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Grüne fordern Mahnmal zur Erinnerung an die Homosexuellenverfolgung in Saarbrücken

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Ein Mahnmal zur Erinnerung an die Homosexuellenverfolgung wie in Berlin soll auch in Saarbrücken entstehen. Foto: Klaus-Dietmar Gabbert/dpa-Bildfunk

Mehr als hundert Jahre lang wurden Schwule aufgrund ihrer sexuellen Orientierung strafrechtlich verfolgt. Der Paragraph 175 des Strafgesetzbuches stellte sexuelle Handlungen zwischen Männern unter Strafe.

Das Gesetz wurde erst 1994 endgültig gestrichen. Auch wenn Homosexualität in späteren Fassungen nicht mehr als Straftat galt, stigmatisierte der Paragraph bis dahin gleichgeschlechtliche Beziehungen. Die Verfolgung von Homosexuellen ist bis heute wenig aufgearbeitet. Eine Fachtagung im vergangenen Oktober beschäftigte sich mit diesem "weißen Fleck". Die Vorträge behandelten unter anderem die Frage, inwiefern auch lesbische Paare unter dieser Ausgrenzung zu leiden hatten.

Die Grünen im Stadtrat fordern nun die Stadt Saarbrücken auf ihrerseits ein Zeichen gegen Intoleranz und Ausgrenzung zu setzen. Sie wollen ein Mahnmal zur Erinnerung an die Homosexuellenverfolgung einrichten. Ein entsprechender Antrag im Kulturausschuss wurde bereits gestellt, so Thomas Brass, der kulturpolitische Sprecher der Grünen im Stadtrat von Saarbrücken.

Ein solches Denkmal könnte nicht nur zur Aufarbeitung beitragen und ein Bewusstsein für das Leid von Homosexuellen in der Vergangenheit schaffen. Das Mahnmal solle verdeutlichen, dass Saarbrücken heute weltoffen und tolerant ist. Auch andere Städte wie Nürnberg, Lübeck oder München erinnern bereits mit Monumenten an die Verfolgung von Schwulen während der NS-Zeit und auch später in der DDR und Bundesrepublik.

Wie das Mahnmal aussehen und wo es aufgestellt werden soll, soll in einem künstlerischen Wettbewerb ermittelt werden. An diesem sollen auch die Bürger von Saarbrücken beteiligt werden.

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