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Familiendrama in Fechingen: 59-Jähriger wegen Mordes angeklagt

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Der 59-Jährige (links) bei der Haftvorführung. Archivfoto: Brandon-Lee Posse/SOL.DE.

Vor einigen Monaten spielte sich in Fechingen ein tödliches Familiendrama ab. Dabei soll ein Mann (59) auf seine Familienmitglieder geschossen haben. Zwei davon kamen bei dem Angriff ums Leben.

Am Mittwochvormittag (8. August 2018) gab die Staatsanwaltschaft Saarbrücken bekannt, dass sie nun Anklage gegen den 59-Jährigen erhebe. Im Raum steht der Verdacht des Mordes in zwei Fällen sowie versuchter Mord in zwei weiteren Fällen. Aus der Anklageschrift geht folgender Tatvorgang hervor:

Familiendrama in Fechingen
Am 19. Mai 2018 feierte die Ex-Frau N. H. des Angeschuldigten ihren 60. Geburtstag. Die Feier fand in ihrem Wohnanwesen in Saarbrücken-Fechingen statt; mehrere Familienmitglieder waren anwesend. Darunter der Sohn V. H. des Angeschuldigten, die Tochter H. H. des 59-Jährigen und auch ihr Ehemann A. H.

Der Tatverdächtige soll sich von seiner geschiedenen Ehefrau sowie den beiden Kindern „ein Leben lang drangsaliert“ gefühlt haben. Er empfand es wohl als ungerecht, dass er mit einer schweren Nierenerkrankung habe leben müssen, während die restlichen Familienmitglieder gesund seien.

Aus diesen Gründen soll sich der 59-Jährige dazu entschlossen haben, seine geschiedene Ehefrau und die beiden Kinder zu erschießen. Um seinen mutmaßlichen Plan in die Tat umzusetzen, habe er sich gegen 14.30 Uhr zum Wohnhaus der geschiedenen Ehefrau begeben. Dieses betrat er durch die geöffnete Terrassentür.

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Die Spurensicherung ermittelt am Tatort im Drosselweg in Saarbrücken-Fechingen. Foto: Brandon-Lee Posse/SOL.DE.

Fechingen: Tödliche Schüsse
Im Inneren des Hauses soll er mittels einer (Jahre zuvor illegal beschafften) Pistole zunächst auf seine Tochter H.H. geschossen und diese am linken Oberarm verletzt haben. Als ihr Ehemann zu Hilfe kommen wollte, soll der Angeschuldigte auch auf diesen geschossen und ihn tödlich verletzt haben.

Danach habe der Angeschuldigte zweimal auf seine geschiedene Ehefrau geschossen und sie am linken Oberarm sowie in die Brust getroffen. Schwerverletzt soll sie vor die Haustür geflüchtet sein.

Danach kam es wohl zu einem Gerangel zwischen dem 59-Jährigen und seinem Sohn V.H. Hierbei habe der Angeschuldigte mehrfach auf den Sohn geschossen und diesen dreimal – mindestens einmal tödlich - getroffen.

Schließlich soll sich der mutmaßliche Schütze zu seiner geschiedenen Ehefrau begeben haben. Vor der Haustür habe er sie aufgefordert, ihn mit der Pistole zu erschießen. Die Ehefrau soll das abgelehnt haben, wonach sich der Angeschuldigte entfernt haben soll.

Er wurde zeitnah festgenommen und befindet sich seit dem 20.05.2018 in Untersuchungshaft. Die Ex-Frau musste wegen der Schussverletzungen zwischenzeitlich zweimal operiert werden. Der Angeschuldigte ist geständig und hat auch die entsprechende Motivlage geschildert.

© WhatsBroadcast
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