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Saarländer gewinnt Oscar für technische Errungenschaft

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Markus Gross aus dem Saarland gewann bei den diesjährigen Sci-Tech Awards seinen zweiten Oscar. Foto: Matt Petit / ©A.M.P.A.S.

Es ist bereits der zweite Oscar für Markus Gross aus dem Saarland. Der Direktor von Disney Research Zürich erhielt schon 2013 den sogenannten „Technical Achievement Award“ der „Academy of Motion Picture Arts and Sciences“. 

Zusammen mit seinen Kollegen Bernd Bickel, Thabo Beeler und Derek Bradley entwickelte er die Software Medusa, mit der man die Mimik von animierten Figuren realistischer gestalten kann. Das Motion Capture System überträgt Gesichtsausdruck und Bewegungen eines Schauspielers ohne Hilfsmarkierungen in eine Grafik, die am Rechner bearbeitet werden kann. 

Das Programm wurde bereits in zahlreichen Filmen und Computerspielen verwendet. Unter anderem die Marvel-Figuren Thanos und Hulk aus „Infinity War“ verdanken ihre realistischen Gesichtszüge der Arbeit von Markus Gross. Aber nicht nur die Avengers, sondern auch Helden aus „Solo: A Star Wars Story“ wurden mithilfe der Software zum Leben erweckt. 

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Thanos aus „Avengers: Infinity War“ wurde mithilfe der Software Medusa von Markus Gross animiert. Foto: Walt Disney Germany/dpa-Bildfunk

Markus Gross begann seine Karriere an der Universität des Saarlandes, wo er Elektrotechnik und Informationstechnologie studierte und 1989 seinen Doktortitel erhielt. Zwar führte ihn seine Laufbahn in der Folge aus dem Saarland weg, jedoch ist er bis heute im wissenschaftlichen Beirat des Instituts für künstliche Intelligenz am Campus in Saarbrücken. Seit 2008 arbeitet er als Direktor in einer Forschungseinrichtung von Disney in Zürich. Dort entwickelte er auch das Verfahren zur Simulation von Rauch- und Explosionseffekten, das ihm 2013 seinen ersten Oscar einbrachte. 

Für Saarland-Medien Geschäftsführer Uwe Conradt ist die Auszeichnung auch eine Bestätigung für das Saarland als Standort für Forschung und Entwicklung im technischen Bereich: „Der Technical Achievement Award für Markus Gross zeigt, dass das Saarland nicht nur mit Regisseuren wie Günter Rohrbach oder Max Ophüls, sondern auch in technologischer Hinsicht in der Top-Liga der internationalen Filmszene mitspielen kann. Darüber hinaus verdeutlicht dieser Erfolg aber auch, dass das Saarland gerade im Informatikbereich das Know-how besitzt, die Grundpfeiler einer digitalen modernen Gesellschaft zu formen und diese sowohl für Kultur als auch Unterhaltung verwertbar zu machen.“

Verwendete Quellen:
• Pressemitteilung von Saarland Medien
Bericht der ETH Zürich

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