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A8 Neunkirchen Richtung Saarlouis Zwischen AS Neunkirchen-Oberstadt und AS Neunkirchen/Spiesen Verkehrsbehinderung durch Unfallaufnahme, Gefahr durch Gegenstände auf der Fahrbahn, rechter Fahrstreifen gesperrt (03:12)

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„Saarmojis"-Warnung: Sind deine Daten wirklich sicher?

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Viele User werden bei der Nutzung der „Saarmoji"-App wegen einer Warnmeldung stutzig. Foto: Saarmoji®/SOL.DE.

Die „Saarmoji"-App ist in aller Munde. Weltweit haben sich nach nur drei Wochen mehr als 80.000 Nutzer das Programm mit den Saar-Bildchen auf ihre Smartphones geladen. Auch große deutsche Medien wie FAZ oder Zeit berichteten. Eine Frage treibt viele User allerdings schon seit dem Start der App um: Warum muss ich den Entwicklern der App so viele Rechte übertragen?

Hintergrund
Die „Saarmojis" lassen sich auf zwei verschiedenen Wegen nutzen. Zum einen können User eine Applikation auf ihrem Handy öffnen, von der aus sie dann die Bildchen verschicken können. Zum anderen lassen sich die „Saarmojis" als Tastatur einstellen, sodass Nutzer sie direkt aus dem Chatfenster heraus verschicken können.

Alle Infos zu den Saarmojis

Hier werden viele User stutzig: Will man die „Saarmojis" so nutzen, müssen dem Entwickler diverse Rechte übertragen werden. So warnt eine Tafel davor, dass dem Entwickler bei vollem Zugriff der Tastatur „sämtlicher von dir eingegebene Text" übertragen wird. Darunter könnten auch „persönliche Daten wie deine Kreditkartennummer oder Postanschrift" fallen.

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Nutzer machten ihrem Unmut bei Facebook freien Lauf. Screenshots: SOL.DE.

„Saarmoji" und deren Betreiber reagierten schnell auf die Fragen der User. „Entwarnung: [Die] Warnung erscheint bei [allen] neu installierten Tastatur-Apps und ist eine Standard-Meldung. Wir garantieren, dass wir keine keine dieser Daten erheben. Eure Passwörter, Kreditkartenangaben etc. sind wegen Saarmojis nicht in Gefahr", schreiben die Entwickler in einem Facebook-Post.

Doch wie sicher ist diese Garantie der Entwickler? Wir haben beim Datenschutzbeauftragten des Saarlandes nachgefragt. Der befasste sich nach eigenen Angaben im März mit der „Saarmoji"-App. Er teilte mit, dass an den Betreiber der App tatsächlich keinerlei Texteingaben übertragen würden. Die Warn-Tafel sei eine Standardmeldung. Allerdings würden Daten übertragen, nämlich die Häufigkeit der Nutzung der App und welche Saarmojis benutzt werden. Diese Funktion sei aber zulässig und ließe sich ausschalten.

Zusammengefasst: Es gebe keine datenschutzrechtlichen Bedenken. Dennoch, so der Datenschutzbeauftragte, sollten Nutzer bei der Installation von Drittanbietertastaturen Vorsicht walten lassen, wenn Vollzugriff gewährt werden muss.

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