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Gibt es bald Nachtwächter im Nauwieser Viertel?

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Das Bermuda-Dreieck zwischen den Kneipen „Fleur de Biere", „Kurze Eck" und „Mono" beim Nauwieser Viertel Fest. Foto: Nico Schneider/SOL.DE

Seit der Streit zwischen Anwohnern und Feierwütigen im Nauwieser Viertel vor Gericht zu landen drohte, hat sich einiges getan.

Die Maßnahmen von Barbetreibern und Stadt zeigten Wirkung. Türsteher hindern Gäste daran die Kneipen mit ihren Getränken zu verlassen. Tische dürfen nur noch bis 00:00 draußen vor den Bars stehen. Die Situation hat sich dadurch etwas beruhigt. 

Nachtwächter im Nauwieser Viertel

Doch Bürgermeister Ralf Latz scheint das noch nicht genug. „Es ist besser, aber noch nicht gut", äußerte er gegenüber der „SZ". Zwar zeigt sich der SPDler zufrieden mit den kooperativen Gastronomen, die die getroffenen Vereinbarungen einhalten, doch die Situation sei nach wie vor verbesserungswürdig.

Nun sollen „Viertelwächter" die Situation im Nauwieser Viertel - speziell im sogenannten Bermuda-Dreieck - zusätzlich deeskalieren. Zwischen Mitternacht und 3 Uhr früh sollen sie als Ansprechpartner durch das Viertel patroullieren. „Ansprechpartner", weil die Aufgabe der Wächter nicht sein soll, die Gäste einzuschüchtern.

Vielmehr sollen sie bei Streit, Geschrei und Krach schlichtend eingreifen und die Feiernden dazu anhalten, ruhiger zu sein. Wann die Streifzüge beginnen sollen, steht noch nicht fest. Die Landeshauptstadt sucht noch bei Sicherheitsdiensten nach geeigneten Mitarbeitern. Und auch ein brauchbarer Name steht noch aus. Die bisherigen Vorschläge „Viertelwächter" und „Nachtbürgermeister" sagen dem (tatsächlichen) Bürgermeister nicht zu. 

Zusätzlich zu Türstehern und Nachtwächtern soll das Problem an der Wurzel gepackt werden. Eine Plakatkampagne soll die Feiernden im Viertel für die Probleme der Anwohner sensibilisieren. Das Stadtmarketing arbeitet aktuell an Entwürfen. Latz wünscht sich, dass durch die Zusammenarbeit von Gastronomen, Ordnungsamt und Polizei ein Kompromiss gefunden wird. Das Viertel soll ruhiger werden und dabei lebendig bleiben - inklusive Kneipenszene

Wird das Problem dadurch gelöst?

Intensive Feld-Recherchen der SOL.DE-Redaktion haben ergeben, dass das feiernde Volk im Viertel erfinderisch ist. Wenn man mit Bier in der Hand die Bar nicht mehr verlassen darf, betritt man sie eben gar nicht erst. Auf der Straße dürfen schließlich auch mitgebrachte Getränke konsumiert werden. Diese Haltung könnte den Kneipen und Bars nachhaltig schaden, während die Spätis im Umkreis profitieren. Müll und Lärm werden allerdings nicht reduziert. Die Nachtwächter könnten hier durchaus Abhilfe schaffen. Fraglich ist, ob das Viertel damit nicht endgültig seine Attraktivität verliert und die Kneipenbesucher wie Parasiten zum nächsten Wirt bzw. Viertel weiterziehen.

Die gute Nachricht: Winter is coming. Und bei kühleren Temperaturen trinkt es sich bekanntlich besser drinnen. Die Kälte sollte demnach helfen, Lärm und Müll im Bermudadreieck zu reduzieren. Zumindest vorübergehend. 

Was bisher geschah 

10.08.2018: Nauwieser Viertel Saarbrücken: Lösung für „Dauer-Party-Problem" gefunden?
30.07.2018: Nauwieser Viertel Saarbrücken: Türsteher und Passierscheine im „Bermudadreieck"
12.07.2018: Ärger im Nauwieser Viertel Saarbrücken: „Ruf des Innenministeriums ist absurd"
12.07.2018: Streit um Feierei im Nauwieser Viertel in Saarbrücken - So geht es nun weiter
11.07.2018: Streit um Feierei im Nauwieser Viertel in Saarbrücken - So reagiert Bürgermeister Latz
05.07.2018: Nauwieser Viertel Saarbrücken: Streit um nächtliche Feierei - Anwohner wollen klagen

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