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Historische Mars-Landung: Saarländerin spielt Schlüsselrolle

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Aline Zimmer aus Wiebelskirchen freut sich über die erfolgreiche Landung der „InSight". Foto:picture alliance / ZUMAPRESS.com / dpa Picture-Alliance / Bill Ingalls.

Mit 33 Jahren hat es Aline Zimmer weit gebracht: Als System-Ingenieurin arbeitet die Saarländerin am Nasa Jet Propulsion Laboratory (JPL) in Pasadena/Kalifornien. Die in Wiebelskirchen aufgewachsene Zimmer war in dieser Funktion auch bei der Landung der Sonde „InSight" auf dem Mars vergangene Woche beteiligt.

Schon immer sei es ihr Traum gewesen, bei der Nasa zu arbeiten, verriet sie in einem Interview mit der „Saarbrücker Zeitung". Als Kind habe sie mit ihren Eltern Ereignisse am Sternenhimmel beobachtet - auch die Sonnenfinsternis im August 1999.

Ihr frühes Interesse an „Star Wars" und „Star Trek" sowie Mathematik und Physik hätten den Wunsch, für Nasa zu arbeiten, nochmals verstärkt. „Ich bin im Herzen ein Entdecker. Das ist auch ein Grund – die Neunkircher dürfen das jetzt nicht falsch verstehen –, warum ich in die Welt gegangen bin und jetzt in Kalifornien lebe", so Aline Zimmer zur „SZ".

Auch auf dem Gymnasium am Krebsberg in Neunkirchen zeigte sich Zimmers Ingenieur-Leidenschaft. Dort entwickelte sie für einen Wissenschaftswettbewerb eine Duschhaube für Astronauten. Die wurde sogar bei der Wissenssendung „Galileo" auf Pro7 vorgestellt.

Nach ihrem Studium der Luft- und Raumffahrttechnik in Georgia sowie Stuttgart und der Promotion erfüllte sich schließlich Aline Zimmers Lebenstraum: Seit sechs Jahren arbeitet sie mittlerweile im JPL der Nasa. In dem Zentrum dreht sich alles um Projekte mit Raumsonden - wie auch die „InSight"-Mission eins ist.

InSight sendet eindrucksvolle Bilder zur Erde

Zimmer hatte bei der Landung der Sonde auf dem Mars eine wichtige Aufgabe. „Wir haben zehntausende Flugbahnen durch die Atmosphäre berechnet, um alle Ungenauigkeiten einzufangen, die man nicht vorhersehen kann: bei der Geschwindigkeit, den Winden, der Temperatur. Meine Aufgabe im Team war es, diese auf ein kleineres Daten-Set zu reduzieren", sagt die Wissenschaftlerin der „SZ".

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Eine Illustration zeigt die Landung der Sonde „InSight". Foto: Uncredited/NASA/JPL-Caltech/AP/dpa-Bildfunk.

Von den 17 versuchten Marslandungen vor „Insight" hatten nur sieben funktioniert - weswegen Zimmer die Momente vor der „Insight"-Landung auch als „seven minutes of terror" bezeichnet. Doch es klappte alles: Problemlos landete die Sonde auf dem Mars, schickte erste Bilder zur Erde und soll jetzt Bodenproben nehmen.

„Man sieht den Mars anders an als je zuvor. Ich weiß gar nicht, ob man das je richtig verstehen kann: Da ist ein Raumfahrzeug auf der Oberfläche eines anderen Planeten, mit dem man selber mal im gleichen Raum war!", zeigt sich Zimmer in der „SZ" begeistert.

Aline Zimmer an Weihnachten in Wiebelskirchen

Ob sie jemals nach Europa zurückkehren würde, schloss die Wiebelskircherin nicht aus. Ihr Mann komme aus den Niederlanden, Zimmer selbst habe hohen Respekt vor der Arbeit der Europäischen Weltraumorganisation Esa. An Weihnachten sei sie aber „auf jeden Fall" bei der Familie in Neunkirchen.

Zimmer ist nicht die einzige Saarländerin mit Weltraum-Bezug. Esa-Astronaut Matthias Maurer wird wohl der erste Saarländer im Weltall werden. So wie es sich gehört, will der Mann aus Oberthal auf dem Mond als erstes einen Schwenker aufbauen.

© WhatsBroadcast
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