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Saarbrücken: Frau zu Tode gewürgt - Dr. S. wegen fahrlässiger Tötung angeklagt

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Zivilbeamte führen den Tatverdächtigen Dr. S. in Saarbrücken dem Haftrichter vor. Foto: BeckerBredel

Laut Anklageschrift ergeben die Ermittlungen der Polizei folgenden mutmaßlichen Ablauf der Tat: Der Angeschuldigte Dr. S. soll sich am Samstag, 8. Juli 2017, zusammen mit seiner Frau in der gemeinsamen Wohnung am Staden in Saarbrücken aufgehalten haben. Dabei soll die Ehefrau betrunken gewesen sein und unter dem Einfluss von „zentralwirksamen Medikamenten“ gestanden haben.

Im Laufe des Abends sei die Dame dann im Flur gestürzt, habe sich dabei im Gesicht verletzt. Später soll der Tatverdächtige sich auf seine Frau gekniet haben, während diese auf dem Rücken lag. Möglicherweise, so die Staatsanwaltschaft, habe er sie auch gegen eine Wand gedrückt. Dies lässt sich nicht mehr genau rekonstruieren.

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Eine weitere Aufnahme des Arztes mit den Zivilbeamten. Foto: Becker & Bredel

Dann soll der Angeschuldigte beide Hände um ihren Hals gelegt und ihr mit voller Kraft die Kehle zugedrückt haben. Aufgrund dessen habe die Ehefrau unter anderem eine Kehlkopffraktur erlitten. Anschließend soll sich die Geschädigte noch selbstständig ins Bett begeben haben. Später gesellte sich ihr Ehemann wohl zu ihr.

Im Bett stellte Dr. S. mutmaßlich fest, dass die Ehefrau „einen komatösen Eindruck vermittele.“ Und dennoch habe er sie weder selbst versorgt noch Hilfe geholt. Spätestens nach Mitternacht soll die Frau verstorben sein.

Einsatz der Polizei
Am frühen Sonntagmorgen wurden über den Notruf Polizei sowie Rettungsdienst gerufen. Die Putzfrau des Paares schlug Alarm. Nach Informationen der „Saarbrücker Zeitung“ (SZ) soll Dr. S. diese telefonisch darüber verständigt haben, dass er seine Frau tot im Bett gefunden habe.

Offenbar konnte der 62-Jährige die Verletzungen seiner Gattin zunächst mit einem Sturz erklären. Daher entfernte sich die Polizei nach den erstem Ermittlungen wieder vom Tatort. Einige Stunden danach rückte jedoch das SEK zur Wohnung am Staden aus. Denn gegenüber Bekannten soll der Arzt geäußert haben, sich selbst erschießen zu wollen. Wegen Suizidgefahr wurde der Mann anschließend in die Sonnenbergkliniken gebracht.

SEK-Einsatz am Staden

Dort erklärte man ihm am Montagabend seine Festnahme; zwischenzeitlich ergab sich (unter anderem durch die Ergebnisse der Obduktion seiner Frau) ein dringender Tatverdacht gegen ihn.

Aktuell lautet die Anklage: „Verdacht der vorsätzlichen gefährlichen Körperverletzung durch eine das lebende gefährdende Behandlung in Tatmehrheit mit fahrlässiger Tötung.“

Die bisherigen Artikel zum Thema
11.07.2017: Arzt-Gattin (51) in Saarbrücken getötet
12.07.2017: Richter schickt ihn hinter Gitter: Hat dieser Arzt am Staden seine Frau getötet?

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