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Staatsschutz nimmt drei syrische Terrorverdächtige im Raum Saarlouis fest

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Die Tür der Wohnung, in der die Polizei zwei terrorverdächtige Syrer festnahm. Foto: BeckerBredel

Gegen die drei Personen (mit Wohnsitz in Saarlouis) bestanden Haftbefehle wegen des Verdachts der Mitgliedschaft in einer ausländischen terroristischen Vereinigung. Sie werden am Freitag (13. April 2018) beim Oberlandesgericht Koblenz vorgeführt.

Ermittlungen gegen die Terrorverdächtigen
Bereits seit Oktober 2017 ermittelt eine neunköpfige Gruppe des Landespolizeipräsidiums gegen die drei Männer, die im Jahr 2015 als Bürgerkriegsflüchtlinge nach Deutschland kamen und Asyl beantragten.

Den Hinweis auf die Männer erhielten die Polizeibehörden von einem Mitarbeiter einer Flüchtlingsunterkunft außerhalb des Saarlandes. Dieser hatte den 23-jährigen Mann in einem Video erkannt, in dem er mit Handgranaten, diversen Kriegswaffen und in Kampfuniform abgebildet war.

Umfangreiche Ermittlungen des Staatsschutzes, unter anderem im Internet und islamwissenschaftliche Bewertungen, erhärteten den Verdacht der Mitgliedschaft in einer terroristischen Vereinigung gegen den 23-Jährigen und seine beiden Komplizen.

Die Vorwürfe
So versuchte der 23-Jährige beispielsweise über das Internet Personen aus Deutschland als Kämpfer für den syrischen Bürgerkrieg zu rekrutieren. Dabei war er für die verbotene terroristische Vereinigung Ahrar-Al Sham tätig.

Diese Organisation gehört zum salafistischen Spektrum des Widerstandes und will in Syrien einen islamischen Staat auf der Grundlage der Sharia gründen. Die 21 und 27 Jahre alten Männer sollen in Syrien Mitglieder des Islamischen Staates gewesen sein.

Beweismaterial
Sowohl der 23-Jährige als auch der 21-jährige Mittäter wurden darüber hinaus im Kontext der Ermittlungen als islamistische Gefährder eingestuft. Allerdings liegen den Sicherheitsbehörden derzeit keine Erkenntnisse vor, dass die drei Beschuldigten konkrete Anschlagspläne für Deutschland oder Europa gefertigt hätten.

Im Rahmen der Festnahme stellten die Beamten umfangreiches Beweismaterial, unter anderem Handys und Laptops, sicher. Die Ermittlungen sowie die Auswertung von sichergestelltem Beweismaterial dauern derzeit noch an.

Haftbefehle verkündet
In einem Nachtrag meldete sich die Pressestelle des Landespolizeipräsidiums am Freitagnachmittag erneut (13. April 2018) zu Wort: Die Verdächtigen wurden nun dem Haftrichter vorgeführt. Dieser verkündete die Haftbefehle - wegen des Verdachts der Mitgliedschaft in einer terroristischen Vereinigung.

Quelle: Gemeinsame Pressemitteilung der Generalstaatsanwaltschaft Koblenz und des Landespolizeipräsidiums (LPP) Saarland

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