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mit dpa

Pilotprojekt aus dem Saarland: Ultraschall-Scanner soll Alter junger Flüchtlinge bestimmen

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So sieht die ursprüngliche Version des mobilen Handscanners aus. Das Gerät wurde eigentlich im Kampf gegen den Menschenhandel entwickelt. Foto: © Fraunhofer IBMT

Saar-Forscher aus Homburg und Sulzbach arbeiten derzeit an der Weiterentwicklung eines „mobilen Ultraschall-Handscanners“. Das geht aus einem Bericht der „Saarbrücker Zeitung“ (SZ) hervor. Der Scanner wurde ursprünglich vom Fraunhofer-Institut für Biomedizinische Technik in Sulzbach entwickelt, um minderjährige Opfer von Menschenhandel zu identifizieren.

Zusammen mit Experten der Homburger Uniklinik gilt es nun zu prüfen, ob per Ultraschall auch das Alter von jungen Flüchtlingen bestimmt werden kann. Bundesgesundheitsminister Jens Spahn kommentierte dazu, man sei „auf die Altersbestimmung angewiesen“. Denn diese habe „Auswirkungen auf Asyl- und Strafverfahren“.

Bisher wurde im Saarland die Bestimmung des Alters, bestanden denn Zweifel an der Minderjährigkeit junger Flüchtlinge, über eine radiologische Untersuchung des Handgelenks durchgeführt, so „SZ“. Wie aus dem Medienbericht hervorgeht, konnten die Forscher mit dieser Methode bisher in etwa 35 Prozent der Fälle angeblich minderjähriger Personen das Gegenteil einschätzen.

Gänzlich frei von Kritik ist das Verfahren allerdings nicht. Der Präsident der saarländischen Ärztekammer, Dr. Josef Mischo, erklärt hierzu, bei den Wachstumsfugen der Handknochen seien auch Ausnahmefälle zu beobachten. Üblicherweise schließen sich diese Fugen bei Personen im Alter von etwa 18 Jahren. Mangelernährung, so ein Beispiel des Arztes, kann diese Entwicklung jedoch beeinflussen.

Bis 2020 sollen jedenfalls die Ergebnisse der potentiell neuen Bestimmung per Ultraschall-Handscanner vorliegen, berichtet SZ. Gefördert wird die Weiterentwicklung durch das Bundesgesundheitsministerium. Dazu können die Experten in Sulzbach und Homburg über Forschungsgelder in Höhe von einer Million Euro verfügen.

© WhatsBroadcast
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