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Landessportverband gerettet: Bank bewilligt Millionenkredit über 13,9 Millionen

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Der LSVS hat mit einem strukturellen Defizit zu tun. Foto: BeckerBredel.

Die Landesbank Saar (SaarLB) hat heute dem Landessportverband für das Saarland (LSVS) die Darlehenszusage für den für die Sanierung des Landessportverbandes dringend benötigten Sanierungskredit über rund 13,9 Mio. Euro erteilt. Der Darlehensvertrag wurde heute von Vertretern der Bank, vom Präsidenten des LSVS Adrian Zöhler und vom Konsolidierungsberater (KOB) Rechtsanwalt Michael J.W. Blank unterzeichnet. „Ein guter Tag für den Saar Sport“, so Adrian Zöhler nach der Unterzeichnung des Vertrages. „Nun gilt es in den nächsten Wochen mit der Erstellung einer neuen Satzung und der Schaffung neuer Strukturen auf diesem soliden Fundament neu aufzubauen“, so Zöhler.

Das frische Geld, das dem Skandalträchtigen Verband zugesprochen wird, eröffnet ein neues Kapitel im größten Saar-Politskandal der letzten Jahre. Unter anderem stolperte der ehemalige Landtagspräsident Klaus Meiser (CDU) über die Affäre.

Wenn der LSVS scheitert, muss der Steuerzahler einspringen

Dem vorausgegangen waren monatelange Verhandlungen über den Inhalt des umfangreichen Darlehensvertrages und der Prüfung des dem Kreditantrag zugrundeliegenden Gutachtens der Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Friedrich & Wilms. Die Prüfung ergab, dass der LSVS in der Lage sein wird, über seine Geschäftstätigkeit den Kredit langfristig zurückzuzahlen. Sollte das nicht gelingen, bürgt das Land mit Steuergeldern.

Die Sanierung des LSVS war aufgrund der seit Jahren bestehenden wirtschaftlichen und finanziellen Schieflage des LSVS einhergehend mit einem strukturellen Defizit von 2,5 Mio. Euro pro Jahr erforderlich geworden.


Das Sanierungskonzept sieht eine Verbesserung der Einnahmenseite unter gleichzeitiger Reduzierung der Ausgaben vor. Das Präsidium und der Vorstand des LSVS haben dem Sanierungskonzept des Konsolidierungsberaters Blank im Juni/Juli 2018 zugestimmt. Danach bleiben Schwimmbad, Mensa und Mehrzweckhalle als „geborene“ Verlustträger erhalten. Trotz des schwierigen und unvermeidbaren Personalabbaus ist es auch im Hinblick auf die von der Landesregierung eingerichtete „Task Force“ gelungen, bereits weit mehr als die Hälfte der gekündigten Mitarbeiter in andere Jobs zu vermitteln.


Die Darlehensmittel werden dazu benötigt, um „Altverbindlichkeiten“ des LSVS von insgesamt ca. 3,9 Mio. Euro zu finanzieren, Verbindlichkeiten in einer Höhe von rund 7 Mio. Euro gegenüber der Sportplanungskommission zu begleichen und in einer Größenordnung von ca. 3 Mio. Euro den Sanierungs- und Instandhaltungsstau an der Hermann-Neuberger-Sportschule zu beseitigen.


Aufgrund des Beschlusses der Sportplanungskommission vom 22.10.2018 ist der LSVS somit in der Lage, insgesamt 10 Mio. Euro in den Bautenstand und die Infrastruktur der Hermann-Neuberger-Sportschule investieren zu können, um weiterhin beste Trainingsmöglichkeiten den Sportlerinnen und Sportlern anzubieten.


Quelle: Pressemitteilung des LSVS

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