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1200 neue Arbeitsplätze: Küchenhersteller plant offenbar Werk in Saarlouis

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Es wäre eine der größten Firmenansiedlungen im Saarland. Foto: Matthias Benirschke/dpa-Bildfunk.

Es wäre eine der größten Firmen-Ansiedlungen seit Jahren im Saarland: Nach Informationen der „Saarbrücker Zeitung" plant der deutsche Küchenhersteller Nobilia den Bau eines Werkes im Saarlouiser Industriegebiet Lisdorfer Berg. Rund 1200 Arbeitsplätze sollen dadurch entstehen. Ähnlich große Industrie-Ansiedlungen liegen mit den Werken von Ford und ZF fast 50 Jahre zurück.

Laut übereinstimmenden Quellen hat der Küchenhersteller offenbar großes Interesse an dem mit 28 Hektar größten Grundstück des Industriegebiets. Die Fläche gilt als das Filetstück am Lisdorfer Berg – und würde perfekt zu den Anforderungen des Küchenherstellers passen. Es ist die größte sofort verfügbare und zusammenhängende Industriefläche in Südwestdeutschland.

Nobilia beschäftigt 3000 Mitarbeiter. Bis jetzt.
Nobilia hat seinen Sitz in Verl (bei Gütersloh) und ist der Marktführer in Deutschland. Jede dritte verkaufte Küche der Republik kommt aus Verl, im mittleren Preissegment zwischen 5000 und 6000 Euro ist es sogar jede zweite. Im Geschäftsjahr 2015 durchbrach die Firma erstmals die Schallmauer von einer Milliarde Euro Umsatz.

Das 1945 von zwei Brüdern gegründete Familien-Unternehmen beschäftigt an zwei Produktionsstandorten in Verl rund 3000 Mitarbeiter – und stellt nach eigenen Angaben täglich 29 700 Küchenschränke her. Jährlich verlassen mehr als 630.000 Küchen die beiden Werke. Bislang.

Saarlouis seit Wochen im Gespräch
Denn Nobilia möchte weiter zulegen. Der Name Saarlouis als möglicher neuer Standort hält sich dabei laut der Zeitung „die Glocke“ in Verl bereits seit Wochen hartnäckig. Auf Nachfrage sagte Lars M. Bopf, der Sprecher der Nobilia-Geschäftsführung, am Donnerstag: „Nobilia will weitere Kapazitäten aufbauen und prüft, wo eine solche Erweiterung stattfinden kann.“ Weitere Informationen könnte es bereits Freitag geben, wenn der Hersteller am Stammsitz seine Bilanzpressekonferenz abhält.

Von Seiten des Landes gab es keine offizielle Stellungnahme zu den Plänen. Von der landeseigenen Gesellschaft für Wirtschaftsförderung Saar (GW Saar), die die Flächen am Lisdorfer Berg vermittelt, hieß es nur: „Die Vermarktung des Industriegebietes läuft sehr gut.“

Aus Branchenkreisen hieß es: „Einen solchen Schritt von Nobilia können wir uns in einem Zeitraum von drei bis vier Jahren sehr gut vorstellen.“

Mit Verwendung von SZ-Material (Peter Wilhelm).

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