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Missbrauch in Homburg: Uniklinik will Kinderschutz ausbauen

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Der Assistenzarzt war an der Kinder- und Jugendpsychatrie des Universitätsklinikums des Saarlandes in Homburg angestellt. Foto: Oliver Dietze/dpa-Bildfunk.

Der aktuelle Stand: Austausch mit 31 Betroffenen

Das Universitätsklinikum war mit Betroffenen oder deren Erziehungsberechtigten in Kontakt getreten. In den 34 Fällen wurde bereits zuvor von der Staatsanwaltschaft ermittelt. 

Darüber hinaus wurden alle ehemaligen Patienten, die zwischen 2010 und 2014 von dem Beschuldigten behandelt wurden, informiert. Auch durch die Berichterstattung kam es zu An- und Rückfragen. Der Kreis umfasst rund 300 Fälle und ist bewusst umfangreich gehalten. Da es bei einigen jedoch nach einem Erstkontakt keinen Kontakt mehr gab, umfasst der kontinuierliche Austausch derzeit 31 Personen bzw. Familien. Im Zuge dessen wurden am UKS sieben persönliche Gespräche mit Akteneinsicht geführt, zehn weitere sind vereinbart. 

Neben dem Kreis der Betroffenen wird auch der Betrachtungszeitraum erweitert. Der Beschuldigte hatte sein Studium der Humanmedizin in Homburg 2003 aufgenommen. Der Fokus der Betrachtung soll auf dem klinischen Abschnitt ab Ende 2005 liegen. Famulaturen, Praktika und eine Tätigkeit als studentische Hilfskraft sollen näher beleuchtet werden. Vor allem das praktische Jahr, dass er in anderen Einrichtungen absolvierte wird untersucht. Diese sind informiert. 

Kinderschutz-Taskforce geplant

Das Uniklinikum will nun nicht nur die Betroffenen mit Informations- und Hilfsangeboten unterstützen, sondern auch vorbeugend tätig werden. In Homburg soll daher eine mehrköpfige Taskforce Kinderschutz eingerichtet werden. In dieser sollen Mediziner verschiedener Fachbereiche zusammenkommen, die von unterschiedlichen Experten beraten werden können. Die Taskforce soll bis Anfang August ein neues Kinderschutzkonzept entwickeln, das unmittelbar im Anschluss umgesetzt werden soll. Auch ein externer Gutachter, der zur Aufarbeitung beitragen soll, ist im Gespräch. 

Den Betroffenen stehen weiterhin die Gesprächsangebote mit dem Weißen Ring und der Uniklinik zur Verfügung. Zudem könnte das therapeutische Angebot um eine Selbsthilfegruppe erweitert werden, sollte sich diese Maßnahme im Gespräch mit den Familien als sinnvoll und gewünscht erweisen. 

Verwendete Quellen:
• Pressemitteilung des Universitätsklinikums des Saarlandes

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