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Protest gegen E-Roller in Saarbrücken: "Fuss e.V." fordert Verbot auf Gehwegen

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Der Verein "Fuss e.V." demonstrierte am Dienstag in Saarbrücken gegen E-Roller auf Gehwegen. Foto: Becker&Bredel

Demonstration gegen E-Roller in Saarbrücken

Am gestrigen Dienstag demonstrierte "Fuss e.V." in Saarbrücken für die Rechte der Fußgänger in Deutschland. Anlass für den Protest waren die Pläne von Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer, der Tretroller mit Elektroantrieb auch auf Gehwegen zulassen möchte. Dies gilt allerdings nur, wenn diese langsamer als 12 km/h fahren. Modelle mit einer Höchstgeschwindigkeit von 20 km/h sollen hingegen nur auf Radwegen genutzt werden dürfen.

Der Fußgängerverband "Fuss e.V." ist der Ansicht, dass auch die langsameren Varianten der E-Roller auf die Radwege gehören. Die Gehwege müssten hingegen für die Fußgänger geschützt werden und frei von den E-Scootern bleiben. Die geplante E-Roller-Zulassung auf Gehwegen würde vor allem die Schwächeren wie Senioren und Menschen mit Behinderung gefährden. Besonders blinde Personen seien betroffen. Man sei zudem der Meinung, dass der Gehweg als "sicherer und entspannter Raum" attackiert würde.

Protest von der Europagalerie bis zum Verkehrsministerium

Rund 15 Personen demonstrierten aus diesen Gründen am gestrigen Dienstag in Saarbrücken. Die Protestaktion startete an der Saarbrücker Europagalerie und endete beim Verkehrsministerium. Unter den Demonstranten fanden sich auch Rollstuhlfahrer, Sehbehinderte und Radfahrer.

Demonstration gegen E-Roller in Saarbrücken (Fotos: Becker&Bredel)

Entscheidung über E-Tretroller am 17.Mai

Wo die E-Tretroller künftig in deutschen Städten unterwegs sein dürfen, entscheidet sich in rund vier Wochen. Am 17. Mai 2019 soll der Bundesrat über den Vorschlag von Bundesverkehrsminister Scheuer entscheiden. In den Bundesländern gibt es noch Bedenken gegen Scheuers Plan, E-Roller mit einer Höchstgeschwindigkeit von 12 km/h Gehwegen zu erlauben.

Die Vorsitzende der Länderverkehrsminister und saarländische Ressortchefin Anke Rehlinger äußerte gegenüber der Deutschen Presseagentur, dass sie selbst eher dafür sei, die Roller auf die Radwege zu schicken. "Es gibt eine teilweise auch sehr emotional geführte Debatte über die Sicherheit von Fußgängern, also ob der Gehweg tatsächlich der richtige Ort ist", sagte sie am Mittwoch. Man dürfe "die Nutzungskonkurrenzen auf Gehwegen nicht auf dem Rücken der Schwächsten lösen."

Es könnte also noch zu einer Lösung im Sinne der Demonstranten in Saarbrücken kommen.

Verwendete Quellen:
• Eigene Recherche
• Deutsche Presseagentur
• Agentur Becker & Bredel

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