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Ausbildung in der JVA Saarbrücken: Viele Häftlinge wollen Maler und Lackierer werden

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In der JVA Saarbrücken nehmen viele Häftlinge eine Maler-Ausbilung auf. Foto: BeckerBredel

In den vergangenen fünf Jahren haben 53 Gefangene der JVA in Saarbrücken eine Berufsausbildung begonnen. Fast die Hälfte davon entschied sich für die Ausbildung zum Maler und Lackierer. 25 Häftlingen nahmen diese auf. Beliebt waren zudem die Berufe Konstruktionsmechaniker und Bauten- und Objektbeschichter. Das geht aus der Antwort des saarländischen Landtags auf die Anfrage der Linken-Abgeordneten Astrid Schramm hervor.

Allerdings brachen insgesamt 19 Auszubildende die Lehre wieder ab. Nur 22 schlossen ihre Ausbildung ab. Die Gründe für einen Abbruch sind vielfältig. Während einige Häftlinge vorzeitig entlassen wurden, schlossen andere aufgrund verpasster oder nicht bestandener Prüfungen nicht ab. Auch medizinische und persönliche Gründe werden angeführt. 

Im Jugendvollzug nahmen seit 2014 darüber hinaus 113 Häftlinge an schulabschlussbezogenen Maßnahmen teil. Zudem schlossen 47 ausländische Gefangene Sprach- und Integrationskurse ab. 

In den Justizvollzugsanstalten in Saarbrücken und Ottweiler sind derzeit etwa 568 männliche Erwachsene in Strafgefangenschaft. Hinzu kommen 47 Jugendstraftäter und 143 Erwachsene sowie Jugendliche in Untersuchungshaft

Verwendete Quellen:
Antwort der Landesregierung (PDF)
• Angaben des Ministeriums der Justiz im Saarland

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Tod von Kunz-Theatre-Artistin Alla: Mord-Verdächtiger frei

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Alla Klyshta bei einem ihrer letzten Auftritte im Januar 2019 bei der Show von Kunz Theatre in Saarbrücken. Foto: Lauer

Wende im Fall der getöteten Artistin Alla Klyshta: Wie die Anwälte ihres Ex-Freunds am Freitag (11. Oktober) mitteilten, wurde der 30-jährige Reydi A. freigelassen. Es bestehe kein Mord-Verdacht gegen den Mann mehr, so das Landgericht Freiburg.

Wer tötete Alla?

Demnach bleibt weiter unklar, wer Alla getötet hat. Die 33-Jährige war unter anderem im Europa-Park und dem Kunz-Theatre in Saarbrücken aktiv und hatte dort die Zuschauer mit einer spektakulären Hula-Hoop-Nummer begeistert.

Ende Mai wurde sie tot am Rheinufer bei Rust in Baden-Württemberg gefunden. Einen Tag später nahm die Polizei ihren Ex-Freund wegen dringenden Tatverdachts fest. Er war seitdem in Untersuchungshaft.

Aus ermittlungstaktischen Gründen gab die Polizei nicht das Obduktionsergebnis bekannt. Bei dem Fundort der Leiche soll es sich allerdings nicht um den Tatort handeln.

Verwendete Quellen:
• Mitteilung von Rappaport & Stolterfoth, 11.10.19
• eigener Bericht
• eigene Recherche

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Familienbesuch im Kulturpark Bliesbruck-Reinheim: Natur und Geschichte im Herzen der Biosphäre

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Familie Schorr mit Hund Lotta und Gästeführerin Katrin Gruber Foto: N49/ Maximilian Kuntz

Der Startpunkt der Tour durch den Kulturpark war bei Familie Schorr, bestehend aus Mutter Isabel, den beiden Kindern Milli und Fenja sowie dem Familienhund Lotta schnell gefunden: Das Grab der Fürstin von Reinheim. Schnell noch die Tickets am Eingang des Museums kaufen und schon kann es losgehen. Das besondere: Mit den Tickets können die musealen Bereiche sowohl auf der deutschen als auch auf der französischen Seite des Kulturparks besucht werden, ganz im Sinne des europäischen Miteinanders, das hier an jeder Ecke spürbar ist. Das Außengelände ist jederzeit frei zugänglich. Auch Hunde sind gern gesehene Gäste im Freigelände, natürlich angeleint. In den musealen Bereichen haben sie hingegen keinen Zutritt.

Das Fürstinnengrab und die beeindruckende Geschichte des Bliesgaus 

Bis zum 31.Oktober wird die Ausstellung "Der Bliesgau. Natur- Menschen - Geschichte" im Foyer des Fürstinnengrabes gezeigt. Hier haben die Besucher die Möglichkeit, alles über den Lebensstil und die Geschichte des Bliesgaus zu erfahren. Interessiert betrachtet auch Familie Schorr die Kleidung, die die Menschen damals für die Arbeit auf dem Feld trugen und auch die Nachbildung eines Pflugs stößt auf reges Interesse. Ganz besonders spannend ist für sie jedoch die Tatsache, dass die Bewohner des Bliesgaus in 200 Jahren siebenmal die Nationalität gewechselt haben “Es ist extrem beeindruckend, wie viel europäische Geschichte sich im Bliesgau abgespielt hat, schwärmt die 15-jährige Milli.

Nach dem Besuch der Ausstellung gelangt die Familie schließlich in die Grabkammer der Fürstin. Zu Ihrer Überraschung sind sie allerdings nicht allein, sondern eine gewandete Dame wartet auf die Familie. Katrin Gruber ist regelmäßig als Gästeführerin tätig und hat sich extra in Schale geworfen, um die Familie zu begleiten. Sie erzählt, dass es sich bei dem Fürstinnengrab um eine Nachbildung handelt.“Der ursprüngliche Fundort  ist eine Kiesgrube, die heute in einem kleinen Weiher liegt und sich unweit des 1999 rekonstruierten und begehbaren Grabes befindet. Hier entdeckten Arbeiter im Jahr 1954 einen Griff von einem Spiegel, was den Anfang für die zahlreichen keltisch-römischen Entdeckungen bildete” erzählt sie.  

Fürstinnengrab & Ausstellung "Der Bliesgau"

Aussicht über das gesamte Areal 

Im Anschluss führt Katrin Gruber die Familie weiter zu einem  Aussichtshügel, von dem sich das gesamte Areal bis nach Frankreich, überblicken lässt. Hierbei  erklärt sie, weshalb man sich nach der Entdeckung der Grundsteine dagegen entschieden hat, die römische Villa vollständig nachzubauen. “Man hat sich damals dafür entschieden, das Areal weitgehend so zu lassen wie es ist, um ein Gelände zu schaffen, auf dem das historische  im Vordergrund steht”. Darüber hinaus berichtet sie von in Bliesbruck kursierenden Geschichten, wonach bereits weit vor den folgenreichen Ausgrabungen zahlreiche Bauern auf der französischen Seite Steine entdeckt hatten,  und diese unter anderem für ihre Häuser nutzten, ohne zu wissen um welch historische Schätze es sich dabei handelte. 

Auch Familie Schorr ist von dem Aussichtspunkt begeistert. “Es ist der perfekte Ort, um sich ein Bild vom Areal zu machen oder um einfach die wunderschöne Aussicht zu genießen”, sagt die zwölfjährige Fenja begeistert. Was den Kindern vom Aussichtspunkt sofort ins Auge sticht, ist das keltische Dorf, welches unweit der römischen Grundsteine frei interpretiert angelegt wurde. Die nächste Station war also schnell gefunden. 

Aussichtspunkt mit Blick auf den Kulturpark

Keltisches Dorf und römischer Kräutergarten

Auf dem Weg zum keltischen Dorf entdeckt die Familie aber noch einen weiteren spannenden Ort: Den Kräutergarten der römischen Villa. Hier lassen sich zahlreiche Kräuter und Pflanzen begutachten und die verschiedensten Düfte erraten. Als die Gruppe im keltischen Dorf angelangt, steht erstmal eine wohlverdiente Pause an. Inmitten des keltischen Dorfes genießt die Familie Ihr Picknick und lässt die Seele baumeln. Gästeführerin Katrin Gruber erzählt, dass die Römer das Territorium der hiesigen Kelten eroberten. “Das ist sicher schwer gewesen, aber in diesem Zusammenhang kamen die Kelten in den Genuss diverser Annehmlichkeiten, beispielsweise die der Nutzung einer Fußbodenheizung“, erklärt sie. Das Keltendorf eignet sich zudem hervorragend für Kindergeburtstage. Die beiden Mädchen sind restlos begeistert: “Hier bekommen wir einen Eindruck davon, wie das Leben damals war”.

Keltisches Dorf und römischer Kräutergarten

Grillen mitten im Kulturpark

Weiter geht es zum Grillplatz mitten im Kulturpark. Laura Rekowski, Mitarbeiterin des Parks und zuständig für Tourismus und Veranstaltungen, erklärt: “Jeder ist herzlich dazu aufgerufen, sich hier niederzulassen und den Tag zu genießen, ob beim Picknicken auf den Wiesen oder dem Grillen am Grillplatz. Das lässt sich Familie Schorr natürlich nicht zweimal sagen und begibt sich prompt auf die Suche nach passendem Feuerholz. Große Hilfe hatten sie dabei von ihrem Hund, der seine gesammelten Stöckchen aber nicht ganz so bereitwillig wieder abgibt. Schließlich freut sich die Familie schon auf den Abschluss des Tages: Das Essen in der Römischen Taverne. 

Grillen im Kulturpark

Speisen wie die Römer in der Taverne

Auf der Terrasse der Taverne lässt die Familie ihren Tag  gemütlich ausklingen. Kulinarisch können sich Besucher hier über römische Spezialitäten wie eine römische Brotzeit freuen, aber auch klassische Gerichte, wie beispielsweise Pizza, werden angeboten. Betreut wird die Taverne von dem CJD Homburg, ein soziales Unternehmen, das Jugendlichen mit Handicap eine berufliche Perspektive bietet. “Mit jeder Bestellung tut man somit etwas Gutes”, schwärmt Mutter Isabel. Bei der Essensauswahl entscheidet sich die Familie für eine römische Brotzeit sowie zwei Pizzen für die Kinder. Ein gelungener und vor allem leckerer Tagesabschluss. 

Speisen wie die Römer in der Taverne

Deutsch-französische Völkerverständigung im Vordergrund

Während des Essens nutzt die Familie die Gelegenheit und lässt ihren Besuch noch einmal Revue passieren. Der Höhepunkt für Isabel Schorr war zweifelsohne das Zusammentreffen der verschiedenen Kulturen “Es gibt nur wenige Orte, an denen keltisch-römische Geschichte und die deutsch-französische Freundschaft derart spürbar sind wie hier”, schwärmt sie. Laura Rekowski vom Kulturpark hebt diese Besonderheit nochmals hervor und betont, dass die deutsch-französische Grenze mitten durch den Kulturpark verläuft. “Dementsprechend pflegen wir hier auch ein intensives Miteinander und bieten sowohl Führungen in deutscher als auch in französischer Sprache an", erzählt sie. Für die zwölfjährige Fenja war das Fürstinnengrab der Höhepunkt des Tages “Es ist unglaublich, mit wie vielen Schätzen die Fürstin damals begraben wurde”, sagt sie beeindruckt. Ihre Schwester Milli plant derweil bereits ihren nächsten Besuch, möchte das nächste Mal aber mit dem Fahrrad nach Reinheim fahren. “Ich fahre sehr gerne Fahrrad und habe gehört, dass es zahlreiche Fahrradstrecken hierher gibt”, freut sich die 15-Jährige. Auch Laura Rekowski erzählt, dass zahlreiche Gäste mit dem Fahrrad in den Kulturpark kommen. “Über den Bliestal-Freizeitweg, der Teil des Bliesgau-Radweges ist oder von Saargemünd kommend einen Teil des Blies-Glan-Radweges fahren, gibt es viele Möglichkeiten, mit dem Drahtesel hier herzukommen. Aber auch Wanderer und Spaziergänger kommen gern, ergänzt sie. Alles in allem sei das Publikum im Kulturpark bunt gemischt “Es kommen viele Familien zu Besuch, die den autofreien Park genießen, aber auch zahlreiche Gäste, die einfach abschalten und ein paar ruhige Stunden hier verbringen möchten. Und natürlich kommen auch alle Kultur- und Geschichtsinteressierten auf ihre Kosten”, sagt Laura Rekowski abschließend. 

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Laura Rekowski, Mitarbeiterin des Kulturparks (Veranstaltungen und Tourismus) Foto: N49/ Maximilian Kuntz

Europäischer Kulturpark Bliesbruck-Reinheim
Robert-Schuman-Straße 2
66453 Gersheim-Reinheim 
Tel. +49 (0) 6843 900211
info@europaeischer-kulturpark.de 
Website: www.europaeischer-kulturpark.de 
Der Kulturpark auf Facebook

Öffnungszeiten 
15. März bis 31. Oktober 
Montag bis Freitag 10:00 bis 17:00 
Samstag und Sonntag 10:00 bis 18:00
1.Mai geschlossen

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Forscher der Saar-Uni entwickeln „intelligenten Stift“ zum Schreibenlernen

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Forscher tüfteln derzeit an einem Stift, der Kindern das Erlernen der Rechtschreibung leichter machen soll. Foto: Sebastian Gollnow/dpa-Bildfunk

Die Universität des Saarlandes in Saarbrücken sowie das Fraunhofer-Institut für Integrierte Schaltungen in Nürnberg forschen derzeit an einem „intelligenten Stift“. Mit Sensoren ausgestattet soll dieser sowohl Rechtschreibfehler als auch das Schriftbild des Benutzers erkennen. Mit dem Ziel, Kinder darin zu unterstützen, beides zu verbessern. Darüber hinaus möchten die Forscher ein neues Rechtschreib-Übungskonzept entwickeln.

In der Praxis funktioniert der Stift folgendermaßen: Während das Kind auf Papier schreibt, wird die Schrift in Echtzeit auf ein Tablet übertragen. Währenddessen wertet die Sensorik die Daten aus. Wann und über welche Methoden die Rückmeldung zur Rechtschreibung erfolgen soll, muss noch im Laufe der Studie geklärt werden.

Die Erprobung des Stifts an verschiedenen Schulen ist aktuell für 2022 angesetzt. Laut Saar-Uni fördert das Bundesministerium für Bildung und Forschung das Projekt drei Jahre lang mit rund 1,3 Millionen Euro.

Verwendete Quellen:
• Deutsche Presse-Agentur

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Vollsperrung und Megastau: Unfall auf A6 bei Neunkirchen

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Hier zu sehen: Aufnahmen von der Unfallstelle auf der A6 bei Neunkirchen. Fotos: Brandon Lee Posse

Update: Die Sperrung ist aufgehoben.

 

Wegen eines Unfalls auf der A6 zwischen dem Kreuz Neunkirchen und Homburg kommt es aktuell zu größeren Staus. Die Fahrbahn Richtung Kaiserslautern ist voll gesperrt. Es gibt Verzögerungen von zurzeit rund 50 Minuten. Autofahrern wird empfohlen, den Bereich weiträumig zu umfahren.

Unfall auf A6 bei Neunkirchen

Nach SOL.DE-Informationen war wohl Folgendes passiert: Vermutlich ein Stau initiierte gegen 14.45 Uhr einen ersten Auffahrunfall. Zu diesem kam es, als ein Lkw vor dem Ende des Staus abbremste. Daraufhin fuhr ein Abschleppwagen in das Heck des Lasters hinein. Der Abschlepper selbst hatte während des Vorfalls einen Pkw geladen. Durch die Wucht des Aufpralls krachte dieser in das Führerhaus.

In Zusammenhang mit diesem Unfall ereignete sich eine weitere Kollision: Nach Angaben der Polizei wollte wohl - so die ersten Erkenntnisse - ein VW Polo der ersten Unfallstelle ausweichen. Während des Ausweichmanövers fuhr allerdings ein Baustellenfahrzeug in das Heck des VW.

Insgesamt gibt es zwei leicht verletzte Personen. Der Fahrer des Abschleppwagens wurde bei dem Zusammenstoß eingeklemmt und musste von der Feuerwehr befreit werden. Er befindet sich aktuell in einem Krankenhaus.

A6: Staus nach Unfällen bei Neunkirchen

Derzeit kommt es zu kilometerlangen Staus. Die Bergungs- und Reinigungsarbeiten sind in vollem Gange. Unter anderem werden aktuell ausgelaufene Stoffe, beispielsweise Öle, sowie Pkw-Teile von der Fahrbahn entfernt. Die Polizei bittet darum, das Bilden einer Rettungsgasse einzuhalten.

Live-Verkehrsmeldungen im SOL.DE-Ticker

Die exakten Umstände des Unfalls müssen Ermittler noch abschließend klären. Wir halten euch auf dem Laufenden.

Verwendete Quellen:
• eigene Recherche

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mit dpa/lrs

Busstreik im Saarland geht vorerst weiter

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Seit dem 24. September streiken im Saarland hunderte Busfahrer. Archivfoto: Oliver Dietze/dpa-Bildfunk.

Im Tarifkonflikt des kommunalen Busverkehrs im Saarland haben sich die Gewerkschaft Verdi und der Kommunale Arbeitgeberverband (KAV) angenähert. Das teilten beide Tarifparteien am Montag (14. Oktober) mit. „Wir sind uns in großen Schritten nähergekommen", sagte der Verhandlungsführer von Verdi, Christian Umlauf.

Auch die Geschäftsführerin des Kommunalen Arbeitgeberverbandes Saar, Barbara Beckmann-Roh, zeigte sich zuversichtlich. „Wir haben sehr intensiv und auch konstruktiv verhandelt." In dem kurzen Zeitfenster, das für die Verhandlungen vorgesehen gewesen sei, sei eine abschließende Einigung aber nicht möglich gewesen.

Busstreik im Saarland: Diese Busse fahren und diese nicht

Vor Streikende Urabstimmung

Deshalb sollten die Gespräche am morgigen Dienstagabend weitergeführt werden. Beide Verhandlungspartner zeigten sich zuversichtlich, dann eine Einigung zu erzielen. Falls es dazu kommt, will Verdi eine Urabstimmung einleiten. Stimmen dann mindestens 25 Prozent der Beschäftigen dafür, wird der Streik beendet und die Busfahrer gehen wieder an die Arbeit.

Busstreik im Saarland: Darum geht's

Hunderte Fahrer streiken derzeit im Saarland und das bereits in der dritten Woche. Ein Knackpunkt ist die Laufzeit des Tarifvertrages. Verdi hatte für neu eingestellte Busfahrer einen Einstiegslohn von 2.800 Euro gefordert plus die Anhebung der Entgelte aller anderen Beschäftigten um 427 Euro monatlich bei einer Laufzeit von drei Jahren. Die Arbeitgeberseite forderte eine Laufzeit von fünf Jahren. In diesem Punkt habe man sich angenähert, sagte Umlauf.

Verwendete Quellen:
• Deutsche Presse-Agentur
• Pressemitteilung von Verdi, 14.10.19

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Schwangere Freundin ausgepeitscht und eingesperrt? Prozess gegen G. (22) in Saarbrücken

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Derzeit befindet sich der beschuldigte G. in Untersuchungshaft. Symbolfoto: dpa-Bildfunk/Bernd Wüstneck

Aufgrund eines Untersuchungshaftbefehls des Amtsgerichts Saarbrücken befindet sich der 22 Jahre alte G. seit April dieses Jahres in einer Justizvollzugsanstalt. Am Donnerstag (10. Oktober 2019), also etwa ein halbes Jahr nach seiner Festnahme, begann der Prozess gegen den 22-Jährigen. Die Vorwürfe wiegen schwer.

Landgericht Saarbrücken: Prozessauftakt gegen G.

Die Staatsanwaltschaft legt dem Angeklagten mehrere Taten zur Last, heißt es auf SOL.DE-Nachfrage. Die ersten mutmaßlichen Vorfälle sollen sich während einer Beziehung zu der damals 16-jährigen D. zwischen April und September 2018 ereignet haben.

Nachdem G. streng gläubig geworden sein soll, so der Vorwurf, habe sich die Beziehung zu D. verschlechtert. Der Angeklagte soll der Zeugin unter anderem Kleidungsvorschriften erteilt, den Kontakt mit den Eltern verboten und den Schulbesuch verhindert haben. Im Einzelnen gehe es um diese Vorwürfe:

• Im Juli 2018 soll der Angeklagte der damals 16 Jahre alten D. in das Gesicht geschlagen haben. Dadurch erlitt das mutmaßliche Opfer wohl eine Verletzung am linken Auge.

• Ebenfalls im Juli 2018 soll G. während einer Autofahrt den Kopf von D. gegen die Fensterscheibe geschlagen haben, lautet ein weiterer Vorwurf.

• Darüber hinaus wird der junge Mann beschuldigt, seiner damaligen Freundin ein Trinkglas gegen den Kopf geworfen, wahllos auf ihren Körper eingeschlagen und sie gebissen zu haben. Der Versuch, D. mit einem Messer zu bedrängen, soll nur dadurch verhindert worden sein, dass die Stiefmutter des Angeklagten die damals 16-Jährige ins Badezimmer einschloss. In Zusammenhang dieser ersten Beziehung lastet die Staatsanwaltschaft dem Beschuldigten weitere Taten an.

G. soll auch zweite Freundin schwer misshandelt haben

Seit Ende 2018/Anfang 2019 führte der Beschuldigte eine Beziehung mit B. (18). In diesem Kontext wirft die Staatsanwaltschaft dem 22-Jährigen ebenso mehrere Taten vor -  etwa Freiheitsberaubung.

• Im Februar 2019 soll der Angeklagte nach einem Streit beschlossen haben, B. zu bestrafen und körperlich zu züchtigen. Dazu habe er sie geschlagen, mit dem Kabel eines Glätteisens ausgepeitscht sowie durch einen sogenannten Aschestab eines Holzofens verbrannt. Durch die Handlungen soll die Zeugin eine Vielzahl schwerer Verletzungen erlitten haben, unter anderem Frakturen an einer Rippe.

• Zwei Monate später soll G. erfahren haben, dass seine Freundin schwanger sei und aus diesem Grund nicht mit ihm verreisen könne. Darüber geriet er mutmaßlich derart in Zorn, dass er auf den gesamten Körper der schwangeren Lebensgefährtin eingeschlagen haben soll. Überdies wird ihm vorgeworfen, die Frau mit einem Kabel ausgepeitscht zu haben. Ebenso soll G. die Geschädigte B. für mehrere Tage in einem Zimmer eingesperrt haben - ohne Nahrung und Getränke.

Bezüglich der Tatvorwürfe hat sich der 22-Jährige noch nicht geäußert. Für Mittwoch, 23. Oktober 2019, ist der nächste Verhandlungstermin angesetzt.

Die Staatsanwaltschaft weist ausdrücklich darauf hin, dass das Urteil über die Schuld nur den Gerichten zusteht.

Verwendete Quellen:
• Pressemitteilung der Staatsanwaltschaft Saarbrücken

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Polizei in Dahn zieht "Einhorn-Auto" aus dem Verkehr

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Das "Einhorn-Auto" der Britin darf so leider nicht mehr auf die Straße. Foto: Polizei Pirmasens

Gegen 11.30 Uhr kontrollierten die Polizeibeamten auf der B10 den Pkw mit britischer Zulassung, da dieser durch erhebliche technische Veränderungen auffiel. 

Am Kühlergrill des Autos war mit Schrauben und Schaumstoff ein großes Horn angebracht, das das Fahrzeug wie ein Einhorn aussehen lassen sollte. Außerdem waren auf Motorhaube und Dach aus Spanplatten gefertigte Flammen mit metallenen T-Stücken fixiert. Auch ein Leuchtbalken mit Lautsprecher war in dem Fahrzeug verbaut. Fünf schwarze Plastikeimer in verschiedenen Größen waren als „Triebwerk" am Heck angebracht. 

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Am Heck des Wagen war ein selbstgebasteltes "Triebwerk" angebracht. Foto: Polizei Pirmasens

Da die selbst gefertigten Teile unsachgemäß angebaut worden waren, war die Verkehrssicherheit des Pkw nicht mehr gegeben. Der 42-jährigen Fahrerin aus Großbritannien wurde die Weiterfahrt bis zum vollständigen Demontage der Teile untersagt. Wie die Polizei berichtet, ist nicht klar, was sie mit dem Einhorn-Auto vorhatte. 

Sie erwartet nun ein Bußgeldverfahren wegen illegaler technischer Veränderungen an dem Fahrzeug. Es bleibt zu hoffen, dass sie ihr kreatives Potenzial beim nächsten Mal in ein Faschingskostüm steckt.

Verwendete Quellen:
• Pressemitteilung der Polizei Pirmasens

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Kurden-Demo in Saarbrücken: Polizei ermittelt

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Kurden demonstrieren aktuell deutschlandweit gegen den Militäreinsatz der Türkei in Nordsyrien. Foto aus Stuttgart: Sebastian Gollnow/dpa-Bildfunk.

Die Polizei ermittelt nach einer Demonstration von rund 100 Kurden am Sonntagabend (13. Oktober) in Saarbrücken wegen mehrerer Verstöße. Laut einem Bericht der „SZ" hätte die Gruppe gegen die Straßenverkehrsordnung, gegen das Vereinsgesetz mit Zeigen von verbotenen Symbolen und gegen das Versammlungsgesetz verstoßen. Zudem seien Beamte beleidigt worden.

Polizei erhielt Unterstützung aus dem ganzen Saarland

Die Polizei war gegen 21.30 Uhr über den Demonstrationszug benachrichtigt worden. Die Kurden seien „laut grölend und hektisch mit Fahnen" vom Hauptbahnhof Richtung Europa-Galerie gegangen, so die „SZ" mit Berufung auf Polizeihauptkommissar Bernd Eberlein.

Der Beamte schildert, dass die Demonstranten kurdische Parolen sangen, Fahnen schwenkten und sich verschleierten. Die Saarbrücker Polizei musste von Beamten aus dem ganzen Saarland unterstützt werden, weil die Störungen der Kurden so erheblich waren.

Erneute Kurden-Demo am Dienstag

Die Demonstration war um 22.40 Uhr beendet. Ob die Demonstranten wie von Zeugen berichtet auch in den Bahnhof gestürmt und Gleise blockiert haben sollen, müssen jetzt Ermittlungen zeigen.

Die Kurden demonstrieren gegen den Militäreinsatz der Türkei in einem kurdisch kontrollieren Teil Nordsyriens. Bereits am Freitag und Samstag hatte es in der saarländischen Landeshauptstadt Proteste gegeben. Für den morgigen Dienstagabend ist erneut eine Demonstration vor der Europa-Galerie angekündigt.

Verwendete Quellen:
• Saarbrücker Zeitung
• eigener Bericht
• eigene Recherche

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Zwei junge Männer zerkratzen in Völklingen über 40 Autos mit Messer

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Mit einem Messer beschädigten die beiden Männer mehr als 40 Fahrzeuge, die in Völklingen geparkt waren. Symbolfoto: Polizei Koblenz

Am Samstagmorgen bemerkten Polizeibeamte über eine hauseigene Überwachungskamera, wie gerade zwei Männer einen vor der Dienststelle geparkten Funkstreifenwagen zerkratzten. Im Anschluss flüchteten sie in Richtung der Moltkestraße.

Mittels der sofort eingeleitete Fahndungsmaßnahmen konnten die Beamten beide Tatverdächtigen (18 und 21 Jahre alt) stellen sowie vorläufig festnehmen. Im Rahmen einer Durchsuchung fand die Polizei mehrere Messer, heißt es. Darunter wohl auch das Messer, mit dem die Männer den Streifenwagen beschädigt hatten.

Völklingen: Mehr als 40 Pkw zerkratzt

Ein Zeuge teilte den Beamten wenig später mit, dass die Tatverdächtigen noch weitere Fahrzeuge zerkratzt hätten. Bei einer Kontrolle zeigte sich: Im Bereich der Hofstattstraße, Moltkestraße und Cloosstraße kam es tatsächlich zu Beschädigungen an über 40 Pkws.

Gegen die beiden Personen wurden entsprechende Strafanzeigen wegen Sachbeschädigung und des Verstoßes gegen das Waffengesetz gefertigt.

Weitere Geschädigte sollen sich direkt mit der Polizeiinspektion Völklingen unter der Telefonnummer (06898)2020 in Verbindung setzen

Verwendete Quellen:
• Bericht der Polizeiinspektion Homburg, 14.10.2019

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17-Jähriger mit Teppichmesser verletzt - Streit zwischen Personengruppen in Homburg eskaliert

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Bei einem Vorfall in Homburg erlitt ein 17-Jähriger Schnittwunden. Symbolfoto: dpa-Bildfunk/Thomas Frey

Über einen Vorfall in der Homburger Talstraße informiert die Polizei in einer Pressemitteilung: Am Sonntagabend, gegen 21.00 Uhr, gerieten nach derzeitigen Erkenntnissen zwei Personengruppen in der Passage zwischen dem Christian-Weber-Platz und der Uhlandstraße aneinander.

Bekannt ist: Mindestens zwei Menschen wurden leicht verletzt und mussten medizinisch versorgt werden. Das bestätigte die Polizei auf SOL.DE-Nachfrage. Einer der Kontrahenten, ein 33-Jähriger, ging mit einem Teppichmesser auf einen 17-Jährigen los. Dabei erlitt der Jugendliche Schnittwunden. Der wiederum wehrte sich mit Schlägen und Tritten gegen den 33-Jährigen.

Die Identität von zwei weiteren beteiligten Personen sowie die Umstände der Tat sind derzeit noch unklar. In diesem Zusammenhang bittet die Polizei um Hinweise.

Zeugen, die Angaben zu den beiden bislang unbekannten Personen und dem Tatverlauf geben können, sollen sich unter der Telefonnummer (06841)1060 mit der Polizei in Homburg in Verbindung setzen.

Verwendete Quellen:
• Bericht der Polizeiinspektion Homburg, 14.10.2019
• eigene Recherche

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Wetter im Saarland: Der goldene Oktober wird allmählich grau

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Der goldene Oktober im Saarland weicht ab Dienstag Wolken und Regen. Archivfoto: BeckerBredel

Bei 25 Grad und Sonne können Saarländer heute (14. Oktober) noch einmal bestes Herbstwetter genießen, bevor der goldene Oktober allmählich ergraut. 

Ab Dienstag wird es dann wechselhafter im Südwesten. Es erwarten uns dichtere Wolken und Regen, wie der Deutsche Wetterdienst mitteilt. Auch Gewitter sind nicht ausgeschlossen. Allerdings können die Temperaturen stellenweise noch die 20-Grad Marke erreichen. 

Ab Mittwoch wird es dann überall kühler bei maximal 19 Grad. Dazu verhängen meist Wolken den Himmel, es bleibt aber überwiegend trocken. Im Bergland können einzelne Sturmböen aufziehen. 

Im Laufe der Woche bleibt das Wetter wechselhaft mit starker Bewölkung und Regen. Die Temperaturen fallen weiter ab auf maximal 16 Grad am Wochenende

Verwendete Quellen:
• Deutscher Wetterdienst
• Deutsche Presseagentur

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Busstreik im Saarland: Heute endlich Entscheidung?

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Der Busstreik im Saarland geht in die dritte Woche. Foto: BeckerBredel.

Im Tarifstreit um den kommunalen Busverkehr im Saarland setzen die Gewerkschaft Verdi und der Kommunale Arbeitgeberverband (KAV) am heutigen Montag (14. Oktober) ab 9.00 Uhr ihre Verhandlungen fort.

Die letzte Runde war am vergangenen Dienstag ohne Ergebnis abgebrochen worden. Um ihren Forderungen Nachdruck zu verleihen, streiken hunderte Busfahrer im Saarland bereits in der dritten Woche.

Busstreik im Saarland: Diese Busse fahren und diese nicht

Ein Kernstreitpunkt ist die Laufzeit des Tarifvertrages. Verdi hatte für neu eingestellte Busfahrer einen Einstiegslohn von 2.800 Euro gefordert plus die Anhebung der Entgelte aller anderen Beschäftigten um 427 Euro monatlich bei einer Laufzeit von zweieinhalb Jahren. Die Arbeitgeberseite will die Anhebung zeitlich strecken und hat eine Laufzeit von fünf Jahren gefordert.

Verwendete Quellen:
• Deutsche Presse-Agentur

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