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NSU hatte 86 Anschlagsziele im Saarland

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Den NSU-Mitgliedern Beate Zschäpe, Uwe Böhnhardt und Uwe Mundlos werden zehn Morde ins ganz Deutschland zur Last gelegt. Foto: Frank Doebert/dpa-Bildfunk.

Die Terrorzelle Nationalsozialistischer Untergrund (NSU) sammelte auch Daten aus dem Saarland. Wie aus der Antwort der Landesregierung auf eine Anfrage der Linken (PDF) hervorgeht, hatte die Terrorvereinigung 86 potenzielle Anschlagsziele im Saarland.

Neben 18 Einzelpersonen (davon zwölf Politiker) standen auch 21 Parteieinrichtungen, 16 Geschäfte, 14 Vereine, sieben Verwaltungseinrichtungen, sieben religiöse Einrichtungen und drei Militäreinrichtungen auf der "Feindesliste".

Das Bundeskriminalamt (BKA) hatte sie 2011 gefunden und dem Saarländischen Landeskriminalamt übergeben. Das wiederum informierte zusammen mit der Landesregierung die Betroffenen.

Ob es sich bei der Liste um eine Todesliste handelt, ist umstritten. Das BKA sagt, die Daten seien willkürlich und telefonbuchartig vom NSU gesammelt worden. Warum die Terrorzelle die Daten auflistete, ist nicht bekannt. Linken-Abgeordnete Dennis Lander hatte zuvor von "86 Anschlagszielen" gesprochen.

Lander sagte, es bestätige sich, „wie gefährlich die extreme Rechte ist und wie verantwortungslos es ist, wenn Sicherheitsbehörden und Regierungspolitiker auf dem rechten Auge blind sind." Zudem müsse aufgeklärt werden, "auf welche Strukturen und Personen, auf welches Unterstützer-Umfeld im Saarland sich Böhnhardt, Mundlos und Zschäpe stützen konnten."

Den NSU-Mitgliedern Beate Zschäpe, Uwe Mundlos und Uwe Böhnhardt werden zehn Morde, darunter neun an Migranten, zugerechnet. Zschäpe wurde im Juli zu lebenslanger Haft verurteilt; Mundlos und Böhnhardt begangen 2011 Selbstmord.

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