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Messerattacken im Saarland: Das sind die häufigsten weiblichen Vornamen der Täterinnen

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Bild: Fotolia

Die Diskussion um Messer-Vorfälle im Saarland geht weiter. Nachdem die Landesregierung Ende März auf Anfrage der AfD die 13 häufigsten Vornamen der deutschen Täter veröffentlicht hatte (Michael landete damals auf Platz eins), forderte die Partei, dass sämtliche Namen der deutschen Verbrecher veröffentlicht werden.

In ihrer Antwort kam die Regierung dem Wunsch der Partei jetzt nach und teilte die Vornamen der deutschen Staatsbürger mit, die für 842 der 1.490 zwischen dem 1. Januar 2016 und dem 30. April 2018 registrierten Straftaten mit Messern und Stichwaffen verantwortlich sind. Die vollständige Liste liegt SOL.DE vor und ist hier einsehbar (PDF).

Insgesamt kamen 150 verschiedene Namen dabei heraus - 144 weitere Vornamen veröffentlichte die Landesregierung aus Datenschutz-Gründen nicht, weil sie so selten sind, dass sich leicht Rückschlüsse auf die Person ziehen lassen könnten.

Das sind die häufigsten weiblichen Vornamen im Saarland

Bemerkenswert: Als erste weibliche Namen in der Liste tauchen nach SOL.DE-Analysen Denise, Doris, Iris, Jennifer, Lena, Maria, Martina Kerstin und Stephanie mit jeweils zwei Delikten auf. Sie teilen sich Platz 86.

Die AfD wollte in ihrer jüngsten Anfrage zum Thema neben den Vornamen auch Tatort, Tatzeit und das genaue Delikt der jeweiligen Messer-Straftaten aufgeschlüsselt haben. Dem schob die Regierung allerdings einen Riegel vor: Das wäre nur durch eine händische Auswertung zu machen und mit einem erheblichen Aufwand verbunden. Andere wichtige Aufgaben könnten so gar nicht oder erst mit einem unverhältnismäßig hohem Zeitverzug durchgeführt werden, heißt es.

Darauf beruft sich die AfD

Ein Lagebild der Polizei zu Messer- und Stechwaffen-Kriminalität im Saarland hatte im Herbst vergangenen Jahres ergeben, dass es zwischen dem 1. Januar 2016 und dem 30. April 2018 insgesamt 1.490 solcher Delikte im Saarland gab. Dabei registrierte das Innenministerium 842 Fälle, in denen der Täter deutscher Staatsangehöriger war. In 122 Fällen kamen die Täter aus Syrien, in 36 aus Afghanistan. Der Rest teilte sich in Nicht-EU- und EU-Ausländer auf. In 269 Delikten waren die Täter unbekannt, sodass sich keine Rückschlüsse auf deren Nationalität ziehen ließen.

Die Anfrage der AfD zu den häufigsten Vornamen hatte Ende März deutschlandweit für ein großes mediales Echo gesorgt. Die Linke hatte daraufhin als Aprilscherz gefordert, dass die Vornamen aller saarländischen AfD-Mitglieder veröffentlicht werden.

Verwendete Quellen:
Antwort der saarländischen Landesregierung auf die Anfrage des Abgeordneten Rudolf Müller (AfD) (Drucksache 16/843 (16/787)) (PDF)
Antwort der saarländischen Landesregierung auf die Anfrage des Abgeordneten Rudolf Müller (AfD) (Drucksache 16/783 (16/750)) (PDF)
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