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Ein Jahr nach tödlichem Unfall bei Zweibrücken: Hypnose soll neue Hinweise liefern

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Hier zu sehen: Die Unfallstelle auf der A8 bei Zweibrücken. Das Motorrad (oben links) ging in Flammen auf. Archivfoto (Hintergrund): BeckerBredel. Archivfoto (Motorrad): Polizei

Vor einem Jahr kam es auf der A8 bei Zweibrücken zu einem schwerwiegenden Unfall. Ein Auto fuhr damals ungebremst in ein Motorrad; dabei verlor ein 13-jähriger Junge sein Leben. Er war als Beifahrer auf der Harley Davidson seines Stiefvaters unterwegs.

Das unfallverursachende Auto, wahrscheinlich ein weißer Mercedes der E-Klasse, flüchtete vom Unfallort. Alle bisherigen Ermittlungen zu dem Fahrer führten zu keinem Ergebnis. Um dem Verantwortlichen auf die Spur zu kommen, wurden nun Zeugen hypnotisiert. So unter anderem Walter Nickola. Der 71-Jährige war im Juli 2018 als Augenzeuge am Unfallort.

Tödlicher Unfall auf A8 bei Zweibrücken: Hypnose soll Erkenntnisse liefern

Ursprünglich hatte die „Rheinpfalz“ über den neuen Ermittlungsansatz berichtet. Im Gespräch mit der Zeitung erklärte der Hypnotiseur Peter Köhne, er betreue drei Zeugen des Vorfalls - darunter auch Nickola. Ziel der Hypnose sei es, (verdrängte) Erinnerungen wiederkehren zu lassen.

Doch an was konnte sich der Augenzeuge erinnern? Insgesamt absolvierte der 71-Jährige drei Sitzungen. Während dieser habe er „die entscheidenden 15 Sekunden erneut wie im Film erlebt“. So soll Nickola nochmals gesehen haben, wie er zunächst von der Harley, dann von einem weißen Mercedes überholt wurde. Im Anschluss habe der Wagen das Motorrad ohne auszuweichen gerammt. Und dann sei der Fahrer nach einem kurzen Abbremsmanöver mit Vollgas weggefahren.

Eine essenzielle Erkenntnis konnte die Hypnose allerdings nicht liefern. Denn an das Kennzeichen habe sich Nickola nicht erinnert.

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Bei dem Unfall auf der A8 nahe Zweibrücken starb ein 13-Jähriger. Archivfoto: BeckerBredel

Zweibrücken: Nach Unfall auf A8 - Spur führt nach Luxemburg

Anfang des Jahres ging bei der Polizei ein Zeugenhinweis auf ein Fahrzeug ein, aufgrund dessen ein Rechtshilfeersuchen nach Luxemburg gestellt wurde. Iris Weingardt, leitende Oberstaatsanwältin der Staatsanwaltschaft Zweibrücken, erklärte auf SOL.DE-Nachfrage, dass es sich hierbei allerdings nicht „um die eine heiße Spur handele“ - entgegen anderslautender Medienberichte. Dennoch hoffe man, dass dadurch der Täter gefasst werde.

Der „Bild“ sagte die zuständige Oberstaatsanwältin erst kürzlich, dass jenes „Rechtshilfeersuchen noch nicht beantwortet“ sei. Sonstige Neuigkeiten zu dem Fall gibt es nicht, so Wingardt. Auch die Angaben des Vaters, der den Unfall überlebte, ergaben keine neuen Spuren oder Hinweise.

Tödlicher Unfall bei Zweibrücken: Alle Berichte auf einen Blick

Mehrfach haben wir über den Vorfall auf der A8 bei Zweibrücken berichtet. Alle Artikel dazu haben wir hier noch einmal für auch aufgelistet.

• 02.07.2018: Ein Tag nach dem Unfall. Die Polizei sucht nach Zeugen: 13-Jähriger stirbt auf A8 bei Zweibrücken - Unfallverursacher flüchtet Richtung Saarland
• 03.07.2018: Die Polizei geht davon aus, das unfallverursachende Fahrzeug sei ein weißer Mercedes SLK gewesen: Polizei jagt Todesfahrer von Zweibrücken
• 04.07.2018: Die Beamten hoffen, der Unfallfahrer meldet sich selbst: Polizei appelliert an Unfallverursacher
• 09.07.2018: Einsatzkräfte gehen neuen Hinweisen nach: Tödlicher Unfall auf A 8 bei Zweibrücken - Neue Hinweise und aktueller Stand
• 18.07.2018: Ein neuer Zeugenaufruf soll weitere Anhaltspunkte liefern: Polizei startet neuen Zeugenaufruf
• 24.07.2018: Aus ganz Deutschland kommen Hinweise. Doch der entscheidende fehlt: Tödlicher Unfall auf A8 nahe Zweibrücken: Bundesweit Hinweise
• 25.07.2018: 10.000 Euro Belohnung werden ausgeschrieben. Daran beteiligt sich auch eine Motorrad-Gang: Todesfahrt auf A8 bei Zweibrücken: 10.000 Euro Belohnung für Hinweise
• 09.08.2018: Ausstrahlung eines Fernsehbeitrags über den Unfall: Fernsehbericht soll neue Hinweise liefern
• 14.08.2018: Nach der TV-Sendung gehen rund 20 neue Hinweise ein: Rund 20 Hinweise nach Fernsehbericht eingegangen
• 16.08.2018: Heißer Tipp für die Polizei? Möglicherweise wurde der Mercedes nach Norddeutschland verkauft: Tödlicher Crash auf A8 bei Zweibrücken: Unfall-Mercedes nach Norddeutschland verkauft?
• 21.08.2018: Der „Pfälzische Merkur" (PM) sprach mit einem Augenzeugen: So erlebte ein Augenzeuge den Crash
• 22.08.2018: Ausstrahlung eines TV-Beitrages bei „Aktenzeichen XY": Der Fall heute bei "Aktenzeichen XY"
• 03.09.2018: Eine Kooperation mit der Firma Mercedes soll neue Hinweise liefern: Polizei arbeitet jetzt mit Mercedes zusammen 21.05.2019: Eine Spur führt nach Luxemburg: Tödlicher Unfall auf der A 8 bei Zweibrücken: Kommt der Unfallverursacher einfach davon?

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Ein kilometerlanger Stau bildete sich nach dem Unfall auf der A8 bei Zweibrücken. Archivfoto: BeckerBredel

Zeugen werden gebeten, sich mit der Polizei Zweibrücken unter der Telefonnummer (06332)9760 oder per E-Mail an pizweibruecken@polizei.rlp.de in Verbindung zu setzen.

Verwendete Quellen:
• Rheinpfalz
• Bild Saarland
• eigene Berichte
• eigene Recherche

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