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Saarland will mit eigenem Aktionsprogramm gegen Insektensterben vorgehen

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Reinhold Jost (SPD), Umweltminister des Saarlandes, steht vor seinem Ministerium an einem Insektenhotel. Foto: Katja Sponholz

Saarland will nicht mehr auf Bund warten

Mit einem eigenen Aktionsprogramm will das Saarland gegen das Insektensterben angehen. "Das Thema ist so wichtig, dass wir nicht mehr darauf warten wollen, bis der Bund endlich das von ihm schon lange angekündigte Konzept vorlegt", sagte Saar-Umweltminister Reinhold Jost (SPD) im Gespräch mit der Deutschen Presse-Agentur. Das bundesweite Aktionsprogramm Insektenschutz befindet sich nach Angaben des Bundes-Umweltministeriums noch in der Ressortabstimmung und soll im Sommer ins Kabinett gebracht werden.

Aktionsprogramm Insektenschutz Saarland

An einer ersten Auftaktveranstaltung zum "Aktionsprogramm Insektenschutz Saarland" (APIS) nahmen rund 30 Vertreter von Kommunen, Vereinen und Verbänden teil. Bis Mitte Juli können sie nun ihre Stellungnahmen einreichen. Das Aktionsprogramm soll noch ab diesem Jahr umgesetzt werden.

Es sieht unter anderem Maßnahmen für blüten- und wildkrautreiche Flächen in Landwirtschaft und Siedlungsgebieten, Verzicht auf Pestizide und insektenfreundliche Beleuchtung vor.

Laut Jost sei die Situation im Saarland unter anderem aufgrund des hohen Ökoland-Anteils und der jahrzehntelangen naturnahen Waldbewirtschaftung zwar noch nicht so dramatisch wie in anderen Bundesländern, "aber wir müssen aufpassen, dass wir die Kurve bekommen und alle animieren, im Rahmen ihrer Möglichkeiten dem weiteren Artenschwund entgegenzutreten."

Verwendete Quellen:
• Bericht der Deutschen Presseagentur
• Angaben des Ministeriums für Umwelt- und Verbraucherschutz

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