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Laura Bohrer/SOL.DE

Made in Saarland - Produkte aus der Region, die man als Saarländer kennen sollte (Teil 2)

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Na, welche Tiefkühlpizza und ihre Miniaturvariante werden hier im Saarland hergestellt? Foto: Symbolfoto Pexels. CC0-Lizenz.

Für ein derart kleines Bundesland hat das Saarland so einige Produkte hervorgebracht, die man mittlerweile in der ganzen Welt - oder zumindest in ganz Deutschland - kennt. Da ist auch die Enttäuschung zu verkraften, dass die saarländische Universalwürze, der allseits beliebte Maggi, nicht aus der Region stammt.

Nachdem der erste Teil unserer "Made in Saarland"-Serie gezeigt hat, dass die heiß begehrten Salzstangen, hierzulande auch Stixi genannt, ihren Ursprung im Saarland haben, haben wir auch diesmal ein paar Überraschungen dabei.

Blau schon vor dem ersten Schluck!
Nicht nur Bier und Liköre, sondern auch echte Modegetränke kommen aus dem Saarland. 2011 kreierte Denis Reinhardt den Dreyberg. Das eisblaue Trendgetränk, bestehend aus Wodka, Minze, Eukalyptus, Zitrone und einem Tropfen Edelweiß, hat seither seinen festen Platz auf den Getränkekarten von Bars und Diskotheken.

Mittlerweile gibt es Dreyberg nicht mehr nur in der eisblauen Version, die wie die Gletschereis- Bonbons schmeckt, sondern auch in rot. Hergestellt wird die Alkoholmixtur von Capulet & Montague in Saarbrücken zusammen mit einer Reihe saarländischer Ginsorten.

Ein Beitrag geteilt von Meguin (@meguin_oils) am

Gut geschmiert und schon läuft's rund!
Angefangen hat alles 1847, als Unternehmensgründer Gustav Meguin in die Produktion von Huffetten, Leinölen und Wagenschmiermitteln einstieg. Heutzutage zählt MÉGUIN zu den führenden Systemlieferanten auf dem Gebiet der Mineralölprodukte und Schmierstoffe.

Von den MÉGUIN-Werken in Saarlouis aus werden die Öle und Schmierstoffe in die ganze Welt exportiert.

Schnell mal 'ne Pizza in den Ofen!
Die Soße angebrannt, der Braten im Ofen komplett schwarz... Wenn's in der Küche brenzlig wird, kommt die Rettung häufig aus dem Tiefkühlfach: Pizza. Aber nicht irgendeine Pizza, sondern eine aus dem Saarland, genauer gesagt eine Wagner Steinofenpizza.

Zwar gehört die Wagner Tiefkühlprodukte GmbH mittlerweile zum Lebensmittelgroßkonzern Nestlé, seinen Sitz hat das 1968 gegründete Unternehmen aber nach wie vor in Nonnweiler-Otzenhausen. 1973 haben die bekannten Steinbackofen-Pizzen erstmals das Licht der Welt erblickt. Später folgten dann die Wagner Piccolinis.

wenigstens das #frühstück ist gut! #fennerharz #butter

Ein Beitrag geteilt von Daniel McFly (@danielmcfly) am

Süßes aus einem kleinen, gelben Eimer
Welcher Saarländer hatte als kleines Kind nicht mal Fenner Harz auf dem Frühstücksbrot? In den niedlichen, gelben Eimerchen, in denen der zuckrige Rübensirup noch heute verkauft wird, steckt ein echtes Stück Saarnostalgie.

Ursprünglich hergestellt wurde der Zuckerrübensirup im Völklinger Stadtteil Fenne, daher auch der Name "Fenner Harz". Heutzutage wird der klebrige Aufstrich aus dem Saarland von der Grafschafter Krautfabrik Josef Schmitz KG mit Sitz in Meckenheim/NRW produziert.

Während das Produkt überall sonst in Deutschland unter dem Produktnamen Grafschafter Goldsaft verkauft wird, steht es in saarländischen Supermärkten noch unter der ursprünglichen Bezeichnung im Sortiment.

Gutzjen mal flüssig, oder Aperol Sprizz auf Saarländisch!
Wer denkt, die Liste an saarländischen Szenegetränken beginnt und endet mit Dreyberg, liegt falsch. Die Erfinder des fruchtigen Twiice-Likörs haben aus der regionalen Herkunft des Getränks keinen Hehl gemacht.

Die vollständige Bezeichnung der Spirituose lautet Twiice Liquid Gutzje und spielt damit auf den Geschmack von Orangen- und Zitronenbonbons an. Trinken kann man den Saarlikör als Shot, Longdrink oder Aperitiv, beispielsweise mit Sprite und einer frischen Scheibe Orange als saarländische Alternative zum Aperol Sprizz.

Gut organisiert! Der Planer aus dem Saarland
Hinter der Bezeichnung X17, bzw. X47, verbirgt sich nicht etwa ein neues Modell von BMW, sondern ein in Handarbeit hergestellter Terminkalender aus Saarbrücken. 2002 entwickelte Matthias Büttner mit seinem sogenannten "Book-by-Book-System" ein völlig neuartiges Terminkalenderkonzept, das mittlerweile Nachahmer und Fans in der ganzen Welt gefunden hat.

Statt einzelne Blätter per Ringbindung zusammenzuheften, setzt sich der X47, und auch die neue, günstigere Variante X17, aus Einzelheften zusammen. Eine Federschiene aus Edelstahl hält die in eine Lederhülle eingeschlagenen Hefte zusammen. Dadurch ist der Planer flacher und bequemer zu beschreiben als herkömmliche Terminkalender.

Aus der saarländischen Apotheke in die Welt
Kosmetikartikel von medipharma cosmetics, Fußcreme von Allgäuer Latschenkiefer und Zahnpflegeprodukte von Lacalut sind aus der tagtäglichen Werbung und vom Gang in die Apotheke wohlbekannt. Was jedoch kaum einer weiß: Hinter all diesen Marken steckt ein familiengeführtes Unternehmen aus dem Saarland.

1978 gründete der Homburger Apotheker, Prof. Dr. Peter Theiss, die auf die Herstellung von Naturheilmitteln spezialisierte Dr. Theiss Naturwaren GmbH. Das Unternehmen hat noch heute seinen Hauptsitz in Homburg, wo in zwei Produktionsstätten die kosmetisch-pharmazeutischen Produkte hergestellt werden. Von hier aus geht es in 60 verschiedene Länder in der ganzen Welt.

Saar-Grubenwasser aus der Flasche
Nicht zu verwechseln mit dem Grubenwasser, das immer wieder für negative Schlagzeilen im Saarland sorgt, ist diese Spirituose von der Eckerts Wacholder Brennerei aus Tholey. In 0,7l-Flaschen verkauft der saarländische Edelbranntweinhersteller Grubenwasser, das man trinken kann.

Der Schnaps aus schwarzem Wacholder wird mit einer geheimen Kräutermischung angesetzt und ist in der Form nur im Saarland erhältlich. Ebenfalls saarländisch inspiriert ist der "Saarländer", ein kräuterbasierter Amaro Likör.  

Teil 1 unserer Serie "Made in Saarland" verpasst? Kein Problem, hier geht's zum Artikel. Kennt ihr sonst noch tolle Produkte aus dem Saarland? Schickt uns eure Vorschläge gern per E-Mail an redaktion@sol.de oder per Nachricht auf unserer Facebook-Seite.

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