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A8 Luxemburg Richtung Saarlouis in Höhe Dreieck Saarlouis Gefahr durch Gegenstände auf der Fahrbahn (ein Spanngurt) (12:40)

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„We love MMA“: SOL.DE-Redakteurin beim Training mit Saar-Fighter Roman Kapranov

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Richtig stehen ist wohl wichtig - Roman Kapranov zeigt erstmal die Grundhaltung. Foto: red

Die zu 75% aus durchschnittlich bis überdurchschnittlich trainierten Männern bestehende SOL.DE Redaktion hatte offenbar zu viel Angst vor Roman. Aus geballter Feigheit wurde für das Reporter-Probetraining daher die einzige Frau auserkoren - nämlich ich. Ein Schelm, wer Böses dabei denkt.

„We Love MMA“ in der Saarlandhalle

Die Kampfsportler im „RFS Pro“ bereiten sich gerade auf etwas Großes vor. Am kommenden Samstag findet in der Saarlandhalle „We Love MMA“ statt. Ein „Spektakel“, wie Trainer Arash, es bezeichnet. Für alle, die (wie ich) vorher noch nie etwas davon gehört haben: Bei den Kämpfen werden zwei Athleten in einen großen Käfig gesteckt, in dem sie sich dann nach allen Regeln der Kunst verprügeln. „Regeln“ sind dabei relativ. Von Boxen, über Kickboxen, Muay Thai, Brazilian Jiu-Jitsu, Ringen, Kung Fu bis hin zu Judo und Grappling sind alle Techniken erlaubt. „Ein paar Einschränkungen gibt es aber schon“, erklärt Eric Schmitt, der auch beim Event antritt. Nicht erlaubt seien zum Beispiel Beißen und Schläge in die Genitalien. Na, immerhin. Die gefühlte Regelfreiheit sorgt jedoch dafür, dass MMA weitläufig als brutal und gefährlich angesehen wird. Ich rechne dementsprechend mit dem Schlimmsten. 

Probetraining mit Roman Kapranov bei RFS pro in Saarbrücken

Die gute Nachricht vorweg: Niemandem wurde bei dem Training die Nase gebrochen. Später auftauchende blaue Flecken könnten auch auf allgemeines Ungeschick zurückzuführen sein. In der Vorbereitung käme es aber fast nie zu Verletzungen. Dass man ständig verletzt wird, sei ein Gerücht. „Die Leute denken immer: Wenn du ins Training kommst, stehen da voll die Ochsen und sagen ‚Komm wir prügeln uns jetzt'“, meint Eric kopfschüttelnd. Zumindest bei meinem Probetraining wurde diese Vorstellung nicht bestätigt. Da MMA (wie der Name schon sagt) ein Gemisch aus verschiedenen Kampfsportarten ist, trainiere ich erstmal mit der BJJ (Brazilian Jiu Jitsu) Gruppe. Nach einem Warm-Up, das sich noch halbwegs würdevoll überstehen lässt, gibt es eine kleine Einführung in eine Grifftechnik von Trainer Arash. Ich übe eine Abwehrmaßnahme mit einer der wenigen anwesenden Frauen. Viele Kampfsportlerinnen lernen Krav Maga, meint Arash - oftmals zur Selbstverteidigung. Auch BJJ sei bei Frauen beliebter als MMA, „weil dabei das Gesicht nicht so verunstaltet werden kann“, meint Eric. Nachvollziehbar.

Schließlich stellt man mir meinen Trainingspartner vor: Roman Kapranov - sportlich vielseitig unterwegs, erfahrener MMA-Kämpfer (2016 war er in den Top Ten), vermutlich 0% Körperfett. Also meiner absolut ebenbürtig. Für sein Gesicht sei es bereits zu spät, meint er mit einem Grinsen. Am Samstag tritt er bei „We Love MMA“ gegen Nils Wernesbach an. Dass man den Sport immer nur auf die wenigen Auftritte im Käfig reduziert, nervt ihn allerdings. Er mache MMA für sich. Die Kämpfe seien nebensächlich. 

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Roman Kapranov im MMA-Kampf gegen Dustin Stoltzfus. Foto: We Love MMA

Vermutlich wollte man keine gebrochenen Reporter-Knochen riskieren und hat sich für die Probe-Session statt wilder Kicks und Punches ein paar Griffe ausgesucht. Relativ schnell wurde klar: Berührungsängste sind bei diesem Sport eher hinderlich. Hat man sich daran erstmal gewöhnt, macht es Spaß. Hauptziel meines Abends war es jetzt, Roman umzuwerfen. Das klingt zumindest nicht weiter gefährlich.

MMA ist nicht so schädlich wie Boxen

Der schlechte Ruf sei ohnehin nicht gerechtfertigt. In dem Punkt ist man sich im „RFS pro“ einig. Die schlimmsten Verletzungen der beiden MMA-Kämpfer waren ausgeschlagene Zähne und gebrochene Zehen. Das geht ja noch. „Es ist nicht so schädlich wie Boxen“ erklärt Eric. Das liegt daran, dass man weniger Schläge auf den Kopf bekommt. „Das Letzte, was die Leute hier wollen, ist jemanden zu verletzen. Das sind ja meine Trainingspartner, wenn die verletzt sind, kann ich mit keinem mehr trainieren.“ Das leuchtet natürlich ein. Passieren könne jedoch trotzdem immer was. „Gewalt geht nicht von Menschen aus, die Kampfsport machen, sondern von Menschen, die frustriert sind. Da ist es doch besser, beim MMA mal konzentriert Dampf abzulassen, als sich am Wochenende zu betrinken und Streit zu suchen“, meint Arash. 

Warum man sich von allen Kampfsportarten ausgerechnet MMA aussucht, hat für ihn verschiedene Gründe: Die Vielseitigkeit des Sports, der hohe Anspruch an Fitness und Technik sowie - für die Kämpfer, die sich tatsächlich in den Käfig wagen (schätzungsweise 10%) - das Adrenalin. Der Kick sei vergleichbar mit Fallschirmspringen oder Base Jumping. MMA sei eine Extremsportart. Man müsse aber auf dem Teppich bleiben, meint Roman. „Nur weil man ein paar Techniken beherrscht, darf man sich nicht für den Größten halten.“ Nichtsdestotrotz gehöre eine Portion Mut dazu. Und mit Druck sollte man klar kommen. Der sei, wenn die Käfigtür zugeht, extrem.

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Man braucht Ziele: Roman umzuwerfen ist meins. Klappt mittel. Foto:red

Zwei Einheiten Kampfsport-Training täglich 

Auch die Vorbereitung ist extrem. Vor allem Regelmäßigkeit sei der Schlüssel zum Erfolg im Kampf, meint Roman. Statt nur vor Kämpfen verstärkt zu trainieren, bleibt er kontinuierlich dabei. Eric trainiert in den Monaten vor „We Love MMA“ zweimal am Tag, dazwischen macht er Cardio. Einige Sportler hungern sich kurz vor den Kämpfen sogar in eine niedrigere Gewichtsklasse. Dieser ungesunden Praxis seien bereits Sportler zum Opfer gefallen, wie Eric erzählt. Bei den Kämpfen selbst sei aber noch nie jemand gestorben. „Man hat ein Auge auf dich“, meint er. Ärzte, Trainer, aber auch der Gegner achten darauf, dass niemand zu sehr verletzt wird. Vor den Kämpfen hätte man trotzdem schon mal Angst. „Manchmal fragt man sich: Was mache ich hier eigentlich?“, erzählt Roman. 

Diese Frage stelle ich mir zwischendurch auch. Trotz meiner eher kläglichen Versuche, ihn zu Fall zu bringen, gibt Roman aber die Hoffnung nicht auf und erklärt mir mit einer Seelenruhe, wie ich stabiler stehe und mehr Schwung bekomme. Nach einem geglückten Anlauf (von dem ich mir absolut sicher bin, dass er nichts mit absichtlichem Fallen seinerseits zu tun hat), überlasse ich den saarländischen MMA-Liebling aber Mitstreitern aus seiner Gewichtsklasse. Man sieht sich dann beim Kampf. 

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Erfolgserlebnis. Foto: red

Keine bloße Prügelei

Was mich als Zuschauer bei „We Love MMA“ überhaupt erwartet, frage ich. „Sehr disziplinierte Kämpfer, die hoch trainiert sind und viel Zeit und Mühe investiert haben, um ihre Körper zu stählen“, meint Arash. Wer sich gutgebaute Männer ansehen will, ist also schonmal nicht völlig falsch. Unter den MMA-Kämpfern seien zudem nur geschulte und respektvolle Menschen. Der martialisch anmutende Käfig sei zum Schutz da, damit niemand rausfällt. „Es ist sehr spannend. Wenn jemand am Verlieren ist, schreit das Publikum und spornt ihn an“, meint Arash. Es liege ein unvergleichliches Adrenalin in der Luft.

„Wenn man aber einfach nur sehen will, wie Leute aufeinander eindreschen, kann man sich auch nachts in die Kaiserstraße stellen“, meint Eric. Natürlich sehe man, wie Leute sich prügeln, aber eben gekonnt prügeln, erklärt er. Wenn man sich mehr damit auseinandersetzt und merkt, was für krasse Sachen die Athleten da machen – die Movements, die Technik, wie detailliert sie auch an solche Sachen rangehen – fangen Leute an, sich in den Sport verlieben. Ob es jetzt der Aspekt des Ringens ist oder Thai-Boxen, man merkt halt einfach, dass es filigraner ist als 'ne plumpe Schlägerei.

„We Love MMA“ findet am Samstag, 18. Mai in der Saarlandhalle statt. Insgesamt treten 22 Sportler in elf Kämpfen gegeneinander an. Um 18.00 Uhr ist Einlass. Los geht's um 19.00 Uhr. Weitere Infos zu den Sportlern und Kämpfen sowie Tickets gibt es auf der Homepage

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kub | dpa/lrs

Dritte Leiche in Neunkirchen gefunden

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In diesem Wohnhaus in Neunkirchen brach das Feuer aus. Foto: Brandon Lee Posse

Einsatzkräfte haben in dem durch einen Brand zerstörten Haus in Neunkirchen am Donnerstagnachmittag (16. Mai) eine dritte Leiche gefunden. Ob es sich dabei um den vermissten 50-jährigen Familienvater handelt, muss eine Obduktion klären. Sie ist für Freitag einberaumt, teilt die Polizei mit.

Bereits am Mittwoch war die Leiche eines vier Jahre alten Jungen geborgen worden, ein Tag zuvor die der toten Mutter (33). Sie starben an einer Rauchgasvergiftung. Die Suche war zuletzt sehr aufwendig gewesen, weil die noch aufliegende Decke des zerstörten Hauses laut Polizei „extrem einsturzgefährdet" ist.

Das Feuer war am Sonntag aus bislang unbekannter Ursache in dem Wohnhaus ausgebrochen. Beim Eintreffen der Einsatzkräfte waren laut Polizei mehrere Bewohner aus den Fenstern gesprungen. 13 Menschen wurden gerettet und kamen in umliegende Krankenhäuser.

Ursache für Brand weiter unklar

Die Ursache für das Feuer ist laut Polizeiangaben noch unklar. Fest stehe, dass der Brand im Keller ausgebrochen ist. Ein Brandermittler soll jetzt die genau Ursache herausfinden.

Verwendete Quellen:
Tweet der Polizei Saarland
• dpa

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Zehn gute Gründe, den Meister zu machen

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Foto: Jennifer Weyland

1. Besser werden

Gewinnen Sie Kompetenz und persönliche Qualifikation! Wer seinen Meister macht, erweitert seine Fähigkeiten und erwirbt einen wichtigen Vorsprung an Wissen und Können. So sind Handwerksmeisterinnen und –meister für die wachsenden Anforderungen des regionalen und globalen Marktes bestens gerüstet.

2. Selbstständig machen

Führen Sie Ihren Betrieb in eine sichere Zukunft! Meisterinnen und Meister haben beste Voraussetzungen für eine Firmengründung oder die Übernahme eines bestehenden Betriebs. Sie können individuell entwickelte Produkte und Dienstleistungen anbieten und haben gelernt, einen Betrieb erfolgreich zu führen.

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Foto: Jennifer Weyland

3. Kunden gewinnen

Profitieren Sie vom positiven Image des Meisterbriefes! Er ist und bleibt ein wichtiges Markenzeichen für Qualität, auf das die Kunden vertrauen. Und weil diese wissen, dass sie bei Ihnen als Meisterin oder Meister qualitativ hochwertige Arbeit und professionellen Service erhalten, kommen sie immer wieder gerne auf Sie zu.

4. Existenz sichern

Etablieren Sie sich erfolgreich am Markt! Ob in der Selbstständigkeit oder als Führungskraft fest angestellt – als Meisterin oder Meister Ihres Handwerks lernen Sie, Ihre Zukunft dauerhaft zu sichern. So senken Sie nachhaltig Ihr Insolvenzrisiko und schützen sich vor Arbeitslosigkeit.

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Foto: Jennifer Weyland

5. Karriere machen

Nutzen Sie interessante Aufstiegsmöglichkeiten! Auch als Angestellter können Sie als Meisterin oder Meister eine Führungsposition übernehmen. Mit Ihrem Know-how sind Sie für Ihre Mitarbeiter eine Autorität. Sie tragen Verantwortung und treffen richtungsweisende Entscheidungen.

6. Einkommen verbessern

Steigern Sie den Wert Ihrer Arbeit! Wer besser verdienen möchte, braucht den Meisterbrief. Er steht für qualitativ hochwertige Arbeit, die auch finanziell von Ihren Kunden oder Ihrem Arbeitgeber anerkannt wird. So zahlt sich die Investition in Ihre Ausbildung schnell wieder aus.

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Foto: Jennifer Weyland

7. Nachwuchs ausbilden

Fördern Sie die Entwicklung des Unternehmens! Wer seine Fähigkeiten weitergibt, braucht sich wegen des Fachkräftemangels keine Sorgen zu machen. Denn aus qualifizierten und leistungsfähigen Auszubildenden werden motivierte Mitarbeiter, auf die Sie sich auch beim Ausbau Ihres Unternehmens verlassen können.

8. Anerkennung genießen

Seien Sie stolz auf Ihre Leistung. Flexibilität, Ausdauer, Motivation – für das alles steht der Meisterbrief. Wer diese herausragende Qualifikation geschafft hat, hat allen Grund, zufrieden mit sich zu sein. Der Meisterbrief ist auch gesellschaftlich hoch angesehen – und das nicht nur in Deutschland, sondern in ganz Europa.

10 gute Gründe, den Meister zu machen

9. Studium beginnen

Mit dem Meistertitel direkt durchstarten! Durch Ihre erworbene Qualifikation steht Ihnen als Meisterin oder Meister bundesweit der Weg an Universitäten, Hochschulen oder Fachhochschulen offen – und das ganz ohne jede zusätzliche Prüfung.

10. Und Ihr persönlicher Grund

… zählt am meisten. Neben all diesen guten Gründen gibt es sicher noch einen ganz besonderen, den nur Sie kennen: Ihr eigener guter Grund. Und der ist oft die stärkste Motivation auf dem Weg zum Meisterbrief.

Kontakt:

Markus Becker
Tel.: 0681 5809-130
m.becker@hwk-saarland.de
www.smts-saarland.de

www.hwk-saarland.de/wegzummeister

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Messerattacken im Saarland: Das sind die häufigsten weiblichen Vornamen der Täterinnen

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Bild: Fotolia

Die Diskussion um Messer-Vorfälle im Saarland geht weiter. Nachdem die Landesregierung Ende März auf Anfrage der AfD die 13 häufigsten Vornamen der deutschen Täter veröffentlicht hatte (Michael landete damals auf Platz eins), forderte die Partei, dass sämtliche Namen der deutschen Verbrecher veröffentlicht werden.

In ihrer Antwort kam die Regierung dem Wunsch der Partei jetzt nach und teilte die Vornamen der deutschen Staatsbürger mit, die für 842 der 1.490 zwischen dem 1. Januar 2016 und dem 30. April 2018 registrierten Straftaten mit Messern und Stichwaffen verantwortlich sind. Die vollständige Liste liegt SOL.DE vor und ist hier einsehbar (PDF).

Insgesamt kamen 150 verschiedene Namen dabei heraus - 144 weitere Vornamen veröffentlichte die Landesregierung aus Datenschutz-Gründen nicht, weil sie so selten sind, dass sich leicht Rückschlüsse auf die Person ziehen lassen könnten.

Das sind die häufigsten weiblichen Vornamen im Saarland

Bemerkenswert: Als erste weibliche Namen in der Liste tauchen nach SOL.DE-Analysen Denise, Doris, Iris, Jennifer, Lena, Maria, Martina Kerstin und Stephanie mit jeweils zwei Delikten auf. Sie teilen sich Platz 86.

Die AfD wollte in ihrer jüngsten Anfrage zum Thema neben den Vornamen auch Tatort, Tatzeit und das genaue Delikt der jeweiligen Messer-Straftaten aufgeschlüsselt haben. Dem schob die Regierung allerdings einen Riegel vor: Das wäre nur durch eine händische Auswertung zu machen und mit einem erheblichen Aufwand verbunden. Andere wichtige Aufgaben könnten so gar nicht oder erst mit einem unverhältnismäßig hohem Zeitverzug durchgeführt werden, heißt es.

Darauf beruft sich die AfD

Ein Lagebild der Polizei zu Messer- und Stechwaffen-Kriminalität im Saarland hatte im Herbst vergangenen Jahres ergeben, dass es zwischen dem 1. Januar 2016 und dem 30. April 2018 insgesamt 1.490 solcher Delikte im Saarland gab. Dabei registrierte das Innenministerium 842 Fälle, in denen der Täter deutscher Staatsangehöriger war. In 122 Fällen kamen die Täter aus Syrien, in 36 aus Afghanistan. Der Rest teilte sich in Nicht-EU- und EU-Ausländer auf. In 269 Delikten waren die Täter unbekannt, sodass sich keine Rückschlüsse auf deren Nationalität ziehen ließen.

Die Anfrage der AfD zu den häufigsten Vornamen hatte Ende März deutschlandweit für ein großes mediales Echo gesorgt. Die Linke hatte daraufhin als Aprilscherz gefordert, dass die Vornamen aller saarländischen AfD-Mitglieder veröffentlicht werden.

Verwendete Quellen:
Antwort der saarländischen Landesregierung auf die Anfrage des Abgeordneten Rudolf Müller (AfD) (Drucksache 16/843 (16/787)) (PDF)
Antwort der saarländischen Landesregierung auf die Anfrage des Abgeordneten Rudolf Müller (AfD) (Drucksache 16/783 (16/750)) (PDF)
• eigene Berichte

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Oberbürgermeisterwahl in Saarbrücken: Warum wir die NPD nicht interviewen

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Otfried Best tritt für die NPD bei der Oberbürgermeisterwahl in Saarbrücken an. Foto: Becker & Bredel

Am 26. Mai 2019 findet die Oberbürgermeisterwahl in Saarbrücken statt. Insgesamt acht Kandidaten treten mit dem Ziel an, Oberbürgermeister von Saarbrücken zu werden: Die Kandidaten der Oberbürgermeisterwahl 2019 in Saarbrücken.

In einer Interview-Reihe haben wir sieben der insgesamt acht Kandidaten mit Fragen zu aktuellen Themen der Landeshauptstadt konfrontiert:
Interview mit Gerald Kallenborn (parteilos, auf Vorschlag der FDP)
Interview mit Uwe Conradt (CDU)
Interview mit Charlotte Britz (SPD)
Interview mit Markus Lein (parteilos, auf Vorschlag von die Linke)
Interview mit Barbara Meyer-Gluche (Die Grünen)
Interview mit Laleh Hadjimohamadvali (AfD)
Interview mit Michael Franke (Die Partei)

Die NPD haben wir dabei außen vor gelassen. Warum wir den NPD-Kandidaten Otfried Best nicht interviewt haben, möchten wir euch im Folgenden erklären.

Kein Interview mit der NPD: die Gründe

Wir haben in unserer Redaktion lange darüber diskutiert, ob wir ein Interview mit dem Kandidaten der NPD führen werden oder nicht. Nach einem umfangreichen Argumentationsaustausch sind wir zu dem Schluss gekommen, dass wir der Partei aufgrund ihrer verfassungsfeindlichen Ziele keine Bühne bieten möchten.

Vor rund zwei Jahren hat das Bundesverfassungsgericht im Rahmen des NPD-Verbotsverfahrens die Verfassungsfeindlichkeit und die antidemokratische Ausrichtung der rechtsextremen Partei betont.

Im Rahmen des Verfahrens hat das Bundesverfassungsgericht über 400 Seiten Material ausgewertet, das die verfassungsfeindliche Zielsetzung der Partei belegt. Dabei hat das Bundesverfassungsgericht unter anderem die antidemokratische Haltung, den Antisemitismus sowie die menschenverachtenden Äußerungen gegen Migranten herausgearbeitet.

In seinem Urteil vom 17. Januar 2017 führt das oberste deutsche Gericht aus, dass die NPD ein politisches Konzept vertritt, das die Menschenwürde missachtet und die freiheitlich demokratische Grundordnung beseitigen möchte.

Zu den Einzelheiten der damaligen Entscheidung findet sich die Pressemitteilung des Bundesverfassungsgerichts vom 17. Januar 2017 sowie das vollständige Urteil zum NPD-Parteiverbotsverfahren. Der NPD-Verbotsantrag wurde vor zwei Jahren nur deshalb abgelehnt, weil die rechtsextreme Partei zu unbedeutend ist, um ihre verfassungsfeindlichen Pläne auch in die Tat umzusetzen.

SOL.DE bietet keine Bühne für Hass

Wir haben uns aufgrund der deutlichen Feststellungen des Bundesverfassungsgerichts dazu entschieden, dass wir der rechtsextremen NPD keine Bühne bieten möchten, um ihre antidemokratischen und menschenverachtenden Thesen in die Bevölkerung zu tragen.

Grundsätzlich sind wir bei SOL.DE bemüht, sämtliche Stimmen zu Wort kommen zu lassen. Im Fall der NPD möchten wir allerdings eine Grenze ziehen. Eine Gesinnung, die Hass, Intoleranz und Fremdenfeindlichkeit verbreitet, ist eine Gesinnung, die wir in keinster Weise unterstützen möchten.

Verwendete Quellen:
• Urteil des Bundesverfassungsgerichts vom 17.01.2017

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Wetter im Saarland: Es wird „ungemütlich"

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Das Wetter der kommenden Tage im Saarland? Laut des Deutschen Wetterdienstes wohl eher „ungemütlich". Symbolfoto: BeckerBredel

Das aktuelle Mai-Wetter übernimmt wohl die Rolle des „launischen" Aprils: Mal ist es warm, mal ziemlich kühl im Saarland. Sonne und Wolken wechseln sich fast schon regelmäßig ab.

Auch in dieser Woche setzt sich jener Trend wohl fort. Laut den DWD-Experten könnte es morgen (Freitag, 17. Mai 2019) vereinzelt etwas regnen. Im Tagesverlauf lockert die Wolkendecke allerdings immer mehr auf, so die Einschätzung des Wetterdienstes. Heiter soll es hingegen zum Abend hin werden. Die Temperaturen erreichen maximal 19 Grad.

Nach einer (meist trockenen) Nacht erwarten die Meteorologen für Samstag örtliche Schauer. Zudem könnten diese von Gewittern begleitet werden. Die gute Nachricht: Es bleibt wohl angenehm warm. Die Temperaturen überschreiten voraussichtlich knapp die 20-Grad-Marke. Das wäre deutlich mehr, als der heutige Donnerstag bietet.

Verwendete Quellen:
• dpa

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Tierquäler schießt in Bexbach mit Luftgewehr auf Katze

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Die Besitzerin der Katze wandte sich via Facebook an die Nutzer und sucht nach Hinweisen zum Täter. Foto: Friederike Fell.

Über einen erschreckenden Fall von Tierquälerei berichtet die Polizei Homburg. Nach Angaben der Beamten schoss eine bislang unbekannte Person in einem Wohngebiet in Bexbach mit einem Luftgewehr auf eine Hauskatze.

Dabei wurde das Tier verletzt. Es musste in einer Tierklinik behandelt werden. Für die Besitzer wurden so mehrere hundert Euro Behandlungskosten fällig.

Die Polizei bittet um Hinweise, Tel. (06841)1060 (Homburg) oder Tel. (06826)92070 (Bexbach).

Verwendete Quellen:
• Bericht der Polizei Homburg
Facebook-Post von Friederike Fell

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Schwerer Unfall in Saarbrücken: Autofahrer (19) überschlägt sich in der Mainzer Straße

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Der 19-Jährige überschlug sich in der Mainzer Straße in Saarbrücken. Foto: BeckerBredel

Unfall in Saarbrücken: Am Mittwoch befuhr ein junger Mann (19) mit seinem Peugeot die Mainzer Straße stadteinwärts. Währenddessen parkte in Höhe der Saarbahnhaltestelle „Am Kieselhumes" ein Smart am rechten Fahrbahnrand.

Wohl aufgrund von Unachtsamkeit übersah der Autofahrer das parkende Fahrzeug, so ein Sprecher der Polizei. Der Versuch, an dem Smart vorbeizulenken, scheiterte. Der 19-Jährige traf mit seinem Wagen die linke Seite des parkenden Pkw.

Durch die Kollision geriet der Peugeot des Mannes ins Schleudern - und überschlug sich schließlich unmittelbar an der Saarbahnhaltestelle. Mit oberflächlichen Verletzungen wurde der Mann ins Saarbrücker Winterbergklinikum gebracht.

Verwendete Quellen:
• Presseagentur BeckerBredel
• eigene Recherche

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Betrunkene Frau (57) schlägt in Wadern Ex-Freund und Polizisten

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Mit der flachen Hand schlug die Frau einem Polizeibeamten ins Gesicht. Symbolfoto.

Randalierende Frau auf Baugerüst
Eine 57-jährige Frau hat in der Nacht zum Mittwoch (15.05.2019) die Polizei in Wadern auf Trab gehalten. Wie aus einem Pressebericht der Polizeiinspektion Nordsaarland hervorgeht, meldeten Zeugen am Dienstagabend (14. Mai) gegen 22.10 Uhr eine randalierende Frau auf einem Baugerüst in Wadern-Lockweiler. Vor Ort stellten die Einsatzkräfte der Polizei  fest, dass die 57-Jährige widerrechtlich über das Baugerüst in die Wohnung ihres Ex-Freundes eingedrungen war.

2,7 Promille Blutalkohol
Dort schlug sie ihren Ex-Freund und beschädigte dessen Briefkasten. Wegen der starken Alkoholisierung der Frau ordnete ein Notarzt die Einweisung der Frau ins Losheimer Krankenhaus an. Ein Atemalkoholtest ergab einen Wert von 2,7 Promille. Die Polizei in Wadern erstattet Strafanzeigen wegen des Verdachts der Körperverletzung, der Sachbeschädigung und eines Hausfriedensbruches.

Betrunkene Frau auf Tankstellengelände
Gegen 3.00 Uhr meldete die Mitarbeiterin einer Tankstelle in Losheim am See eine völlig betrunkene Frau auf dem Tankstellengelände in der Haagstraße. Polizeibeamte stellten kurze Zeit später verwundert fest, dass es sich bei der alkoholisierten Frau um die 57-Jährige handelte, die zuvor bereits in Lockweiler auffällig geworden war.

In Polizeigewahrsam
Aufgrund ihres Alkoholisierungsgrades konnte sie sich nicht mehr alleine überlassen werden und wurde deshalb in Polizeigewahrsam genommen. Auf der Dienststelle wollte sich die Frau mehrfach selbst verletzen, schrie herum und beleidigte die anwesenden Polizeibeamten. Einem 55-jährigen Polizeibeamten trat sie sogar gegen das Schienbein und schlug ihm mit der flachen Hand ins Gesicht.

Weitere Strafanzeige
Nach einer Blutentnahme auf der Polizeidienststelle wurde die 57-Jährige in einer Gewahrsamszelle der Dienststelle untergebracht.  Zusätzlich zu den Straftatbeständen vom ersten Polizeieinsatz erwartet die Frau nun auch noch eine weitere Strafanzeige wegen des Verdachts des Widerstands gegen Polizeibeamte.

Verwendete Quellen:
• Bericht der Polizei, 15.05.19

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Neunkirchen: Kinderleiche identifiziert - Suche nach Vater (50) abgebrochen

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Bei der Suche nach dem vermissten 50-Jährigen war am Mittwoch auch ein Leichenspürhund im Einsatz. Foto: Brandon-Lee Posse/SOL.DE.

Drei Tage nach dem Brand in einem Wohnhaus in Neunkirchen hat die Polizei eine Kinderleiche in dem Gebäude gefunden. Dabei handele es sich um den vierjährigen Sohn einer ebenfalls bei dem Feuer ums Leben gekommenen 33-Jährigen, sagte ein Polizeisprecher am Mittwoch (16. Mai).

Dies habe die Obduktion der Kinderleiche ergeben. Weiter vermisst wird der 50 Jahre alte Vater des Kindes. Es sei sehr wahrscheinlich, dass auch er in dem zerstörten Gebäude sei, sagte der Sprecher.

Am Abend mussten die Einsatzkräfte die Suche nach dem Mann zunächst wegen akuter Einsturzgefahr abbrechen. Das Haus soll am Donnerstag abgetragen und dabei auch die Suche nach dem 50-Jährigen fortgesetzt werden.

Das Feuer war am Sonntag aus bislang unbekannter Ursache in dem Wohnhaus ausgebrochen. Bei Eintreffen der Einsatzkräfte waren laut Polizei mehrere Bewohner aus den Fenstern gesprungen. 13 Menschen wurden gerettet und kamen in umliegende Krankenhäuser.

Die 33 Jahre alte Frau und ihr vier Jahre alter Sohn seien an einer Rauchgasintoxikation gestorben, sagte der Polizeisprecher. Der Schwerpunkt der Polizeiarbeit liege zunächst bei der Suche nach dem vermissten Vater. Am Donnerstag soll laut einer Sprecherin ein Brand-Sachverständiger vor Ort ermitteln.

Verwendete Quellen:
• dpa

Tödlicher Brand in Neunkirchen: Bisherige Artikel zum Thema
16. Mai: Neunkirchen: Leiche von Kind in abgebranntem Haus gefunden
15. Mai: Neunkirchen: Leiche nach Großbrand identifiziert
14. Mai: Weibliche Leiche aus Neunkircher Wohnhaus geborgen
13. Mai: Leiche gefunden bei Brand in Neunkirchen
12. Mai: Großbrand in Neunkirchen: Mehrere Personen verletzt

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