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Prozessbeginn: Mann soll in Dudweiler aus Eifersucht Lebensgefährtin erstochen haben

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Am 28. August 2017 wurde eine 28-jährige Frau in Dudweiler erstochen. Foto: Becker&Bredel.

Wegen Verdacht des Totschlags muss sich seit heute ein 38 Jahre alter Mann aus Saarbrücken-Dudweiler vor dem Landgericht verantworten. Er soll am Abend des 28. August 2017 in der gemeinsamen Wohnung mehrfach mit einem Küchenmesser auf seine langjährige Partnerin eingestochen haben. Die Frau konnte schwer verletzt auf die Straße flüchten, wo sie verblutete.

Unterdessen sei der Angeklagte zurück in die Wohnung in der Hochhaussiedlung. Dort habe er sich vor den Augen des gemeinsamen, acht Jahre alten Sohnes im Flur auf den Boden gesetzt und sich das Küchenmesser einmal selbst in den Bauch gerammt. Der Man kam ins Krankenhaus, wurde notoperiert und überlebte.

Gemeinsamer Sohn (8) muss wohl keine Aussage machen
Vor Gericht macht der Angeklagte bislang weitgehend von seinem Recht zu Schweigen Gebrauch. Die genauen Umstände der Tat, ihre Vorgeschichte und die Schuld des Angeklagten wollen die Richter des Landgerichts nun an fünf weiteren Prozesstagen bis in den April hinein klären.

Dabei dürften Zeugenaussagen aus dem Umfeld der Familie, die Spuren am Tatort und die Analyse der Verletzungen der getöteten Frau von entscheidender Bedeutung sein. Eine Zeugenaussage des acht Jahre alten Jungen, der den eigentlichen Streit zwischen seinen Eltern in einem anderen Teil der Wohnung offenbar nicht beobachtet hat, wird es wohl nicht geben.

Anklage spricht von Eifersucht als Tatmotiv
Nach Erkenntnis der Ermittler dürfte Eifersucht das Tatmotiv der Bluttat in der Dudweiler Hochhaussiedlung gewesen sein. Laut Anklageschrift gab es schon längere Zeit Unstimmigkeiten zwischen dem Paar. Am Tatabend habe der Angeklagte seiner Lebensgefährtin Vorwürfe gemacht, als sie von der Arbeit nach Hause kam.

Er habe nicht akzeptieren wollen, dass sie sich von ihm trennen will. Dazu habe er bereits einige Zeit vorher gesagt, dass er in diesem Fall erst die Frau umbringen werde und dann sich selbst.

Der Prozess wird fortgesetzt.

Mit Verwendung von SZ-Material (Wolfgang Ihl).

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