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Keksteig zum Löffeln: SOL.DE probiert den „Spooning Cookie Dough" aus der „Höhle der Löwen"

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„Spooning Cookie Dough", der Keksteig zum Löffeln, wurde vergangene Woche in der Höhle der Löwen gepitcht. Foto: SOL.DE-Redaktion

Endlich Keksteig löffeln ohne, dass Mama oder Papa (auch Männer können backen) mit Prophezeiungen von Bauchweh bis Übelkeit drohen! Das ist nicht nur der Traum vieler Kinder, sondern auch der sehnsüchtige Wunsch der (mehr oder weniger) erwachsenen Belegschaft der SOL.DE-Redaktion. 

Dementsprechend begeistert waren wir, als in der „Höhle der Löwen" der Spooning Cookie Dough" vorgestellt wurde: Ein Keksteig zum roh Essen ohne Bauchwehgefahr. 

Das Konzept

Der Cookie Dough verspricht ein Löffel-Erlebnis wie beim Plätzchenbacken bei Oma. Die Idee kam den Gründern Diana Hildenbrand und Constantin Feistkorn, als Diana schwanger war und ihrer liebsten Beschäftigung nicht mehr nachgehen konnte: nach dem Backen die Schüssel auslecken. Auch, wenn aktuell kein Redaktionsbaby im Anmarsch ist, können wir als empathisches Medium ihre Verzweiflung nachvollziehen.

Das Problem: Rohe Eier und auch Backpulver sollten nicht ungebacken gegessen werden. Darum begaben sich die beiden Gründer in die Küche und schufen mit einem speziellen Mehl einen Keksteig zum Rohverzehr. Spooning Cookie Dough war geboren und wurde 2017 im Spooning-Shop in Berlin der Welt vorgestellt. 

Der Pitch in der Höhle der Löwen

Jetzt wollen die Gründer den Keksteig auch dem Rest von Deutschland zugänglich machen. Am 11. September 2018 wurde ihre Vorstellung in der VOX-Show die „Höhle der Löwen" ausgestrahlt. Die gute Nachricht für alle Sießschnissen unter euch: 210.000 Euro wurden in das Start-Up investiert. Aus schlechter Erfahrung mit anderen Löwen wollen wir an dieser Stelle keine Details spoilern. 

Der Teig im Test

Wir haben aufopferungsvoll - für euch - den Keksteig eingehenden Untersuchungen unterzogen. Begutachtet wurde vor allem natürlich der Inhalt, aber auch Preis, Zubereitung und Idee. 

Beschaffung und Preis

Kaufen könnt ihr den „Spooning Cookie Dough" aktuell bei Netto, Real, Woolworth, Kaufland und über den REWE-Lieferdienst. Drei verschiedene Sorten werden im Supermarkt derzeit für 3,99€ angeboten. „Chocolate Birthday" mit bunten Schokolinsen, „Chocolate Chips" mit Schokoladentropfen und - unsere Wahl - „Caramel 'n' Salt" mit Karamellstücken, Mandelkrokant und Meersalz. 

Inhalt und Kalorien

Keksteig Löffeln ganz ohne Bedenken? Ganz so einfach ist es leider nicht. Ein Becher hat zubereitet etwa 900 Kalorien. Zum Vergleich: Eine Wagner Steinofenpizza hat etwa 840 Kalorien. Da wir uns in der Redaktion mit Ballsport fit halten, können wir uns das gönnen.

Die zweite traurige Nachricht: Auch wenn der Eimer erstmal nach einer großen Portion aussieht, sind die Becher leider nur bis zur Hälfte mit dem Kekspulver gefüllt. Die Verpackung verspricht mehr, als sie halten kann. 

Zubereitung

Der Spooning Cookie Dough ist leider nicht sofort verzehrfertig. Um nicht an eine Kühlkette gebunden zu sein, haben sich die Gründer für eine Art Instant-Backmischung entschieden. Zu dem Pulver in der Packung muss erst ein Esslöffel Butter oder Margarine und etwas Wasser gerührt werden. Laut Verpackung geht das ganz einfach mit einem Löffel im Becher.

Laut unserer Erfahrung ist das Verrühren mit der angegebenen Menge Butter ganz schön kräftezehrend. Mit einem Mixer und einer Schüssel ist das Vermengen sicher ganz einfach. Mit der Löffel-Methode dauert es eine Weile bis der halbwegs cremige Teig entsteht. Wir empfehlen: Versucht es lieber mit einer Gabel oder mit mehr Fett - auf die paar Kalorien mehr kommt es jetzt nicht mehr an.

Die Zubereitung nimmt dem Produkt leider die Spontanität. Wer unterwegs einen süßen Snack will, hat wahrscheinlich keine Lust den Rest des Tages mit einer angebrochenen Packung Margarine in der Tasche herumzulaufen. Nichtsdestotrotz sollten auch diejenigen unter euch, die ihren Backofen als Stauraum benutzen, mit dem Verrühren von drei Zutaten fertig werden. Wir glauben an euch! You can do it!

Geschmack und Konsistenz

Was den Geschmack angeht, hält der Keksteig, was er verspricht. Teile der Redaktion fühlten sich prompt in ihre Kindheit zurückversetzt. Der uralte Streit um die wichtige Frage, wer den Becher ausschlecken darf, entbrannte unter den Geschwistern, ähm Kollegen. Der „Spooning Cookie Dough" ist mit etwa 40 Prozent Zucker natürlich eher süß und auch nichts für Low-Carber, schmeckt aber tatsächlich fast wie Omas Plätzchenteig. Und die „Salt 'n' Caramell"-Variante hat - wie der Name vermuten lässt - eine salzig-süße Qualität. 

Natürlich meldeten sich auch kritische Stimmen: „Also ich hätte lieber den fertigen Keks", äußerte eine Kollegin, die anne-onym bleiben möchte. Der Mangel an goldene Keksteigerinnerungen mag aber auch ihren drei Brüdern geschuldet sein. Wer ihrer Meinung ist, kann den Teig tatsächlich auch backen. Wer wie Kollege Y lieber ein Eis hätte, kann ihn einfrieren.

Was die Konsistenz angeht, scheiden sich die Geister. Wir möchten uns erneut zu der Empfehlung hinreißen lassen, euch lieber noch einen Klecks Butter mehr zu gönnen. Das Krokant und die Karamellstückchen sind nach dem Anrühren noch bemerkenswert hart. Passt also auf eure Zähne auf! (Dieser Hinweis ist uns, als verantwortungsvollem Medium, auch aufgrund der Zuckrigkeit besonders wichtig.)

Fazit

Sicher ist: Der Keksteig kommt zur richtigen Zeit. Weihnachten steht vor der Tür - wenn man den Einzelhandel und das Nikolauspostamt fragt. Dutzende Kinder (und halbwegs Erwachsene) werden begierig auf Plätzchenteig starren und Mütter, Väter, Omas, Opas oder andere Spielverderber werden düstere Szenarien von Bauchschmerzen weissagen. Da kommt der „Spooning Cookie Dough" gerade recht. 

Als Alternative zum Original ohne gesundheitliche Gefahren (wenn man von Karies und Übergewicht absieht), ist der Teig alle mal geeignet. Natürlich kann nichts mit Omas Keksteig mithalten, aber der süße „Cookie Dough" ist schnell angerührt und lecker. Ob sich das neue Naschwerk gegen Klassiker - wie sein gebackenes Pendant - durchsetzen kann oder der Teig langfristig den Löffel abgeben muss, bleibt auch der sonst so hellsichtigen Schnääkes-Aufsicht bislang verborgen. Die Redaktion jedenfalls wünscht euch frohes Löffeln. (Pun intended)

© WhatsBroadcast
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