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Entwurf

So hilft das Saar-Wirtschaftsministerium mit Sofort-Maßnahmen Unternehmen und Selbstständigen

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Anke Rehlinger und Peter Strobel stellten das Überlebenspaket für die Corona-Krise im Saarland vor. Foto: BeckerBredel

Notrufportal für die saarländische Wirtschaft

Um die Unternehmen bestmöglich über die wirtschaftlichen Hilfen zu informieren hat das Ministerium eine Hotline eingerichtet, an die sich die saarländische Wirtschaft bei Fragen und Sorgen wenden kann. Die Hotline ist von Montag bis Freitag, 9 bis 16 Uhr, unter der Nummer (0681)501-4433 erreichbar. Darüber hinaus erhalten die Unternehmen auch über die Website www.corona.wirtschaft.saarland.de zahlreiche Informationen.

Soforthilfeprogramm des Bundes

Besonders hart von der Coronakrise betroffen sind die saarländischen Kleinstunternehmen mit maximal zehn Beschäftigten sowie Freiberufler und Soloselbstständige mit Sitz im Saarland. Schon früh hatte das Saarland auf diese Problematik reagiert und das Soforthilfeprogramm des Saarlandes auf den Weg gebracht, welches nun durch das Bundesprogramm ersetzt wurde. Dadurch haben Kleinstunternehmen die Möglichkeit, Zuschüsse zur Sicherung ihrer beruflichen beziehungsweise betrieblichen Existenz beim Bund zu beantragen.

- Antragsteller mit bis zu fünf Beschäftigten können dadurch eine einmalige Soforthilfe von insgesamt bis zu 9.000 Euro erhalten
- Für Antragsteller mit bis zu zehn Beschäftigten ist eine einmalige Soforthilfe von insgesamt bis zu 15.000 Euro möglich

Falls der Antragsteller bereits Hilfen aus dem Soforthilfeprogramm des Saarlandes erhalten oder beantragt hat, kann er, sofern er die Kriterien des Bundesprogramms erfüllt, eine ergänzende Förderung bis zur maximalen Höhe der Bundesförderung erhalten.

Zum Schutz vor möglichem Missbrauch warnt das Ministerium ausdrücklich davor, sensible Unternehmensangaben in andere, möglicherweise fingierte Formulare einzutragen. Die Soforthilfen sind daher ausschließlich über die folgende Seite zu beantragen.

Zudem sollten Antragstellerinnen und Antragsteller die Anträge sorgsam und gründlich Ausfüllen, da die Nachreichung von Unterlagen oder Korrekturen grundsätzlich ausgeschlossen sind und der Antrag nur einmal gestellt werden kann.

Mittelstandshilfe

Auch mittlere Unternehmen über zehn bis 100 Beschäftigte können Zuschüsse beantragen. Hierzu wurden vom Saarland Mittel in Höhe von 82 Millionen Euro mobilisiert, um die Unternehmen bestmöglich zu schützen und damit zur Sicherung von Arbeitsplätzen beizutragen. Wirtschaftsministerin Anke Rehlinger erklärte hierzu: "Nicht für alle Unternehmen mit mehr als 10 Beschäftigten kommt ein Kredit in Frage, deshalb werden wir mit unserem Zuschussprogramm den Unternehmen ein kleines Fenster zum Atmen öffnen."

Die Mittelstandshilfe sieht drei Stufen vor:

- Unternehmen bis unter 25 Beschäftigte können bis zu 15.000 Euro bekommen
- Unternehmen ab 25 bis unter 50 Beschäftigte können bis zu 20.000 Euro erhalten
- Für Unternehmen ab 50 bis einschließlich 100 Beschäftigte sind bis zu 25.000 Euro möglich

Es handelt sich dabei um Zuschüsse für in ihrer Existenz bedrohte Unternehmen, die nicht zurückgezahlt werden müssen. Eine Rückzahlung ist laut Ministerium nur erforderlich, wenn sich bei Nachprüfungen herausstellt, dass die Fördervoraussetzungen entgegen der Antragstellung nicht erfüllt waren oder eine Überkompensation des Liquiditätsengpasses vorliegt. Voraussetzung für die Hilfe ist zudem, dass das Unternehmen nicht bereits vor dem 31.12.2019 in Schwierigkeiten war.

Auch bei dieser Antragsstellung ist ein gründliches Ausfüllen des Antrags wichtig, da auch hier die Nachreichung von Unterlagen oder Korrekturen grundsätzlich ausgeschlossen sind und der Antrag nur einmal gestellt werden kann. Zudem ist auch die Beantragung dieser Hilfen, zum Schutz vor Missbrauch, nur über die folgende Seite möglich.

Kreditprogramme von Land und Bund

Zusätzlich zu den Soforthilfen des Bundes und für mittelständische Unternehmen können kleine und mittlere Unternehmen das 25 Millionen-Euro-Kreditprogramm "Sofort-Kredit-Saarland" in Anspruch nehmen. Durch das vom Ministerium gemeinsam mit der Saarländischen Investitionskreditbank (SIKB) aufgelegte Programm soll die Liquidität der saarländischen Unternehmen im Zuge der Krise gesichert werden. Hinzu kommt mit dem KfW-Schnellkredit ein weiteres Kreditprogramm als ein Baustein des von der Bundesregierung aufgelegten Schutzschirms für den Mittelstand.

Hierzu erklärte Wirtschaftsministerin Anke Rehlinger: "Die Auswirkungen der Corona-Krise auf die saarländische Wirtschaft sind deutlich spürbar – vor allem für kleine und mittlere Unternehmen. Mit den Programmen geben wir diesen Unternehmen eine weitere Möglichkeit an die Hand, die wirtschaftlichen Auswirkungen der Pandemie auszugleichen. Schnelle Kredite mit kompletter Absicherung durch Bund und Land ergänzen die Direkthilfen für Unternehmen und öffnen ein Fenster zum Atmen auch über die akute existenzielle Notlage hinaus."

Antragsberechtigt sind Unternehmen der gewerblichen Wirtschaft (produzierendes Gewerbe, Handwerk, Handel und sonstiges Dienstleistungsgewerbe) sowie freiberuflich Tätige, zum Beispiel Ärzte, Steuerberater oder Architekten. Der Kredithöchstbetrag beläuft sich auf bis zu 500.000 Euro.

Die Antragsunterlagen und weitere Informationen sind auf www.sikb.de verfügbar.

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