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Die Burgerei in Saarbrücken: von Food-Porn, Bacon und neuen Burgern

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Schon gewusst? In der Saarbrücker Burgerei lassen sich verschiedenste Zutaten kombinieren. Hier zu sehen: Ein Burger mit Gemüsebratling, Brie und Preiselbeere. Foto: red

Seit 2012 gibt es euch bereits. Wie kam’s zur Idee mit der Burgerei?
Das war relativ spontan, Moritz und ich haben uns getroffen – da meinte ich, dass ich gerne etwas mit Essen, Kochen machen würde. Etwas in der Gastronomie eben. Diese Idee haben wir schnell weiterentwickelt.

Was gibt es hier noch nicht, was wollen die Leute? Das waren so die Fragen, die wir uns gestellt haben. Kurz darauf haben wir uns andere Läden in Deutschland angeschaut und unser Konzept entwickelt.

Wie alt wart ihr zu der Zeit?
Mitte 20 waren wir da, hatten beide schon ein wenig Berufserfahrung.

Auch Erfahrung in der Gastronomie?
Ich habe eigentlich mein Leben lang schon im Gastro-Bereich gearbeitet, wollte früher auch mal Koch werden.  Aber im Endeffekt hatte ich mich dann doch erst einmal für ein Studium entschieden.

Zu Beginn musstet ihr ja einige Hürden meistern, was denn zum Beispiel?
Erst einmal war es nicht leicht, ein Ladenlokal zu finden. Dann war es ebenso schwierig, entsprechende Lizenzen zu bekommen - unter anderem die Schankgenehmigung. Vor allem im Nauwieser Viertel ist das sehr strikt geregelt.

Auch mit der Bauaufsichtsbehörde gab es einige Treffen, um beispielsweise unsere offene Küche umsetzen zu können.

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Hier zu sehen: Die offene Küche. Foto: red

Nun ist es ja so, Burgerläden gibt es wie Sand am Meer. Was denkt ihr, was eure Burger so besonders macht – was ist das Geschäftsgeheimnis?
Wir sind nach wie vor unserer Linie treu geblieben, wir setzen auf Qualität, Regionalität und versuchen, individuell zu bleiben. Darüber hinaus möchten wir nicht wie ein Franchise wirken, sondern Persönlichkeit ausstrahlen.

Apropos Geheimnis: Welche Geheimzutat erwartet den Besucher in der Burgerei?
Ganz klar, die Liebe! Also anfangs hat das schon gedauert, das richtige Rezept zu finden. Wir haben zum Beispiel zehn Bäcker getestet, bis wir das richtige Brot hatten. Aber das Geheimnis ist die Leidenschaft – und die Liebe.

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Altbewährter Klassiker: der Cheeseburger. Foto: red

Wie wichtig ist euch Nachhaltigkeit? Ihr benutzt ja hauptsächlich lokale Produkte.
Das ist schon wichtig, wir versuchen möglichst viele Produkte aus der Region zu beziehen. Auch bei Verpackungen ist das so, die sind ja bei uns recycelbar.

Ihr versucht euch ja öfter mal an neuen Kreationen, wie etwa dem Trüffeloni mit frischen Trüffeln oder dem Tropic Hunter mit Knusperhuhn und Ananas. Denkt ihr euch diese Burger selbst aus? Wie sieht der kreative Schaffensprozess aus?
Wir denken uns die selbst aus, ja. Der Prozess ist allerdings immer unterschiedlich. Im Sommer zum Beispiel, da holen wir dann mal gerne etwas Fruchtiges. Da ich eine große Leidenschaft fürs Kochen habe, kommen mir eigentlich immer Ideen.

Dürfen sich die Gäste also bald auf Saar-Specials freuen?
Auf jeden Fall! Es wird einen saarländischen Burger geben, sehr wahrscheinlich mit Dibbelabbes, Apfelmus und Eiersalat.

Gibt es bei euch so etwas wie ein Secret Menu – also geheime Gerichte?
Ein Secret Menu nicht, die Stammkunden wissen aber, dass man die Zutaten kombinieren kann. Da kommt dann schon einmal die Nachfrage, ob wir Maronen auf ihren Cheeseburger machen können. Oder einen vegetarischen Burger mit Bacon, das gab's auch schon.

Was ist da so die krasseste Kombination, an die du dich erinnern kannst?
Da gab es schon sehr viele Bestellungen, die meinen Geschmack nicht treffen. Zum Beispiel den Truffelburger mit Avocado und Chili. Aber so lange es den Kunden schmeckt, erfüllen wir natürlich jeden Wunsch! 

Was ist dein absolutes Lieblingsgericht auf der Karte?
Ganz klar, der Brie- und Preiselbeere-Burger.

Die VICE hatte mal den Bericht „Hört endlich auf, Essen auf Holzbrettern zu servieren“. Wie wichtig sind Faktoren wie die „Instagram-Tauglichkeit“ für Restaurants auch in 2018?
Das wird definitiv immer wichtiger. Gerade bei den jüngeren Gästen merken wir: Da wird erst einmal ein Foto gemacht – und dann gegessen.

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Da isst das Auge eben mit. Auch wenn es nur die Beilage is(s)t. Foto: red

Würde euer Konzept beispielsweise auch in Bubach-Calmesweiler funktionieren?
Ich kann mir schon vorstellen, dass es woanders funktionieren würde. Das Essen sowie die Qualität der Gerichte könnten wir an einem anderen Standort auf jeden Fall reproduzieren. Nur mit dem Flair des Lokals wäre das eben schwieriger.

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In der Burgerei trifft Moderne auf Vintage. Foto: red

Hättet ihr denn Interesse daran, euer Konzept auszuweiten? Es gibt ja auch einen Burgerei-Lieferservice.
Mittlerweile wird das schon interessant für uns, ja. Aber da ist eben der Spagat schwierig zwischen „wir bleiben ein individueller Laden“ und „uns gibt es trotzdem öfter“.

Aber konkrete Pläne gibt es nicht?
Nein, das nicht. Aber der Wunschgedanke, irgendwann mehrere Filialen zu eröffnen, schon.

© WhatsBroadcast
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