Inhalt unbrauchbar geworden ist und kostenpflichtig entsorgt werden muss.

Mit Verwendung von SZ-Material (Anna Kathrin Marx).

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Immer mehr Essstörungen bei saarländischen Frauen

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Essstörungen gehören zu den psychosomatischen Erkrankungen. Symbolfoto: Jens Kalaene/dpa-Bildfunk

Das zeigt eine aktuelle Studie der KKH Kaufmännische Krankenkasse. Demnach waren allein im vergangenen Jahr 81 Prozent der betroffenen Versicherten weiblich.

Essstörungen zählen zu den psychosomatischen Erkrankungen. Sie nehmen seit einigen Jahrzehnten stark zu. Waren 2006 noch 4,9 von 1.000 weiblichen Versicherten im Saarland betroffen, litten 2016 bereits 7,1 von 1.000 Versicherten darunter. Das ist ein Plus von 45 Prozent. Damit liegen die Saarländer deutlich über dem bundesdurchschnittlichen Anstieg von 23 Prozent und haben im Ländervergleich das höchste Plus.

Auslöser der Essstörungen
Schlankheitsideale und Körperkult in TV, Kino und Werbung sind allgegenwärtig, Gewicht und Aussehen in unserer Gesellschaft maßgebliche Beurteilungsfaktoren. Das bedingt vielfach die Unzufriedenheit mit dem eigenen Körper und kann zur Entwicklung eines gestörten Essverhaltens beitragen.

Hinter Essstörungen verbergen sich meist tiefer liegende seelische Probleme. Sie zählen zu den Tabu-Themen und werden oft verschwiegen. Angehörige und nahestehende Personen sollten bei Verdacht auf typische Symptome achten wie eine gereizte oder gedrückte Stimmung, sozialen Rückzug, Gewichtsveränderungen, auffälliges Essverhalten, Erbrechen, Einnahme von Abführmitteln oder auch exzessiven Sport.

Gestörtes Essverhalten kann mit Begleiterkrankungen einhergehen wie Hormonveränderungen, Osteoporose oder auch Depressionen. Daher ist es wichtig, dass Essstörungen rechtzeitig erkannt und therapiert werden, zum Beispiel mit einer ambulanten Psychotherapie.

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Nach Kritik an mangelndem Winterdienst in Saarbrücken: Stadt wehrt sich

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Die Zufahrt zur Klinik in Püttlingen im Schnee. Foto: BeckerBredel

„Ganz besonders zynisch“ sei es, schrieb der FDP-Kreisvorsitzende Roland König, „dass verschiedene Kranke im Winterbergkrankenhaus am Zweiten Advent auf Besuch verzichten müssen, da nicht einmal die Zufahrt zur Klinik geräumt wurde.“ Verkehrsbehinderungen auf dem Weg zur Klinik?

Die Polizei hat davon nichts festgestellt, teilte sie bereits am Sonntag (10. Dezember) auf SZ-Anfrage mit. Und auch beim Stadtreinigungsbetrieb ZKE, der fürs Schneeräumen zuständig ist, gingen keine Beschwerden ein - außer die der FDP, die man in der Zeitung gelesen hat, sagte ZKE-Sprecherin Judith Pirrot gestern.

Die Beobachtung der FDP, die „immer weniger Leistungen für die Bürger“ sieht, deckt sich nicht mit den Zahlen, die der ZKE gestern auf SZ-Anfrage vorgelegt hat. Demnach waren am Sonntag alleine 27 Fahrzeuge und 50 Mitarbeiter des ZKE im Einsatz.

„Der Winterdienst wurde auf einer Länge von 1534 Kilometern von Hand und mit den Streufahrzeugen des ZKE durchgeführt. Insgesamt fielen 344,5 Einsatzstunden an“, teilte Judith Pirrot mit.

Die Vorgehensweise bei Schneefall
Der ZKE befreit zuerst die für den Verkehr wichtigsten Straßen, die Zufahrten zu den Krankenhäusern und die Linien des öffentlichen Personennahverkehrs (ÖPNV) vom Schnee. Zudem erfolgt ein kombinierter, manueller und maschineller Winterdienst auf Fußgängerüberwegen, Treppen, Brücken, Verbindungswegen und den Haltestellen des ÖPNV, für die der ZKE zuständig ist.

Dennoch könne es vorkommen, dass bei starkem und anhaltendem Schneefall nicht alle Straßen komplett und dauerhaft vom Schnee befreit werden können. „Dies bedeutet nicht zwingend, dass man diese nicht in angepasster Fahrweise und mit entsprechender Winterbereifung befahren kann“, sagt Pirrot.

Außerdem unterliegen „sehr viele Straßen nicht der Winterdienstverpflichtung des ZKE“. Insbesondere zahlreiche Wohn- und Anliegerstraßen werden demnach nicht vom ZKE geräumt und gestreut.

Mit Verwendung von SZ-Material (Martin Rolshausen).

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So war Til Schweigers Besuch in Saarbrücken

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Til Schweiger zu Besuch in Saarbrücken. Foto: BeckerBredel

„Guten Tach, wer will eine Autogrammkarte? Ich habe ganz viele vorgeschrieben“, begrüßt Til Schweiger seine Fans im Rathausfestsaal. Unpersönlich. Distanziert.

Rund 100 Leute sind gekommen, um ihn zu sehen. Einmal anfassen. Ein Selfie. Ein Autogramm. „Er sieht so gut aus. Wäre er nur 20 Jahre jünger“, ruft ein Mädchen. „Meine Lehrerin hat mich extra eine Stunde früher aus der Schule gelassen“, erzählt ein Junge.

Aber auch Schweigers Generation drängt sich in die erste Reihe. Der 46-jährige Gerd Frank etwa. Er mag nicht nur Schweigers Filme, auch seine Persönlichkeit. „Er eckt an, das macht ihn aus“, erzählt er.

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Großer Andrang herrschte im Saal: Bilder mit dem Promi waren begehrt. Foto: imago/BeckerBredel

Die Facebook-Klage
Gerade weil Schweiger aneckt, ist er ins Saarland gekommen. Eine Saarländerin klagte vor dem Landgericht gegen den Schauspieler. Es ging um einen Facebook-Beitrag. Eine private Nachricht, die sie an Schweiger geschrieben hatte. Dieser veröffentlichte sie auf seiner Facebookseite.

Die 58-Jährige wollte, dass Schweiger den Eintrag löscht. Das Gericht wies die Klage ab. Zu dem Gerichtstermin vor einigen Wochen war der Schauspieler nicht erschienen. Seinen Saarland-Besuch wolle er aber nachholen, versprach er via Facebook. Ein Mann. Ein Wort. Gestern machte er es wahr. Nach seinen Spielregeln.

Das Treffen in Saarbrücken
Um 13 Uhr fällt die Holztür zu Charlotte Britz Büro zu. Gerade einmal zwei Fotografen und ein Kameramann dürfen rein. Die Oberbürgermeisterin hatte Schweiger in einem persönlichen Brief in ihr Rathaus eingeladen. Dort trägt sich der Schauspieler am Montag in das Gästebuch der Stadt ein. Danach geht das Blitzlichtgewitter los.

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Schweiger nahm sich Zeit für seine Fans. Foto: BeckerBredel

Drei Personenschützer lassen die Fans zu ihm. „Ihr könnt eure Handys schon vorbereiten, dann geht es schneller“, sagt Schweiger. Ein Lächeln kommt ihm selten über die Lippen. Er wirkt angespannt. In seinem Strickpulli und der Schlabber-Jeans. Das Saarland zeigt sich dem Promi an diesem Tag aber auch nicht von seiner Sonnenseite.

Schweiger habe vor Regen kaum die Hand vor Augen gesehen. Aber: „Saarbrücken ist ein hübsches Städtchen. Ich bin froh, dass ich wieder hier bin“, sagt der Hamburger. 1993 war Til Schweiger schon einmal zu Gast. Damals erhielt er beim Max-Ophüls-Festival den Preis als bester Nachwuchsschauspieler. Zum 40. Jubiläum des Festivals, 2019, will Schweiger wieder kommen. Das kündigt er am Dienstag an.

Mit Verwendung von SZ-Material (Patricia Heine).

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Saar-Polizei schnappt Einbrecherbande in Völklingen

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Symbolfoto: +++(c) dpa - Bildfunk+++

Wie die Polizei mitteilte, stehen sie im Verdacht, in den letzten Monaten in zahlreiche Firmengebäude (unter anderem in Blieskastel, Schmelz, Bous und Völklingen) eingebrochen zu sein.

Dabei sollen sie wertvolle Geräte geklaut und mehrere Tresore aufgebrochen haben. Die Männer im Alter zwischen 21 und 45 Jahren zeigten sich laut Polizei geständig.

Mit Verwendung von SZ-Material.

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Feuerwehr befreit bei Köllerbach Mann aus Auto

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Der Fahrer kam von der Fahrbahn ab. Foto: BeckerBredel

Am Montag (11. Dezember 2017) kam es zwischen Köllerbach und Sprengen zu einem Unfall. Ein PKW-Fahrer kam aus bisher unbekannter Ursache von der Fahrbahn ab.

Die Feuerwehr Püttlingen befreite den verletzten Fahrer ohne technische Hilfsmittel aus dem Fahrzeug.

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Ein Aufgebot an Polizei, Krankenwagen und Feuerwehr kümmerte sich um den Fahrer sowie die Unfallstelle. Foto: BeckerBredel

Mit Verwendung von Becker&Bredel-Material (Foto/Text).

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Nach Brandkatastrophe in Saarbrücken: Feuerwehrchef vom Dienst freigestellt

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Josef Schun war Leiter der Berufsfeuerwehr Saarbrücken. Foto: BeckerBredel

Nach dem Brand in der Saaruferstraße am 3. Dezember hatten zahlreiche Einsatzkräfte der Berufsfeuerwehr massive Vorwürfe gegen die Einsatzleitung und das nachfolgende Verhalten des Feuerwehrchefs erhoben.

„Dadurch ist das Vertrauensverhältnis sowohl zur Verwaltungsspitze als auch zu den Feuerwehrbeamten schwer erschüttert“, heißt es in der Mitteilung. Diese Vorwürfe müssten nun untersucht werden. Der Leiter der Berufsfeuerwehr habe die Gelegenheit, sich zu den Vorwürfen zu äußern.

Die Führung der Berufsfeuerwehr übernehmen nach Angaben der Stadt übergangsweise leitende Beamte aus den Reihen der Berufsfeuerwehr. Sicherheitsdezernent Harald Schindel informiere heute (13. Dezember 2017) die Mitarbeiter der Berufsfeuerwehr über die Maßnahme und darüber, wie die Dienstgeschäfte fortgeführt werden, damit die Einsatzbereitschaft der Feuerwehr sichergestellt ist.

Mit Verwendung von SZ-Material (Jana Freiberger).

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Diesen Freitag gibt's eine Führung durch die Saarbrücker Schwulen- und Lesbenszene

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Bunt darf's bei der LGBT-Community gerne mal sein. In dieser Aufnahme sieht man das Auto der Aids Hilfe Saar beim Christopher Street Day. Archivfoto: BeckerBredel

Dabei gibt er einen Überblick darüber, welche Themen und Ereignisse die hiesige LGBT-Community in den letzten Jahrzehnten beeinflusst und geprägt haben.

Im Laufe des Parcours mit 32 Stationen werden neben zahlreichen ehemaligen und heutigen Lokalen unter anderem der LSVD-Checkpoint, die FrauenGenderBibliothek, die Aidshilfe Saar sowie Orte, an denen berühmte Stars wie „Divine“ und „Rosenstolz“ aufgetreten sind, besucht.

Aufgrund der Förderung durch das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend ist die Teilnahme kostenlos.

Treffpunkt zur rund dreistündigen Tour ist um 16.30 Uhr der Brunnen auf dem Rathausvorplatz Saarbrücken. Ein weiterer Termin im Dezember ist in Planung.

Mit Verwendung von SZ-Material.

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