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Notfallplan der Saarbahn erntet Kritik aus Politik und Universität

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Fast ein Drittel der Buslinien im Stadtgebiet sollen ab Montag (01. Oktober) eingeschränkt fahren. Foto: BeckerBredel.

Der Notfallfahrplan der Saarbahn, in Zuge dessen 16 Buslinien reduziert werden sollen, erntet jetzt Kritik. Politiker fordern Preissenkungen für Buskunden, der Asta der Uni Saarland spricht von einem „Schlag ins Gesicht“.

Der Plan sieht vor, dass etwa ein Drittel der Buslinien in Saarbrücken gestrichen oder eingeschränkt werden. Die Notlösung soll bis Anfang Januar gelten. Die Saarbahn GmbH reagiert damit auf die erheblichen Verspätungen und die Häufung von Fahrtausfällen. Diese seien laut der Unternehmenssprecherin Ulrike Reimann auf dem Fahrermangel begründet. Das berichtet die „SZ“.

Saarländische Politiker äußern sich nun zu der Entscheidung. Die Linke wirft den Unternehmern mangelnde Vorausplanung vor. Jochen Flackus, der verkehrspolitische Sprecher äußerte: „Es ist ja nicht so, dass der Personalmangel auf einmal so vom Himmel gefallen wäre.“ Den Grund für die Knappheit sieht Flackus in den schlechteren Arbeitsbedingungen und niedrigeren Löhnen. Verantwortlich sei nicht nur die Saarbahn, sondern auch Verantwortlichen im Rathaus und die Landesregierung.

Auch der Landeschef der Jungliberalen, Julien François Simons, nennt den Notfallplan eine „Kapitulation". Die Busausfälle hätten bereits vorher "ein hinnehmbares Maß längst überschritten". Die Gründe sieht auch der FDP-Nachwuchs in der Personalplanung und den Arbeitsbedingungen für Busfahrer. Allerdings führt Simons die Fehlentscheidungen auf die SPD, Grünen und Linken im Aufsichtsrat der Saarbahn zurück.

Die CDU im Stadtrat fordert eine Absenkung der Fahrpreise ab dem Eintreten der Buslinienkürzungen. Auch eine Entschädigung in Form eines Bonus für Monats- und Jahreskarten sei angebracht.

Auch der Asta der Universität des Saarlandes äußert Kritik. Nahezu alle Buslinien, die vom Stadtzentrum zur Universität fahren, sind von den Kürzungen betroffen. Die Linien sind während des Semester bereits unter Normalbedingungen überfüllt. Der Slogan „Manchmal ist weniger mehr", mit dem die Saarbahn den Fahrplan verkündete, sei "ein Schlag ins Gesicht."

Der Sprecher der SPD-Fraktion, Philipp Schneider, der gleichzeitig Vize-Chef des Aufsichtsrates der Saarbahn GmbH ist, äußert Verständnis für die Kritik der Bürger. Die Reaktionen aus dem Stadtrat könne er jedoch laut "SZ" nicht nachvollziehen. Die Fraktionen seien alle rechtzeitig vom Aufsichtsrat informiert worden. "Der Fahrplan kam nicht überraschend." In einer Sondersitzung des Rates sollen Erfahrungen und weitere Pläne besprochen werden.

Saarbahn-Chef Peter Edlinger verteidigt die Entscheidung des Unternehmens. Wie die "SZ" berichtet, äußerte es, dass neue Fahrer schwer zu finden seien. In ganz Deutschland machten Busunternehmen diese Erfahrung. Die landesweiten Tarife, die im Verbund festgelegt würden, machen reduzierte Preise laut Edlinger unmöglich.

© WhatsBroadcast
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