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dpa/lrs

SPD-Politiker wollen AKK nicht zur Kanzlerin wählen

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In Berlin wird spekuliert, dass Angela Merkel das Kanzleramt an AKK übergeben könnte. Foto: Kai Nietfeld/dpa-Bildfunk

"Wenn Frau Merkel versuchen sollte, ihre Kanzlerschaft an Frau Kramp-Karrenbauer zu übergeben, gäbe es sofort Neuwahlen", sagte der Chef des konservativen Seeheimer Kreises in der SPD, Johannes Kahrs, dem "Spiegel". Der Bundestagsabgeordnete betonte: "Das wird niemand in der SPD mitmachen, allein wir Seeheimer würden Amok laufen."

Juso-Chef Kevin Kühnert, der selbst nicht im Bundestag sitzt, sagte: "Würde Merkel abtreten, wäre das quasi die Aufkündigung der Geschäftsgrundlage dieser Regierung. Wir könnten eine solche Machtübergabe definitiv nicht mitmachen."

Der nordrhein-westfälische SPD-Landeschef Sebastian Hartmann sagte, man habe "einen Koalitionsvertrag mit Frau Merkel als Kanzlerin unterzeichnet". Die Sozialdemokraten würden "sicher nichts unternehmen, um die Führungskrise der CDU zu befrieden. Schon gar nicht werden wir ihr bei irgendeiner Erneuerung helfen. Da sollten wir als SPD die Nerven bewahren". Auch Hartmann sitzt nicht selbst im Bundestag.

Im politischen Berlin gibt es immer wieder Spekulationen, Merkel könne das Kanzleramt an Kramp-Karrenbauer übergeben, womöglich noch vor dem Ablauf der Legislaturperiode im Jahr 2021, um dieser für den dann anstehenden Bundestagswahlkampf eine bessere Ausgangsposition zu verschaffen. Dafür müsste die Saarländerin im Bundestag allerdings mit einer absoluten Mehrheit zur neuen Kanzlerin gewählt werden. Merkel selbst hatte angekündigt, für die nächste Legislaturperiode nicht erneut antreten zu wollen.

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