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Deutsche Nationalhymne abschaffen? Tobias Hans äußert sich

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In die Diskussion um die deutsche Nationalhymne hat sich der saarländische Ministerpräsident Tobias Hans eingeschaltet. Fotos: Pixabay | Oliver Dietze/dpa-Bildfunk.

Saarlands Ministerpräsident Tobias Hans (CDU) hat den Vorstoß seines Thüringer Amtskollegen Bodo Ramelow (Linke) für eine neue Nationalhymne als „völlig falsches Signal" zurückgewiesen.

„Er schwächt mit seinem Vorschlag die Identifikation der Bürgerinnen und Bürger mit unserem Staat, statt sie zu stärken", sagte Hans am Donnerstag (9. Mai) der Deutschen Presse-Agentur in Saarbrücken. Es sei „völlig rätselhaft", warum sich demokratisch gesinnte Deutsche nicht mit dem Text der Hymne identifizierten können sollten - wie Ramelow es behaupte.

Die Hymne mit der dritten Strophe des Deutschlandliedes („Einigkeit und Recht und Freiheit") sei „bestens geeignet, ein Bekenntnis zur Nation im modernen demokratischen Sinne abzugeben", sagte Hans. Er fügte hinzu: „Aus diesem Grund sollten wir sie nicht infrage stellen, sondern vielmehr öfters singen."

Es sei gerade im Zeitalter der Globalisierung, der Migration und des geeinten Europas „wichtig, dass die Menschen Symbole haben, durch die sie sich mit unserer Nation identifizieren können". Dazu gehöre die Nationalhymne. „Wir sollten sie bei mehr Anlässen gemeinsam singen – in Ost und West – denn das eint die Menschen mehr als eine neue Hymne künstlich zu erschaffen."

Ramelow hatte der „Rheinischen Post" gesagt, auch 30 Jahre nach dem Mauerfall würden viele Ostdeutsche die Hymne nicht mitsingen. „Ich würde mir wünschen, dass wir eine wirklich gemeinsame Nationalhymne hätten", sagte der Linke-Politiker. Er plädierte für einen neuen Text, „der so eingängig ist, dass sich alle damit identifizieren können und sagen: Das ist meins".

Verwendete Quellen:
• dpa

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