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A8 Luxemburg Richtung Saarlouis zwischen Dillingen-Mitte und Dreieck Saarlouis Gefahr durch Gegenstände auf der Fahrbahn, rechter Fahrstreifen blockiert Rucksack (14:47)

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Saarbrücker Restaurant „La Bastille" schafft es in Bestenliste des „Focus"

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„La Bastille" hat es in die „Focus“-Liste der Restaurants, die man besuchen sollte, geschafft. Foto: Herbert Frank/CC BY 2.0.

Auf Platz 13 der Focus-Liste „So schmeckt Deutschland“ findet sich unter dem Titel „Schnecken snacken“ das kleine saarländisch-französische Restaurant „La Bastille".

Restaurant „La Bastille“ im Focus

Der Focus beschreibt das Lokal als „klein, fein und beständig“, denn „La Bastille“ gibt es bereits seit 40 Jahren. Die Inhaber Inge und Victor Grolier waren von Anfang an dabei. Mittlerweile ist auch Tochter Nathalie ins Geschäft eingestiegen.

Berühmt ist das Restaurant für seinen Dibbelabbes. Den gibt es in verschiedenster Ausführung - von klassisch (mit Kartoffeln, Lauch und Dörrfleisch) bis zur Gourmet-Ausführung (mit Lachs). 

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Dibbelabbeslove ❤️

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Saarländische und französische Küche am St. Johanner Markt

Neben dem saarländischen Klassiker gibt es auch Nudel- und Fleischgerichte. Auf der Vorspeisenkarte befinden sich neben verschiedenen französisch angehauchten Kleinigkeiten auch die besagten Schnecken in einer Pfanne nach Art des Hauses. 

Auch Pescetarier werden im Menü von „La Bastille“ fündig. Sowohl unter den Stammessen als auch auf der täglich wechselnden, saisonalen Karte werden Fischspezialitäten angeboten. In französischer Manier gibt's zum Nachtisch natürlich Crêpes und Crème Brùlée

Wer in dem Restaurant in der Kronenstraße schlemmen möchte, sollte allerdings rechtzeitig reservieren. Nicht nur in der Focus-Redaktion zählt „La Bastille“ zu den Lieblingsorten. Nach der Empfehlung des Magazins dürfte es nun nicht leichter werden, einen Tisch zu bekommen.  

Verwendete Quellen:
Focus 19/19
Homepage von „La Bastille“
Foto: Herbert Frank/CC BY 2.0 (bearbeitet)

© WhatsBroadcast
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kub

Nach Tod von Polizistin Charlotte Braun: Streifenwagen war mit 152 km/h unterwegs

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Die Polizistin Charlotte Braun starb bei einem Unfall in Saarbrücken-Güdingen. Fotos: Gewerkschaft der Polizei | BeckerBredel.

Die Staatsanwaltschaft ermittelt noch immer gegen den Fahrer des Streifenwagens, der Mitte Februar im Saarbrücker Stadtteil Güdingen verunglückt war. Die Beifahrerin des 34-Jährigen, die Kommissarin Charlotte Braun (†22), war bei dem Unfall am Kreisel in der Großblittersdorfer Straße ums Leben gekommen.

Wie jetzt ein Gutachten zum Ablauf des Crashs ergab, war der Wagen nach exklusiven SOL.DE-Informationen mit 152 Kilometern pro Stunde unterwegs, als er von der Fahrbahn abkam und sich überschlug. Erlaubt sind an der Stelle 50 km/h. Der Sachverständige hatte das Airbag-Steuergerät des Autos sowie die Spuren am Unfallort und die Fahrzeugschäden ausgewertet.

Ein technischer Defekt an dem Wagen könne laut Gutachten ausgeschlossen werden; auch sei die Straße zum Zeitpunkt der Unfallaufnahme nicht glatt gewesen. Der Gutachter kommt zu dem Schluss, dass der Unfall ausschließlich auf die weit überhöhte Geschwindigkeit zurückzuführen ist.

Polizei hat Sonderrechte, ist aber zu Vorsicht verpflichtet

Die beiden Polizisten waren zusammen mit einem zweiten Einsatzwagen zu einem Zeugen unterwegs, der einen „total betrunkenen Mann" gemeldet hatte. Zum Zeitpunkt des Crashs war der Streifenwagen nach exklusiven SOL.DE-Informationen mit Martinshorn und Blaulicht unterwegs. Zwar räumt die Straßenverkehrsordnung der Polizei in diesen Fällen Sonderrechte wie das Übertreten der zulässigen Höchstgeschwindigkeit ein. Gleichzeitig dürfen die Beamten die öffentliche Sicherheit in solchen Fällen nicht gefährden. Sie sind zu besonderer Aufmerksamkeit und Vorsicht verpflichtet.

Der 25 Jahre alte Franzose, der den Einsatz ausgelöst hatte, stellte sich der Polizei. Er war nach Polizeiangaben nicht aktiv an dem Unfall beteiligt. 

Ob und inwieweit der Streifenwagen-Fahrer Verantwortung für den Unfall trägt, müssen jetzt die Ermittlungen klären. Der 34-Jährige wurde bei dem Unfall verletzt und hat sich noch nicht zum Crash geäußert. Im Falle einer Verurteilung drohen ihm eine Geldstrafe oder eine Freiheitsstrafe von bis zu fünf Jahren.

Verwendete Quellen:
• eigene Recherche

Tödlicher Unfall in Güdingen: Bisherige Artikel zum Thema
22. März: Tod von Kommissarin Charlotte Braun: Polizei ermittelt gegen Fahrer
27. Februar: Nach Tod von Polizistin Charlotte Braun: Gewerkschaft der Polizei richtet Kondolenzkonto ein
23. Februar: Polizistin Charlotte B. in Wadgassen beigesetzt: Große Anteilnahme bei der Trauerfeier
20. Februar: Polizistin Charlotte B.: Große Trauerfeier für Samstag geplant

18. Februar: Nach Tod von Polizistin Charlotte B.: Straßenglätte Ursache für Unfall?
16. Februar: Unfall in Güdingen: Trauer um verunglückte Charlotte B. (†22)
16. Februar: Polizistin stirbt bei Einsatz in Saarbrücken

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Gewinne 3x2 Tickets für HAUSTADT ROCKS in Beckingen!

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Das Line-up des diesjährigen „HaustadtRocks". Foto: Veranstalter.

2017 fand „HaustadtRocks" zum allerersten Mal statt - damals vor immerhin 400 Zuschauern. Nach einer Pause im letzten Jahr kehrt das Festival 2019 wieder zurück.

Am Salzlager in Haustadt werden folgende Bands dem Publikum einheizen:

• Kmpfsprt
• Drunken Swallows
• Indecent Behavior
• Cervium 4 Kuchenclub
• O Captain! My Captain
• Alphabetical Disorder

Tickets gibt's unter anderem hier zu kaufen

HaustadtRocks 2019 findet am 15. Juni am Salzlager in Beckingen-Haustadt statt  - und du kannst live mit dabei sein! SOL.DE verlost 3x2 Gästeliste-Plätze. Einfach unten stehendes Formular ausfüllen und mit etwas Glück dabei sein. Teilnahme bis zum 9. Juni, 23.59 Uhr. Gewinner werden per E-Mail benachrichtigt. Viel Glück!

Teilnahmebedingungen

Die Teilnahme am Gewinnspiel von SOL.DE, nachfolgend „Betreiber" genannt, ist kostenlos und richtet sich ausschließlich nach diesen Teilnahmebedingungen.

Ablauf des Gewinnspiels
Die Dauer des Gewinnspiels erstreckt sich vom 09.05.2019, 15.30 Uhr, bis zum 09.06.2019, 23.59 Uhr. Innerhalb dieses Zeitraums erhalten Nutzer online die Möglichkeit, am Gewinnspiel teilzunehmen.

Teilnahme
Um am Gewinnspiel teilzunehmen, ist das Ausfüllen des Gewinnspielformulars auf SOL.DE notwendig. Die Teilnahme ist nur innerhalb des Teilnahmezeitraums möglich. Nach Teilnahmeschluss eingehende Einsendungen werden bei der Auslosung nicht berücksichtigt. Pro Teilnehmer nimmt nur eine übermittelte Anmeldung am Gewinnspiel teil. Die Teilnahme am Gewinnspiel ist kostenlos.

Teilnahmeberechtigte
Teilnahmeberechtigt sind natürliche Personen, die ihren Wohnsitz in Deutschland und das 18. Lebensjahr vollendet haben. Die Teilnahme ist nicht auf Kunden des Veranstalters beschränkt und nicht vom Erwerb einer Ware oder Dienstleistung abhängig. Sollte ein Teilnehmer in seiner Geschäftsfähigkeit eingeschränkt sein, bedarf es der Einwilligung seines gesetzlichen Vertreters. Nicht teilnahmeberechtigt am Gewinnspiel sind alle an der Konzeption und Umsetzung des Gewinnspiels beteiligte Personen und Mitarbeiter des Betreibers sowie ihre Familienmitglieder. Zudem behält sich der Betreiber vor, nach eigenem Ermessen Personen von der Teilnahme auszuschließen, wenn berechtigte Gründe vorliegen, beispielsweise (a) bei Manipulationen im Zusammenhang mit Zugang zum oder Durchführung des Gewinnspiels, (b) bei Verstößen gegen diese Teilnahmebedingungen, (c) bei unlauterem Handeln oder (d) bei falschen oder irreführenden Angaben im Zusammenhang mit der Teilnahme an dem Gewinnspiel.

Gewinn, Benachrichtigung und Übermittlung des Gewinns
Folgende Preise werden vergeben: 3x2 Gästeliste-Plätze für „HaustadtRocks 2019“ im Salzlager in Beckingen-Haustadt. Die Ermittlung der Gewinner erfolgt nach Teilnahmeschluss im Rahmen einer auf dem Zufallsprinzip beruhenden Verlosung. Die Gewinner der Verlosung werden zeitnah über den Gewinn informiert. Die Aushändigung des Gewinns erfolgt ausschließlich an den Gewinner. Ein Umtausch sowie eine Barauszahlung des Gewinns sind nicht möglich. Eventuell für den Versand der Gewinne anfallende Kosten übernimmt der Betreiber. Mit der Inanspruchnahme des Gewinns verbundene Zusatzkosten gehen zu Lasten des Gewinners. Für eine etwaige Versteuerung des Gewinns ist der Gewinner selbst verantwortlich. Meldet sich der Gewinner nach zweifacher Aufforderung innerhalb einer Frist von drei Wochen nicht, kann der Gewinn auf einen anderen Teilnehmer übertragen werden.

Beendigung des Gewinnspiels
Der Veranstalter behält sich ausdrücklich vor, das Gewinnspiel ohne vorherige Ankündigung und ohne Mitteilung von Gründen zu beenden. Dies gilt insbesondere für jegliche Gründe, die einen planmäßigen Ablauf des Gewinnspiels stören oder verhindern würden.

Datenschutz
Für die Teilnahme am Gewinnspiel ist die Angabe von persönlichen Daten notwendig. Der Teilnehmer versichert, dass die von ihm gemachten Angaben zur Person, insbesondere Vor-, Nachname, Wohnort und E-Mail-Adresse wahrheitsgemäß und richtig sind. Der Veranstalter weist darauf hin, dass sämtliche personenbezogenen Daten des Teilnehmers zur Abwicklung an die HaustadtRocks weitergegeben werden. Im Falle eines Gewinns erklärt sich der Gewinner mit der Veröffentlichung seines Namens und Wohnorts in den vom Veranstalter genutzten Medien einverstanden. Dies schließt die Bekanntgabe des Gewinners auf der Webseite des Betreibers und seinen Social Media-Plattformen mit ein. Der Teilnehmer kann seine erklärte Einwilligung jederzeit widerrufen. Der Widerruf ist schriftlich an die im Impressumsbereich angegebenen Kontaktdaten des Veranstalters zu richten. Nach Widerruf der Einwilligung werden die erhobenen und gespeicherten personenbezogenen Daten des Teilnehmers umgehend gelöscht.

Facebook Disclaimer
Diese Aktion steht in keiner Verbindung zu Facebook und wird in keiner Weise von Facebook gesponsert, unterstützt oder organisiert.

Anwendbares Recht
Fragen oder Beanstandungen im Zusammenhang mit dem Gewinnspiel sind an den Betreiber zu richten. Kontaktmöglichkeiten finden sich im Impressumsbereich. Das Gewinnspiel des Betreibers unterliegt ausschließlich dem Recht der Bundesrepublik Deutschland. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen.

Salvatorische Klausel
Sollte eine Bestimmung dieser Teilnahmebedingungen ganz oder teilweise unwirksam sein oder werden, so wird dadurch die Gültigkeit dieser Teilnahmebedingungen im Übrigen nicht berührt. Statt der unwirksamen Bestimmung gilt diejenige gesetzlich zulässige Regelung, die dem in der unwirksamen Bestimmung zum Ausdruck gekommenen Sinn und Zweck wirtschaftlich am nächsten kommt. Entsprechendes gilt für den Fall des Vorliegens einer Regelungslücke in diesen Teilnahmebedingungen.

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"Mir geht es oft nicht schnell genug": Interview mit OB-Kandidatin Charlotte Britz (SPD)

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Charlotte Britz ist seit 2004 die Oberbürgermeisterin von Saarbrücken. Foto: Tobias Ebelshäuser

SOL.DE: Frau Britz, wir haben uns am St. Johanner Markt getroffen und sitzen jetzt im Café Thonet. Warum haben Sie diesen Ort als Lieblingsort in Saarbrücken ausgesucht?

Charlotte Britz: Das Café strahlt das junge und urbane Saarbrücken aus. Der Ort, an dem wir jetzt hier sitzen – das ist so ein Platz, von denen es in Saarbrücken etliche gibt, die viele aber gar nicht kennen.

Nicht jeder Ort in der Stadt ist so schön wie dieser hier. Wo muss sich Ihrer Meinung nach am dringendsten etwas ändern?

In Burbach beispielsweise haben wir einen großen Strukturwandel vollzogen. Dort sind viele Arbeitsplätze verloren gegangen und wir haben jetzt wieder 5.000 neue Arbeitsplätze geschaffen – fast so viele wie damals verloren gegangen sind. Um den Strukturwandel weiter voranzutreiben sind wir jetzt dabei, mit der deutschen Reihenhaus AG Häuser und Wohnraum für Familien mit Kindern zu schaffen – mitten in einem Bildungszentrum. Wir haben dort eine hervorragende KiTa, eine tolle Schule und werden dort jetzt eine neue Grundschule bauen. Eine Stadt zu entwickeln, ist eine dauerhafte Aufgabe.

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Für das Interview hat sich Britz einen der versteckten Orte von Saarbrücken ausgesucht: Den Hinterhof des Café Thonet. Foto: Tobias Ebelshäuser

Burbach haben Sie jetzt schon angesprochen. Aber es gibt ja noch andere Stadtteile, die mehr oder minder abgehängt sind. Dudweiler ist so einer.

Dudweiler hatte bis 2014 einen Sonderstatus, war lange Jahre selbstverwaltet. Insofern hat die Stadt Saarbrücken erst seit einigen Jahren vollen Einfluss auf die Stadtentwicklung. Wir sind dabei, auch ein Stadtentwicklungskonzept für Dudweiler zu erstellen. Wir werden zum Beispiel die Fußgängerzone sanieren, die Planungen laufen. Und am Anger werden wir  neue Wohnungen schaffen. Auch die Einkaufssituation soll verbessert werden. In der Beethovenstraße wird ein neues Einkaufszentrum entstehen mit Studentenwohnungen.

Und wir hoffen, dass wir im alten Kino in Dudweiler ebenfalls noch eine Einkaufsmöglichkeit für die Dudweiler Bürger schaffen können. Dann gibt’s natürlich die internationale Schule, die wir dort errichten werden. Eine ganz große Chance ist das Helmholtz-Institut, das sich an der Universität ansiedeln wird.

Was könnte man im Nauwieser Viertel tun, um den aktuellen Streit zwischen Anwohnern und Partygästen zu schlichten?

Wir setzen in Saarbrücken auf das Gespräch und deshalb haben wir die sogenannten Ruhebewahrer eingesetzt. Vor vielen Jahren hatten wir die Marktwächter am St. Johanner Markt, als es Konflikte mit Wirten und Anwohnern gab. Das hat sich sehr gut entwickelt und deshalb setzen wir auf das Gespräch und auf die Vernunft der Menschen.

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Auf die wirtschaftliche Entwicklung Saarbrückens in den letzten Jahren ist sie besonders stolz. Foto: Tobias Ebelshäuser

Was ist ihre persönliche Meinung zu dem Konflikt?

Erstmal muss man natürlich wissen, wo man hinzieht. Wenn ich in die Nähe von einer Kirche ziehe, dann läuten die Glocken. Wenn ich ins Nauwieser Viertel ziehe, wo so viele Kneipen sind, dann weiß ich, dass es laut wird. Es gibt aber inzwischen auch Alteingessesene, die sagen, die Atmosphäre im Viertel verändert sich. Es kommen mehr Partymacher von außen, die keine Rücksicht nehmen. Das nehmen wir ernst. Und es gibt Verhaltensweisen, die man einfach nicht dulden muss, also urinieren oder einfach seinen Dreck irgendwo hinwerfen.

Das Nauwieser Viertel ist auch ein Studentenviertel. Aus dem Saarland ziehen jüngere Menschen verstärkt weg, in Saarbrücken steigt die Bewohnerzahl leicht. Was kann man tun, um die Stadt für junge Leute attraktiver zu machen?

Aus meiner Sicht war ein ganz großer Fehler, dass die saarländische Landesregierung entschieden hat, an der Universität des Saarlandes zu sparen. Wir müssen einfach in die Bildung für junge Menschen investieren – in die Uni, aber auch das neue Ausbildungszentrum der Handwerkskammer - , damit wir jungen Menschen eine Möglichkeit bieten können, sich zu bilden und sich zu entwickeln.

Der zweite Schritt wäre, diesen jungen Menschen zu helfen, dass im Saarland bleiben zu können. Aus meiner Sicht müsste es endlich einen Landesentwicklungsplan geben, der hierzu Strategien benennt. Wir arbeiten in Saarbrücken an den Voraussetzungen, um  junge  Menschen hier zu halten.

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Ein Grund, warum viele wegziehen, ist das Fehlen von bezahlbarem Wohnraum. Wo könnte man da ansetzen?

Wir investieren jedes Jahr zehn Millionen Euro in die Sanierung bezahlbaren Wohnraums. Das Saarland hat jetzt Förderrichtlinien für den Neubau von sozialem Wohnraum erstellt, nachdem wir sehr starken Druck gemacht haben. Wir werden deshalb dieses Jahr beginnen, nochmal neu zu bauen. Außerdem müssen wir die Eigentümer dazu aufzufordern, ihren Wohnraum zu vermieten. In der Dudweiler Straße stehen zum Beispiel zwei oder drei Häuser komplett leer.

Das ist alles eine Frage des Geldes und wie wir sehen, ist das auch ein bundesweites Thema.

Wenn man es nicht schafft, eine Wohnung in der Innenstadt zu bekommen, muss man mit dem Auto nach Saarbrücken fahren. Die Parksituation ist aber eher schwierig. Es gibt zu wenige und zu teure Parkplätze. Die Verhandlungsrunde mit Q-Park ist ohne Ergebnis ausgegangen. Wie wird jetzt verfahren?

Parken ist in Saarbrücken das Thema Nummer eins und ich vertrete die Auffassung: Wir haben unterschiedlichste genügende Parkmöglichkeiten in der Stadt – günstige aber auch teure.

Von Uwe Conradt und Markus Lein kam der Vorschlag, Park & Ride-Stationen außerhalb zu bauen, von denen man dann mit kostenlosem ÖPNV in die Innenstadt käme.

Wir bauen ein Parkhaus in Brebach am Bahnhof. Was das Parken an der Saarlandhalle angeht – sehr gerne, da bin ich sofort dabei. Die Idee hatten wir schon mal, sie war nur nicht finanzierbar.

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Als begeisterte Radfahrerin will sie die Fahrradwege in Saarbrücken weiter ausbauen. Foto: Tobias Ebelshäuser

Sie sind viel mit dem Fahrrad unterwegs. Von den anderen OB-Kandidaten kamen mäßig begeisterte Stimmen, was die Radwege auf der Wilhelm-Heinrich-Brücke angeht. „Die Partei“ schlägt eine Sprungschanze über die Saar vor, weil sogar das sicherer sei. Ist die neue Brücke Ihrer Meinung nach gelungen?

Ich finde sie sehr gelungen. Der Radweg ist so, wie wir das in vielen anderen deutschen Städten sehen. Die Saarländer sind ja nicht dümmer oder ungeschickter als andere. Ich fand es sehr erstaunlich, wie die Diskussionen über diesen Fahrradweg geführt wurden.

Was man nicht verschweigen darf: Wir müssen noch mehr tun, um die Fahrradwege zu installieren, und sie sicherer zu machen. Wir bauen überall, wo gerade saniert wird, Fahrradwege - wenn es möglich ist.

Ich persönlich fahre gern über die Wilhelm-Heinrich-Brücke mit dem Fahrrad und fühle mich auch sicher.

Thema Sicherheit: Viele fühlen sich gerade in den Abendstunden in Saarbrücken nicht mehr sicher.

Die Sache muss man sehr ernst nehmen. Ich war eine der ersten, die eine Sicherheitspatenschaft gemeinsam mit Innenminister Klaus Boullion eingerichtet hat.

Wir leben in einer Landeshauptstadt, die wirtschaftlich stark ist, die lebendig ist, die ein tolles Nachtleben hat. Aber wir haben natürlich auch andere Phänomene, die wir sehen müssen. Menschen haben Ängste. Wir haben andere Kulturen in unserer Stadt, die zu uns gekommen sind, die den Menschen teilweise Ängste machen.

Wenn ich mir jetzt Facebook anschaue, wird das Thema viel diskutiert. Dort wird auch versucht, sehr viel Stimmung zu machen. Man darf das nicht auf die Seite schieben und sagen: „Alles ist in Ordnung. Wir leben in einer heilen Welt.“ Nein, wir leben in einer Gesellschaft, die auch Schattenseiten hat. Aber das Problem hat sich auf wenige Bereiche der Stadt konzentriert. Und gemeinsam mit der Polizei haben wir es inzwischen bereits deutlich entschärft. Wir werden hier weiter arbeiten.

Wir haben ja zum Beispiel  gefordert, dass wir mehr Polizei in die Stadt bekommen. Das ist tagsüber sehr gut gelungen. Viele reden zum Beispiel immer noch über die Johanneskirche. Dort hat sich die Situation jedoch sehr stark verbessert.

Wir leben in einer tollen und weltoffenen Stadt. Ich habe auch ganz viele Menschen getroffen, die sich erfreuen an dem Flair in unserer Stadt.

Also ist es ihrer Ansicht nach eher ein gefühltes Problem oder ist es Realität, dass es unsicherer geworden ist?

Wenn man die Zahlen sieht, ist es ein gefühltes Problem. Trotzdem möchte ich den Menschen nicht absprechen, dass sie Ängste haben und auch darauf muss man reagieren. Wir brauchen vor allem in den Nachtstunden noch mehr Polizeipräsenz.

Wir wollen Revue passieren lassen, was sie in den letzten 15 Jahren im Amt erlebt haben. Auf was sind Sie besonders stolz?

Die Stadt hat eine sehr gute wirtschaftliche Entwicklung genommen. Wir haben über 10.000 Arbeitsplätze geschaffen. Dann die Bürgerbeteiligung, die wir massiv verstärkt haben durch Stadtteilbesuche, durch Befragungen, denen ich mich auch stelle. Die Entwicklung in der Innenstadt. Das Stadtbild insgesamt. Das hat mir gestern auch wieder eine Dame gesagt: Man merkt, dass eine Frau an der Spitze ist. Dass man die Blumen in der Stadt sieht. Wir sind eine der zehn grünsten Städte in Deutschland, das wird oft vergessen.

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Was, würden Sie sagen, war der größte Fehler ihrer Amtszeit?

Gute Frage. Da muss ich im Moment passen.

Also alles richtig gemacht?

Nein, sicher nicht. Es ist noch einiges zu tun. Ein wichtiges Thema in Zukunft ist das gemeinsame Arbeiten mit der Landesregierung, um die Stadt zu entwickeln. Seit Tobias Hans da ist, bin ich ganz froh. Wir haben eine schnelle Kommunikation und setzen Dinge schneller um.

Gibt es eine Entwicklung, mit der Sie nicht zufrieden sind hier in Saarbrücken?

Mir geht es oft nicht schnell genug. Beim Stadion gibt es viel Kritik. „Private bauen schneller. Wieso dauert das so lange?“ Da kann ich nur zu sagen: Private haben keinen Stadtrat, haben keine Landesregierung, haben keine Landtagswahlen, wo sie dann, wenn die Ausschreibung nicht den Erwartungen entsprochen hat, nochmal komplett umplanen müssen.

Aber ich glaube es liegt ein Fluch auf Fußballstadien. Ich kenne keine Stadt, in der das reibungslos funktioniert hat.

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Privat wie beruflich sei Charlotte Britz nach eigener Aussage nicht immer die Entspannteste. Foto: Tobias Ebelshäuser

Was ist Charlotte Britz privat für ein Mensch?

Ziemlich ähnlich wie im Beruf: Es muss alles immer schnell gehen und ich bin auch nicht immer die Entspannteste.

An Saarbrücken mag ich…

die Menschen und das Flair - insbesondere im Frühling.

An Saarbrücken mag ich nicht...

dass es verschiedene Gruppen gibt, die einfach nur meckern, aber sich nicht den Themen stellen.

Mit OB Charlotte Britz wird Saarbrücken in den nächsten Jahren…

groß werden und aufblühen. Die Entwicklung wird so weitergehen, dass wir eine lebendige und junge Stadt sind. Das ist mein großes Ziel.

Die bisherigen Interviews mit den OB-Kandidaten:

 „Ich bin ein echter Saarbrücker Bub“: Interview mit OB-Kandidat Gerald Kallenborn
• „Dudweiler ist mittlerweile regelrecht abgehängt“: Interview mit OB-Kandidat Markus Lein
• „Helmpflicht nach Einbruch der Dunkelheit“: Interview mit OB-Kandidat Michael Franke (Die Partei) 
• „Den Radverkehr mehr als den Autoverkehr stärken“: Interview mit OB-Kandidatin Barbara Meyer-Gluche (Die Grünen)
„Sicherheit beginnt für mich mit Sauberkeit“: Interview mit OB-Kandidat Uwe Conradt (CDU)
„Man muss auch den Immigranten eine Lösung bieten": Interview mit OB-Kandidatin Laleh Hadjimohamadvali (AfD)

Ein Interview mit der NPD haben wir nicht geführt. Zu dieser Entscheidung werden wir in den kommenden Tagen Stellung nehmen.

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Landessportverband gerettet: Bank bewilligt Millionenkredit über 13,9 Millionen

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Der LSVS hat mit einem strukturellen Defizit zu tun. Foto: BeckerBredel.

Die Landesbank Saar (SaarLB) hat heute dem Landessportverband für das Saarland (LSVS) die Darlehenszusage für den für die Sanierung des Landessportverbandes dringend benötigten Sanierungskredit über rund 13,9 Mio. Euro erteilt. Der Darlehensvertrag wurde heute von Vertretern der Bank, vom Präsidenten des LSVS Adrian Zöhler und vom Konsolidierungsberater (KOB) Rechtsanwalt Michael J.W. Blank unterzeichnet. „Ein guter Tag für den Saar Sport“, so Adrian Zöhler nach der Unterzeichnung des Vertrages. „Nun gilt es in den nächsten Wochen mit der Erstellung einer neuen Satzung und der Schaffung neuer Strukturen auf diesem soliden Fundament neu aufzubauen“, so Zöhler.

Das frische Geld, das dem Skandalträchtigen Verband zugesprochen wird, eröffnet ein neues Kapitel im größten Saar-Politskandal der letzten Jahre. Unter anderem stolperte der ehemalige Landtagspräsident Klaus Meiser (CDU) über die Affäre.

Wenn der LSVS scheitert, muss der Steuerzahler einspringen

Dem vorausgegangen waren monatelange Verhandlungen über den Inhalt des umfangreichen Darlehensvertrages und der Prüfung des dem Kreditantrag zugrundeliegenden Gutachtens der Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Friedrich & Wilms. Die Prüfung ergab, dass der LSVS in der Lage sein wird, über seine Geschäftstätigkeit den Kredit langfristig zurückzuzahlen. Sollte das nicht gelingen, bürgt das Land mit Steuergeldern.

Die Sanierung des LSVS war aufgrund der seit Jahren bestehenden wirtschaftlichen und finanziellen Schieflage des LSVS einhergehend mit einem strukturellen Defizit von 2,5 Mio. Euro pro Jahr erforderlich geworden.


Das Sanierungskonzept sieht eine Verbesserung der Einnahmenseite unter gleichzeitiger Reduzierung der Ausgaben vor. Das Präsidium und der Vorstand des LSVS haben dem Sanierungskonzept des Konsolidierungsberaters Blank im Juni/Juli 2018 zugestimmt. Danach bleiben Schwimmbad, Mensa und Mehrzweckhalle als „geborene“ Verlustträger erhalten. Trotz des schwierigen und unvermeidbaren Personalabbaus ist es auch im Hinblick auf die von der Landesregierung eingerichtete „Task Force“ gelungen, bereits weit mehr als die Hälfte der gekündigten Mitarbeiter in andere Jobs zu vermitteln.


Die Darlehensmittel werden dazu benötigt, um „Altverbindlichkeiten“ des LSVS von insgesamt ca. 3,9 Mio. Euro zu finanzieren, Verbindlichkeiten in einer Höhe von rund 7 Mio. Euro gegenüber der Sportplanungskommission zu begleichen und in einer Größenordnung von ca. 3 Mio. Euro den Sanierungs- und Instandhaltungsstau an der Hermann-Neuberger-Sportschule zu beseitigen.


Aufgrund des Beschlusses der Sportplanungskommission vom 22.10.2018 ist der LSVS somit in der Lage, insgesamt 10 Mio. Euro in den Bautenstand und die Infrastruktur der Hermann-Neuberger-Sportschule investieren zu können, um weiterhin beste Trainingsmöglichkeiten den Sportlerinnen und Sportlern anzubieten.


Quelle: Pressemitteilung des LSVS

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Schleichwerbe-Verdacht in Saarland-Krimi des ZDF

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Die Serie „In Wahrheit" spielt im Saarland und wird im ZDF ausgestrahlt. Foto: ZDF/Network Movie/ZDF/Network Movie.

Hat das ZDF in seiner jüngsten Folge der Krimireihe „In Wahrheit" Schleichwerbung für BMW betrieben? Das könnten Zuschauer des Krimis meinen. Wie die Medienkritiker von „Übermedien" in einem Video aufzeigen, steht in der Folge „Still ruht der See" häufig ein Wagen des bayrischen Automobilherstellers im Vordergrund.

So räumen die Macher des Krimis, der im Saarland spielt, beispielsweise den elektrischen Fensterhebern des Autos sowie der Mechanik des Kofferraums auffälligerweise Platz ein. Auch ungewöhnlich lange Außenaufnahmen des BMWs stoßen den Medienjournalisten sauer auf.

Laut Abspann der Folge hat BMW für die Serie eine sogenannte Produktionshilfe geleistet. Für „In Wahrheit" hat der Autobauer dem Sender zwei Fahrzeuge unentgeltlich zur Verfügung gestellt. Wie er „Übermedien" auf Anfrage mitteilt, sei der Gegenwert für BMW, dass die Wagen im Fernsehen zu sehen sind. Der Automobilhersteller beteuert, sich beim Drehbuch nicht eingemischt zu haben. Auch das ZDF sagt, BMW habe „keinerlei Möglichkeit, auf die inhaltliche Entwicklung oder Inszenierung des Films Einfluss zu nehmen".

Die Darstellung von Produkten im Rahmen einer Produktionshilfe ist erlaubt, wenn sie „aus journalistischen oder künstlerischen Gründen, insbesondere zur Darstellung der realen Umwelt, zwingend erforderlich ist", heißt es in einer ZDF-Richtlinie zum Thema Werbung und Sponsoring.

Was ist die dramaturgische Funktion des Autos?

Nur: Wo liegt der künstlerische beziehungsweise dramaturgische Wert im Fall des BMWs, den die Kommissarin im Krimi benutzt? Das ZDF sagt, der Einsatz von Autos gehöre zum Alltag polizeilicher Ermittlungsarbeit. Zudem gebe es in der Folge Ortswechsel. Eine Arbeitersiedlung sei Tatort und Heimat der Kommissarin zugleich. Ihre Bewegungen dorthin und wieder aus ihrem Heimatort hinaus hätten eine dramaturgische Funktion.

Der Fernsehrat des ZDF muss sich laut „Übermedien" jetzt mit dem Thema auseinandersetzen. Für den Zuschauer des Krimis bleibt vorerst ein fader Beigeschmack.

Verwendete Quellen:
„In Wahrheit BMW" auf Uebermedien.de
Video „Zu werblich? BMW im ZDF-Krimi"
ZDF-Serie „In Wahrheit", Folge „Still ruht der See"

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Vier junge Menschen verletzt nach Unfall in Merzig

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Der Fahrer des Wagens verlor wegen überhöhter Geschwindigkeit die Kontrolle über sein Auto. Foto: Feuerwehr Merzig.

Bei einem Unfall in Merzig sind in der Nacht zum Sonntag (12. Mai) vier Menschen verletzt worden, davon einer schwer. Der Fahrer eines Peugeot 206 hatte laut „Saarbrücker Zeitung" am „Heisel"-Kreisverkehr die Kontrolle über sein Auto verloren, weil er zu schnell unterwegs war. Daraufhin kollidierte der Wagen seitlich mit einer Straßenlaterne, die aus ihrer Verankerung gerissen wurde. Das Auto kam schließlich im Kreisel zum Stehen.

In dem Auto saßen vier junge Menschen. Eine Frau, die sich auf der Rückbank befand, wurde mit schweren Verletzungen ins Krankenhaus gebracht. Eine weitere Frau und zwei Männer wurden leicht verletzt.

Verwendete Quellen:
• Saarbrücker Zeitung
Facebook-Post der Feuerwehr Merzig

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dpa/lrs

Leiche gefunden bei Brand in Neunkirchen

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Durch das Feuer in der Wellesweilerstraße in Neunkirchen kamen mindestens zwei Personen ums Leben. Foto: BeckerBredel.

Das Feuer in einem Wohnhaus in Neunkirchen, bei dem mindestens ein Mensch getötet wurde, konnte auch fast einen Tag nach dem Ausbruch noch nicht gelöscht werden. Von der dreiköpfigen Familie, die im Dachgeschoss des Hauses wohnt, fehle weiterhin jede Spur, teilte das saarländische Innenministerium am frühen Montagmorgen (13. Mai) mit.

Grund für die langwierigen Löscharbeiten ist demnach, dass die Stromversorgung des Hauses noch nicht gekappt werden konnte. Eine Spezialfirma war in der Nacht im Einsatz, um die Stromleitung zum Haus aufzubaggern und zu durchtrennen. Erst danach können die Einsatzkräfte das Haus durch Gerüste notdürftig stützen, letzte Glutnester löschen und die Suche nach möglichen weiteren Opfern fortsetzen. Neben Feuerwehr, Polizei und der Spezialfirma war auch das Technische Hilfswerk im Einsatz.

Das Feuer war am Sonntagmorgen im Keller ausgebrochen und griff auf das ganze Haus über. Beim Eintreffen der Einsatzkräfte waren laut Polizei einige Bewohner aus den Fenstern gesprungen. Bei den Löscharbeiten fanden die Rettungskräfte eine Leiche. Ob es sich dabei um ein Mitglied der vermissten Familie handelt, war zunächst unklar.

Brand in Neunkirchen: Ursache noch unklar

13 Personen wurden gerettet und teils in umliegende Krankenhäuser gebracht. Auch die Bewohner der Nachbarhäuser mussten ihre Wohnungen verlassen. Zahlreiche Schaulustige im Umfeld des Hauses erschwerten den Einsatz.

Das Gebäude in der Wellesweilerstraße ist komplett zerstört, die Höhe des Schadens konnte die Polizei noch nicht beziffern. Die Straßen um den Brandort wurden gesperrt. Unter anderem die Decken des Hauses hätten aus Holz bestanden. Die Ermittlungen zur Brandursache laufen. Nach Polizeiangaben deutete nichts auf Brandstiftung hin. Da in dem Keller auch Elektrogeräte wie Trockner und Waschmaschinen standen, könnte es sich um einen technischen Defekt gehandelt haben.

Verwendete Quellen:
• dpa
• eigener Bericht

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