{k}/{n}
Artikel {k} von {n}

A8 Neunkirchen Richtung Saarlouis zwischen Heusweiler und Schwalbach/Schwarzenholz Unfall, Standstreifen blockiert (15:30)

A8

Priorität: Normal

16°C
Saarbrücken
weather-Saarbrücken
16°C
Saarbrücken
weather-Saarbrücken

21-Jähriger verletzt Verkäuferin von Goldankauf in Hanweiler schwer - Anklage wegen schweren Raubes

image

dpa

Die Staatsanwaltschaft Saarbrücken hat mit Anklageschrift vom 22.05.2018 gegen einen 21-jährigen französischen Staatsangehörigen aus Saargemünd Anklage zum Landgericht Saarbrücken –  Jugendkammer -  wegen besonders schweren Raubes in Tateinheit mit gefährlicher Körperverletzung gem. §§ 249, 250 II Nr. 1, 223, 224 I Nr. 2, Nr. 5, 25 II, 73, 73 d StGB, §§ 1, 31, 105 ff. JGG erhoben.

Die Staatsanwaltschaft wirft dem Angeschuldigten im Wesentlichen Folgendes vor:
Am 06.02.2018 gegen 10:30 Uhr soll der Angeschuldigte mit einem Renault Laguna auf den Parkplatz eines Goldankaufgeschäfts in Hanweiler gefahren sein, um die Ladeninhaberin unter Einsatz von Pfefferspray und massiver Gewalt gegen den Körper auszurauben.

Der Angeschuldigte, der zu diesem Zeitpunkt eine Kapuze über den Kopf gezogen hatte, soll sich zur Eingangstür des Geschäftes begeben haben und dort geläutet haben, wo er von der anwesenden Geschäftsinhaberin als früherer Kunde erkannte wurde. Der Angeschuldigte soll sodann eine unter seiner Jacke verborgene Pfefferspraykartusche genommen und ohne weitere Vorwarnung auf die Geschädigte gesprüht haben.

Die Geschädigte soll daraufhin versucht haben, die Sprühstöße des Angeschuldigten abzuwehren, indem sie versuchte, dem Angeschuldigten die Kartusche aus den Händen zu reißen und ihn aus dem Geschäft zu drängen.  Der Angeschuldigte soll nun nach der Geschädigten getreten und geschlagen haben und darüber hinaus  weiterhin mit dem Pfefferspray massiv auf den Körper und Kopf der Geschädigten gesprüht haben.

Danach soll er zunächst von dem Opfer abgelassen haben, um eine abgelegte Geldtasche mit einer niedrigen fünfstelligen Bargeldsumme an sich zu nehmen. Als er hiernach flüchten wollte, versuchte die Geschädigte,  ihn zu verfolgen, worauf er seine Flucht abgebrochen und in das Geschäft zurückgekehrt sein soll.

Geschädigte hatte Todesangst
Hier soll er mit beschuhtem Fuß mit Anlauf in den Körper der Geschädigten eingetreten haben, mehrfach mit der Pfefferspraykartusche auf den Kopf der Geschädigten eingeschlagen haben und sie schließlich zu Boden gebracht haben, wo er ihr gegen Kopf und gegen den Körper getreten haben soll, bevor er das Geschäft verlassen und mit dem PKW über den in unmittelbarer Nähe gelegenen Grenzübergang  nach Frankreich geflüchtet sein soll.

Die Geschädigte, die bei der Tat Todesangst hatte, erlitt durch die Tat massive Kopfverletzungen (zwei Kopfplatzwunden, großflächige Hämatome und multiple Prellungen), die einen achttägigen stationären Krankenhausaufenthalt zur Folge hatten; sie hat bis heute körperlich und psychisch unter der Tat zu leiden.

Der Angeschuldigte, der sich nach seiner Festnahme in Frankreich vom 26.4.2018 bis 10.5.2018 zunächst in Auslieferungshaft befand und sich seit seiner Überstellung nach Deutschland ab dem 11.5.2018 in Untersuchungshaft in der JVA Saarbrücken befindet, hat die Tat im Rahmen seiner Festnahme in Frankreich gegenüber den dortigen Ermittlungsbehörden eingeräumt.

Er hat ausgeführt, aus Geldnot gehandelt zu haben, nachdem er „zu Hause rausgeflogen sei“; er bereue die Tat und wolle  die Geschädigte entschädigen. Er ist im Bereich der Vermögensdelikte in Frankreich bereits vorbestraft. (Kenntlichmachungen von SOL.DE)

Hat dir dieser Artikel gefallen?
Ja Nein