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Wie Saar-Minister Jost die Tiere und Pflanzen des Saarlandes retten will

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Auch im Saarland heimisch: der Rotmilan. Foto: Pixabay (CC0-Lizenz)

Der Titel der neuen Broschüre von Saar-Umweltminister Reinhold Jost (SPD)? „Saarländische Biodiversitätsstrategie“.

Die Maßnahmen
„Diese Broschüre richtet sich aber nicht nur an Experten, sondern an alle Bürger“, erklärte Jost bei der Vorstellung des 83-seitigen Din-A-4-Heftes. Der Plan für die Rettung der Vielfalt der Arten im Saarland ist nach Josts Angaben nicht erst seit den Alarmmeldungen etwa über das „dramatische Insektensterben“ entstanden. Er kündigte für 2019 eine neue „Rote Liste“ mit den am meisten vom Aussterben bedrohten Tier- und Pflanzenarten im Saarland an.

Eher unglücklich zeigte sich Jost über die bisherigen „Ansiedlungserfolge“ fremder Arten im Saarland. „Den Riesenbärenklau werden wir wohl nie mehr wegbekommen“, so Jost resigniert. Die bis zu drei Meter hoch wuchernde Pflanze beinhaltet Giftstoffe. Ebenso verhalte es sich mit dem Fisch Schwarzmeergrundel, der sich in den heimischen Gewässern rapide ausbreite.

Dazu, dass der vor etwa 150 Jahren hierzulande ausgestorbene Wolf bisher einen Bogen ums Saarland macht, obwohl es mehrere Sichtungen des grauen Räubers in Lothringen und Rheinland-Pfalz gab, sagte Jost: „Ich bedauere es, aber es lässt mich nicht gram werden.“ Jost hat bereits einen „Wolfs-Management-Plan“ in der Schublade liegen, falls Isegrim doch noch die Landesgrenzen überquert.

Der Plan im Detail
In acht Handlungsfelder hat Jost seinen Bio-Vielfalts-Plan unterteilt. Dazu zählen Äcker und Wiesen, Auen und Gewässer, die Wälder, die Schutzgebiete und die Grünflächen in den Kommunen. In besonderem Maße will der Minister den Biolandbau fördern. Bereits heute werden 17 Prozent der Äcker ökologisch bewirtschaftet, Josts Ziel sind allerdings 25 Prozent bis 2022.

Um die Vorreiterrolle des Saarlands beim Naturschutz zu unterstreichen, bringt die CDU/SPD-Landesregierung im Bundesrat eine Gesetzesinitiative ein, die zum Ziel hat, den Einsatz des Unkrautvernichters Glyphosat zu begrenzen. Wie Jost erläuterte, soll die Glyphosat-Nutzung für Privathaushalte verboten werden, ebenso wie die Ausbringung in Kitas, auf Friedhöfen, in Parkanlagen und als Unkrautvernichter vor der Ernte auf den Äckern.

Mit Verwendung von SZ-Material (Dietmar Klostermann).

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