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Sohn mit drei Schüssen in Beckingen getötet: Vater angeklagt

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Der 29-Jährige starb durch drei Schüsse. Archivfoto: BeckerBredel.

Die Staatsanwaltschaft Saarbrücken hat vor dem Landgericht Saarbrücken Anklage gegen einen 65-Jährigen aus Beckingen wegen Totschlags erhoben. Der Kommunalpolitiker soll an Neujahr 2018 seinen 29-jährigen Sohn mit drei Schüssen getötet haben. Dem Angeschuldigten wird außerdem unerlaubter Waffenbesitz vorgeworfen.

Laut Anklageschrift soll der Sohn am 1. Januar gegen den Willen seines Vaters über den Balkon in dessen Wohnhaus im Beckinger Ortsteil Haustadt eingedrungen sein. Dabei soll er „in aggressiver Grundhaltung" auf den Angeschuldigten zugegangen sein. Dieser habe mit einer Pistole (Marke Beretta, Kaliber 7,66 Milimeter) in Richtung seines Sohnes gedroht und ihn aufgefordert, das Haus zu verlassen.

Tödlicher Schuss trifft ins Herz
Das spätere Opfer sei dann ins Obergeschoss gegangen, um eigene Sachen aus dem Haus mitzunehmen. Wie Oberstaatsanwalt Christoph Rebmann mitteilt, sei der 29-Jährige dann wieder die Treppe heruntergekommen, um aus dem Haus zu gehen.

Plötzlich habe der Angeschuldigte auf seinen Sohn geschossen und ihn in der Beckenregion getroffen. Als der 29-Jährige auf der Treppe zusammensank, soll sein Vater, in der Absicht ihn zu töten, noch zweimal auf sein Kind geschossen haben. Dabei traf ein Schuss ins Herz des Geschädigten, der sofort starb.

Die Waffe soll dem Sohn selbst gehört haben. Sein Vater habe die Pistole gefunden und für sich behalten, ohne jedoch eine Erlaubnis zum Besitz für scharfe Waffen zu haben.

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Der Sohn soll psychisch auffällig gewesen sein. Archivfoto: BeckerBredel.

Jahrelang Konflikte in der Familie
Der Angeschuldigte war jahrelang in Orts- und Gemeinderat in Beckingen Mitglied. Er ist geständig und bereut die Tat, so die Staatsanwaltschaft. Er selbst habe nach der Tat den Notruf gewählt.

Den tödlichen Schüssen soll ein jahrelang schwelender Familenkonflikt vorangegangen sein. Dieser sei um die Weihnachtszeit 2017 eskaliert. Der Sohn sei in zahlreiche Ermittlungsverfahren verwickelt und drogenabhängig sowie psychisch auffällig gewesen sein, so Oberstaatsanwalt Rebmann.

Der Vater des Getöteten war nach eigener Aussage verzweifelt gewesen und habe nicht mehr weitergewusst.

Bisherige Artikel zum Thema
2. Januar:  Vater erschießt in Beckingen seinen Sohn
3. Januar:  Familiendrama in Beckingen: Sohn randalierte kurz vor tödlichen Schüssen
4. Januar: Drama in Beckingen: Jahrelanger Familienkonflikt vor der Tat

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