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Flüchtlinge stiegen in Laster ein, ohne dass Fahrer etwas bemerkte

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Die fünf Flüchtlinge waren offenbar mehrere Stunden mit dem Laster unterwegs. Foto: BeckerBredel.

In dem Fall der fünf Iraker, die am gestrigen Dienstag (23. Oktober) in der Nähe von Saarlouis aus einem Kühllaster befreit wurden, gibt es neue Infos.

Laut „SZ" waren die fünf männlichen Personen (15 bis 24 Jahre alt) laut eigener Aussage bereits in einem französischen Ort rund 250 Kilometer von der Grenze entfernt in den Transporter gestiegen, ohne dass der Fahrer des Lasters etwas davon mitbekam. Dabei will ihnen nicht gewusst gewesen sein, dass Minusgrade im Inneren des Lasters herrschten und dort keine frische Luft hineinkam.

Der Fahrer habe später realisiert, dass er blinde Passagiere dabei hatte und nach seiner Aussage auch sein Unternehmen davon in Kenntnis gesetzt. Immer wieder habe er auf dem Weg mehrmals gestoppt, um Luft in den Laster hineinzulassen.

Laut „SZ" habe der 37-jährige Ukrainer dann bewusst die Autobahntankstelle bei Saarlouis angesteuert, damit ihm dort Leute mit der Situation helfen. Zeugen vernahmen Klopfen von Innen und alarmierten die Polizei.

Fahrer ein Menschenschleuser?

Der Fahrer des Lasters muss sich jetzt möglicherweise wegen unterlassener Hilfeleistung verantworten, weil ihm bewusst war, dass die fünf Männer in großer Gefahr waren, er aber trotzdem mehrere Stunden mit ihnen unterwegs war. Auch ist der 37-Jährige möglicherweise der Menschenschleuserei schuldig.

Einer der Männer hatte einen unterkühlten Fuß, wie eine medizinische Untersuchung ergab. Vorher hätten die Flüchtlinge offenbar eine Behandlung durch einen Arzt „kategorisch abgelehnt", so die „SZ". Der Laster war in Mailand gestartet und in Polen zugelassen. Die Flüchtlinge selbst hatten noch während der Fahrt einen Notruf bei der französischen Polizei abgesetzt.

© WhatsBroadcast
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