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Nach Anschlag in Halle: Mahnwache und Trauerzug heute in Saarbrücken geplant

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Vor der Synagoge in Saarbrücken finden am Freitagabend (11. Oktober 2019) eine Mahnwache und ein Trauerzug statt. Foto: BeckerBredel

Für den Trauerzug will die Junge Union (JU) am Freitagabend gegen 18.30 Uhr ihren Deutschlandtag kurz nach Beginn des dreitägigen Treffens unterbrechen. JU-Chef Tilman Kuban kündigte der Deutschen Presseagentur an: „Angriffe auf jüdisches Leben in Deutschland werden wir nicht hinnehmen - nie wieder“.

Kuban sagte, die Junge Union wolle mit ihrem Trauermarsch Solidarität mit den Opfern von Halle zeigen. „Zu jeglicher Form von Antisemitismus müssen wir als Gesellschaft laut und deutlich Nein sagen. Als Junge Union stellen wir uns Antisemiten, die die Freiheit des Glaubens bedrohen, entschieden entgegen.“ Der Landeschef der Saar-JU, Alexander Zeyer, ergänzte: „Antisemitismus darf in unserer Gesellschaft keinen Platz haben.“ Der Trauerzug findet laut Kuban kurz vor dem Schabbat-Gottesdienst der Synagogengemeinde Saar statt. Kuban und Zeyer wollten einen Kranz zum Gedenken an die Opfer von Halle niederlegen.

Stille Mahnwache vor der Synagoge

Vor der Synagoge findet am heutigen Freitagabend auch eine Stille Mahnwache statt, zu der das Aktionsbündnis „Bunt statt Braun“ aufruft. Anlässlich des Shabatt will man sich dort zum gemeinsamen Gebet versammeln. Treffpunkt ist um 18.45 Uhr. Damit soll ein Zeichen der Solidarität gesetzt werden. „Es ist unerträglich, dass jüdisches Leben in Deutschland bedroht ist“, so die Initiative.

Auch Landtagspräsident Toscani und Antisemitismus-Beauftragter Rixecker rufen zur Teilnahme am jüdischen Gottesdienst auf. 

Ein Rechtsterrorist hatte am Mittwoch vor der Synagoge in Halle eine Frau und in einem nahe gelegenen Döner-Imbiss einen Mann erschossen. Zuvor hatte er vergeblich versucht, mit Waffengewalt die Synagoge zu stürmen, in der sich zu dem Zeitpunkt mehr als 50 Menschen aufhielten und das Jom-Kippur-Fest feierten.

Jüdische Gemeinde im Saarland verängstigt

Der Vorsitzende der Synagogengemeinde spricht in der „SZ" von einer „neuen Qualität der Bedrohung“. Die jüdische Bevölkerung im Saarland sei verängstigt. Auch wenn die Bedrohungslage anders sei als in Halle, solle man die deutschlandweite Vernetzung von rechtsextremen Gruppen nicht unterschätzen. Mehr Details auf saarbruecker-zeitung.de.

Verwendete Quellen:
• Deutsche Presseagentur
• Aktionsbündnis "Bunt statt Braun"
• Saarbrücker Zeitung

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