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L126 Autobahnzubringer, Quierschied - AS Sankt Ingbert-West zwischen Sulzbach/Saar und Neuweiler beide Fahrtrichtungen gesperrt, Gefahrenstelle, bis 28.01.2020 13:30 Uhr Baum quer über der Fahrbahn (12:27)

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Mutter erhält 620 000 Euro Entschädigung für die Erziehung ihres Sohnes

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Symbolfoto: dpa-Bildfunk/Jens Wolf

In Taiwan muss ein Zahnarzt seiner Mutter umgerechnet rund 620 000 Euro als Entschädigung dafür bezahlen, dass sie ihn aufgezogen hat. Das Oberste Gericht des Landes urteilte gestern (3. Dezember 2018), der 41-Jährige müsse sich an einen entsprechenden Vertrag halten, den er vor 20 Jahren mit seiner Mutter abgeschlossen hatte.

Die Verträge
Die Mutter war 1990 von ihrem Mann geschieden worden und zog ihre beiden Söhne allein groß. Aus Sorge, dass diese sich im Alter nicht um sie kümmern, schloss sie mit beiden Verträge, nachdem diese 20 Jahre alt geworden waren.

Vereinbart wurde, dass die Söhne der Mutter 60 Prozent des Nettogewinns ihres Einkommens zahlen müssen. Die Mutter warf den Söhnen jedoch vor, sie ignoriert zu haben, nachdem beide Beziehungen eingegangen waren.

Die Freundinnen der Söhne hätten ihr sogar in Anwaltsbriefen gedroht, die Söhne nicht zu „belästigen“. Während der ältere Sohn ihr schließlich rund 140 000 Euro zahlte, um den Fall abzuhaken, zog der jüngere Sohn vor Gericht – und scheiterte.

Mit Verwendung von SZ-Material.

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Warum die Zahl der Drogentoten im Saarland immer mehr steigt

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Günstig und gefährlich: Crack. Symbolfoto: Boris Roessler/dpa-Bildfunk

Es ist ein trauriger Trend, der sich seit Jahren fortsetzt. In den vergangenen vier Jahren hat sich die Zahl der Drogentoten im Saarland fast vervierfacht. 2014 waren es noch acht, 2016 dann 27 und im vergangenen Jahr zählte das Landespolizeipräsidium 29 Menschen, die infolge des Drogenkonsums gestorben sind.

Die Zahl könnte sogar weiter steigen. Denn in einem oder zwei weiteren Todesfällen steht das Ergebnis des toxikologischen Gutachtens noch aus.

Das sagen Experten 
Der Drogenbeauftragte der Landesregierung, Stephan Kolling, bezeichnet diese Entwicklung als „erschreckend“. Die häufigste Todesursache sei nach wie vor eine Überdosis, jedoch würden sich seit einiger Zeit die Fälle häufen, in denen Abhängige an einer Kombination von Rauschgiften sterben.

„Seit 2016 beobachten wir die Tendenz, dass Abhängige harte Drogen mischen – beispielsweise Heroin und Amphetamine“, sagt auch Dr. Josef Mischo, Präsident der Ärztekammer des Saarlandes und Vorsitzender der Arbeitsgruppe „Sucht und Drogen“ der Bundesärztekammer.

Kolling ergänzt, Drogen wie Opioide und Opiate seien derzeit auf dem Markt einfach zu beschaffen: „Schuld ist neben der Verfügbarkeit auch der niedrige Preis für illegale Drogen.“

Bundesweiter Trend
Aber nicht nur im Saarland steigt die Zahl der Drogenopfer, sondern auch bundesweit – allein im vergangenen Jahr um neun Prozent auf 1333 Tote. Die genauen Gründe, warum immer mehr Menschen wegen einer Überdosis sterben, seien nicht genau bekannt, sagt Mischo.

„Wir vermuten jedoch, dass die Drogen in ihrer Substanz reiner und damit gefährlicher geworden sind.“ Der steigende Reinheitsgehalt sei problematisch, da viele die Gefahren einer Überdosis unterschätzen.

Mit Verwendung von SZ-Material (Stephanie Schwarz).

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WhatsApp und Facebook-Messenger: So bekommst du die SOL.DE-News direkt auf dein Handy

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Den Newsletter von SOL.DE bekommt ihr über WhatsApp und den Facebook-Messenger. Die optionale App Notify benachrichtigt euch, sobald wir Inhalte für euch bereitgestellt haben.

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Newsletter über WhatsApp - So geht's

Ihr könnt ab dem 7. Dezember trotzdem noch die News von SOL.DE über WhatsApp bekommen. Dazu müsst ihr sie allerdings zuerst bei uns anfordern. Wenn ihr weiterhin unsere Nachrichten erhalten möchtet, dann müsst ihr in Zukunft nach der Anmeldung aktiv werden und uns ein Kommando schicken. Das sind die Kommandos, um den Newsletter über WhatsApp zu bekommen:

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5 Tipps zum effektiven Energiesparen

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Wer Glühbirnen gegen LED-Leuchten austauscht, kann Energie sparen. Foto. Oliver Berg/dpa-Bildfunk.

Zum Jahreswechsel stehen Abnehmen und eine gesündere Ernährung ganz oben auf der Liste der guten Vorsätze.

Die Verbraucherzentrale rät, diese Liste um das Energiesparen zu erweitern. Es sei gut für die Umwelt und „komme der Haushaltskasse zugute“, sagt Werner Ehl, Energieberater von der Verbraucherzentrale: „Energie sparen ist meist ohne großen Aufwand und Komfortverlust möglich. Bereits kleine Änderungen im Verhalten wirken sich spürbar aus.“  Hier fünf Tipps.

1. Licht aus
Warum Räume beleuchten, in denen niemand ist? Der Austausch einer alten Glühbirne gegen eine LED-Leuchte spare zusätzlich Energie. Der niedrige Verbrauch mache den höheren Kaufpreis bald wett.

2. Temperatur runter
Der Heizung verbraucht die meiste Energie. Ein Grad weniger senke den Verbrauch um sechs Prozent. Eine zusätzliches Absenkung in der Nacht spare Energie ohne Komfort-Verlust. Im Winter sollten die Rollläden nachts unten sein.

Und damit die Wärme sich tagsüber ungehindert ausbreiten kann, dürfen weder Gardinen noch Möbel vor die Heizkörper. Stets geschlossene Türen zwischen beheizten und unbeheizten Räumen senken die Öl- oder Gasrechnung zusätzlich.

Richtig gute Tipps findet ihr auch bei: Die 9 effektivsten Heiztipps: So könnt ihr Heizkosten sparen.

3. Waschmaschinen sollten nur vollbeladen laufen
Vorwäsche und Kochwäsche seien meist überflüssig. Wer Strom sparen will, kann eine geringere Waschtemperatur wählen und die Maschine ans Warmwasser anschließen. Bei Maschinen ohne Warmwasseranschluss lässt sich Warmwasser von Hand oder über ein Vorschaltgerät einfüllen.

4. Kühl- und Gefrierschränke regelmäßig abtauen
Schon fünf Millimeter Eis treiben den Stromver­brauch hoch. Außerdem sollten die Geräte nur kurz offen sein. Und warme Speisen gehören nicht rein.

5. Energieverbrauch checken
Um den Verbrauch festzustellen, sollten die Verbraucher regelmäßig die Zählerstände ablesen. Vergleichstabellen gibt es bei der Verbraucherzentrale. Sie bietet außerdem kostengünstige Energie-Checks an, um das Einsparpotenzial zu ermitteln.

Weitere Tipps zum Energiesparen, auch bei größeren Maßnahmen wie einer Heizungserneuerung, einer Wärmedämmung oder dem Einbau einer Solaranlage, sowie Hinweise zu Fördergeld geben die Energieberater. Wer ein niedriges Einkommen nachweist, bekommt die Beratung kostenlos.

Energieberatung in Saarbrücken: Haus der Beratung, Trierer Straße 22, Anmeldung unter Tel. (06 81)  5 00 89 15, in Völklingen: Altes Rathaus, Anmeldung unter  (0 68 98) 13 25 97.

Mit Verwendung von SZ-Material.

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Sind Zuwanderer tatsächlich krimineller als Deutsche?

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2728 Gewalttaten hat es 2016 im Saarland gegeben. Symbolfoto: Victoria Bonn-Meuser/dpa-Bildfunk.

Die Frage bereitet schon seit Jahren Kopfzerbrechen: Sind Zuwanderer krimineller als schon länger in Deutschland lebende Ausländer und Deutsche? Eine neue Studie aus Niedersachsen legt nahe, dass der Zuzug von Flüchtlingen zumindest für mehr Gewalttaten gesorgt hat – und dass vor allem junge Männer aus Nordafrika ohne Bleibeperspektive eine auffällige Gruppe sind.

So gingen zwischen 2007 und 2014 polizeilich registrierte Gewalttaten zurück. Dann wurde wieder ein Anstieg verzeichnet – in Niedersachsen um
gut zehn Prozent für die Jahre 2014 und 2015. Gut 13 Prozent der aufgeklärten Fälle sind der Studie zufolge Flüchtlingen zuzurechnen. Für den Anstieg der Gewalttaten sind sie damit zu 92 Prozent verantwortlich.

„Niedersachsen ist ein durchschnittliches Bundesland, die Ergebnisse sind deshalb in Teilen generalisierbar“, sagt Co-Autor Dirk Baier von der Zürcher Hochschule für Angewandte Wissenschaften.

Auch im Saarland mehr Gewalt
Bei acht Prozent aller im Jahr 2016 im Saarland registrierten Straftaten im Bereich Gewaltkriminalität sind Zuwanderer die Tatverdächtigen gewesen. Das geht aus der Polizeilichen Kriminalstatistik (PKS) hervor.

Insgesamt ist die Zahl der Straftaten im Vergleich zu den Vorjahren gestiegen. Während es 2014 laut PKS noch 2448 registrierte Straftaten gab, waren es 2015 bereits 2647 und 2016 insgesamt 2728. Dabei wurden 2016 insgesamt 2676 Tatverdächtige ermittelt – davon 215 Zuwanderer.

91 Prozent wurden dabei nur ein Mal von der Polizei erfasst, der Rest mehrfach. Zu den Delikten der Gewaltkriminalität zählen unter anderem Mord, Totschlag, Raub, Vergewaltigung sowie gefährliche und schwere Körperverletzung.

Als Zuwanderer zählen laut PKS Personen, die als Angehörige eines Nicht-EU-Staates nach Deutschland einreisen, um sich hier vorübergehend oder dauerhaft aufzuhalten. Sie werden in der PKS mit dem Aufenthaltsstatus „Asylbewerber“, „Duldung“, „Kontingentflüchtling/Bürgerkriegsflüchtling“ und „unerlaubter Aufenthalt“ registriert. Zahlen für das Jahr 2017 liegen nach Angaben der Polizei noch nicht vor.

Begehen Asylbewerber häufiger Straftaten als Deutsche?
Nein. Die Kriminalstatistik für 2016 zeigt, dass Asylbewerber, wenn man von Verstößen gegen das Aufenthaltsgesetz absieht, nicht häufiger straffällig werden als Deutsche oder andere Migranten. Überdurchschnittlich hoch ist ihr Anteil an den Tatverdächtigen allerdings, wenn man auf gefährliche Körperverletzung, Mord, Totschlag, Vergewaltigung und sexuelle Nötigung schaut.

Woran liegt das?
Straftaten von Menschen, die nicht dem eigenen Umfeld angehören, werden häufiger angezeigt. Außerdem: Männliche Jugendliche und junge Erwachsene sind bei Sexual- und Gewaltdelikten grundsätzlich überrepräsentiert. Das gilt nicht nur für Flüchtlinge. Der Anteil der männlichen 14- bis 29-Jährigen ist unter den Flüchtlingen allerdings deutlich höher als in der Wohnbevölkerung insgesamt.

Welche Nationalitäten stehen im Fokus?
Viele Flüchtlinge, die in den Jahren 2015 und 2016 gekommen sind, stammen aus Kriegs- und Konfliktgebieten wie Syrien, Afghanistan und dem Irak. Doch obwohl sie zum Teil Gewalterfahrungen mitbringen, begehen diese Menschen seltener Gewaltdelikte als etwa Asylbewerber aus Südosteuropa oder Nordafrika.

Was sagt uns das?
Aus Kriegsgebieten wie Syrien fliehen Arme, Reiche, Mittelständler, Arbeiter, Bauern und Intellektuelle – im Prinzip jeder, der um sein Leben fürchtet. Ein großer Teil der jungen Nordafrikaner dagegen, die nach Deutschland kamen, führte schon in der Heimat ein Leben am Rande der Gesellschaft. Es sind viele Jungen aus kaputten Familien darunter, die zum Teil auch schon im Herkunftsland mit dem Gesetz in Konflikt geraten waren.

Mit Verwendung von SZ-Material (Christina Sticht und Corinna Buschow).

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So viele Lehrer im Saarland wurden seit 2012 Opfer von Schüler-Gewalt

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In einem Fall wurde ein Lehrer schwer verletzt. Symbolfoto: Oliver Berg/dpa-Bildfunk

Insgesamt wurden seit 2012 21 Fälle von Gewalt verzeichnet. Knapp die Hälfte davon (zehn) waren nach Angaben der Polizei Fälle von einfacher Körperverletzung.

In fünf Fällen handelte es sich um gefährliche Körperverletzung, in einem um fahrlässige Körperverletzung.

Außerdem verzeichnete die Polizei vier Fälle von Bedrohung und eine exhibitionistische Handlung. An welchen Schulformen sich die Vorfälle ereigneten, wurde nicht registriert.

Mit Verwendung von SZ-Material.

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Drama in Beckingen: Jahrelanger Familienkonflikt vor der Tat

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„Widerrechtlich" ist laut Polizei der Sohn in die Wohnung seines Vaters eingedrungen. Foto: BeckerBredel.

Dem Familiendrama am Neujahrstag in Beckingen-Hau­stadt, bei dem ein 64-jähriger Vater seinen 29-jährigen Sohn mit einer Pistole erschossen hat, sind laut Staatsanwaltschaft jahrelang schwelende Familienkonflikte vorausgegangen. „Der Sohn war für uns kein Unbekannter, es liefen zahlreiche Ermittlungsverfahren gegen ihn“, sagte der Saarbrücker Oberstaatsanwalt Christoph Rebmann auf SZ-Anfrage. Auch soll der getötete Sohn drogenabhängig und psychisch auffällig gewesen sein.

Die Staatsanwaltschaft verzichtete darauf, Untersuchungshaft gegen den 64 Jahre alten Kommunalpolitiker, der jahrelang im Orts- und Gemeinderat aktiv war, zu beantragen.

Kein Haftbefehl erlassen
„Das ist mit Blick auf vergleichbare Fälle schon die Ausnahme“, sagte Rebmann. Aber es liege kein Haftgrund gegen den bisher nicht vorbestraften Mann vor, der an einer Stoffwechselkrankheit leidet: „Er hat sich selbst der Polizei gestellt und die Tat gestanden, ohne Wenn und Aber“, sagte Rebmann.

Trotz des daher dringenden Tatverdachts sei keiner der drei theoretisch möglichen Haftgründe gegeben. Das wären Wiederholungs-, Flucht- und Verdunklungsgefahr.

Anklage wohl wegen Totschlags
Der Sohn soll laut Polizei zunächst „widerrechtlich“ in die Wohnung seines Vaters eingedrungen sein, dieser dann aus Angst zur Waffe gegriffen haben. Es sei derzeit nicht davon auszugehen, dass der Vater seinen Sohn in Notwehr umbrachte, sagte gestern Oberstaatsanwalt Rebmann. Anzeichen, dass es einen konkreten, unmittelbar bevorstehenden Angriff gegeben habe, gebe es nicht.

Bis die Anklage erhoben wird, könnte es noch Monate dauern, in denen ermittelt werde. „Erst dann wird sich zeigen, ob die Anklage auf Totschlag oder Mord lautet“, sagte Rebmann. Auf den ersten Blick liege aber kein Mordmerkmal vor.

Bisherige Artikel zum Thema
2. Januar:  Vater erschießt in Beckingen seinen Sohn
3. Januar:  Familiendrama in Beckingen: Sohn randalierte kurz vor tödlichen Schüssen

Mit Verwendung von SZ-Material (Ute Kirch).

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Es wird wohl kein G9 im Saarland geben

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Die Schüler im Saarland werden in Zukunft wohl weiterhin acht Jahre auf das Gymnasium gehen. Symbolfoto: Armin Weigel/dpa-Bildfunk.

Das von der Eltern­initiative „G9-jetzt!“ gestartete Volksbegehren für eine Rückkehr des Saarlandes zum neunjährigen Gymnasium ist nach ersten Zahlen aus den Rathäusern klar gescheitert.

Damit das Volksbegehren erfolgreich ist, hätten sich bis zum gestrigen Ende der dreimonatigen Unterschriftenfrist mindestens sieben Prozent der stimmberechtigten Saarländer als Unterstützer in den Bürgerbüros der Kommunen eintragen müssen - rund 54.000 Menschen.

Ziel wohl deutlich verfehlt
Diese Zahl wurde aber offenbar deutlich verfehlt, wie eine Stichprobe der SZ ergab. In zwölf befragten Kommunen lag die Beteiligung nur bei zwei bis sechs Prozent. Damit wird es nicht zum angestrebten Volksentscheid über eine Rückkehr zu G9 kommen.

Exakte Ergebnisse aus den 52 Kommunen liegen noch nicht vor. Die Verwaltungen waren von der Landeswahlleiterin angehalten worden, keine Auskünfte zur Zahl der Unterschriften zu geben. Diese Informationen sollen zunächst nur die Elterninitiative und die Landeswahlleiterin erhalten.

Ein vorläufiges Ergebnis wird die Eltern­initiative wohl frühestens heute im Laufe des Tages veröffentlichen. Das endgültige Endergebnis wird dann voraussichtlich erst Ende des Monats verkündet.

Sprecherin beklagt erschwerte Bedingungen
Die Sprecherin der Initiative, Katja Oltmanns, wollte gestern noch keine Prognose zum Ausgang des Volksbegehrens wagen. Auf die Frage, ob sie noch an einen Erfolg glaube, sagte sie der SZ: „Die Hoffnung stirbt zuletzt.“

Oltmanns beklagte, dass die Bedingungen eine Teilnahme am Volksbegehren erschwert hätten – insbesondere dass Unterstützer zum Unterschreiben ins Rathaus gehen müssen.

Behinderte Menschen könnten aber beispielsweise nicht ohne weiteres aufs Wahlamt gehen; dies grenze an Diskriminierung, sagte Oltmanns. Die Initiative werde daher prüfen lassen, ob sie etwas gegen die schwierigen rechtlichen Rahmenbedingungen tun könne.

Mit Verwendung von SZ-Material (Daniel Kirch).

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