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Journalist kontert AKKs Wutrede bei „Anne Will"

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Annegret Kramp-Karrenbauer und Gabor Steingart gerieten bei „Anne Will" aneinander. Foto: NDR/Wolfgang Borrs.

Nächste Runde im Zwist zwischen der neuen CDU-Vorsitzenden Annegret Kramp-Karrenbauer und Journalist Gabor Steingart.

Wir erinnern uns: Der ehemalige Herausgeber des „Handelsblatts" hatte am Sonntag (9. Dezember) in der Talk-Sendung „Anne Will" die wirtschaftliche Situation des Saarlandes als „armselig" bezeichnet. Ex-Ministerpräsidentin AKK konterte die Vorwürfe: „Ich empfinde das als Höchstmaß despektierlich den Saarländern gegenüber", sagte sie und setzte zur Wutrede an.

In seinem „Morning Briefing", einem Podcast, folgte dann am Dienstag die Replik des 56-Jährigen. Das Bruttoinlandsprodukt sei zwischen 2011 bis 2017 in Deutschland um 9,1 Prozent gestiegen, im Saarland aber um 0,4 Prozent zurückgegangen. Außerdem hätte das Saarland in den Jahren 2015 und 2016 negativ investiert und neue Schulden gemacht. Steingart: Man könne Kramp-Karrenbauer als „tapfere Frau noch immer bewundern, zum Beispiel für ihre Chuzpe, aber nicht mehr für ihre Wirtschaftskompetenz“.

Im Podcast war auch der Hauptgeschäftsführer der Industrie- und Handelskammer des Saarlandes (IHK), Heino Klingen, zu Gast. Der relativierte zumindest teilweise die von Steingart angeführten Zahlen. Das Saarland sei wegen seiner hohen Industriedichte und der damit einhergehenden hohen Quote an Exporten abhängig davon, „wie die Weltwirtschaft läuft". Außerdem sei die Neuverschuldung seit 2010 von über einer Milliarde Euro auf Null zurückgegangen - wegen eines „Riesensparkurses".

Was Klingen laut „SZ" auch sagte, Steingart aber offenbar aus dem Podcast schnitt: Das Inlandsprodukt im Saarland liege höher als in Rheinland-Pfalz. Ein Grund für das geringe Wachstum sei der Bevölkerungsrückgang. Heino Klingen sagte zur „SZ", Steingart habe im Podcast „kein Verständnis für die besondere Lage des Saarlandes und den geleisteten Strukturwandel“ gezeigt.

AKK versus Steingart: Jetzt meldet sich Tobias Hans

Tobias Hans (CDU) verteidigte derweil das Saarland gegen die Kritik. „Wir haben uns in einem beispiellosen Prozess nach oben gearbeitet", sagte der aktuelle Ministerpräsident des Saarlandes in einem Interview mit der „Welt". „Deswegen stößt es vielen Menschen hier im Saarland übel auf, wenn das nicht gewürdigt wird - gerade weil es ein gesamtgesellschaftlicher Prozess war, an dem viele mitgearbeitet haben."

Hans bewertete, der Strukturwandel in Bergbau und Stahlindustrie sei im Saarland «deutlich besser gelungen als in anderen Regionen, etwa im Ruhrgebiet oder im benachbarten Lothringen», wie er sagte. «Dort gibt es im Gegensatz zum Saarland tatsächlich eine hohe Arbeitslosigkeit, auch bei Jugendlichen. Deshalb kann man das Saarland nicht einfach mit anderen Bundesländern vergleichen.»

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