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Gibt es wirklich mehr Messerattacken im Saarland?

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Symbolfoto: dpa-Bildfunk/Daniel Karmann

Dillingen, Saarbrücken, Saarlouis: In den letzten Wochen haben Angriffe mit Messern viele Menschen im Saarland verunsichert. Doch liegt es daran, dass Medien häufiger über solche Fälle berichten - oder gibt es tatsächlich mehr Fälle, in denen ein Messer zum Einsatz kommt?

Der Landesvorsitzende der Gewerkschaft der Polizei, Ralf Porzel, hat mit der „Saarbrücker Zeitung" (SZ) darüber gesprochen. Er redet von einer „gefühlten" Zunahme an Messerangriffen.

Eine der Ursachen: In Deutschland prallten zurzeit unterschiedliche Kulturkreise aufeinander, so Porzel. In manchen Kulturen würde das Messer schneller gezückt als in anderen. Außerdem träfen Gruppen aufeinander, die in ihren Heimatregionen verfeindet sind.

„Die Kollegen sagen, die Häufigkeit, mit der sie auf Messer stoßen, sei hoch", zitiert die „SZ" den Gewerkschaftschef. Belegbar ist das allerdings (noch) nicht. Taten mit Messer-Beteiligung werden in der Polizei-Statistik nicht gesondert gezählt. Sie werden bei den Gewaltdelikten mitgerechnet.

Kaum Anstieg an Gewaltdelikten zu verzeichnen
Schaut man sich hier die Straftaten „gefährliche Körperverletzung" und „schwere Körperverletzung" an, so habe es laut Michael Hammerschmitt vom Kriminaldienst in Saarbrücken, der der „SZ" die Zahlen vorlegt, 2017 einen Anstieg um gerade einmal sechs Delikte im Vergleich zu 2016 gegeben. Mit 2093 solcher Fälle wird für das vergangene Jahr gerechnet.

Sicher ist, dass es bei Messerattacken häufiger zu schwereren Verletzungen kommt. Damit geht einher, dass Medien verstärkt über diese Fälle berichten. Ein abschließendes Fazit lässt sich also so leicht (noch) nicht ziehen.

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