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Saarländische Kinder sind überdurchschnittlich häufig krank

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Bei Kindern im Saarland werden am häufigsten Asthma und Neurodermitits diagnostiziert. Symbolfoto: Patrick Pleul/dpa-Bildfunk

Im Auftrag der DAK hat die Universität Bielefeld die Versichertendaten von 8.400 Kindern im Saarland ausgewertet. Aus der Studie von 2016 geht hervor, dass fast jedes dritte Kind chronisch krank ist. Fast ein Zehntel leidet an einer psychischen Erkrankung, die chronisch verlaufen könnte.

Die häufigsten Erkrankungen von saarländischen Kindern 

Jungen haben etwas häufiger mit chronischen Erkrankungen zu kämpfen als Mädchen. In dem Report wurden 14 Erkrankungen ausgewertet. Am häufigsten kommen Asthma und Neurodermitis vor, gefolgt von Heuschnupfen und entzündlicher Darmerkrankung

Mehr als 90 Prozent aller saarländischen Minderjährigen sind mindestens einmal im Jahr beim Arzt oder im Krankenhaus. Atemwegserkrankungen stehen an erster Stelle der Erkrankungsarten im Kindesalter. 62 Prozent aller Jungen und Mädchen im Saarland leiden mindestens einmal im Jahr unter einem grippalen Infekt oder einer akuten Bronchitis. Darauf folgen Infektionskrankheiten, Augenerkrankungen, Hauterkrankungen und psychische Leiden

Bereits Schulkinder leiden an Übergewicht 

Zudem leiden bereits Schulkinder an krankhaftem Übergewicht oder Rückenschmerzen. Jedes sechste Kind im Saarland leidet einmal im Jahr an Muskel-Skelett-Problemen. Ab dem zwölften Lebensjahr sind es mehr als ein Viertel der Kinder. Auch krankhaftes Übergewicht kommt häufig vor. Rund 4 - 5 Prozent der Kinder sind davon betroffen. Die Erkrankungen sind nicht selten auf Bewegungsmangel zurückzuführen. 

Kinder im Saarland sind überdurchschnittlich oft krank

Saarländische Kinder sind damit im bundesweiten Vergleich weniger gesund als andere. Auch wenn die Erkrankungen in ganz Deutschland die gleichen sind, ist der Anteil der kranken Minderjährigen im Saarland höher. Hier leiden Kinder 14 Prozent häufiger an Augenkrankheiten und neun Prozent häufiger an Atemwegserkrankungen als der Durchschnitt. Auch seltenere Krankheiten wie Magen-Darm-Infekte kommen bis zu 18 Prozent öfter vor. 

Landkinder haben häufiger Allergien

Dabei gibt es auch Unterschiede zwischen Land- und Stadtkindern. Über die Hälfte der Kinder, die in der Studie berücksichtigt wurden, leben in ländlichen Gebieten. Diese Kinder leiden häufiger an Allergien, als Kinder, die in Städten aufwachsen. Diese wiederum erkranken häufiger an Virusinfektionen, Zahnkaries und krankhaftem Übergewicht. Die Gründe für diese Diskrepanz sind allerdings unbekannt. Möglich sind Zusammenhänge mit Versorgungsstrukturen, Umwelt oder dem Verhalten der Eltern. 

Auch der Bildungsstatus der Eltern spielt eine Rolle. Kinder, deren Eltern keinen Ausbildungsabschluss haben leiden bis zu 2,8 mal häufiger an Karies als der Nachwuchs von Akademikern

Verwendete Quellen:
• Pressemeldung der DAK 

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