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dpa/lrs

Scharfe Kritik an saarländischem AfD-Chef Josef Dörr nach Teilnahme an Trauermarsch

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Josef Dörr (rechts) wird für seine Teilnahme am Trauermarsch in Chemnitz, an dem unter anderem Björn Höcke teilnahm, kritisiert. Foto: Ralf Hirschberger/dpa-Bildfunk.

Nach der AfD-Kundgebung in Chemnitz hat die Vereinigung der Saarländischen Unternehmensverbände (VSU) kurzfristig Vertreter der Partei für den Parlamentarischen Abend am gestrigen Montag (3. September) ausgeladen.

Als Grund nannte die VSU die Teilnahme des saarländischen AfD-Landes- und Fraktionsvorsitzenden Josef Dörr am sogenannten Trauermarsch am vergangenen Samstag in Chemnitz. Auslöser dafür war die tödliche Messerattacke auf einen 35-jährigen Deutschen vor rund einer Woche gewesen. Ein Iraker und ein Syrer sind tatverdächtig.

„Mitglieder der saarländischen AfD-Fraktion haben im Zusammenhang mit den jüngsten Ereignissen in Chemnitz erkennen lassen, dass sie Nähe zu Kreisen suchen, die wir nicht mehr zum demokratischen Spektrum zählen", sagte VSU-Präsident Oswald Bubel der Deutschen Presse-Agentur. Damit hätten sie eine rote Linie überschritten.

Auf dieser Basis sehe die VSU keine Grundlage für einen Austausch mit Repräsentanten der AfD. „Die Gesinnung und das Menschenbild, das die AfD vertritt, sind uns fremd. Dem wollen wir keine Bühne bieten."

Empörung über Dörr
Dörr war in Chemnitz in der ersten Reihe an der Seite von Thüringens AfD-Chef Björn Höcke zu sehen gewesen. Dort war auch Lutz Bachmann, Gründer des islamfeindlichen Pegida-Bündnisses. „Das war Zufall und hat sich so ergeben", sagte Dörr am Montag in Saarbrücken. Dass er nun vom VSU ausgeladen wurde, sei „absolut unverständlich und nicht akzeptabel".

Auch Politiker der Großen Koalition an der Saar reagierten empört auf Dörrs Teilnahme an dem Marsch. „Jedem Saarländer ist deutlich geworden, wo Herr Dörr steht, nämlich rechts neben Herrn Höcke", sagte SPD-Fraktionschef Stefan Pauluhn.

Linken-Fraktionschef Oskar Lafontaine sagte, die Wiederherstellung des Sozialstaates sei das entscheidende Mittel, um den Rechtsradikalismus zu stoppen. „Wer das nicht versteht, macht sich mitverantwortlich dafür, dass er immer stärker wird."

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