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Das kann nicht ihr ernst sein: „Scrabble" heißt jetzt „Buchstaben-YOLO"

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Rapper MC Fitti stellt in einem Clip den neuen Namen vor. Es ist peinlich. Foto: Mattel.

Mit dieser Namensumbenennung hat sich „Mattel" wohl selbst ein Ei ins Nest gelegt. Der Spielehersteller hat sich zum 70. Geburtstag seines Hits „Scrabble" dazu entschieden, den Namen des beliebten Brettspiels in „Buchstaben-YOLO" zu ändern.

Mit dem neuen Titel will „Mattel" einen Neuanfang einleiten und junge Leute ansprechen. „Sprache ist wandelbar! Heutzutage wird in der Gesellschaft teilweise ganz anders gesprochen als noch vor 70 Jahren und das liegt nicht zuletzt an den vielzähligen Jugendlichen mit ihren kreativen Wortkreationen", begründet der Konzern die Umbenennung. „YOLO" steht übrigens „You Only Live Once" („Du lebst nur einmal") und war für das „Jugendwort des Jahres" nominiert - im Jahr 2012.

Ein Werbespot setzt allem noch die Krone auf

In einem Werbeclip stellt Rapper MC Fitti („Geilon", „Mama Halblang") das Spiel vor. Er benutzt dabei Worte wie „Babo", „Swag" und „fette Props". „So spricht die Jugend von heute", scheint „Mattel" wohl zu denken.

Der Gipfel der Peinlichkeit ist erreicht, als die Schauspiel-Mutter im Werbeclip den Dab macht. Popularität erlangte die Tanzfigur tatsächlich vor allem bei Jugendlichen, das ist jetzt aber auch schon drei Jahre her.

Netz reagiert mit Hohn und Spott

Wie eigentlich von allen - außer scheinbar „Mattel" - zu erwarten, hat die Namensänderung online einen kleinen Shitstorm ausgelöst. User schreiben zum Beispiel, sie hätten „dieses Jahr noch nichts Peinlicheres gesehen" und bitten den Duden, zu intervenieren. Der Kultursender „Arte" schreibt auf Twitter, er würde sich wohl in Zukunft in „flyer Kultur-Shit" umbenennen. Auch für andere Brettspiele fand die Netzgemeinde ein paar passende, neue Namen:

Gewagt, dämlich und saublöd

Nicht nur online, auch offline gibt es Beschwerden. Der Verein „Scrabble Deutschland", der regelmäßig Turniere veranstaltet, zeigt sich äußerst unzufrieden. „Ich möchte das Verhältnis zu Mattel ja nicht unnötig belasten, aber einen Klassiker mit einem Slang-Begriff zu ersetzen, der obendrein offensichtlich schon wieder aus der Mode gekommen ist, halte ich für irgendetwas zwischen gewagt, dämlich und saublöd", so der Vorsitzende, Sebastian Herzog.

„Jugendwort des Jahres 2018": Das sind die Nominierten

Das Online-Magazin „Jetzt" hat weiter recherchiert und mit „Mattel" gesprochen. Doch, so schreibt die Website, scheint alles wirklich ernst gemeint zu sein.

Immerhin: Am legendären Spielkonzept soll sich nichts ändern. Brettspiel-Freunde können unter dem neuen Namen „Buchstaben-Yolo" also weiterhin Wörter legen - „voll lit", wie „Mattel" wohl sagen würde.

© WhatsBroadcast
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