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Fastnachts-Knigge: Wie weit darf ich gehen?

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Im Bild: (v.l.) Selina Krieger, 1. Vorsitzender Dirk Marmann und Hanna Kuhn. Foto: BeckerBredel

Küsschen links, Küsschen rechts, alles okay. Alles andere muss jeder für sich entscheiden, solange die Treue dabei nicht den Bach runter geht.“ Sagt Dirk Marmann, Präsident des Vereins "Die Warndtkater". Und kriegt prompt einen Doppeldecker-Schmatzer von zwei jungen Gardistinnen.

Eine der beiden, Selina Krieger, sagt: „Plumpe Anmache geht gar nicht. Besonders, wenn zu viel Alkohol im Spiel ist.“ Hannah Kuhn ergänzt: „Überall rumtatschen oder am Po begrapschen ist ein absolutes No Go. Das hat weder in der Fastnacht noch sonstwo eine Berechtigung.“

Was man beachten muss
Judith Martini, langjähriges Mitglied im "Doll Doll Großrosseln" und Vizepräsidentin im Verband Saarländischer Karnevalisten (VSK), hat einen guten Überblick über die Situation. Es gelte der gute Rat, auf freundschaftliche Umarmungen oder Küsschen auf die Wange gelassen zu reagieren, unerwünschter Anmache jedoch strikt die Rote Karte zu zeigen.

Ariela Eiloff kennt den Karneval schon seit ihrem vierten Lebensjahr als Tanzmariechen, Trainerin, im Vorstandsamt bei Doll Doll. Eiloff: „Man hört und sieht da so einiges, gerade wenn man dem Hofstaat angehört.“ Gerade für eine Frau müsse der Grundsatz gelten, stets klare Grenzlinien zu ziehen.

Übersicht der Fastnachtsumzüge im Saarland 2018

Was meinen eigentlich die Männer zu dem Thema? Ludwig Müller, als Präsident der Doll Doll ein in jeder Hinsicht erfahrener Faasebooz, sagt: „Das Thema Sexismus wird mir von den Medien derzeit etwas zu hoch gehandelt. Da bin ich kein Freund von. Andererseits habe ich Verständnis dafür, wenn eine Frau sich durch allzu plumpe Anmache belästigt fühlt. Da sollte meiner Meinung nach aber der gesunde Menschenverstand ausreichen und tut es nach meiner Wahrnehmung auch.“

Sabine Müller rät zur Gelassenheit: „Dieses Thema wird unterschiedlich beurteilt. Was man zulässt und was nicht, muss jeder für sich entscheiden. Wenn Grenzen gesetzt werden, sollten und werden sie auch akzeptiert. Andererseits sollte man im Karneval auch nicht zu prüde reagieren.“

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Mit Verwendung von SZ-Material (Walter Faas).

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