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Ausbildung in der JVA Saarbrücken: Viele Häftlinge wollen Maler und Lackierer werden

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In der JVA Saarbrücken nehmen viele Häftlinge eine Maler-Ausbilung auf. Foto: BeckerBredel

In den vergangenen fünf Jahren haben 53 Gefangene der JVA in Saarbrücken eine Berufsausbildung begonnen. Fast die Hälfte davon entschied sich für die Ausbildung zum Maler und Lackierer. 25 Häftlingen nahmen diese auf. Beliebt waren zudem die Berufe Konstruktionsmechaniker und Bauten- und Objektbeschichter. Das geht aus der Antwort des saarländischen Landtags auf die Anfrage der Linken-Abgeordneten Astrid Schramm hervor.

Allerdings brachen insgesamt 19 Auszubildende die Lehre wieder ab. Nur 22 schlossen ihre Ausbildung ab. Die Gründe für einen Abbruch sind vielfältig. Während einige Häftlinge vorzeitig entlassen wurden, schlossen andere aufgrund verpasster oder nicht bestandener Prüfungen nicht ab. Auch medizinische und persönliche Gründe werden angeführt. 

Im Jugendvollzug nahmen seit 2014 darüber hinaus 113 Häftlinge an schulabschlussbezogenen Maßnahmen teil. Zudem schlossen 47 ausländische Gefangene Sprach- und Integrationskurse ab. 

In den Justizvollzugsanstalten in Saarbrücken und Ottweiler sind derzeit etwa 568 männliche Erwachsene in Strafgefangenschaft. Hinzu kommen 47 Jugendstraftäter und 143 Erwachsene sowie Jugendliche in Untersuchungshaft

Verwendete Quellen:
Antwort der Landesregierung (PDF)
• Angaben des Ministeriums der Justiz im Saarland

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Tod von Kunz-Theatre-Artistin Alla: Mord-Verdächtiger frei

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Alla Klyshta bei einem ihrer letzten Auftritte im Januar 2019 bei der Show von Kunz Theatre in Saarbrücken. Foto: Lauer

Wende im Fall der getöteten Artistin Alla Klyshta: Wie die Anwälte ihres Ex-Freunds am Freitag (11. Oktober) mitteilten, wurde der 30-jährige Reydi A. freigelassen. Es bestehe kein Mord-Verdacht gegen den Mann mehr, so das Landgericht Freiburg.

Wer tötete Alla?

Demnach bleibt weiter unklar, wer Alla getötet hat. Die 33-Jährige war unter anderem im Europa-Park und dem Kunz-Theatre in Saarbrücken aktiv und hatte dort die Zuschauer mit einer spektakulären Hula-Hoop-Nummer begeistert.

Ende Mai wurde sie tot am Rheinufer bei Rust in Baden-Württemberg gefunden. Einen Tag später nahm die Polizei ihren Ex-Freund wegen dringenden Tatverdachts fest. Er war seitdem in Untersuchungshaft.

Aus ermittlungstaktischen Gründen gab die Polizei nicht das Obduktionsergebnis bekannt. Bei dem Fundort der Leiche soll es sich allerdings nicht um den Tatort handeln.

Verwendete Quellen:
• Mitteilung von Rappaport & Stolterfoth, 11.10.19
• eigener Bericht
• eigene Recherche

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Die Expertise im Pflegebereich schärfen - Akademische Weiterbildung im Pflege- und Gesundheitswesen

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Bild: htw Saar

„Der Studiengang Management und Expertise im Pflege- und Gesundheitswesen richtet sich explizit an Mitarbeiter in Pflege- und Gesundheitsfachberufen, die bereits eine abgeschlossene Ausbildung mitbringen. Er bietet die Möglichkeit, sich akademisch weiterzubilden“, sagt Studienleiterin Riemer-Hommel. Somit können sich Absolventen der Fakultät für Sozialwissenschaften für neue Tätigkeiten in der pflegerischen oder gesundheitlichen Versorgung qualifizieren. „Man kann sich damit dann sehr unterschiedlichen Perspektiven eröffnen“, erklärt Prof. Petra Riemer-Hommel. 

So erwerben die Studierenden beispielsweise Kompetenzen im Management und können ihre Expertise im Pflege- und Gesundheitsbereich schärfen. Eine Vertiefungsrichtung muss dabei nicht gewählt werden. Management und Betriebswirtschaft gewinnen durch immer komplexer werdende Bedürfnisse im Pflege- und Gesundheitssektor zunehmend an Bedeutung. Das gelte etwa im Risiko- und im Qualitätsmanagement oder auch im Pflegecontrolling. Die akademisch fundierte Ausbildung ist in der Praxis für die systematische Analyse und für die qualitätsorientierte Weiterentwicklung dringend erforderlich. „Deswegen ist es sinnvoll, sich in dieser Richtung weiterzuentwickeln“, so die Studienleiterin. 

Berufsbegleitendes Arbeiten möglich

Da die Studierenden in der Regel mitten im Berufsleben stehen, ist der Studiengang in Blockseminare unterteilt. „Dadurch ist berufsbegleitendes Arbeiten möglich“, erläutert sie. Viele Unternehmen hätten die Vorteile des Studiums erkannt, würden diese als Bereicherung des Arbeitslebens sehen und die internen Dienstpläne darauf anpassen. Der Studiengang Management und Expertise im Pflege- und Gesundheitswesen umfasst sechs Semester und gliedert sich in Grund- und Hauptstudium. Die ersten drei Semester umfassen die Grundlagen, im Hauptstudium folgen die vertiefenden Module und Wahlpflichtangebote aus den Bereichen Management und Expertise. Ein Studienprojekt ist in die Semester vier und fünf integriert. Ihre Kompetenzen können die Studierenden in einem zwölfwöchigen Praktikum vertiefen. Sie wenden dort das Erlernte direkt in der Praxis an. Dieses Praktikum kann auch genutzt werden, um einen neuen Arbeitsbereich zu erschließen. Das Studium wird mit der Bachelor-Arbeit abgeschlossen. Für den Studiengang sind zumindest grundlegende Kenntnisse der englischen Sprache von Vorteil. Hierbei unterstützt die htw saar ihre Studierenden mit zahlreichen Sprachkursen.  

Auslandsaufenthalt im Praktikum möglich 

Angeboten wird auch die Möglichkeit, während des Praktikums einen Auslandsaufenthalt zu absolvieren. Durch Kooperationen mit anderen Hochschulen sowie durch das Erasmus-Programm können Studierende Praktika in europäischen Nachbarländern absolvieren oder gar in das Gesundheitswesen von Myanmar oder Neuseeland „reinschnuppern“. „Für Studierende, die etwas ganz anderes sehen wollen“, wie Prof. Petra Riemer-Hommel ergänzt. Sie selbst ist Auslandsbeauftragte der htw saar und hat unter anderem länger in den Vereinigten Staaten gearbeitet.

Tätigkeitsfelder und Jobaussichten

Nach dem Studium gibt es sehr viele mögliche Tätigkeitsfelder. Eine, die ihr Glück im Case Management gefunden hat, ist Carina Hottenbacher. Die 30-Jährige beendete ihr Studium an der htw saar im März und beantwortet die Frage, ob sie dies nochmal so machen würde, mit: „Definitiv ja!“ Natürlich gebe es auch stressige Momente, gerade in Klausurphasen. Das Leben als Studentin sei komplett neu für sie gewesen, etwa das Beantragen von BAföG, das ihr positiv beschieden wurde. Dennoch stellt sie mit Bezug auf den erfolgreichen Abschluss klar: „Das ist absolut machbar.“ Von Haus aus Physiotherapeutin, arbeitete sie knapp vier Jahre in ihrem Beruf und erkannte die immer schwieriger werdenden Bedingungen im Gesundheitswesen. „Da kam ich auf die Idee, mich nach einem Studium umzuschauen“, erklärt die 30-Jährige. Bei der htw saar wurde sie fündig, und obwohl die Anmeldefrist bereits verstrichen war, wurde ihre Bewerbung zeitnah akzeptiert. Trotz ihrer langjährigen Erfahrung in der praktischen Arbeit gibt sie unumwunden zu: „Ich habe vieles von einer neuen Seite kennengelernt.“

Ihr Praxissemester absolvierte sie im Bereich betriebliches Gesundheitsmanagement in einem Unternehmen. In einer anderen Firma arbeitete sie dann weitere sieben Monate, um noch mehr Erfahrung zu sammeln und sich so einen optimalen Berufseinstieg zu ermöglichen. Dort schrieb Carina Hottenbacher auch ihre Bachelorarbeit. Nun arbeitet sie an der Uniklinik in Homburg im Case Management. Sie erklärt: „Meine Hauptaufgabe als Case Managerin ist aktuell, Schnittstellen zu finden, um einen besseren Ablauf innerhalb des Krankenhauses, beispielsweise bei Verlegungen, zu generieren. Ich versuche, ressourcenorientiert meine Kollegen zu unterstützen und neue Prozesse einzuführen. Die Betreuung der Schnittstellen um Ärzte, Pflege und zentrale Koordination, aber auch Medizincontrolling und IT stellt einen wesentlichen Anteil meiner Arbeit dar.“ 

Neben sehr vielen neuen Dingen, die sie lernen konnte, wuchs sie auch als Persönlichkeit: „Ich habe mich als Mensch weiterentwickelt, bin viel selbstbewusster geworden.“ An der htw saar profitierte sie vom Wissen der Professorinnen und Professoren, die oftmals aus der Praxis kommen. Durch das Studium eröffnen sich zudem in puncto Fort- und Weiterbildung sowie bei Qualifizierung und Zertifizierungen neue Möglichkeiten. Davon abgesehen können Absolventinnen und Absolventen des Bachelor-Studiengangs auch mit einem deutlich höheren Verdienst rechnen. 

Der Weg zum Studium 

Bewerbungen für das Wintersemester sind noch bis zum 22. August 2020 möglich.

Für Interessierte ohne Hochschulzugangsberechtigung besteht in begrenzter Zahl und in einem besonderen Verfahren die Möglichkeit einer Zugangsprüfung oder eines Probestudiums. Bitte beachten Sie, dass hierzu ein Antrag bis zum 1. April des Jahres bei der htw saar gestellt werden muss. Voraussetzungen sind: 

- Eine erfolgreich abgelegte Abschlussprüfung mit qualifiziertem Ergebnis (Abschlussnote mindestens 2,5) in einem einschlägigen anerkannten Ausbildungsberuf mit einer regulären Ausbildungszeit von mindestens zwei Jahren

- Hauptberufliche Tätigkeit für mindestens zwei Jahre in dem erlernten oder einem verwandten Beruf

Weitere Informationen finden Sie hier.

 

Kontakt: 

htw saar- Haus des Wissens 

Gebäude 11 

Malstatter Straße 17 | 66117 Saarbrücken 

Sozialwissenschaften Sekretariat Pflege und Gesundheit

Raum 11.05.05

Telefon (06 81) 58 67 - 765 

pg-sek@htwsaar.de 

www.htwsaar.de/htw/sowi

Öffnungszeiten: montags bis freitags von 9 bis 12 Uhr

 

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Forscher der Saar-Uni entwickeln „intelligenten Stift“ zum Schreibenlernen

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Forscher tüfteln derzeit an einem Stift, der Kindern das Erlernen der Rechtschreibung leichter machen soll. Foto: Sebastian Gollnow/dpa-Bildfunk

Die Universität des Saarlandes in Saarbrücken sowie das Fraunhofer-Institut für Integrierte Schaltungen in Nürnberg forschen derzeit an einem „intelligenten Stift“. Mit Sensoren ausgestattet soll dieser sowohl Rechtschreibfehler als auch das Schriftbild des Benutzers erkennen. Mit dem Ziel, Kinder darin zu unterstützen, beides zu verbessern. Darüber hinaus möchten die Forscher ein neues Rechtschreib-Übungskonzept entwickeln.

In der Praxis funktioniert der Stift folgendermaßen: Während das Kind auf Papier schreibt, wird die Schrift in Echtzeit auf ein Tablet übertragen. Währenddessen wertet die Sensorik die Daten aus. Wann und über welche Methoden die Rückmeldung zur Rechtschreibung erfolgen soll, muss noch im Laufe der Studie geklärt werden.

Die Erprobung des Stifts an verschiedenen Schulen ist aktuell für 2022 angesetzt. Laut Saar-Uni fördert das Bundesministerium für Bildung und Forschung das Projekt drei Jahre lang mit rund 1,3 Millionen Euro.

Verwendete Quellen:
• Deutsche Presse-Agentur

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Vollsperrung und Megastau: Unfall auf A6 bei Neunkirchen

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Hier zu sehen: Aufnahmen von der Unfallstelle auf der A6 bei Neunkirchen. Fotos: Brandon Lee Posse

Update: Die Sperrung ist aufgehoben.

 

Wegen eines Unfalls auf der A6 zwischen dem Kreuz Neunkirchen und Homburg kommt es aktuell zu größeren Staus. Die Fahrbahn Richtung Kaiserslautern ist voll gesperrt. Es gibt Verzögerungen von zurzeit rund 50 Minuten. Autofahrern wird empfohlen, den Bereich weiträumig zu umfahren.

Unfall auf A6 bei Neunkirchen

Nach SOL.DE-Informationen war wohl Folgendes passiert: Vermutlich ein Stau initiierte gegen 14.45 Uhr einen ersten Auffahrunfall. Zu diesem kam es, als ein Lkw vor dem Ende des Staus abbremste. Daraufhin fuhr ein Abschleppwagen in das Heck des Lasters hinein. Der Abschlepper selbst hatte während des Vorfalls einen Pkw geladen. Durch die Wucht des Aufpralls krachte dieser in das Führerhaus.

In Zusammenhang mit diesem Unfall ereignete sich eine weitere Kollision: Nach Angaben der Polizei wollte wohl - so die ersten Erkenntnisse - ein VW Polo der ersten Unfallstelle ausweichen. Während des Ausweichmanövers fuhr allerdings ein Baustellenfahrzeug in das Heck des VW.

Insgesamt gibt es zwei leicht verletzte Personen. Der Fahrer des Abschleppwagens wurde bei dem Zusammenstoß eingeklemmt und musste von der Feuerwehr befreit werden. Er befindet sich aktuell in einem Krankenhaus.

A6: Staus nach Unfällen bei Neunkirchen

Derzeit kommt es zu kilometerlangen Staus. Die Bergungs- und Reinigungsarbeiten sind in vollem Gange. Unter anderem werden aktuell ausgelaufene Stoffe, beispielsweise Öle, sowie Pkw-Teile von der Fahrbahn entfernt. Die Polizei bittet darum, das Bilden einer Rettungsgasse einzuhalten.

Live-Verkehrsmeldungen im SOL.DE-Ticker

Die exakten Umstände des Unfalls müssen Ermittler noch abschließend klären. Wir halten euch auf dem Laufenden.

Verwendete Quellen:
• eigene Recherche

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mit dpa/lrs

Busstreik im Saarland geht vorerst weiter

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Seit dem 24. September streiken im Saarland hunderte Busfahrer. Archivfoto: Oliver Dietze/dpa-Bildfunk.

Im Tarifkonflikt des kommunalen Busverkehrs im Saarland haben sich die Gewerkschaft Verdi und der Kommunale Arbeitgeberverband (KAV) angenähert. Das teilten beide Tarifparteien am Montag (14. Oktober) mit. „Wir sind uns in großen Schritten nähergekommen", sagte der Verhandlungsführer von Verdi, Christian Umlauf.

Auch die Geschäftsführerin des Kommunalen Arbeitgeberverbandes Saar, Barbara Beckmann-Roh, zeigte sich zuversichtlich. „Wir haben sehr intensiv und auch konstruktiv verhandelt." In dem kurzen Zeitfenster, das für die Verhandlungen vorgesehen gewesen sei, sei eine abschließende Einigung aber nicht möglich gewesen.

Busstreik im Saarland: Diese Busse fahren und diese nicht

Vor Streikende Urabstimmung

Deshalb sollten die Gespräche am morgigen Dienstagabend weitergeführt werden. Beide Verhandlungspartner zeigten sich zuversichtlich, dann eine Einigung zu erzielen. Falls es dazu kommt, will Verdi eine Urabstimmung einleiten. Stimmen dann mindestens 25 Prozent der Beschäftigen dafür, wird der Streik beendet und die Busfahrer gehen wieder an die Arbeit.

Busstreik im Saarland: Darum geht's

Hunderte Fahrer streiken derzeit im Saarland und das bereits in der dritten Woche. Ein Knackpunkt ist die Laufzeit des Tarifvertrages. Verdi hatte für neu eingestellte Busfahrer einen Einstiegslohn von 2.800 Euro gefordert plus die Anhebung der Entgelte aller anderen Beschäftigten um 427 Euro monatlich bei einer Laufzeit von drei Jahren. Die Arbeitgeberseite forderte eine Laufzeit von fünf Jahren. In diesem Punkt habe man sich angenähert, sagte Umlauf.

Verwendete Quellen:
• Deutsche Presse-Agentur
• Pressemitteilung von Verdi, 14.10.19

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Schwangere Freundin ausgepeitscht und eingesperrt? Prozess gegen G. (22) in Saarbrücken

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Derzeit befindet sich der beschuldigte G. in Untersuchungshaft. Symbolfoto: dpa-Bildfunk/Bernd Wüstneck

Aufgrund eines Untersuchungshaftbefehls des Amtsgerichts Saarbrücken befindet sich der 22 Jahre alte G. seit April dieses Jahres in einer Justizvollzugsanstalt. Am Donnerstag (10. Oktober 2019), also etwa ein halbes Jahr nach seiner Festnahme, begann der Prozess gegen den 22-Jährigen. Die Vorwürfe wiegen schwer.

Landgericht Saarbrücken: Prozessauftakt gegen G.

Die Staatsanwaltschaft legt dem Angeklagten mehrere Taten zur Last, heißt es auf SOL.DE-Nachfrage. Die ersten mutmaßlichen Vorfälle sollen sich während einer Beziehung zu der damals 16-jährigen D. zwischen April und September 2018 ereignet haben.

Nachdem G. streng gläubig geworden sein soll, so der Vorwurf, habe sich die Beziehung zu D. verschlechtert. Der Angeklagte soll der Zeugin unter anderem Kleidungsvorschriften erteilt, den Kontakt mit den Eltern verboten und den Schulbesuch verhindert haben. Im Einzelnen gehe es um diese Vorwürfe:

• Im Juli 2018 soll der Angeklagte der damals 16 Jahre alten D. in das Gesicht geschlagen haben. Dadurch erlitt das mutmaßliche Opfer wohl eine Verletzung am linken Auge.

• Ebenfalls im Juli 2018 soll G. während einer Autofahrt den Kopf von D. gegen die Fensterscheibe geschlagen haben, lautet ein weiterer Vorwurf.

• Darüber hinaus wird der junge Mann beschuldigt, seiner damaligen Freundin ein Trinkglas gegen den Kopf geworfen, wahllos auf ihren Körper eingeschlagen und sie gebissen zu haben. Der Versuch, D. mit einem Messer zu bedrängen, soll nur dadurch verhindert worden sein, dass die Stiefmutter des Angeklagten die damals 16-Jährige ins Badezimmer einschloss. In Zusammenhang dieser ersten Beziehung lastet die Staatsanwaltschaft dem Beschuldigten weitere Taten an.

G. soll auch zweite Freundin schwer misshandelt haben

Seit Ende 2018/Anfang 2019 führte der Beschuldigte eine Beziehung mit B. (18). In diesem Kontext wirft die Staatsanwaltschaft dem 22-Jährigen ebenso mehrere Taten vor -  etwa Freiheitsberaubung.

• Im Februar 2019 soll der Angeklagte nach einem Streit beschlossen haben, B. zu bestrafen und körperlich zu züchtigen. Dazu habe er sie geschlagen, mit dem Kabel eines Glätteisens ausgepeitscht sowie durch einen sogenannten Aschestab eines Holzofens verbrannt. Durch die Handlungen soll die Zeugin eine Vielzahl schwerer Verletzungen erlitten haben, unter anderem Frakturen an einer Rippe.

• Zwei Monate später soll G. erfahren haben, dass seine Freundin schwanger sei und aus diesem Grund nicht mit ihm verreisen könne. Darüber geriet er mutmaßlich derart in Zorn, dass er auf den gesamten Körper der schwangeren Lebensgefährtin eingeschlagen haben soll. Überdies wird ihm vorgeworfen, die Frau mit einem Kabel ausgepeitscht zu haben. Ebenso soll G. die Geschädigte B. für mehrere Tage in einem Zimmer eingesperrt haben - ohne Nahrung und Getränke.

Bezüglich der Tatvorwürfe hat sich der 22-Jährige noch nicht geäußert. Für Mittwoch, 23. Oktober 2019, ist der nächste Verhandlungstermin angesetzt.

Die Staatsanwaltschaft weist ausdrücklich darauf hin, dass das Urteil über die Schuld nur den Gerichten zusteht.

Verwendete Quellen:
• Pressemitteilung der Staatsanwaltschaft Saarbrücken

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Polizei in Dahn zieht "Einhorn-Auto" aus dem Verkehr

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Das "Einhorn-Auto" der Britin darf so leider nicht mehr auf die Straße. Foto: Polizei Pirmasens

Gegen 11.30 Uhr kontrollierten die Polizeibeamten auf der B10 den Pkw mit britischer Zulassung, da dieser durch erhebliche technische Veränderungen auffiel. 

Am Kühlergrill des Autos war mit Schrauben und Schaumstoff ein großes Horn angebracht, das das Fahrzeug wie ein Einhorn aussehen lassen sollte. Außerdem waren auf Motorhaube und Dach aus Spanplatten gefertigte Flammen mit metallenen T-Stücken fixiert. Auch ein Leuchtbalken mit Lautsprecher war in dem Fahrzeug verbaut. Fünf schwarze Plastikeimer in verschiedenen Größen waren als „Triebwerk" am Heck angebracht. 

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Am Heck des Wagen war ein selbstgebasteltes "Triebwerk" angebracht. Foto: Polizei Pirmasens

Da die selbst gefertigten Teile unsachgemäß angebaut worden waren, war die Verkehrssicherheit des Pkw nicht mehr gegeben. Der 42-jährigen Fahrerin aus Großbritannien wurde die Weiterfahrt bis zum vollständigen Demontage der Teile untersagt. Wie die Polizei berichtet, ist nicht klar, was sie mit dem Einhorn-Auto vorhatte. 

Sie erwartet nun ein Bußgeldverfahren wegen illegaler technischer Veränderungen an dem Fahrzeug. Es bleibt zu hoffen, dass sie ihr kreatives Potenzial beim nächsten Mal in ein Faschingskostüm steckt.

Verwendete Quellen:
• Pressemitteilung der Polizei Pirmasens

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Kurden-Demo in Saarbrücken: Polizei ermittelt

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Kurden demonstrieren aktuell deutschlandweit gegen den Militäreinsatz der Türkei in Nordsyrien. Foto aus Stuttgart: Sebastian Gollnow/dpa-Bildfunk.

Die Polizei ermittelt nach einer Demonstration von rund 100 Kurden am Sonntagabend (13. Oktober) in Saarbrücken wegen mehrerer Verstöße. Laut einem Bericht der „SZ" hätte die Gruppe gegen die Straßenverkehrsordnung, gegen das Vereinsgesetz mit Zeigen von verbotenen Symbolen und gegen das Versammlungsgesetz verstoßen. Zudem seien Beamte beleidigt worden.

Polizei erhielt Unterstützung aus dem ganzen Saarland

Die Polizei war gegen 21.30 Uhr über den Demonstrationszug benachrichtigt worden. Die Kurden seien „laut grölend und hektisch mit Fahnen" vom Hauptbahnhof Richtung Europa-Galerie gegangen, so die „SZ" mit Berufung auf Polizeihauptkommissar Bernd Eberlein.

Der Beamte schildert, dass die Demonstranten kurdische Parolen sangen, Fahnen schwenkten und sich verschleierten. Die Saarbrücker Polizei musste von Beamten aus dem ganzen Saarland unterstützt werden, weil die Störungen der Kurden so erheblich waren.

Erneute Kurden-Demo am Dienstag

Die Demonstration war um 22.40 Uhr beendet. Ob die Demonstranten wie von Zeugen berichtet auch in den Bahnhof gestürmt und Gleise blockiert haben sollen, müssen jetzt Ermittlungen zeigen.

Die Kurden demonstrieren gegen den Militäreinsatz der Türkei in einem kurdisch kontrollieren Teil Nordsyriens. Bereits am Freitag und Samstag hatte es in der saarländischen Landeshauptstadt Proteste gegeben. Für den morgigen Dienstagabend ist erneut eine Demonstration vor der Europa-Galerie angekündigt.

Verwendete Quellen:
• Saarbrücker Zeitung
• eigener Bericht
• eigene Recherche

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Zwei junge Männer zerkratzen in Völklingen über 40 Autos mit Messer

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Mit einem Messer beschädigten die beiden Männer mehr als 40 Fahrzeuge, die in Völklingen geparkt waren. Symbolfoto: Polizei Koblenz

Am Samstagmorgen bemerkten Polizeibeamte über eine hauseigene Überwachungskamera, wie gerade zwei Männer einen vor der Dienststelle geparkten Funkstreifenwagen zerkratzten. Im Anschluss flüchteten sie in Richtung der Moltkestraße.

Mittels der sofort eingeleitete Fahndungsmaßnahmen konnten die Beamten beide Tatverdächtigen (18 und 21 Jahre alt) stellen sowie vorläufig festnehmen. Im Rahmen einer Durchsuchung fand die Polizei mehrere Messer, heißt es. Darunter wohl auch das Messer, mit dem die Männer den Streifenwagen beschädigt hatten.

Völklingen: Mehr als 40 Pkw zerkratzt

Ein Zeuge teilte den Beamten wenig später mit, dass die Tatverdächtigen noch weitere Fahrzeuge zerkratzt hätten. Bei einer Kontrolle zeigte sich: Im Bereich der Hofstattstraße, Moltkestraße und Cloosstraße kam es tatsächlich zu Beschädigungen an über 40 Pkws.

Gegen die beiden Personen wurden entsprechende Strafanzeigen wegen Sachbeschädigung und des Verstoßes gegen das Waffengesetz gefertigt.

Weitere Geschädigte sollen sich direkt mit der Polizeiinspektion Völklingen unter der Telefonnummer (06898)2020 in Verbindung setzen

Verwendete Quellen:
• Bericht der Polizeiinspektion Homburg, 14.10.2019

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17-Jähriger mit Teppichmesser verletzt - Streit zwischen Personengruppen in Homburg eskaliert

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Bei einem Vorfall in Homburg erlitt ein 17-Jähriger Schnittwunden. Symbolfoto: dpa-Bildfunk/Thomas Frey

Über einen Vorfall in der Homburger Talstraße informiert die Polizei in einer Pressemitteilung: Am Sonntagabend, gegen 21.00 Uhr, gerieten nach derzeitigen Erkenntnissen zwei Personengruppen in der Passage zwischen dem Christian-Weber-Platz und der Uhlandstraße aneinander.

Bekannt ist: Mindestens zwei Menschen wurden leicht verletzt und mussten medizinisch versorgt werden. Das bestätigte die Polizei auf SOL.DE-Nachfrage. Einer der Kontrahenten, ein 33-Jähriger, ging mit einem Teppichmesser auf einen 17-Jährigen los. Dabei erlitt der Jugendliche Schnittwunden. Der wiederum wehrte sich mit Schlägen und Tritten gegen den 33-Jährigen.

Die Identität von zwei weiteren beteiligten Personen sowie die Umstände der Tat sind derzeit noch unklar. In diesem Zusammenhang bittet die Polizei um Hinweise.

Zeugen, die Angaben zu den beiden bislang unbekannten Personen und dem Tatverlauf geben können, sollen sich unter der Telefonnummer (06841)1060 mit der Polizei in Homburg in Verbindung setzen.

Verwendete Quellen:
• Bericht der Polizeiinspektion Homburg, 14.10.2019
• eigene Recherche

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Wetter im Saarland: Der goldene Oktober wird allmählich grau

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Der goldene Oktober im Saarland weicht ab Dienstag Wolken und Regen. Archivfoto: BeckerBredel

Bei 25 Grad und Sonne können Saarländer heute (14. Oktober) noch einmal bestes Herbstwetter genießen, bevor der goldene Oktober allmählich ergraut. 

Ab Dienstag wird es dann wechselhafter im Südwesten. Es erwarten uns dichtere Wolken und Regen, wie der Deutsche Wetterdienst mitteilt. Auch Gewitter sind nicht ausgeschlossen. Allerdings können die Temperaturen stellenweise noch die 20-Grad Marke erreichen. 

Ab Mittwoch wird es dann überall kühler bei maximal 19 Grad. Dazu verhängen meist Wolken den Himmel, es bleibt aber überwiegend trocken. Im Bergland können einzelne Sturmböen aufziehen. 

Im Laufe der Woche bleibt das Wetter wechselhaft mit starker Bewölkung und Regen. Die Temperaturen fallen weiter ab auf maximal 16 Grad am Wochenende

Verwendete Quellen:
• Deutscher Wetterdienst
• Deutsche Presseagentur

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Busstreik im Saarland: Heute endlich Entscheidung?

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Der Busstreik im Saarland geht in die dritte Woche. Foto: BeckerBredel.

Im Tarifstreit um den kommunalen Busverkehr im Saarland setzen die Gewerkschaft Verdi und der Kommunale Arbeitgeberverband (KAV) am heutigen Montag (14. Oktober) ab 9.00 Uhr ihre Verhandlungen fort.

Die letzte Runde war am vergangenen Dienstag ohne Ergebnis abgebrochen worden. Um ihren Forderungen Nachdruck zu verleihen, streiken hunderte Busfahrer im Saarland bereits in der dritten Woche.

Busstreik im Saarland: Diese Busse fahren und diese nicht

Ein Kernstreitpunkt ist die Laufzeit des Tarifvertrages. Verdi hatte für neu eingestellte Busfahrer einen Einstiegslohn von 2.800 Euro gefordert plus die Anhebung der Entgelte aller anderen Beschäftigten um 427 Euro monatlich bei einer Laufzeit von zweieinhalb Jahren. Die Arbeitgeberseite will die Anhebung zeitlich strecken und hat eine Laufzeit von fünf Jahren gefordert.

Verwendete Quellen:
• Deutsche Presse-Agentur

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